36+2

In 26 Tagen ist also der errechnete Termin, die Hebammen- Oma tippt darauf, dass unser Mädchen schon nächste Woche kommt. Ich wünschte diesmal sie hätte Recht, nachdem sie (leider) mit ihrer Prognose in Antons Schwangerschaft auch recht behalten hatte, er und ich wirklich gewartet hatten bis sie aus dem Urlaub zurück gekommen war, diesmal ist es etwas anders, diesmal fährt die Hebammen- Oma unsere Nonplusultra- Betreuungsmöglichkeit schon am Karfreitag, sprich nächste Woche für vier Wochen in den wohlverdienten Urlaub und ab da wird es etwas komplizierter für uns… Wir werden es erleben! :) Aber ich hätte nichts dagegen, echt nicht, unser Mädchen schon nächste Woche im Arm zu halten, auch wenn ich mir nicht allzu große Hoffnungen mache und bestimmt wieder sehr nahe an oder über den Termin gehen werde, wie eigentlich immer.
Die letzten Wochen waren wenig prickelnd. Am Montag vor über drei Wochen bin ich während wir Besuch hatten mit dem Kleinkind auf dem Schoss mit dem Stuhl zusammen gebrochen und habe mir böse den Steiß geprellt, aber nicht nur das, es nahm mir auch für einige Tage mein Vertrauen in mich und meinen Körper… Es dauerte ein paar Tage, vielleicht eine Woche bis ich wieder normal die Schwangerschaft, die bis hierher erfreulicher Weise völlig ereignislos verlaufen war, genießen und entspannen konnte, dabei half mir nicht minder, dass eben diese Hebammen- Oma mir kurzfristig einen Termin bei einer Osteopathin besorgt hatte. Mein Gefühl täuschte mich nicht, während die Hebamme im Krankenhaus- wohlgemerkt, die Hebamme von Antons Geburt, ausgerechnet- mir wirklich Angst vor der Geburt gemacht hatte wegen dem verletzten Steiß, mein Bauch sagte das dauert mindestens drei Wochen bis sich alles wieder normal anfühlt und genauso ist es jetzt eigentlich auch, es wurde stetig besser und tut nur noch in Ausnahmesituationen weh. Juhu! Weiter war im Krankenhaus eine junge Assistenzärztin, die sehr charmant sagte, wäre ja nicht so schlimm, so eine Fehlgeburt in der Anamnese, war ja auch mit 14. Woche noch früh… Um mir dann beim Schall zu erzählen, dass ja nur etwas Spitzes im Bauch bei der Plazenta ein Problem werden könnte, so wie es bei uns gewesen war… Auch hier steht der Jahrestag ins Herz und ich spüre das deutlich heran rollen. Nachdem die Hebamme dort mich schon so herzlich empfangen hatte ala „Und was wollen Sie jetzt genau von mir?!“ bis zu „Sie müssten jetzt eigentlich eine Nacht zur Überwachung hier bleiben“ war es ein schneller Weg, den ich nicht ging, ich ging nämlich nach Hause mit mulmigen Gefühl und stellte mich am nächsten Morgen meinem Frauenarzt vor, gut dabei half des Bauchmädchens Neigung zur ausgelassenen Aktivität… Aber ich hab mich gefangen, ich brauchte nur etwas Zeit, um zu Verarbeiten, dass ich wirklich voller Wucht auf den Kopf meiner Tochter gedonnert war… Fruchtwasser hin oder her… Und jetzt ist es schon etwas verdaut, meine Erkältung letzte Woche ebenso, da war doch Platz für die plötzliche Kündigung des Mannes am Samstag in der Probezeit, womit wir jetzt auf die letzten Meter etwas ratlos, geldlos und überhaupt dastehen und auch hier versuchen wir zuversichtlich zu sein, uns nicht verrückt zu machen und uns trotzdem weiter ausnahmslos auf unsere Tochter zu freuen, die dann doch hoffentlich bald bei uns ist, jedenfalls ist sie ab kommenden Montag kein Frühchen mehr und das ist so viel wert! <3 Ich hatte zwar keinerlei vorzeitigen Wehen und meine eigene Hebamme sah nie eine Gefahr, aber es ist schön, wenn alles so seinen Lauf nimmt... Und ich weiß, dass ich wirklich seit Dezember bis auf eine Ausnahme nie Magnesium gebraucht habe und vielleicht, ganz eventuell bringt uns das ja näher an das Bauchmädchen :)

6 Responses to “36+2”

  1. Steffi Says:

    Also unsere Beleghebamme hat unsere Jungs „angestupst“ mit Manipulation am Muttermund und einem Pülverchen für mich. Die Herren waren zwar über den Termin, aber sie hat mir das jeweils schon zwei bis drei Wochen vor der Geburt angeboten, weil sie der Überzeugung war, mein Körper sei schon bereit (Muttermund entsprechend parat). Tatsächlich hatte sie beim einen Sohn den Alptraum, dass sie zu spät zur Geburt käme. Wir seien ihr mit nassem Kind im Arm entgegengekommen. ;-) War dann nicht ganz so. Eine halbe Stunde im Kreißsaal haben wir uns dann doch gegönnt…

    Ich hatte spätere Daten als Ziel, deshalb habe ich mich erst nach dem errechneten Termin auf ihr Angebot des Anstupsens eingelassen. Aber falls deine allerbeste Schwiegermama/die Hebamme, die für die Hausgeburt zuständig wäre, mal fühlen würde, könnte sie bei entsprechender Erfahrung und entsprechendem Befund sicher auch den Startschuss geben. Hat bei unserem dritten Kind ganz wunderbar geklappt. Da haben wir frühs gegen 10.00 Uhr in Ruhe angestupst, die beiden „Großen“ gegen 13.30 Uhr bei den Nachbarn geparkt, sind in die Klinik gefahren und um 15.45 Uhr war der Nachwuchs da. Die Nachbarn mussten noch nichtmal auf ihr Vorabendprogramm verzichten, das um 18.00 anvisiert war. Da war unsere Familie schon längst vereint.

    Es war eines meiner schlimmeren Bedenken, nachts jemanden für die Kinder organisieren zu müssen. Und die durch die Hebamme angeregte Geburt tagsüber war dann eine echte Erleichterung.

    Wie auch immer: alles gute für den Endspurt!!!

  2. Elisabeth Says:

    Ganz schön viel los bei Euch in letzter Zeit…. ich wünsche Euch viel Kraft und Energie für alles was vor Euch liegt und eine wunderbare Geburt, so wie Du sie Dir wünscht….das Mädchen wird genau wissen wann sie kommen will….
    Alles Liebe,
    Elisabeth

  3. Steffi Says:

    Da schließe ich mich Elisabeth an. Ich wünsche euch viel Kraft und gute Nerven. Immerhin steht euch ja ein freudiges Ereignis bevor, vielleicht lässt das die anderen Sorgen vergessen. Alles Liebe dir für den Endspurt und eine unkomplizierte Geburt für dich und das Bauchmädchen!

    Lieber Gruß
    Steffi

  4. Andrea Says:

    Ich schließe mich auch an: ganz schön viel los bei euch. Ich schicke viel Kraft, gute Gedanken und gute Wünsche.

    Liebe Grüße
    Andrea

  5. Levistica Says:

    :) das mit dem Job sollte vielleicht so sein. Es wird sich bestimmt bald in Wohlgefallen aufgelöst haben. Als Techie ist man aktuell einfach nicht arbeitslos.

    Ich War auch sicher dass mein Mädchen am Termin kommt. Der War am 15. Januar. Mein Sohn kam schließlich auch genau am Termin. Ich bin auch ein paar Wochen vorher blöd gestürzt und nach der Fehlgeburt fehlte mir bei jeder Unannehmlichkeit oder Unregelmäßigkeit das Vertrauen in meinen Körper. Ich War die ganze Schwangerschaft dauernd krank. Sogar noch an Weihnachten. Musste noch arbeiten bis vier Wochen vor dem Termin. Am 25. 12 war dann endlich 37+0 geschafft. Tja und bei 37+ 1 platzte die Fruchtblase, völlig unerwartet, ich War völlig unvorbereitet. Die Kliniktasche war nicht gepackt, der Himbeerblätter-Tee nicht getrunken etc. Ich dachte das mache ich alles nach Weihnachten wenn ich fit und gesund bin. Ich War total panisch wieder fehlte das Vertrauen in den Körper. Ich hatte Angst weil ich das Kind nicht spürte. Gott sei dank konnte mich meine Beleghebamme zumindest diesbezüglich mit einem CTG beruhigen. Trotzdem blieb die Angst dass doch offenbar etwas nicht normal sei wenn die Fruchtblase so früh platzt. Und dann die Angst vor der Geburt und der Einleitung. Weil mein erstes Kind per Kaiserschnitt kam hatte ich Angst vor einer Uterusruptur. Die ganze Schwangerschaft hatte ich wegen der schweren ersten Geburt gegrübelt was ich tun könnte damit es diesmal besser wird. Ich bin halt Informatiker: Stets um Prozessoptimierung bemüht. Und dann hätte ich mich beinahe doch für einen Kaiserschnitt entschieden weil ich so Angst hatte dass etwas schief gehen könnte in dem letzten Stunden bevor ich mein Mädchen in den Armen halten könnte. Aber bringe Beleghebamme und eine liebe aber bestimmte Ärztin überzeugte mich es doch zu versuchen und dann passierte was ich nicht zu hoffen gewagt hätte: Drei Stunden nachdem man mich an den Wehen-Tropf angeschlossen hatte und obwohl ich weder vom Kopf her noch körperlich darauf vorbereitet war, war meine winzige aber kräftige kleine Tochter völlig unkompliziert und natürlich geboren. Ich hatte keinerlei Geburtsverletzungen und war fit genug mein Kind selbst auf die Wöchnerinnenstation zur Aufnahme zu bringen. Mein Mann und ich waren erstmal wie in Trance und konnten es garnicht glauben. Meine erste Geburt wurde nach 23 Stunden Eröffnungsphase mit einem Kaiserschnitt beendet und diesmal ging alles so schnell und einfach.. Ich hoffe so sehr dass es bei euch nach der schweren letzten Geburt diesmal ähnlich einfach wird wie bei uns. Ich setze jetzt einfach mal darauf dass Mädchen kooperativer sind ;-) Alles alles Gute!

  6. kassiopeia Says:

    @Steffi: Danke! <3 Aber es dauert bestimmt noch und noch stupsen wir da gar nichts, ich hab da auch mit Gedanken ans Kind schon weniger gute Erfahrung gemacht... :) Ich übe mich in Geduld.

    @Elisabeth: Danke dir! Nein, so viel war es gar nicht, wirkt nur beim geballten Aufschreiben so :) Denke viel an dich! Und wünsch dir auch alles Liebe! <3 Denke auch die Maus, kommt wenn sie fertig ist :)

    @Steffi: Ganz liebsten Dank! Ja, der Zeitpunkt ist mies, so richtig, schlimmer geht kaum. Aber wir versuchen das Beste draus zu machen! <3

    @andrea: Liebsten Dank <3

    @Levistica: Ich hab beim Lesen etwas gelacht, zum Beispiel wegen Prozessoptimierung. Jaja! Wir Mütter können das gut, uns tausend Gedanken machen :) Aber eigentlich war es ja nicht so lustig für dich, aber es liest sich schön, wie die eigenen Ängste und Gedanken sich auflösen... Ich versuche das gerade auch, irgendwie loslassen und bisher klappt es ganz gut, ich hoffe sehr, dass sich das nicht mit dem Montag auflöst und ich wieder täglich auf ein Zeichen warte(n muss)! Deine Zeilen machen Mut und ich hoffe, dass das mit den Mädchen stimmt :)))