Schneegestöber

Der Mann hilft heute beim Umzug seines besten Freundes und seiner Frau tatkräftig mit, wie schon gestern am späten Abend und wir zusammen heute Morgen in der Küche fürs versprochene Buffet. Ich bin also allein mit den Kindern über den Mittag und Nachmittag und es hat geschneit. Tapfer erklomm ich den Dachboden mit mentaler Unterstützung unseres ältesten Sohnes und barg die Schlitten, während die Tochter das Baby die letzten Minuten, die es das noch zulassen würde unterhielt. Alle großen Fünf zogen sich an und stürmten in die weiße Pracht. Leise zog ich mich ins Schlafzimmer zurück und stillte Anton in den Schlaf bei geöffneten Fenster, wodurch ich alle Fünf gut in den Ohren hatte. Als Anton schlief dann auch im Blick, denn vom Schlafzimmer aus, kann ich alles gut überblicken. Sogar dass der Erstklässler den Plastikschlitten auf die Rutsche gelegt hatte, so nahm ich bei voll geöffneten Fenster mal kurz Kontakt zum Kinde auf.

Ich ging runter, suchte und fand meine Stiefel, holte Wasser, wusch den Tisch sauber, schleppte zwei übervolle Körbe Wäsche nach oben und dachte: „So, nun machst mal aber was für dich!“, nachdem der kleinere Mittlere schon allein zum Spielplatz wollte und ich versprach wir würden zusammen hin schlittern, wenn Anton wach wäre (hoffentlich erwischt er mich nicht jetzt). Ich setzte mich gerade an den Tisch… Ja, wie weit kam ich wohl? Das Baby hat den schlafenden Zustand gegen den Wachen zurück getauscht. Auf dem Weg nach unten wurde ich der Länge nach erstmal angespuckt und nun sitz ich auf dem Sofa, aber das beste und der Grund warum ich eigentlich hier sitze, als ich aus dem Fenster sah im ersten Stock, weil ich ja ein Spucktuch brauchte um den Boden abzuwischen, viele kennen das vielleicht, da sah ich meine Tochter, wie sie Emil im Schlitten hinter sich herzog. Er lag auf dem Schlitten mit weit geöffneten Mund und ließ sich die Schneeflocken in den Mund rieseln. <3 (Und da sind sie schon wieder alle nach einer Stunde in der Kälte.) :)

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