Archive for März, 2015

Warten aufs Häschen…

Dienstag, März 10th, 2015

Heute haben wir die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und im Vorgarten etwas Osterdeko aufgehängt…

Abgewogen

Sonntag, März 1st, 2015

Seit Jahren trage ich Umstandshosen, egal ob schwanger oder nicht. Der elastische Gummi schmiegt sich sanft um meinen weichen Bauch und hält ihn etwas in Form, egal in welcher Gewichtsklasse. Mein Körper hat sich mit den Kindern verändert, eigentlich schon beim allerersten Kind und mit den Jahren bekam er seine Form, mein großer Busen wurde nur noch größer und meine schwungvollen Hüften wurden breiter…
Mein Gewicht schwankte immerzu. Ich schrieb hier auf dem Blog schon einmal darüber. Als ich Nils vor fast 13 Jahren kennenlernte waren es ungefähr 52kg, eineinhalb Jahre später zur Hochzeit 10 kg mehr. Da war ich dann auch gleich mit Zoe schwanger und nahm über 20kg zu, die Hälfte davon blieb mir, dann machte sich Noah auf den Weg und mit ihm doch tatsächlich die Sorge, ob ich wieder 10 Kilo von meinem Schwangerschaftsgewicht behalten würde. Das bewahrheitete sich aber nicht, alles blieb beim Alten und dann nahm ich konsequent ab. Bis ist beinahe dauerhaft, tatsächlich nach einem Magendarm- Virus, wieder die 5 vorne sehen konnte. Das blieb nicht von Dauer. Ich wurde mit Tom schwanger, dann mit Ben. Trotzdem fühlte ich mich schlank und wohl in meiner Haut. Nach Bens Geburt in der Stillzeit nahm ich zu. Dann kam der Kummer um die Fehlgeburten und mir blieben die Kilos. Wieder wurde ich schwanger, erst mit Emil und dann mit Anton. In der letzten Schwangerschaft nahm ich soviel zu wie nie zuvor. Am Ende wog ich fast 100 Kilo, auch weil ich viel Wasser eingelagert hatte. All das verlor ich ohne Müh wieder zum Ausgangsgewicht nach seiner Geburt. Was dennoch „zuviel“ war.
Jetzt durch die neue rheumatische Erkrankung übe ich mich an einer fleischlosen Ernährung. Noch fühle ich keine Verbesserung, aber durch das Gewicht beim Tragen von Anton sind da wieder über 10 Kilo mehr auf meinen Gelenken, also denke ich, dass eine Gewichtsabnahme sinnvoll ist, mit oder ohne Anton an mir. Je weniger mein Körper tragen muss, umso besser. Das ist nicht einfach, erfolge erziele ich nur minimal. Sport ist kaum möglich so schlimm wie der Schub aktuell ist, dennoch versuche ich ihn einzuschieben, was zeitlich natürlich ein Problem ist. Mein Körperbau, also als Laie würde ich sagen, ist eher schmal. Meine Schultern sind kaum wahrnehmbar, meine Hand und Fußgelenke unheimlich schmal, allein deswegen würde ich sagen, dass ich noch mindestens 10kg abnehmen sollte. Aber ich mache mir keinen Druck, das führt ja zu nichts. Es wäre nur schön, gerade weil ich denke, dass es mir gut tun würde.
Mir ist Gewicht nicht wichtig, ich habe nach langer Zeit überhaupt erst wieder so eine mechanische Waage gekauft. Wenn ich jemanden sehe, den ich mag und kenne, würde mir nie auffallen, dass er oder sie abgenommen hat. Das muss dann schon so viel sein, dass ich dafür überhaupt einen Blick habe. Ich finde das gesund, mich stört das nicht. Ich mag schließlich den Menschen, den ich vor mir habe und wenn es nicht gesundheitlich ein Problem ist, kann jeder soviel Polster haben wie er oder sie es mag. Da ist Ausstrahlung und ein gutes Wesen doch viel wichtiger, denke ich. Oft bin ich damit allein, wenn mich Menschen überschwänglich begrüßen mit „Boah, du hast aber abgenommen!“ finde ich das unheimlich. Weil es für mich doch Wichtigeres gibt und das versuche ich auch an meine Tochter und Söhne weiter zu geben. Was bleibt schon von unserem guten Aussehen? Wenn dann noch Eltern von Kleinkindern oder Schwangere sich rechtfertigen müssen, warum sie so „dick“ sind, gruselt es mich, weil es doch im seltensten Fall um die Gesundheit geht. Ich möchte das für mich nicht und wie gesagt, ich spreche nicht von Krankheiten, die Menschen, die wir lieben wirklich in Gefahr bringen, sondern einer breiten Spanne von normal und durchschnittlich und einem Wahn, immer schön schlank und attraktiv sein zu müssen. Sport darf Spaß machen und sollte nicht Mittel und Zweck sein sich zu kasteien, mich beunruhigt das immer sehr zu sehen, als ein jemand mit einer kleiner Esstörung im Hintergrund als Pubertierende.
Wenn also die Tochter Heim kommt und sagt, Freundinnen hätten ihr ein „schön schlank“ attestiert, kann ich als Mama nur sagen: „Du bist ganz normal. Du bist genau richtig so!“