Archive for September, 2015

Tschüss, September

Mittwoch, September 30th, 2015

Im September…

*verbrachten wir noch 13 wunderbare Tage an der Ostsee.
*ging ich dort mit den vier Großen ins Strandkino und alle zusammen
*ein erstes und letztes Mal ins örtliche Schwimmbad.
*begann die Schule wieder und die Ostsee schien weiter weg als nur 1000km und wenige Tage entfernt.
*fanden wir die Zahnspange des Sohnes leider auch zu Hause nicht wieder und so ist eine Neue im Entstehen.
*besuchte mich eine liebe Freundin am Vormittag.
*habe ich „Lasse“ von Verena Friederike Hasel, „Im Auge des Leuchtturms“ von Antonia Michaelis und „Willkommen am Meer“ von von Kai-Eric Fitzner ausgelesen und „Ein bitterkalter Nachmittag“ von Gerard Gunkel begonnen.
*strickte ich ein paar (sehr) wenige Reihen und
*sah mir ein paar Herzensfilme an. :)
*hatte der kleine Kobold seinen ersten Kindergartentag und so arbeiten wir uns seitdem durch die Eingewöhnung.
*kündigte der Mann sehr kurzfristig seine aktuelle Stelle und wir hoffen auf das Beste für den neuen Job!
*feierte das neue Vorschulkind seinen 6. Geburtstag.
*besuchten wir zwei Elternabende.
*übernachtete eine Freundin der Großen (nach einem schönen Nachmittag) bei uns und
*am nächsten Morgen wurde ich überraschend geweckt von Kindergeschrei und Farbklecksen an der Wand im Wohnzimmer.
*fuhr ich mit einer Freundin in den Baumarkt, kaufte Farbe fürs Wohnzimmer und
*strich ich sehr kurzfristig eine Wand neu.
*besuchten uns einen Nachmittag Oma und Opa, bevor der Opa ans Meer fuhr.
*kotzte mich der ganze Alltag mit seinen Terminen und Verpflichtungen so richtig an.
*besuchten wir als Großfamilie den Markt *Kunst & Kürbis“.
*besuchte uns ein Freund der Tochter am Nachmittag, direkt nach der Schule.
*habe ich den Mittelstüflern „Die Wanze“ vorgelesen.
*traf ich mich mit drei Freundinnen abends zum Essen, aber leider nicht lange…
*suchte uns die erste Erkältung heim.
*habe ich viel schöne Zeit mit den Kindern verbracht.
*war ich zum Umfallen müde.
*fuhr ich ungewollt und tapfer mit vier Kindern zum Kinderarzt, wegen zweier U’s und einer Impfung.
*fragte ich mich sehr intensiv, wie ich mehr Ruhe in unseren Alltag hinein bekomme…
*erinnerte ich mich noch intensiver daran besser auf mich zu achten und mir Zeit für mich zu nehmen, um nicht durchzudrehen im Gefühl des Rotieren, Funktionieren und Organisieren des Familienalltags…

Noch einmal schlafen…

Dienstag, September 22nd, 2015

Dieser Tag war viel zu schnell, atemlos hechtete ich ihm hinterher, dabei waren die Vorsätze doch so gut und so richtig, nicht mehr alles so wichtig zu nehmen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren…
Die Kinder hatten heute auch einen besonderen Tag, die einen weil sie zum ersten Mal von ihrer Oma abgeholt wurden, die anderen weil sie allein Bus fahren und wiederum andere, weil sie mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln den Weg nach Hause finden mussten, daraus entwickelte sich so ein verworrener, dicker Ball angespannter, schlechter Laune, ausnahmslos alle hatten heute etwas zu beklagen, immerzu weinte oder schimpfte jemand und so schwirrte mir der Kopf, als der Mann Heim kam…
Meine Cupcakes wollten nicht, wie ich, dabei ist das sonst so eine Selbstverständlichkeit, immer wieder weinte das kleinste Kind und so war es auch mit meinem Vorsatz dahin, die Elternabende öfter zu besuchen, ich gab auf und schickte doch den Mann… Zwar musste ich dann die Kinder ins Bett bringen, aber hier in meinem geschützten Zuhause sein zu dürfen, mich frei und müde bewegen zu können, war Geschenk genug und als es immer ruhiger wurde und das Vorgeburtstagskind samt seinen zwei jüngeren Brüdern eingeschlafen war, machte ich mich in aller Ruhe darin, den Geburtstagstisch des Viertgeborenen mit Liebe zu decken, nicht in aller Eile und Hektik und nur mit dem Ziel vor Augen es überhaupt zu schaffen, um noch die eine oder andere Minute Freizeit genießen zu können und so kam es, dass mit jedem Schritt, etwas von mir abfiel und ich am Ende der getanen Arbeiten schon Tränen in den Augen hatte, weil da all die Gefühle endlich den Raum bekamen, den sie brauchten, vor sechs Jahren lag ich also unbemerkt in den Wehen und nun bin ich schrecklich gerührt und mitgerissen und schwelge in Erinnerungen an unser sich auf den Weg machendes und frisch geschlüpftes, viertes allerliebstes Bärenbaby… dass jetzt wirklich echt ein Vorschulkind ist…

Sommerurlaub in Instagram

Freitag, September 18th, 2015

Der erste Kindergartentag

Donnerstag, September 17th, 2015

Heute war es soweit, der Tag auf den der kleine Kobold schon eine ganze Weile gewartet hat. Das erste Kind, dass schon Monate vor dem ersten Tag morgens Wutanfälle bekam, weil er in den Kindergarten wollte, aber noch nicht „durfte“. Was eine Wohltat nach der Zeit mit Ben, der nun wirklich gar nicht gern ging und immer wieder Einbrüche hatte, die mich so sehr verzweifeln ließen, weil ich ihm nichts aufzwingen wollte, er der auch heute noch lieber mal daheim bleibt, obwohl das viel viel besser geworden ist. Auf der anderen Seite war es mit dem Kobold nur bedingt besser, ihn so wütend zu sehen und erleben war hart, er war da resistent geben unsere elterlichen Beschwichtigungen und Erklärungsversuche, dafür durften wir überdurchschnittlich oft in den Kindergarten kommen, um zu schnuppern und das hatte er (und wir auch) in vollen Zügen genossen!
So hielt sich die Aufregung in Grenzen seitens von uns Eltern, vor allem weil er in den letzten zwei Tagen schon wieder nach dem Kindergarten fragte, aber so ein Kind ist und bleibt auch ein Überraschungsei, ich wusste nicht genau was mich erwartet. Also packte ich drei Garnituren Wechselkleidung, Windeln und Fläschchen für Anton, sowie Hausschuhe für ihn und mich mit ein und ein kleines Frühstück. Ich versuchte noch nachzuspüren, ob ich noch mit rein gehen soll oder mich noch an der Tür verabschieden soll und entschied mich dann für Letzteres. Ich bekam Küßchen von zwei Kindergartenkindern, die nun (erstmalig) in die gleiche Gruppe gehen und hörte ich bräuchte erst gegen halb zwölf wieder kommen. Oh. So lange gleich. Ich wäre erreichbar… :) Natürlich sagte ich dem Kindergartenstarter ich würde nun einkaufen gehen (keine Party ohne ihn feiern) und ihn nachher abholen. Unten winkte ich noch beiden Kindern nach oben ins Fenster, wobei mich der Neuling noch etwas irritiert ansah, aber ich fasste mir ein Herz und ging- „ungeplanter“ Weise zurück nach Hause, wo ich beinahe zwei Stunden mit Anton, Frühstück und Fernsehen verstreichen ließ, ehe ich wieder los fuhr.

Erster Kindergartentag 💟

Ein von fraukassiopeia (@fraukassiopeia) gepostetes Foto am

Als ich dann kam, hörte ich nur Gutes und ging zu den beiden Mäusen weiter in den Garten. Als der kleine Kobold mich entdeckte, schlang er sofort seine Arme um mich (mein Herz schmolz vor Hachz ob dieser Wiedersehensfreude) und sagte sowas wie: „Du bist dekommen! Du hast mich abdeholt!“ Ja, aber hey klar! Was hat er denn gedacht?! :) Es war toll. Und super. Und morgen will er auch gehen! Ich bin gespannt wie es weiter geht, ob da noch ein Einbruch kommt (oder nicht) und wann, auf dem Heimweg merkte ich schon die entweichende Anspannung des Tages beim Kobold, er war etwas gereizt und ist kein Kind, dass das in sich hinein frisst, er lässt das raus :) Und auch unser Viertgeborener kämpft gerade mich sich und der Aufmerksamkeit, die der kleine Bruder gerade bekommt… All das ist normal und der nächste Geburtstag des angehenden Vorschülers steht vor der Tür, das wird in dieser Hinsicht sehr gut sein. Aber ich bin sehr glücklich mit diesem ersten Tag. Es ist noch alles so neu und ungewohnt, aber sehr aufregend und auf der anderen Seite total unaufgeregt, jeder braucht seine Zeit… Wir verändern uns gerade…

Wir sind zurück…

Mittwoch, September 16th, 2015

seit Montag Abend. Morgens noch hatte ich mit dem Mann ein paar wenige Minuten am Strand verbracht, die Füße ein wirklich noch letztes Mal ins Wasser getaucht und nach dem Frühstück waren wir aufgebrochen, 1000km von Nord nach Süd. Mit nur etwas Verspätung kamen wir am Münchner Hauptbahnhof an, wo ich beklommen mit Gepäck von vier Wochen Pause an den Zeltlagern vorbei ging… Unser Taxi fuhr uns sicher nach Hause, wo wir zwei Stunden sauber und Abendessen machten, nachdem die Kinder geduscht und umgezogen waren bis wir um 22Uhr auf das Sofa plumpsten, unter dem nur zwei Wochen zuvor unsere Katze gestorben war… Alles etwas seltsam. Auch das Ankommen, früher als das Zauberhaus nur ein kleiner Bungalow war, kam uns die Weite und Größe unserem Reihenmittelhauses gigantisch vor, heute etwas klein und niedlich und behaglich, wie man so schön sagt. Aber wir haben Wände und Türen…

Ich kann gar nicht sagen wie wundervoll es war, sich vier Wochen so gut wie auszuklinken aus allem, sich einfach aus dem Alltag heraus zu katapultieren. Auch wenn alles ausblenden unmöglich war. Aber es war einfach großartig nur zu lesen und nichts zu unternehmen, denn genau das haben wir getan bis auf einen Schwimmbadbesuch und einmal Kino mit den großen Vieren. Es war nicht die Welt, aber ich habe in Ruhe sechs Bücher gelesen, viel Zeit am Strand verbracht, gerade in den ersten beiden Wochen als es noch relativ warm war, aber auch angenehm und ungewohnt ein Unterschied von 10Grad, von jetzt auf gleich, von Süd und Nord. Es regnete kaum und wenn dann fiel uns schon etwas ein, die Zeit herum zu bekommen, oben gibt es jetzt auch richtiges Internet, was toll wie doof ist, weil man eben online sein kann :)

Jetzt wieder hier Daheim zu sein, den zweiten Tag nun, fällt mir schwer. Das Einleben, aus dem Paradies vertrieben worden müssen zu sein, geschubst in den Alltag. Je mehr ich mich wehre, umso länger wird sich das wohl hinziehen, aber man gewöhnt sich auch so schnell daran, dass zwei Erwachsene sich ansprechen können den ganzen Tag und einfach einer mehr, zwei Hände mehr sind, sich Aufgaben auch mal entziehen können bedeutet und sich zurück nehmen, wo man sonst in seinem Hamsterrad oft den Ausgang nicht mehr findet, weil man ihn ja schon gar nicht mehr sieht. So wird die Aufgabe im Alltag wohl werden, Ruhe zu bewahren, sich Zeit zu lassen und Unbedeutsamkeiten nicht mehr Raum zu schenken, als sie brauchen, was ehrlich gesagt gar nicht so einfach, leichter geschrieben als getan ist…

Und sich vielleicht auch die Dinge heraus zu picken, die einen glücklich machen, Freundinnen treffen zum Beispiel, was sich schon heute Vormittag kurz ergab, das tat so gut… Definitiv ein Grund nach Hause zu kommen :)