Wir sind zurück…

seit Montag Abend. Morgens noch hatte ich mit dem Mann ein paar wenige Minuten am Strand verbracht, die Füße ein wirklich noch letztes Mal ins Wasser getaucht und nach dem Frühstück waren wir aufgebrochen, 1000km von Nord nach Süd. Mit nur etwas Verspätung kamen wir am Münchner Hauptbahnhof an, wo ich beklommen mit Gepäck von vier Wochen Pause an den Zeltlagern vorbei ging… Unser Taxi fuhr uns sicher nach Hause, wo wir zwei Stunden sauber und Abendessen machten, nachdem die Kinder geduscht und umgezogen waren bis wir um 22Uhr auf das Sofa plumpsten, unter dem nur zwei Wochen zuvor unsere Katze gestorben war… Alles etwas seltsam. Auch das Ankommen, früher als das Zauberhaus nur ein kleiner Bungalow war, kam uns die Weite und Größe unserem Reihenmittelhauses gigantisch vor, heute etwas klein und niedlich und behaglich, wie man so schön sagt. Aber wir haben Wände und Türen…

Ich kann gar nicht sagen wie wundervoll es war, sich vier Wochen so gut wie auszuklinken aus allem, sich einfach aus dem Alltag heraus zu katapultieren. Auch wenn alles ausblenden unmöglich war. Aber es war einfach großartig nur zu lesen und nichts zu unternehmen, denn genau das haben wir getan bis auf einen Schwimmbadbesuch und einmal Kino mit den großen Vieren. Es war nicht die Welt, aber ich habe in Ruhe sechs Bücher gelesen, viel Zeit am Strand verbracht, gerade in den ersten beiden Wochen als es noch relativ warm war, aber auch angenehm und ungewohnt ein Unterschied von 10Grad, von jetzt auf gleich, von Süd und Nord. Es regnete kaum und wenn dann fiel uns schon etwas ein, die Zeit herum zu bekommen, oben gibt es jetzt auch richtiges Internet, was toll wie doof ist, weil man eben online sein kann :)

Jetzt wieder hier Daheim zu sein, den zweiten Tag nun, fällt mir schwer. Das Einleben, aus dem Paradies vertrieben worden müssen zu sein, geschubst in den Alltag. Je mehr ich mich wehre, umso länger wird sich das wohl hinziehen, aber man gewöhnt sich auch so schnell daran, dass zwei Erwachsene sich ansprechen können den ganzen Tag und einfach einer mehr, zwei Hände mehr sind, sich Aufgaben auch mal entziehen können bedeutet und sich zurück nehmen, wo man sonst in seinem Hamsterrad oft den Ausgang nicht mehr findet, weil man ihn ja schon gar nicht mehr sieht. So wird die Aufgabe im Alltag wohl werden, Ruhe zu bewahren, sich Zeit zu lassen und Unbedeutsamkeiten nicht mehr Raum zu schenken, als sie brauchen, was ehrlich gesagt gar nicht so einfach, leichter geschrieben als getan ist…

Und sich vielleicht auch die Dinge heraus zu picken, die einen glücklich machen, Freundinnen treffen zum Beispiel, was sich schon heute Vormittag kurz ergab, das tat so gut… Definitiv ein Grund nach Hause zu kommen :)

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