Lähmendes Loslassen

Vieles was mir in den letzten Jahren auf dem Weg hier her in meinem Leben begegnet ist, was ich erlebt habe, hat nur dazu geführt, dass ich oft Angst habe. Angst um meinen liebsten Menschen, meine Kinder, mein eigenes Leben, vor Krankheit und Verlust. Aber nicht nur das, ich zerdenke zu vieles, bevor es überhaupt passiert ist oder bin oft erschlagen von Kleinigkeiten, die sich zugebener Maßen in diesem Jahr gehäuft haben.

Immer wenn ich diesen Kreislauf durch breche, freue ich mich. Drei kleine Kinder hatte ich heute Nachmittag und ich wollte so gern Zeit mit ihnen verbringen, es genießen. Schwimmen? Oder Plätzchen backen? Auf jeden Fall raus aus diesem Kreislauf des Funktionierens, des Vorweihnachtsstress. Aber ich hatte auch Angst. Angst Anton könnte im Wasser weinen, während ich nicht weiß wohin ich zuerst Greifen oder Schauen soll. Auf der anderen Seite: Was könnte schon passieren? Dann müssten wir eben Heim fahren. Natürlich war Emil den weiten Weg heute von der Altstadt nach Hause gelaufen und er würde nachher nicht wacher sein, sogar sehr viel müder nach dem Wasser. Aber was sonst? Putzen? Während die Kinder wieder für sich sind? Nein. Ich wollte es wagen.

Ich wollte das so sehr! Also sprang ich wortwörtlich ins kalte Wasser und bereute es nicht. Ich hatte so viel Glück heute, so eine schöne Zeit mit den drei Kleinen und im Anschluss war ich wacher, mehr bei mir und so viel glücklicher. Weil ich es gewagt habe…

Gegen verpasste Chancen und entgangene schöne Momente- für mehr ausprobieren, mutig sein, loslassen… Da sind so viele Vorsätze fürs neue Jahr…

3 Responses to “Lähmendes Loslassen”

  1. Frau Landgeflüster Says:

    Dabei wünsche ich dir ganz viel Erfolg :-)

  2. Christine Says:

    wow so großartig! ich stauen über deine logistik. und habe selbst doch oft genufg keien ahnung wie das mit nur zwei kleinen zu schaffen sei, ohne großes geweine bei umziehen etc. ganz zu schweigen vom betreuen im Bad. Meine Kamikaze-Tochter hat mir da oft genug schon den letzten Nerv geraubt und ich glaubte das wichtigste utensil sei dei Krankenkassenkarte dabei zu haben. meine größte bewunderung für deine Gelassenheit und Freiheit! habt es schön an Weihnachten

  3. kassiopeia Says:

    @Frau_Landgeflüster: Danke!

    @Christine: Ich war sogar schon einmal mit den großen Fünf, aber nur einmal allein und mit Anton war das eben alles so neu! :) Vielen Dank! Und euch auch frohe Weihnachten!