Bernsteinkind

Bei der Tochter am Schreibtisch vorbei gehen und dort die Sonne mit den Wünschen liegen sehen, die jeder Drittklässler aus ihrer Klasse von seinen Mitschülern bekommen hat, für den Weitergang in die nächst höhere Klasse.
Auch an diesem Abend war ich nicht dabei, weil Anton ein paar Stunden jung war. Der Papa auch nicht, der war fertig nach der nächtlichen Geburt und betreute die anderen zwei übrig gebliebenen Kinder. Aber die Oma war dabei mit Noah und Tom, bis Noah eine blutende Kopfwunde hatte und geklebt werden musste. (War aber großes Glück, nichts Schlimmes und die Oma hat das souverän gemeistert.)
Und dann wird mir bewusst, dass da noch ein Ritual her muss. Etwas Besonderes, auch für sie beginnt im September in einer ganz neuen Klasse ein neuer Abschnitt: Mittelstufe.
Sie macht das alles so grossartig und das gehört bemerkt, wahr genommen und hervor gehoben.

Noch mal mit ihr zusammen die Sonne angesehen, vorgeschlagen wir könnten die Wünsche gemeinsam lesen, aber das wäre nicht nötig, sagte sie, das hätte sie schon. Welcher ihr liebster Wunsch wäre, fragte ich sie und sie erzählte mir davon und von dem Hintergrund zu den Kommentaren daneben. Ein Geschenk, so ein Puzzleteil aus dem Leben meiner Tochter, in einer Zeit, in der man halt als Elternteil nicht mehr alles ungefiltert erfährt… :)

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