Archive for Juli, 2015

Tag 19

Freitag, Juli 31st, 2015

Das Ende des Schuljahres mit drei Zahnarztbesuchen, alle drei nicht nur ungewollt, sondern auch ungeplant einläuten, aber das Ganze dann abrunden dürfen mit drei Freundinnen am Nachmittag hier, samt ein paar ihrer Kinder und am Abend nur wir Vier auf der Terrasse von einer… Endlich Ferien!

Tag 18

Donnerstag, Juli 30th, 2015

Nach einem Tag, bei dem man sich ganz bei sich fühlte, ist es umso bitterer wenn man sich selbst nur nervig findet, mehr nur unglaublich ungeduldig ist und das Gefühl hat, sich zuviel vorgenommen zu haben…

Tag 17

Mittwoch, Juli 29th, 2015

Auch wenn der Tag sehr voll mit acht Kindern war, fühlte ich mich so wohl in meiner Haut wie schon lange nicht mehr. Ich hatte das Gefühl, dass genau ich das wäre. Früher haben wir so etwas öfter gemacht, auch wenn man nach jeder Mahlzeit wischen und saugen muss, die Spülmaschine gefühlt nie aus ist und trotzdem immer noch Geschirr in der Spüle steht, der Paketbote klingelt mit den Worten: „Na, hier gehts rund!“ Es ist schön!
Gleich zu Beginn musste ich, weil die Schulkinder an den letzten Tagen vor den Ferien früher Schule aus haben, mit vier Kindern ein Kind aus dem Kindergarten abholen statt wie sonst mit nur Zweien, darunter eben ein Besuchskind. Als mir dann nach dem Kochen und Essen mitten beim Aufräumen, so zwischen Tisch abdecken und Spülmaschine einräumen aufging, dass wir das Fahrrad gestern auf dem Spielplatz hatten stehen lassen, obwohl wir dem großen Sohn gesagt hatten, wir würden es mitnehmen als er mit seiner Oma im Auto mitfuhr, packten wir alle Neune also so schnell es eben ging unsere Sachen und liefen mal eben fast zum Freibad zu besagtem Spielplatz, wo Rad und Helm im Regen freundlicher Weise auf uns gewartet hatten. Wegen des Wetters und auch weil der Wunsch nach Muffins und Kakao geäußert wurde, liefen wir recht zügig zur nahe gelegenen Bushaltestelle und fuhren rasch dem Nieselregen entkommend wieder heim, wo ich den Mittagstisch endlich abräumen konnte, die Spülmaschine anwerfen, wischen und saugen, nachdem ich Muffins und Apfeltaschen in den Ofen geschoben hatte. Manchmal macht mir sowas sehr viel Spaß und als dann die beiden Mamas ihre Kinder nach einander abholten und es etwas chaotisch war, weil überall Muffinkrümel zwischen Steckperlen den Boden zierten, neben teilweise hoch gestellten Stühlen hat mir das auch fast nichts ausgemacht :)

Tag 16

Dienstag, Juli 28th, 2015

Der Geburtstag von Anton war so richtig schön und entspannt. Am Vormittag waren da noch sehr viele Erinnerungen von den ersten Stunden zu Hause und dem Empfangen der Schul- und Kindergartenkinder, die das erste Mal ihren Bruder sahen. Auch daran wie Emil seinen Bruder „Bebbie“ nannte und darauf pochte, der müsse nun mit der Oma mitfahren. Es war damals schon einfach wirklich niedlich und heute muss ich immer noch schmunzeln.

Als wir heute am Nachmittag alle zusammen auf einem Spielplatz waren und erst die Jungs mit ihrem Bruder rutschen wollten und dann ich das Vergnügen hatte, ich glaube, das war schon der schönste Moment des Tages, Antons Freude, diesen Spaß, den er dabei empfand. Einfach himmlisch.
Auf dem Weg nach Hause, schlief erst Emil in meinen Armen beim Tragen ein und wenig später lief ich mit dem Geburtstagskind eine Runde in der Siedlung umher, während mir der Wind um die Ohren pfiff bis Anton seinen Schlaf gefunden hatte…

Für uns war der Tag perfekt, auch wenn gar nicht so viel passiert war. Jetzt ist das kleinste Küken wirklich schon ein Jahr alt.

ErsterGeburtstag

Tag 15

Montag, Juli 27th, 2015

Meine Gedanken schweiften heute immer wieder zu dem Tag vor einem Jahr, als ich mittags noch beim CTG im Krankenhaus war, in dem eine liebe Hebamme mich in Empfang nahm, während der Mann sich an den (Sonntags-) Schweinebraten wagte…
Ich war so unruhig an diesem Tag, aber dass es wirklich losgehen könnte war weit weg, würde ich sagen, auch wenn man schon Wehen sehen und fühlen konnte, die ich aber hauptsächlich als Schmerzen wahrnahm. Das Wetter war genau wie heute, mild und windig, erinnerte mich an die Ostsee, die ich so sehr herbei sehnte- auch genau wie heute.
Je später es wurde, desto unruhiger wurde ich und ich konnte die Schmerzen nicht einschätzen, erinnerte mich an eine andere Geburt und wenige Zeit später, der kleine Mensch hatte gewartet bis der Geburtstag meiner Mama vorbei war, platzte mir das allererste Mal die Fruchtblase und dann ging alles eher schnell und es war nun so klar, dass das Warten vorüber war…
Ich erinnere mich an die Aufregung und trotz der Sorge ob alles gut wäre und bleiben würde an diesen Zauber, den die Ankunft eines neuen Menschen einfach mit sich bringt.

Heute durfte ich wieder unseren Sohn beobachten, wie sehr sich sein eigener Wille, sein ganzer Charakter in den letzten Tagen noch einmal präsentiert, wie viel er ins so kurzer Zeit noch einmal von sich Preis gegeben hat, er öffnet sich und dadurch wird die Liebe und Nähe nur noch mehr. Heute hielt ich diesen kleinen Menschen auf dem Arm, nachdem wir ganz oft gerutscht waren, weil er es so so schön fand und seinen blonden Haare wehten im Wind, er kniff die Augen zusammen, wenn die Sonne ihm ins Gesicht schien ab und an. Ich wünsche diesem unserem Kind nur das Allerbeste für das kommende Lebensjahr, das fühlte ich heute in diesem Moment. Bedingungslose Liebe, Dankbarkeit und Zuversicht, einfach nur Freude aus dem Bauch heraus für dieses gewachsene Wunder in meinen Armen, dass sich vor einem Jahr mit braunen Haaren wohlgemerkt seinen Weg auf die Welt zu uns bahnte, in ebendiese unsere Arme…

Und wir dürfen wieder dabei sein, wenn eine neues Leben (weiter) wächst, das ist so ein Geschenk. Jedes Mal von Neuem und immer wieder!

Tag 14

Sonntag, Juli 26th, 2015

Gestern Abend als ich ins Bett gehen wollte, war da plötzlich so ein Gefühl. Heute vor einem Jahr war der errechnete Entbindungstermin von Anton, dachte ich. Kann ja aber gar nicht sein, sowas fühlt man doch nicht einfach, also sah ich auf mein Blog, denn das ging am Schnellsten und doch es stimmte absolut.
In den letzten Tagen waren da so viele Erinnerungen an das letzte Jahr, hauptsächlich die unglaubliche Vorfreude und die Sehnsucht nach diesem kleinen, neuen noch unbekannten Menschen, den ich schon so sehr liebte.
Ich sehe in diesem Jahr wie unser Sohn sich verändert, gerade im Moment gibt er gefühlt noch einmal Gas und zeigt wie groß er schon geworden ist. Das ist wunderschön. Erst heute Abend legte er das erste Mal den Zeigefinger an die Lippen und sagte „Pssst!“ (sein erstes „Wort“) – das war so unglaublich niedlich, ich hatte sofort Tränen in den Augen vor lauter Freude und Liebe und überhaupt…

…Noch zwei Mal schlafen…

Tag 13

Samstag, Juli 25th, 2015

Eigentlich entspannt und schön war heute der Freiarbeitssamstag in der Schule vom Erstklässler. Wir fuhren ganz Zweisam in Ruhe dort hin und arbeiteten Seite an Seite durch die verschiedenen Bereiche, das hat wirklich Spaß gemacht.
Im Anschluss gab es ein gemeinsames Mittagessen und eine kleine Feier für die Drittklässler, die in die Mittelstufe wechseln.
Somit endete diese Schulwoche, das letzte Fest ist gefeiert und vor uns liegt eine zum Teil stark gekürzte, aber voll gepackte letzte Schul- und Kindergartenwoche, die dann die wohlverdienten Ferien endlich einläutet, auf die wir uns wirklich saumässig freuen!

Tag 12

Freitag, Juli 24th, 2015

In dieser Woche vier Kuchen in den Ofen geschoben, wobei nur einer wirklich für uns war, der Rest für drei Schulfeste, die mir teilweise vor Überforderung die Tränen in die Augen trieben.
Am Morgen war ich bei unserem Kinderarzt für die U6 und U7 und machte gleich noch andere U- Termine für weitere Kinder aus, von denen ich dachte, die hätten wir schon längst alle überstanden.
Um das Wochenende gebührend einzuläuten war der Große „allein“ beim Probetraining und traf sich im Anschluss mit uns im Freibad, das ich diesmal mit sieben Kindern besuchte, was sich irre schön anfühlte. Der Kindervater stieß dann zu uns, ich traf sogar freudig unerwartet eine ganz liebe Freundin im Wasser und wir trotteten im Anschluss gemütlich Heim, wo wir sieben Kinder ins Bett brachten.
Leider nahm uns all das Schöne nicht die Lust zu streiten und so ging ich spät und mit mulmigen Gefühl ins Bett, das sich aber morgens nach einem Gespräch gleich löste…

Tag 11

Donnerstag, Juli 23rd, 2015

Ich wurde gebeten zu schreiben, wie wir das mit dem Einkauf machen, auto- und führerscheinlos. So spannend finde ich das gar nicht, aber ich kann es ja mal festhalten?! :)

Samstags geht der beste Mann immer morgens auf den Markt, zum Metzger und in den Laden der Altstadt und besorgt somit alles Frische, das wir übers Wochenende brauchen und darüber hinaus noch letzte Dinge, die er in den Tagen davor im Supermarkt nicht mitschleppen wollte (Im Idealfall fehlt nichts mehr aus dem Supermarkt oder der Drogerie, denn die sind am Wochenende eher ungut zu erreichen), dabei begleitet ihn aktuell das Bebbie im Kinderwagen. Voll gepackt kommt er dann zum Frühstück wieder Heim und bringt Brötchen vom Bäcker gleich mit. (Im Frühling noch Spargel und Erdbeeren vom Stand gegenüber.)
Am Montag kommt mittlerweile in sehr unregelmässigen Abständen die Ökokiste. Unregelmässig weil wir durch den Einkauf am Samstag am Montag gar nicht mehr soviel benötigen, ich keine Lust habe die Liste der georderten Kisten zu individualisieren oder aber weil es schlicht zu teuer ist. Aber wenn sie kommt, dann meist noch eine Auswahl an Biolebensmittel, die ich zum Kochen gebrauchen könnte oder mal ein Tee, Aufstrich- ein paar wenige Kleinigkeiten also.
Und dann sieht es so aus, dass wir beide beinahe täglich einkaufen gehen- ich in der Altstadt mit Baby und Kleinkind auf dem Weg zum Kindergarten und/oder der Mann am Abend auf dem Weg nach Hause. Wenn es gut läuft, schreibe ich mir sofort Dinge auf, die fehlen und schicke diese Liste dann rechtzeitig an den Mann (oder behalte sich für mich) und er ergänzt sich sinngemäß. An schlechten Tagen versucht der Mann mich abends zu erreichen und ich schaffe es weder klar zu denken, noch zu schreiben oder ans Telefon zu gehen. Es ist nicht immer einfach, alles einzukaufen bzw. an alles zu denken, was gewünscht wird und wenn dann am Samstag eine Sorte Cornflakes nicht da ist, die dieses oder jenes Kind mag, kann es auch mal Kummer geben.

Alle paar Monate machen wir eine (neue) Liste mit allen Dingen, die wir gerne frühstücken wollen und jeder kreuzt an, was ihm mundet. Daraus entsteht dann besagte Liste, die den Kühlschrank ziert mit 5 Frühstücken unter der Woche an den Schul- und Kindergartentagen, die sich wöchentlich wiederholt. Zum Einen damit etwas Abwechslung da ist und auch damit die Kinder wissen was sie erwartet, wirklich etwas essen bevor sie das Haus verlassen und da wir das Privileg haben erst kurz vor 8Uhr das Haus verlassen zu müssen, gibt es also sogar ein Frühstück von dem wir Eltern wissen, was wir einkaufen müssen ohne groß nachzudenken. Sollte trotz der Planung etwas schief gehen, wird eben getauscht oder die Eltern werden angemotzt.
Das Wasser lassen wir uns vom wirklich netten Getränke- Fahrer vor Ort liefern (Ein Test der vergangenen Tage machte erst wieder deutlich, wie wichtig diese Erleichterung (im wahrsten Sinne des Wortes) ist.) und je nach Möglichkeit auch die Säfte, die wir am Wochenende trinken, eine Zeit sogar das Sprudel in Glasflaschen, aber das war wenig praktikabel. Ab und an Zutaten für alkoholfreies Radler oder mal eine Kiste Bionade, Letzteres aber seltenst.
Oft haben wir das Glück, dass Oma uns mit (zum Teil laktosefreier) Milch versorgt, die sie mit dem Auto herfährt oder auch mal erleichternd Drogerieartikel, die sperrig sind. Wenn die liebste Oma aber ein paar Wochen im Urlaub ist, müssen wir komplett selber ran, auch wenn sie vorab extra mehr gekauft hatte.
Von einer Firma, die Lebensmittel hauptsächlich gefroren vertreibt, kaufe ich an der Haustüre Müslistangen, Croissants und Eis in Mengen, damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird.

Das war es eigentlich auch schon. Dazu sei vielleicht noch ergänzend gesagt, dass ich versuche den Kindern einmal täglich mittags eine warme, meist wenig kreative Mahlzeit anzubieten, die wir dann gemeinsam essen. Abends gibt es dann Brot sowie einen Obst- und Gemüseteller, den die einen oder anderen vielleicht schon mal gesehen haben. :)

Tag 10

Mittwoch, Juli 22nd, 2015

Die letzten Schultage neigen sich dem Ende zu, mehr Feste sind bereits gefeiert als uns noch bevorstehen und es ist alles in allem die Zeit im Jahr, in der ich mich langsam nach Rückzug sehne. Nach der Ruhe am Meer und dem Loslassen und Abschalten können, auch dem Alleinsein und bei sich sein, wieder Atmen können und Kraft tanken.