„Nur mal kurz gucken…“

Das sagten die Leute immer früher, wenn sie vom Strand die Treppe hoch auf das Grundstück meiner Schwiegereltern vors Haus mit Flachdach liefen und dann plötzlich mitten im Garten standen (oder sie wollten den Weg auf die Strasse abkürzen oder zur Toilette) oder wenn sie übern Zaun schauten auf Zehenspitzen… „Aber wir wollten doch nur mal kurz gucken…“
Einmal leicht bekleidet im „heimischen“ Garten, fragte ich dann frech zurück, ob ich auch mal zu ihnen nach Hause kommen darf… „nur mal kurz gucken“… Der Blick- unbezahlbar. Denn „Ja, aber…!“

Nun ist es so, dass man gern mal uns kennen lernen oder uns besuchen möchte. Nur mal kurz „Hallo“ sagen. Kurz vorbei kommen. Kurz einen Kaffee trinken. Nur mal kurz. Man kennt das vielleicht ausm Wochenbett. Nur mal kurz das Baby angucken. Man braucht auch vorher nicht aufräumen, das tut nicht Not, wäre quasi nicht nötig, also wirklich nicht. Denn nur kurz.
Bevorzugt im Urlaub, nur mal kurz vorbei kommen- am Strand wie praktisch mit dem ganzen Meer wie schön, aber wir haben uns doch so lange nicht gesehen… Mensch. Nur kurz. Ich brauch zu meinem Kaffee auch keinen Kuchen, echt jetzt.

Also abgesehen davon, dass man uns gern auch rund ums Jahr hier zu Hause besuchen darf, haben wir als Familie(!) festgestellt, dass wir uns dann manchmal(!) wie im Zoo fühlen. „Guck doch mal! Wie niedlich! Eine frei lebende Großfamilie! Mensch, toll! So nett, wie sie so alle zusammen leben! Darauf ein Erinnerungsfoto mit diesen Exoten!“

Ich hab da so den Löwenzahn- Soundtrack im Ohr, wenns an der Tür klingelt. „Heute sind wir bei einer Großfamilie zu Gast. Klingt komisch, ist aber so. Die haben sogar einen Fernseher, auch andere Hobbies, sind nicht sonderlich religiös, kommen selber aus einer ganz normalen Familie und warum die trotzdem so viele Kinder haben, das erzählen wir euch heute!“

Witzig auch ist, dass *die Leute* nicht uns fragen, sondern meine Schwiegermama. Als hätte die unseren Kalender im Kopf. Ja aber nun sei ich doch mal nicht so, ist doch nur kurz… Aber hey- wir sind schon groß, fragt uns! Nur leider sagen wir auch mal nein, weil wir keine Lust haben, weil ich an manchen Wochen mehr zerschossen bin, als an anderen, weil ich mich eben doch wohl fühlen mag, wenn ich Fremde in mein Haus lasse, weil nämlich Überraschung(!) nicht meine liebe Schwiegermama vorher den Tag wuppen musste, sondern ich. Weil ich aufräumen musste, niemand sonst. Naja, vielleicht hilft der Mann. :P Fragt uns! Denn wir müssen die Tür aufmachen!

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Und nun zum spannenden Teil… aber dazu muss ich ausholen. Ich will ja schliesslich auf etwas hinaus… Ich ziehe das mal als Beispiel heran. Heute also hatten wir mal Besuch. Eine Freundin der Oma. Weil die lieber Weise eben immer so wunderschöne Bilder für unsere Kinder gemalt hat, all die Jahre und nun ein neues für Zelda hatte, da darf man ja auch mal sehen wollen für wen man das gemacht hat, das tolle Bild, indem soviel Liebe zum Detail und Zeit steckt, das uns sehr viel bedeutet und weil man sich schon mal gesehen hat, es ne liebe Freundin ist, weils Oma eben auch sehr viel bedeutet und wir die Oma sehr lieb haben, freut man sich auf den Besuch und Oma bringt sogar den Kuchen mit. Die Gastgeberin hat sich mal unter Kontrolle beim Vorbesuchsputzen und alles ist entspannt, die Kinder spielen und erzählen, nachdem natürlich ein Foto gemacht werden musste. Dafür gab es sogar ein Ü- Ei als Belohnung. Wenn das Foto nicht für einen sehr, sehr lieben Menschen gewesen wäre…, aber ich bin schon still, Omas sind eben stolz auf Kinder und Kindeskinder und haben Freude daran, dass jemand anderes uns genauso toll findet, wie sie uns… wäre und bin ich auch, also stolz und freudig.
Und es war schön, um die Kinder kümmerten sich liebe Frauen, man spielte ausgelassen… Ich hab mich wirklich gefreut! Und nun bin ich bereit für das kleine ABER…

Aber als der liebe Besuch ging, sagte Oma „Und das nächste Mal kommen wir zu dir!“- Der Besuch lacht, als wäre das der komischste Witz gewesen, den man machen konnte. Wie absurd! Haha! Und erweitert noch um, denn dort dürfe man keine Schokolade auf dem Sofa essen (Wir erinnern uns an die mitgebrachten Ü- Eier). Ja, bei mir auch nicht so gern, aber leider war ich nicht schnell genug gewesen und ich bekam das auch nicht richtig mit, wenn ich in der Küche stehe und den Abwasch mache…

Worauf ich hinaus will ist, Achtung: Ich mag niemanden wehtun oder verletzten, es bezieht sich auch nicht auf eine böse Person X (ich schreibe das, weil es mir schon sooooo oft aufgefallen ist, also uns) und ich arbeite hart daran meine Meinung kund zu tun und wenn situationsbedingt nicht sofort, dann später, doch: Liebe Menschen, denkt nach!
Ist es wirklich so absurd, lieber bei einer Grossfamilie einzufallen, als selber einzuladen? Ist es keine Arbeit, so selbstverständlich noch einen Teller oder eine Tasse mehr zu nutzen? Noch ein Bedürfnis mehr unter diesem Dach? So unvorstellbar, dass man drüber lachen muss, eine Familie mit vielen Kindern einzuladen?! Nur mal so als Denkanstoß? Ich finde das nicht lustig eher schade, vielleicht tut mir das auch ein wenig weh. Sind wir so schlimm? Naja… also… ich käme auch nur kurz… „Aber wir haben ja gar nicht so viele Stühle…“ Aber wir haben noch viel mehr Platz, weil?! Und da wäre es noch an mir, dass so eine Anfahrt nicht immer witzig ist mit diesen vieeeelen Kindern… Fakt ist, ich lade wahnsinnig gern mir liebe Menschen ein, ich liebe Besuch, das Beisammensein, wenn ich Zeit hatte mich drauf einzustellen oder gar geladen habe…, (und ja ich verabscheue Spontanitäten, ich finde mein Leben spontan und flexibel genug für Neun.)… unter der Woche ist immer mal ein Kind mehr hier oder zwei, sogar über Nacht, ich kann also gar kein verschlossenesr Einsiedler sein, weil es nicht geht, ABER man ist eben immer hier bei uns.
Ich hoffe, man versteht die Intention dieses Beitrags. Ich verstehe ja dieses „mal Mäuschen spielen wollen“, ohne diesen voyeuristischen Hang gäbe es wohl einfach keine Blogs… Also nicht einfach betroffen angesprochen fühlen. Aber nun… nur mal kurz, meine Gefühle dargelegt… und eine Botschaft: Ladet auch mal kinderreiche Familien ein! Einfach so, weils nett sein könnte. Nur kurz, versteht sich.

22 Responses to “„Nur mal kurz gucken…“”

  1. Antje Says:

    Du sprichst mir aus der Seele. Und wir sind nur zu fünft. Wenn es was zu feiern gibt, kommen alle immer her… und ich finds doof🙄 Also ich unterstütze Deinen Aufruf, ladet kinderreiche Familien ein😜

  2. Sarah Says:

    Ich hab mir ehrlich gesagt darüber noch nie Gedanken gemacht. Ich verstehe auch das Problem das viele damit haben können nicht, wir haben oft einen Familie mit vier Kindern zu Besuch. Die Kinder verstehen sich gut, sie spielen toll und es ist in keinem Fall mehr Chaos als wenn eins zu Besuch ist. Manchmal sogar im Gegenteil.

  3. Simone Says:

    Ich verstehe dich so gut. Vier Kinder, vor kurzem noch drei, sind für manche Menschen (leider auch enge Verwandtschaft) Grund zu sagen „du kannst leider nicht kommen, das wird mir zu viel“ oder „ich feiere nur mit XY“. Sehr traurig ist das. Aber vllt veranlasst mich das irgendwann mal zu sagen „aber nur ohne Kind, dein Junge ist mir zu stressig“. Einfach nur mal so.

  4. Elisabeth Says:

    Danke! so ist es, so ist es so oft und leider stört es mich sehr und leider rege ich mich immer wieder darüber auf und leider ärgere ich mich dann auch noch manchmal über mich, warum ich nicht so scheinbar locker sein kann wie der Rest der Welt.
    Bei uns ist der Klassiker: Besuch von Opa Abends um 18.30

    lg. Elisabeth

  5. Uta Says:

    Bei uns war es auch schon mit 3 Kindern so und das vorallem in der engsten Familie. Zum Beispiel Taufe des Neffen, wir wurden nicht eingeladen, haben den Termin nur zufällig erfahren. Genauso jedes Weihnachten, die Eltern feiern mit meinen 2 Geschwistern, die jeweils nur ein Kind haben. Wir waren ihnen wortwörtlich zu Viele. Nun sind unsere Kinder groß und 2 haben den Kontakt zu den Großeltern komplett abgebrochen. Ich wünsche mir, dass meine Kinder immer gerne nach Hause kommen, egal wie viele sie noch mal werden. Im Freundeskreis war es bei uns kein Problem mit Besuchen, wir haben uns immer abgewechselt. Da haben wir wohl Glück gehabt. Ich wünsche euch alles Gute LG Uta

  6. FrauAgi Says:

    Ihr seid jederzeit herzlich eingeladen. <3 (Wir haben zumindest genug Kissen für den Boden ;) )

  7. Andrea Says:

    Oh ja das kenne ich auch zu gut. Gut ist auch immer der Bürgermeister, der ab dem vierten Kind vorbei kommt und uns 100 Euro als Kindergeld bringen möchte. Dafür müssen wir schön dankbar sein. Er kommt auch nur kurz. Ein Kaffee wäre nett, alle Kinder da, auch. Die Ortbürgermeisterin kommt auch mit, mag auch einen Kaffee und gerne bringt man auch noch die Presse mit. Mag auch einen Kaffee. Dann bitte alle aufs Foto und dann sind wir auch fast wieder weg.

    Ich habe mal angemerkt, das sie uns doch auch in die Gemeinde einladen könnten auf einen Kaffee. Auf die Idee kommen sie aber auch weiterhin nicht.

    Und so ist es halt gerne auch mit anderem Besuch. Kenne ich auch zu gut und mich verletzt das auch.

    Liebe Grüße
    Andrea

  8. Steffi Says:

    Wow. Ich bin sprachlos. Ich verstehe zu hundert Prozent,was Du meinst und empfinde das mit dem „nur mal eben“ auch so. Auch ein „kurzer“ Besuch erzeugt Arbeit und Streß. Aber was mich sprachlos macht… ich wäre nie auf die Idee gekommen, Familien nicht zu mir einzuladen,nur weil sie eine bestimmte Anzahl Kinder haben. Bei uns ist jeder willkommen, der zu Familie und Freunden gehört. Und wenns eng wird,dann ist das eben so. Das ist für mich wirklich unvorstellbar. Also das nicht-Einladen.
    Ich denk an Euch und drück Dich aus der Ferne.
    Wenn ihr mal im Ruhrgebiet seid, kommt gern zu uns. <3

  9. Steffi Says:

    Liebe Uta!
    Dein Text macht mich doppelt sprachlos. Das ist furchtbar. In der eigenen Familie ausgeschlossen zu werden… das geht gar nicht! :-(
    Wie gehst Du damit um?
    Herzliche Grüße,
    Steffi

  10. Marina Says:

    Hm…. also ich mag unangemeldeten Besuch genauso wenig wie sich selbst einladenden Besuch. Ich mag auch nicht geschickt zu einer Einladung geführt werden. Ich bin da ne echte Zicke. Aber wenn ich einlade, egal wieviel Kinder da nun bei sind, kommt die Einladung von Herzen und es wird ein schöner angenehmer Tag. Viele Kinder zu Besuch sind was feines. Es macht Freude, es ist Leben in der Bude und aufräumen muss ich eh jeden Tag. Lieber so als ein gequältes Gespräch das schleppend in Gang kommt und man fast am Kuchen erstickt. Brauche ich nicht und tue ich mir auch nicht an. Meine Zeit, mein Leben.
    Liebe Grüße

  11. kassiopeia Says:

    Ich möchte soviel antworten und schreiben, aber nur kurz an Steffi, es geht hier nicht darum, dass ich glaube, man würde uns nicht „mit Absicht“ nicht einladen, sondern dass es so gut wie nie passiert. Der gestrige Besuch ist ein Beispiel und da kam eben die Frage auf, ich griff dieses Türgespräch auf, und das Grübeln hört nicht auf, ob das eben Absich ist, weil wir nicht „bequem“ sind… Weil es eben nicht nur beim gestrigen Besuch, denn so nahe stehen wir uns nicht, auffällt dass wir eigentlich nie ganz kommen dürfen und damit meine ich eben auch Freunde…Dafür aber alle zu uns kommen mögen… Meine Schwiegermama hat das mal toll gelöst und uns zu sich eingeladen, wo dann auch die Cousine des Mannes samt Söhnen war, statt bei uns… aber da hatte sie eben die Arbeit, aber das war ganz lieb! Klar kommt da noch oft die Entfernung dazu und ich schmiss auch viel zusammen, dass was Andrea schrieb ist eigentlich genau der Punkt, Bürgermeister, Presse, aber schön dankbar sein, weil man 100€ bekommt…

  12. Steffi Says:

    Oh! Ich hatte Dich schon richtig verstanden und mich nur doof ausgedrückt. Bitte entschuldige,falls mein Kommentar blöd war. :-( Ich hatte es genau so verstanden,wie Du es nun auch schreibst.

  13. Steffi Says:

    Was ich meinte, war eher, daß es für mich selbstverständlich ist, sich gegenseitig mal einzuladen. Wenn man Familie oder Freunde trifft, dann mal hier und mal dort, meine ich. (Nicht immer genau abwechselnd, aber eben auch nicht immer nur bei einer der Familien.) Und immer würde meine Einladung der gesamten Familie des Besuchs gelten. Also z.B. habe ich eine liebe Bekannte, die sechs Kinder hat. Wir haben uns noch nicht gegenseitig besucht, es kam immer etwas dazwischen, aber wenn wir ein Treffen planen würden, würde ich immer alle acht Personen einladen (ob dann alle kommen, können Sie ja selbst entscheiden). So meinte ich es. Und klar ist es einfacher, wenn weniger Leute kommen oder man öfter zu anderen geht, als Besuch hat – aber für mich ist es eben normal (und daher das „unvorstellbar“ oben), daß man auch mal einlädt – vollkommen unabhängig von der Familiengröße. Hmm, vielleicht kann ich mich heute nicht gut ausdrücken. Ich glaube aber echt, ich hatte es richtig verstanden. ;-)
    Hab noch einen schönen Abend!
    Liebe Grüße!
    PS: Das mit den hundert Euro finde ich ehrlich gesagt auch ziemlich krass (die Erwartungshaltung der Schenkenden, meine ich) und ich kann da Euren Frust total verstehen!

  14. kassiopeia Says:

    So war das auch nicht gemeint, Steffi! Fühlte nichts unterstellt und wollte das auch selber nicht! Nur lesen ja viele mit und dahin gehend wollte ich Missverständnisse vermeiden :) Ausserdem bin ich bekannt dafür micg immerzu zu wiederholen… :) Ich hab auch Freunde, die früher eingeladen hatten oder wo die Kinder nicht befreundet sind und das nicht passt… Odee wo schon grosse Kindee am Nachmittag schon gar nicht mehr mitkommen…
    Schön, wenn es Menschen gibt, die ihre Freunde oder Verwandten unanhängig der Anzahl der Angehörigen einläd :)
    Letzten Endes geht es mir um mal einen anderen Blickwinkel, vielen fällt es unter Umständen gar nicht auf, dass sie da diskriminieren oder anderen, dass sie sich einfach so doof verhalten ;)

  15. kassiopeia Says:

    @Elisabeth: Und du hast ja nun noch zwei kleine Menschen mehr… Mir gehts auch oft wie du schreibst so, dass ich mich frage, warum ich mich denn eigentlich hier und da so „ziere“, als wäre nicht genug Will da, aber ich bin dann wirklich schon vom Alltag so platt, dass ich den Kindern und mir, dass dann „erspare“, obwohl es vielleicht sogar schön wäre, die Kinder Spass haben, aber nun das ganze Vor- und Nachspiel… :/ Und 18.30Uhr wäre wohl in sehr vielen Familien ne doofe Zeit… :/

  16. kassiopeia Says:

    @Andrea: Ich musste beim Lesen so lachen, dass ist doch wieder total typisch. Immerhin bist du weiter als ich und konntest das ansprechen… Hier gibt es ja eine Patenschaft des Bundespräsidenten, ehrenhalber und einmalig 500€. Der Bürgermeister hätte es vorbei bringen können, als Scheck mit Gefolge womöglich, aber mir fiel immerhin rettend ein, dass der Herr Oberbürgermeister vielleicht eventuell genug Anderes zu tun hätte… 🙈

  17. Steffi Says:

    Ach,vielleicht bin ich ein Sonderfall und es war mir nur nicht bewußt.
    In unserer Familie ist es eben normal,daß man immer alle mit einlädt,die dazu gehören. Wir hatten früher immer eine volle Wohnung bei Familienfeiern. Auch wenn jede Tante oder jeder Onkel maximal zwei Kinder hatte (also meine Cousinen und Cousins), so hatten meine Eltern mehr Geschwister und somit gab es eben viele Tanten und Onkel. Ich habe nur eine Schwester (die auch meine beste Freundin ist <3) und mein Mann ist Einzelkind – bisher sind es bei uns also überschaubar viele Personen. Aber wenn meine Schwester nicht zwei, sondern z.B. acht Kinder hätte, so wären sie halt immer noch genauso willkommen. Alle. Sie gehören dazu.
    Außerdem mag ich Kinder sehr gern. Wir haben zwei Töchter und ich wünsche mir nichts mehr als noch ein weiteres Kind. Ich hätte gern 3, 4 oder sogar 5 Kinder insgesamt. Und auch wenn das vermutlich nicht mehr klappen wird, so zeigt es doch, daß ich gern Kinder mag. ;-) Spielbesuch darf immer gern Eltern und Geschwister mitbringen, je nachdem, wie es gewünscht wird. Und Freunde laden wir gleich mit Kindern ein, klar.
    Ich würde immer vor Treffen die anderen fragen, was für sie am einfachsten und angenehmsten ist. Manchmal ist es einfacher bei euch selbst zuhause zu sein und manchmal würde man lieber zu den anderen gehen. Ich spreche sowas offen an. Bisher fanden das alle gut.
    Wenn wir Euch näher kennen würden, dürftet ihr gern alle zusammen zu uns kommen. Es wäre voll und eng und laut und ich wäre danach ganz sicher deshalb total ko. Aber ich würde es lieben. <3
    Herzliche Grüße,
    Steffi

  18. Uta Says:

    Der Kontakt ist mittlerweile auf Geburtstagskarten beschränkt, ob leider oder besser so kann ich nicht mal sagen. Irgendwann ist man vielleicht auch so alt, dass man nicht mehr alles mitmacht und an sich denkt. LG

  19. Nora Says:

    Sehr nachvollziehbar. Ich fühle mich da fast ein bisschen ertappt. Wir haben ein wöchentliches „Playdate“ mit einer befreundeten Familie und während wir uns da früher immer abgewechselt haben, sind wir inzwischen fast nur noch bei ihnen. Das hat sich mit wachsender Kinderzahl meiner Freundin so eingeschlichen. Ein paar mal habe ich gefragt, ob sie nicht nochmal zu uns kommen mögen, hatte aber immer das Gefühl, dass sie nur aus Höflichkeit Ja sagt und es eigentlich praktischer findet, wenn wir zu ihnen kommen und sie nicht alle quer durch die Stadt transportieren muss. Vielleicht sollte ich das nochmal thematisieren.

  20. Lajulitschka Says:

    Und wieder einmal bereichern mich deine Worte und ändern den Blickwinkel.
    Vielleicht denken sich die anderen gar nichts dabei oder etwas ganz anderes. Meine Gedankenrichtung vorm Artikel war eher: das ist viel Arbeit, alle mit Sack und Pack ohne Auto zu uns zu bekommen. Und Stress. Bei guten Freunden denkt man evtl auch gar nicht, dass die vorher putzen würden?
    Und: bei euch wirkt es immer so gemütlich, evtl findet der Besuch es ja einfach schön(er) bei euch…

    Ich kann deine Gedankengänge aber sehr gut nachvollziehen.

    Und: wenn man schon immer, dann könnte man ja immerhin Kuchen oder generell Essen mitbringen, das mache ich gern um den Gastgeber zu entlasten.

    Liebe Grüße Lajulitschka

  21. Magdalena Says:

    Ich komme auch aus einer Großfamilie (habe 5 Geschwister) und es ist immer der Fall gewesen, dass wir mit vielen Freunden zu uns durften während unsere Freunde selber immer nur höchstens zwei Freunde mit nach Hause nehmen durften. Natürlich bedeuten Kinder/Jugendliche viel Arbeit und Lärm. Aber hat man dennoch das Recht, seine Kinder ständig bei einer Familie abzuschieben unter dem Motto: einer mehr fällt ja eh nicht auf?
    Ich finde es so ätzend von diesen Eltern und kann es auch nicht verstehen. Als Kind selber nimmt man das nicht wahr, weil man glücklich ist, wenn man mit all seinen Freunden spielen kann. Meine Mama wäre glaube ich auch der letzte Mensch, der unseren Freunden (von meinen Geschwistern und mir) verbieten würde weiter zu kommen oder sich bei den Eltern der anderen beschweren würde.

  22. isabella Says:

    Also ihr seid herzlich eingeladen, uns im Sommer in Wien zu besuchen. :)Natürlich inklusive Übernachtungen und Verkostung. Ihr müsstet nur kommen :)