Tag 11

Ich wurde gebeten zu schreiben, wie wir das mit dem Einkauf machen, auto- und führerscheinlos. So spannend finde ich das gar nicht, aber ich kann es ja mal festhalten?! :)

Samstags geht der beste Mann immer morgens auf den Markt, zum Metzger und in den Laden der Altstadt und besorgt somit alles Frische, das wir übers Wochenende brauchen und darüber hinaus noch letzte Dinge, die er in den Tagen davor im Supermarkt nicht mitschleppen wollte (Im Idealfall fehlt nichts mehr aus dem Supermarkt oder der Drogerie, denn die sind am Wochenende eher ungut zu erreichen), dabei begleitet ihn aktuell das Bebbie im Kinderwagen. Voll gepackt kommt er dann zum Frühstück wieder Heim und bringt Brötchen vom Bäcker gleich mit. (Im Frühling noch Spargel und Erdbeeren vom Stand gegenüber.)
Am Montag kommt mittlerweile in sehr unregelmässigen Abständen die Ökokiste. Unregelmässig weil wir durch den Einkauf am Samstag am Montag gar nicht mehr soviel benötigen, ich keine Lust habe die Liste der georderten Kisten zu individualisieren oder aber weil es schlicht zu teuer ist. Aber wenn sie kommt, dann meist noch eine Auswahl an Biolebensmittel, die ich zum Kochen gebrauchen könnte oder mal ein Tee, Aufstrich- ein paar wenige Kleinigkeiten also.
Und dann sieht es so aus, dass wir beide beinahe täglich einkaufen gehen- ich in der Altstadt mit Baby und Kleinkind auf dem Weg zum Kindergarten und/oder der Mann am Abend auf dem Weg nach Hause. Wenn es gut läuft, schreibe ich mir sofort Dinge auf, die fehlen und schicke diese Liste dann rechtzeitig an den Mann (oder behalte sich für mich) und er ergänzt sich sinngemäß. An schlechten Tagen versucht der Mann mich abends zu erreichen und ich schaffe es weder klar zu denken, noch zu schreiben oder ans Telefon zu gehen. Es ist nicht immer einfach, alles einzukaufen bzw. an alles zu denken, was gewünscht wird und wenn dann am Samstag eine Sorte Cornflakes nicht da ist, die dieses oder jenes Kind mag, kann es auch mal Kummer geben.

Alle paar Monate machen wir eine (neue) Liste mit allen Dingen, die wir gerne frühstücken wollen und jeder kreuzt an, was ihm mundet. Daraus entsteht dann besagte Liste, die den Kühlschrank ziert mit 5 Frühstücken unter der Woche an den Schul- und Kindergartentagen, die sich wöchentlich wiederholt. Zum Einen damit etwas Abwechslung da ist und auch damit die Kinder wissen was sie erwartet, wirklich etwas essen bevor sie das Haus verlassen und da wir das Privileg haben erst kurz vor 8Uhr das Haus verlassen zu müssen, gibt es also sogar ein Frühstück von dem wir Eltern wissen, was wir einkaufen müssen ohne groß nachzudenken. Sollte trotz der Planung etwas schief gehen, wird eben getauscht oder die Eltern werden angemotzt.
Das Wasser lassen wir uns vom wirklich netten Getränke- Fahrer vor Ort liefern (Ein Test der vergangenen Tage machte erst wieder deutlich, wie wichtig diese Erleichterung (im wahrsten Sinne des Wortes) ist.) und je nach Möglichkeit auch die Säfte, die wir am Wochenende trinken, eine Zeit sogar das Sprudel in Glasflaschen, aber das war wenig praktikabel. Ab und an Zutaten für alkoholfreies Radler oder mal eine Kiste Bionade, Letzteres aber seltenst.
Oft haben wir das Glück, dass Oma uns mit (zum Teil laktosefreier) Milch versorgt, die sie mit dem Auto herfährt oder auch mal erleichternd Drogerieartikel, die sperrig sind. Wenn die liebste Oma aber ein paar Wochen im Urlaub ist, müssen wir komplett selber ran, auch wenn sie vorab extra mehr gekauft hatte.
Von einer Firma, die Lebensmittel hauptsächlich gefroren vertreibt, kaufe ich an der Haustüre Müslistangen, Croissants und Eis in Mengen, damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird.

Das war es eigentlich auch schon. Dazu sei vielleicht noch ergänzend gesagt, dass ich versuche den Kindern einmal täglich mittags eine warme, meist wenig kreative Mahlzeit anzubieten, die wir dann gemeinsam essen. Abends gibt es dann Brot sowie einen Obst- und Gemüseteller, den die einen oder anderen vielleicht schon mal gesehen haben. :)

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