Archive for März, 2016

38+2

Mittwoch, März 30th, 2016

Noch 12 Tage… Naja nicht mehr ganz, weil der Tag so gut wie rum ist…

Heute schloss sich gefühlt ein Kreis, auch wenn das Gröbste erledigt ist, bleiben ja immer so Kleinigkeiten im Hinterkopf, die man gern noch vorher machen möchte, neben einer kleinen Menge Papierkram stand da bei mir unter anderem: Schwimmen gehen…

Ich musste mich doch sehr muttivieren mit den Kindern ins Schwimmbad zu fahren, aber wir haben die zweite und letzte Woche Osterferien und irgendwie darf man da ja auch ab und zu raus gehen und mich lockte das Wasser. Ein letztes Mal für längere Zeit (und ich war schon sehr lange nicht mehr) ein paar Bahnen schwimmen, das war die Aussicht. Die Realität war ein Kleinkind, das nur an mir hing und ein anderes kleines Kind, das dem sehr nahe war plus Kugelbauch. Womit ich nun nicht gerechnet hatte war, dass mir das gar nichts ausmachte, ich sah meine oder unsere Kinder glücklich und ausgelassen und auch wenn ich nun total ko bin, weil ich den Abend jetzt noch allein wuppen musste und Anton mein Maskingtapeglas vom Schreibtisch auf den Boden gleiten ließ, wo es zersprang… Das war es wert. Diese innere Ruhe zu finden und dieses Glück zu sehen in dem Moment und es schloss sich an der Stelle ein Kreis, wo ich vor genau neun Monaten die letzten Tage im Freibad stand, ganz frisch schwanger, niemand davon wusste, nicht mal der Mann und ich stand da mit Baby auf dem Arm und eines unterm Herzen und ich hoffte einfach nur, dass wir noch ganz viel gemeinsame Zeit haben würden, dieses Bauchbaby und ich, viele erste Mal erleben würden… Der Spätsommer verging, der Herbst kam und ging, der Winter ebenso und nun blüht alles, es ist soweit, der Frühling ist da… wir haben alle Jahreszeiten durchlebt und heute plantschte ich da herum mit kugelrundestem Bauch, zwei Kindern an der Hand und vier anderen die mit ihrem Papa oder allein Spaß hatten oder vom 1 Meter oder 3 Meter Brett sprangen… Wann sind die eigentlich so groß geworden, dachten wir wohl beide?!

Noch 12…

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Noch 12 Tage bis zum erratenen Termin und noch 12 Tage bis zum 10. Geburtstag des größten Sohns. Ich bin dann mal aufgeregt…

38+0

Montag, März 28th, 2016

Ich sehe immer wieder auf die Liste mit den Utensilien für die Hausgeburt und sie gehört irgendwie nicht zu mir, abgesehen davon, dass sie wirklich schnell abgearbeitet war und da oben neben der Kliniktasche also ein Korb mit Zeug für eine Hausgeburt steht, scheint es mir so fremd, nicht wie die Tasche, die ich schon etliche Male gepackt habe mit immer wieder den selben Dingen, die ich gebrauchen könnte…
Gestern erst einen super guten Artikel über das Gleichgewicht zwischen Haus- und Klinikgeburten gelesen und ich empfinde eigentlich genauso, ich muss nicht auf Biegen und Brechen zu Hause entbinden, ich fühle mich dennoch sicher hier, auch vielleicht weil ich eine super gute Hebamme an meiner Seite weiß und es nur 800m mit dem Auto in die Klinik sind, zu Fuß sicher nur 500m. Ich habe gar keine hohen Ansprüche, ich mag eine wenn es geht rasche Geburt, in der ich das Gefühl habe zu wissen, was mit mir passiert, an meiner Seite mein Mann und eine liebevolle Hebamme, die für mich da ist und ich möchte mich nie wieder so überrannt und völlig unwichtig fühlen unter einer meiner Geburten. Bei einer Klinikgeburt wäre ohne meine Hebamme nicht alles davon gewährleistet gewesen, deswegen habe ich diese Hebamme kontaktiert, die mit mir sollte es nötig sein, gemeinsam in die Klinik geht. Aber dieses zu Hause gebären ist mir so fremd, ich kenne gefühlt jeden Winkel in diesem Krankenhaus, aber mich gedanklich wirklich auf mein eigenes Zuhause einzulassen, dass ich noch viel besser kenne, fällt mir total schwer, ich habe das eben noch nie gemacht… Alles ist furchtbar neu und mit so einer Hausgeburt mit sechs bereits vorhandenen Kindern anzufangen, war nicht sonderlich geschickt, zuzugeben. Es macht mir natürlich Gedanken wie ich mich voll auf die Geburt einlassen kann und soll, während um mich meine Kinder sind, die ich immer aus dem Geburten erfolgreich ausgeklammert hatte, damit ich ganz bei mir sein kann. Ich habe mich aus verschiedenen Gründen für diese Hausgeburt entschieden, die es nun eventuell wird, eben auch wegen der Betreuung, um die ich mir nicht pausenlos Gedanken machen wollte und konnte, finde mal jemanden der 24h am Tag Zeit hat und motiviert wäre auf 6 kleine Menschen acht zu geben, von dem wenigstens einer absolut nicht begeistert sein wird, wenn Mama geht oder noch schlimmer Mama und Papa.
Wieso fällt es mir nur so schwer dahin gehend loszulassen? Oder mir das in irgend einer Weise auch nur vorzustellen hier mein Kind zu bekommen, in meinen eigenen vier Wänden? Das kann ja nicht nur daran liegen, dass ich es noch nie so erlebt habe oder? Das sind Gedanken, die mich umtreiben, weil ich eben nicht weiß, ob ich wirklich so loslassen kann und bereit für eine Geburt wäre… Oder nicht am Ende ewig übertrage, weil ich nie bereit sein werde.
Morgen kommt wieder unsere Hebamme, kaum zu glauben, dass dann nach unserem letzten Gespräch schon wieder eine Woche vergangen sein soll…

Ich habe alles gepackt, aber es wirkt auf mich, als hätte ich das für eine andere Frau getan, dann aber ab und an, stelle ich mir vor dieses winzige Bündel im Arm zu halten, unser Kind, das ich immerzu spüre, wie es sich schwer tut in meinem Bauch noch große Bewegungen zu machen, da sind Arme und Beine, Ellenbogen und Füße, in mir soll ein echter kleiner Mensch sein, den ich bald wirklich echt streicheln und festhalten darf?!
Eben womöglich hier, das wäre so irre schön und dennoch bin ich so blockiert, dabei kann es doch nichts gemütlicheres geben, als zu Hause wo man alles kennt, wo das Bett und die Dusche danach einen selbst gehören, nur ein paar Schritte entfernt sind… Aber diese große Unbekannte mit den eigenen Kindern während und nach der Geburt, was hab ich da nur für Blockaden im Kopf?

Noch 14 Tage bis zum erratenen Termin ;)

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37+4

Freitag, März 25th, 2016

Ich habe das Gefühl, dass ich mich irgendwie verabschieden muss- vom Schwangersein, vom Einssein mit unserem Bauchmädchen, damit ich loslassen kann, sie frei geben kann für die Welt und die Geburt, die ich doch eigentlich schon gern hinter mir gehabt hätte, so lange die Hebammenoma noch hier war… Heute morgen ist diese in ihren ersehnten Urlaub gefahren und hier bleibt es weiterhin ruhig, ab und zu könnte man da Wehen ausmachen, aber es ist jetzt noch nicht so gewesen, dass ich dachte „Huch, nun aber…“ Ich solle mich nach den Geburtsterminen der anderen Kinder richten, sprach mein Frauenarzt letzte Woche und wenn es danach geht dann sind es noch etwa zwei bis drei Wochen.
Der Große fängt an die Tage zu seinem Geburtstag zu zählen und das sind ja nun mal genau die Tage bis zum errechneten Termin. Wir haben Einladungen verschickt, den Tag soweit geplant wie es eben geht und einen Ersatztermin ernannt, falls alle Stränge reißen.
Ansonsten streicheln alle Kinder täglich den runden Bauch und es hat alles etwas Verheißungsvolles. Die vier Großen konnten ihre Ängste nun zum Teil in Worte kleiden, die beiden Kleinen zeigen immer mehr, wie unheimlich ihnen eigentlich alles ist.

Und ich?! Ich versuche loszulassen. Versuche für alle da zu sein, was gar nicht so einfach ist, denn hier und da muss der Mann noch zu Terminen, um sich vorzustellen, telefoniert große Teile des Tages, aber alles ist so ziellos, Entscheidungen hängen in der Luft, das alles fühlt sich nicht gut an. Wir haben nun die erste Ferienwoche schon beinahe hinter uns, Ostern steht vor der Tür und ab Dienstag geht es dann einfach munter weiter zwischen 6facher Kinderbetreuung und Arbeitssuche, geradewegs durch die 39. Schwangerschaftswoche…

Es fällt mir so schwer mich auf das zu Besinnen, was gerade wirklich wichtig ist, sich dem Wunder zuzuwenden, das mitten unter uns ist und bald stattfindet, wie sehr habe ich dieses Kind herbei gesehnt, die Wochen gezählt, mir ab und an Sorgen gemacht und die Geburt herbei gesehnt. Nun mischt sich auch meine eigene Angst dazu: „Schaffen wir das?!“ Wie wird das sein, bekommen wir unser Kind wirklich hier zu Hause? Wie wird das alles ablaufen? Ich muss mich ganz darauf einlassen und kann eigentlich so absolut nichts planen, außer das bißchen packen und Dinge zusammen suchen, die man gebrauchen könnte. Ich versuche offen zu sein, loszulassen und mir nicht zuviel Gedanken zu machen, weil eine Geburt nicht planbar ist und merke auf der anderen Seite, dass ich mir vielleicht auch zu wenig Zeit nehme mir Gedanken zu machen, über den Abschied von dem runden Bauch, dem Ankommen in der Geburt, dem Loslassen des Bauchmädchens und dem was auf uns alle zukommt, ein kleiner neuer Mensch. Eigentlich kann ich mir gar nicht vorstellen, dass da wirklich bald ein kleines Baby in unserer Mitte liegen soll, eines das bestaunt und beobachtet werden kann, eines zum anschnuppern und abküssen, eines das vielleicht weint, die Nächte verkürzt, gewickelt werden mag, essen möchte und gehalten werden will… All das und noch viel mehr… Ich bin doch furchtbar schrecklich aufgeregt, aber so lange ich mir nicht zu viele Gedanken mache, halte ich die Sehnsucht noch gut aus, streichel mein Kind durch meinen Bauch und versuche mir das Unvorstellbare vorzustellen…

36+2

Mittwoch, März 16th, 2016

In 26 Tagen ist also der errechnete Termin, die Hebammen- Oma tippt darauf, dass unser Mädchen schon nächste Woche kommt. Ich wünschte diesmal sie hätte Recht, nachdem sie (leider) mit ihrer Prognose in Antons Schwangerschaft auch recht behalten hatte, er und ich wirklich gewartet hatten bis sie aus dem Urlaub zurück gekommen war, diesmal ist es etwas anders, diesmal fährt die Hebammen- Oma unsere Nonplusultra- Betreuungsmöglichkeit schon am Karfreitag, sprich nächste Woche für vier Wochen in den wohlverdienten Urlaub und ab da wird es etwas komplizierter für uns… Wir werden es erleben! :) Aber ich hätte nichts dagegen, echt nicht, unser Mädchen schon nächste Woche im Arm zu halten, auch wenn ich mir nicht allzu große Hoffnungen mache und bestimmt wieder sehr nahe an oder über den Termin gehen werde, wie eigentlich immer.
Die letzten Wochen waren wenig prickelnd. Am Montag vor über drei Wochen bin ich während wir Besuch hatten mit dem Kleinkind auf dem Schoss mit dem Stuhl zusammen gebrochen und habe mir böse den Steiß geprellt, aber nicht nur das, es nahm mir auch für einige Tage mein Vertrauen in mich und meinen Körper… Es dauerte ein paar Tage, vielleicht eine Woche bis ich wieder normal die Schwangerschaft, die bis hierher erfreulicher Weise völlig ereignislos verlaufen war, genießen und entspannen konnte, dabei half mir nicht minder, dass eben diese Hebammen- Oma mir kurzfristig einen Termin bei einer Osteopathin besorgt hatte. Mein Gefühl täuschte mich nicht, während die Hebamme im Krankenhaus- wohlgemerkt, die Hebamme von Antons Geburt, ausgerechnet- mir wirklich Angst vor der Geburt gemacht hatte wegen dem verletzten Steiß, mein Bauch sagte das dauert mindestens drei Wochen bis sich alles wieder normal anfühlt und genauso ist es jetzt eigentlich auch, es wurde stetig besser und tut nur noch in Ausnahmesituationen weh. Juhu! Weiter war im Krankenhaus eine junge Assistenzärztin, die sehr charmant sagte, wäre ja nicht so schlimm, so eine Fehlgeburt in der Anamnese, war ja auch mit 14. Woche noch früh… Um mir dann beim Schall zu erzählen, dass ja nur etwas Spitzes im Bauch bei der Plazenta ein Problem werden könnte, so wie es bei uns gewesen war… Auch hier steht der Jahrestag ins Herz und ich spüre das deutlich heran rollen. Nachdem die Hebamme dort mich schon so herzlich empfangen hatte ala „Und was wollen Sie jetzt genau von mir?!“ bis zu „Sie müssten jetzt eigentlich eine Nacht zur Überwachung hier bleiben“ war es ein schneller Weg, den ich nicht ging, ich ging nämlich nach Hause mit mulmigen Gefühl und stellte mich am nächsten Morgen meinem Frauenarzt vor, gut dabei half des Bauchmädchens Neigung zur ausgelassenen Aktivität… Aber ich hab mich gefangen, ich brauchte nur etwas Zeit, um zu Verarbeiten, dass ich wirklich voller Wucht auf den Kopf meiner Tochter gedonnert war… Fruchtwasser hin oder her… Und jetzt ist es schon etwas verdaut, meine Erkältung letzte Woche ebenso, da war doch Platz für die plötzliche Kündigung des Mannes am Samstag in der Probezeit, womit wir jetzt auf die letzten Meter etwas ratlos, geldlos und überhaupt dastehen und auch hier versuchen wir zuversichtlich zu sein, uns nicht verrückt zu machen und uns trotzdem weiter ausnahmslos auf unsere Tochter zu freuen, die dann doch hoffentlich bald bei uns ist, jedenfalls ist sie ab kommenden Montag kein Frühchen mehr und das ist so viel wert! <3 Ich hatte zwar keinerlei vorzeitigen Wehen und meine eigene Hebamme sah nie eine Gefahr, aber es ist schön, wenn alles so seinen Lauf nimmt... Und ich weiß, dass ich wirklich seit Dezember bis auf eine Ausnahme nie Magnesium gebraucht habe und vielleicht, ganz eventuell bringt uns das ja näher an das Bauchmädchen :)