Archive for Januar, 2016

11 Fragen

Mittwoch, Januar 13th, 2016

Die liebe littlebinh hat mich da einfach ganz Oldschool mit so einem Stöckchen beworfen. Das gab es doch schon mal gehäuft und da ich leider zu den Menschen gehöre, die gern (über sich) reden und ich die liebe littlebinh sehr mag, muss/darf/kann ich ihre Fragen beantworten :)

1.) Kochen: Rezeptsklave oder Improvisationstalent?
Ich bin da nicht sehr kreativ, es gibt so ein Standardprogramm an Rezepten mit unseren Kindern und die spiele ich so ab, gewisse „Abläufe“ haben sich da eingeschliffen. Ich weiß, wer was hasst und wer was liebt, bei acht Menschen passt das nicht immer so harmonisch zusammen. Wenn es Kartoffelsuppe gibt, weiß ich genau, wem ich die Suppe sieben muss, wenn es Milchreis gibt, muss der Große sich ein Rührei selber machen, jeder bekommt seinen Lieblingspfannkuchen am Eierkuchentag. Nudeln werden nur -sehr zum Leiden der Qualität- separat zur Soße gereicht oder halbe/halbe damit die Soßenhasser eine Chance haben am Essen teilzunehmen, denn mit Käse geht meist alles. Ich trenne also das Essen, aber ich koche nie zwei Sachen zur Zeit, nur damit jeder was zu essen findet, das er mag, da darf man sich gern ein Brot machen. Es ist unmöglich alle gleichzeitig glücklich zu kochen. Also nein, irgendwie weder noch, denn ich würde es oft einfach nur Nahrungszubereitung nennen :) Ich probiere auch gern mal etwas herum, weil das beim Kochen einfacher geht als beim Backen. Aber Talent? Ich koche gern richtig fettes Sonntagsessen und das mögen die Kinder auch, ein schön eingedeckter Tisch macht friedlich, aber nach 20min ist meist alles vorüber :)))

2.) Fernsehen oder streamen?
Wir haben sechs Kinder, ich hab keine Zeit mich an feste Zeiten zu halten, wenn ich abends neben dem Kobold einschlafe. :) Also wenn echtes Fernsehen, dann in aus der Mediathek oder aufgezeichnet :) Momentan steht nach wie vor die Twilight- Reihe ganz hoch im Kurs.

3.) Was beschäftigt Dich zur Zeit am meisten? Positiv und negativ!
Unser ungeborenes Kind. Unsere Kinder. Mein Mann. Meine Familie. Ach so und meine Seele. Und Gesundheit. Sind Aufzählungen erlaubt? :)

4.) Was wünschst Du Dir von 2016?
Unser Kind, lebendig. Die Geburt überleben. Gesunde Familienmitglieder.

5.) Hast Du schon mal irgendwelche Drogen konsumiert? Würdest Du es wieder tun?
Ja und ja. :)

6.) Piercing, Tattoo oder anderen permanenten Körperschmuck?
Zwei zusätzliche Löcher zieren meinen Körper mehr oder minder. Zum einen habe ich meiner Mutter mit 15/16 ein Nasenpiercing abgeschwatzt, nachdem sie plötzlich eines hatte. Da sich die Poren in den Schwangerschaften weiten, verlor ich das Schmuckstück regelmässig bis es unauffindbar war. Das Löchlein wuchs zu und irgendwann fand ich das Piercing auch wieder, aber es war zu spät. Es ist das Einzige, das ich vermisse und ab und zu überlege ich, ob ich es nochmal nachstechen lasse, aber dafür müsste ich den Mut aufbringen fragen zu können, ob das überhaupt geht :) Das zweite Zusätzliche ließ ich mir kurz vor der Hochzeit stechen, direkt unter die Unterlippe. Da eine OP nach der Geburt der Tochter vor 10 Jahren notwenig war, musste das Ding raus, wenige Stunden danach war die Schleimhaut schon zugewachsen, meine Kinder fragen mich noch heute nach diesem doofen Loch unter meiner Unterlippe- und das nervt, also das Loch. War vielleicht unklug, aber es war die letzte Einscheidung als Unverheiratete mit 20, die ich traf und damit rebellisch allen anderen gegen den Kopf stieß. Es war am Ende purer Protest meines Dickkopfs!
Seit Jahren möchte ich mich stechen lassen, aber… da wäre die Sache mit dem Nachfragen :) Fremde Menschen ansprechen gehört nicht so zu meinen Stärken und… ich bin allergisch gegen dunklen Farbstoff und bisher konnte mir niemand sagen, ob das dann bei mir überhaupt geht, oder ob meine Haut danach im Eimer ist :)

7.) Was macht die Vorstellung mit Dir, Deinen jetztigen Job bis zur Rente zu machen?
Die Frage ist witzig. Wie viele Kinder muss ich denn noch bekommen, damit ich überhaupt etwas von einer „Rente“ sehe? Ich habe keine klassische Ausbildung gemacht, das wird wohl nochmal Thema werden müssen, steinigt mich (ein anderes Mal!). Aber egal zurück zur Frage, ich hoffe, die Kinder ziehen alle aus, bevor ich alt und klapperig bin :)

8.) Frühstückst Du süß oder herzhaft oder und?
Frühstücken ist meine liebste Verabredung. :) Ich brauch dann auch nichts anderes mehr und kann da stundenlang sitzen :)

9.) Welche Jahreszeit hast Du am liebsten?
Herbst- ich bin und bleibe ein Herbstkind. Ich mag keine Hitze, was viele bestimmt lustig finden, ich nicht. Aber ich muss gestehen, dass ich als Mutter gelernt habe, den Sommer mit den Kindern zu genießen! :)

10.) Welche wichtige Person der Geschichte würdest Du gerne mal treffen? Und warum?
Marie Antoinette. Aber ich wäre gern hier und da Mäuschen gewesen, es ist ja Alles nur hörensagen, fragen können wir keinen mehr und selbst Tagebuchaufzeichnungen zeichnen kein rundes Bild einer Person, die Seele eines Menschen zu erfassen ist sicherlich etwas zz komplex.

11.) Magst Du Blogstöckchen?
Vielleicht. :)

Jetzt kommt das Schlimmste, sich selber 11 Fragen ausdenken und dann noch 11 Leute einladen, diese zu beantworten :)

1.) Welche ist deine liebste Kindheitserinnerung?
2.) Welcher Moment war der schlimmste deines Lebens? Als du dachtest, du wirst nie wieder glücklich?
3.) Bist du glücklich gerade?
4.) Welcher Ort wärmt dein Herz?
5.) Wenn du gerade woanders sein könntest, wo oder bei wem wärst du dann?
6.) Ein Buch, das dich verändert hat?
7.) Ein Hobby für das du gern Zeit fändest?
8.) Was magst du überhaupt nicht an dir?
9.) Was mögen andere an dir?
10.) Wofür hättest du gern Mut?
11.) Der Soundtrack deines Lebens?

Ich bestrafe beglücke. Ich fände es spannend, das bei euch zu lesen.

1.) Die liebe Fräulein Mieke
2.) Isabelle S.
3.) Jademond
4.) Frau PN
5.) Blumenpost
6.) Frau Mümmel
7.) Frau Ansku
8.) Frische Brise
9.) Kristin
10.) Telesabbie
11.) Selina

So süss!

Mittwoch, Januar 13th, 2016

Sitzen noch beim Essen und die Söhne unterhalten sich über ihre Schwester…

„Und dann macht es PLOPP und sie ist da!“, sagt Emil. Ich wünschte es wäre so. „Nein, es macht PUFF!“, sagt der große Sohn und ich denke „Hoffentlich, nicht!“, „Bei einer Geburt kann man auch sterben!“, fügt der Vorschüler hinzu… Holt mich sofort hier raus, ich bin eine schwangere Mutter!

Szenen einer Ehe

Mittwoch, Januar 6th, 2016

Der Mann liest am Boden liegende Skikleidung von mehreren Kindern unter Stöhnen auf, ziehe schelmisch eine Augenbraue hoch: „DAS hast du dir ja so ausgesucht!“, er lächelt süffisant zurück und sagt: „Stimmt. Ich hätte eine armlänge Abstand halten sollen!“ #deswegenistesLiebe

Mother- Sense is tingling…

Dienstag, Januar 5th, 2016

Unsere großen Söhne dürfen ab und an allein ins Freibad. Am Liebsten zu Zweit, um sich zu unterstützen. Sie sind mit Rädern, Rollern, zu Fuß oder auch mit dem Bus unterwegs. Es ist nicht weit, aber gerade das Busfahren sollte organisiert sein. Meistens klappt das ganz gut und so suchte ich auch an diesem Wochenende für unsere fabelhaften Söhne den Busfahrplan heraus und schrieb die Abfahrtzeiten auf einen Zettel, denn er fuhr nur alle 40 Minuten, gab sogar Geld für eine Kleinigkeit mit und freute mich über noch mehr Stille im Haus, denn die Tochter war auch unterwegs und wir Eltern noch krank…

Nach weit weniger als zwei Stunden öffnete sich die Eingangstüre und herein kam Sohn Nummer 2, allein. Das Erste was ich beim Erblicken eines Kindes tue ist fragen, wo die Anderen sind. Ich bin da komisch. Das könnte eventuell und unter Umständen daran liegen, dass es schon öfter egal bei welcher Art von gemeinsamer Unternehmung zu Streitigkeiten kam, einer eine Haltestelle eher ausstieg, der andere weiterfuhr oder einer ganz lief oder oder, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt… Und ich sollte auch an diesem Tag Recht behalten, es hatte Streit gegeben über das Einigen der richtigen Zeit, um das Schwimmbad zu verlassen und weil das Kind keine Lust mehr hatte, dem anderen hinterher zu rennen, ist es einfach mal weg gefahren. Ich fragte das Wichtigste: Hat das bleibende Kind Zugang zum Spind und Kleidung, Geld oder Fahrkarte?!- „Jaja.“ Alles wäre gut und weg war das Kind im Schnee, einen anderen Bruder beglücken.
Ich wartete 40Minuten und dachte mir, dass das andere Kind dann auch käme, mit dem nächsten Bus vielleicht?! Aber es kam nicht. Ich hatte so ein… Gefühl. Also lief ich los, in etwa der Richtung wie das vermisste Kind auch laufen müsste, ich hatte etwas weniger als 40 Minuten Zeit bis der nächste Bus vom Hallenbad abfahren würde. Ich war nicht sauer, ich genoss den Spaziergang, sollte der Vermisste in der Zwischenzeit Heim gefunden haben, umso besser, aber ich wollte nichts unversucht lassen, denn ich hatte ja mein Gefühl. Auf die letzten Meter musste ich dann meine Schritte sogar etwas beschleunigen, um rechtzeitig bei der hallennbädlichen Bushaltestelle zu sein, aber da war kein Kind.
Ich blickte auf mein Handy, keine Nachricht vom Mann, somit war der Vermisste nicht zu Hause angekommen, also meldete ich mich, während ich in das Schwimmbad ging. Ich starrte durch das bißchen Scheibe, aber sie erfasst bei Weitem nicht die komplette Halle. „Also was nun?!“, dachte ich mir. Heimgehen? Reingehen? Ich hatte ja meine Karte dabei, fiel mir ein, also stöhnte ich und ging zu den Umkleiden, warf Schuhe, Socken, Jacken und all meinen Kram in einen Spind und lief sonst bekleidet in die Halle, tolles Gefühl. Und da sah ich dank der auffälligen Badehose sofort den Hintern meines vermissten, planschenden Kindes und atmete kurz auf, dann… war mir eher nach Hals umdrehen. Ich umrundete das Becken, in der Hoffnung die Aufmerksamkeit des Kindes zu erregen, denn die der anderen Anwesenden hatte ich schon längst. Endlich hatten wir Blickkontakt und das Kind verließ das Wasser, holte sein Handtuch und berichtete, es wäre schlüssel-, spind- und kleidungslos. Eine lustige Kettenreaktion. Also gingen wir zu meinem Spind, setzten uns und ich rief den Kindervater an, er möge den Sohn daheim fragen, ob und wann er den Schlüssel gesehen hatte. So erfuhren wir, dass es zwei Spinde gegeben hatte, somit auch zwei Schlüssel, um so etwas zu vermeiden und Sohn 2 hatte den von Sohn 1 weder mitgenommen, noch gesehen, natürlich nicht. Seufz. Also gingen wir noch mal in die Halle und suchten die Fächer und den Boden ab, aber da war nichts. Also gab es nur eines, nach vorne zur netten Empfangsdame zu gehen und sie fragen, was nun zu tun sei. Ich liebe das ja, ich bin total offen und kann super mit neuen unbekannten Situationen umgehen (haha), aber was hatte ich für eine Wahl?! Also ging ich tapfer meines Weges und erfuhr, dass der Bademeister genau so einen Schlüssel bei sich hatte, mit genau der Nummer, die wir suchten… Also bat ich das Kind zum Bademeister zu gehen, aber es sah ebenso begeistert aus, wie ich nur wenige Minuten zuvor, bevor ich Kontakt zur Empfangsdame aufnehmen sollte/musste/durfte. Also gingen wir tapfer beide zum Bademeister, der uns den Schlüssel übergab und so unsere Abreise aus dem Bad möglich machte. Hurra!

Ich brachte also das vermisste Kind wieder ins heimische Nest und verhängte eine Strafe von einer Woche Hallenbadverbot über beide Kinder, weil sie es nicht geschafft hatten sich zu einigen, denn laut Zeugenaussagen, war das eine Kind vor dem anderen davon geschwommen, weil es nicht hören wollte, was es zu sagen hatte und erst so wenig Zeit verstrichen war und das andere Kind hatte einfach keinen Bock mehr gehabt, hatte sich lässig Geld aus dem Geldbeutel des Bruders genommen für die Fahrkarte, wobei sehr wahrscheinlich der Schlüssel zu Boden und in die Hände von Bademeister, eventuell durch hilfsbereite Dritte gelangt war. Bruderhaft, quasi! So nicht! Aber so wars halt…

Unbeschrieben

Sonntag, Januar 3rd, 2016

Jedes Jahr erfasst mich das Hochgefühl des neuen Jahres, wie ein frisches Notizbuch gefüllt mit unberührten Blättern, wie ein neues Tagesbuch voller weißer Seiten liegt es vor mir.

365, in diesem Jahr sogar 366 Tage satte Ungewissheit. Man hat vielleicht hier und da eine Ahnung, aber dieses Leben macht einfach immer wieder was es will und steuert unter Umständen gegen unsere Vorschläge, wie man diese Zeit gestalten könnte. Auf der einen Seite scheint es ein Segen, denn nichts Wissen heißt auch nichts befürchten müssen, auch wenn es hier und da doch eher nützlich wäre zu wissen, dass man an dieser oder jener Stelle erst einmal ein tiefes, tiefes Tal durchschreiten muss, bevor etwas neues Wundervolles beginnen kann. Diese Kenntnis wäre manchmal mehr als hilfreich, um diese Schluchten zu überwinden.

Aber so liegt es nun vor mir dieses ungebrauchte 2016 und ich weiß nicht, was mit mir passieren wird, wo ich ankommen werde.
Noch lange nicht, ist man nicht an der Stelle, an der man das Jahr verfluchen möchte und sich ein Neues herbeisehnt, noch zählt man nicht die letzten Tage oder wartet auf die nächste Hiobsbotschaft, noch ist nichts passiert, weder das eine noch das andere.
Für mich ist der Winter, der uns nun in Bayern besucht hat, ein Segen. Nicht nur die Tage zwischen den Jahren sind hier immer besonders ruhig, obwohl wir auch diesem Jahr mal wieder krank sind, aber sobald dieses Weihnachten „überstanden“ ist (was gerade auf der Zielgeraden am Anstrengendsten ERscheint), auf das ich mich eigentlich das ganze Jahr über freue, beginne ich mich zu entspannen. Wir wurden verwöhnt und waren umgeben von lieben Menschen und wenn dann diese terminfreie Zeit kommt, ohne Eile und Verpflichtungen, erfüllt mich ein innerer Frieden- wie ein Neustart.
Der Winter, den so viele jetzt verwünschen und stattdessen den Frühling herbeisehnen, tut das seinige dazu. Schnee legte sich in den letzten Tagen auf die Vorgärten und beleuchteten Bäumchen, draußen wurde alles noch ein bißchen leiser… Die Temperaturen zwingen einen nach drinnen, man macht es sich gemütlich und hat Zeit Kraft zu sammeln für das Wuseln in warmen Frühlings- und Sommertagen, die uns nach draußen locken und aktiv werden lassen. Jetzt ist es Zeit sich auf sie zu besinnen, ein bißchen Gelassenheit zu sammeln und für andere Tage im Herzen zu bewahren, wenn einen nicht gerade die Kinder in den Ferien in den Wahnsinn treiben… :)

In diesem Sinne: Frohes, neues Jahr!