Archive for Januar, 2017

Ein Moment der Stille…

Samstag, Januar 7th, 2017

Ich sitze hier und zu meinen Füßen oder neben mir, der Weihnachtsbaum… ein letztes Mal schnuppern, ein letztes berühren der mittlerweile getrockneten Tannennadeln, ein letztes Mal die Lichterketten bestaunen, die den nächtlichen, dunklen, stillen Raum in warmes Licht tauchen, während draußen über 16Grad minus sein sollen… Morgen wollen wir den Baum rauswerfen, dafür entschmückte der Liebste ihn heute schon, entfernte behutsam Kugel für Kugel…
Eigentlich wollte ich nur die Türe nochmal abschließen, damit nachts keiner umher wandern kann, dann fiel mir die Heizung ein, die ich vorhin im Keller geärgert hatte, damit sie das Wasser auch wirklich aufheizt, denn Nils war mit den vier Großen Schlittschuhlaufen und vorher Schlittenfahren und ich wollte ihnen ein warmes Bad einlassen können, wenn sie zurück sind. Derweil hatte ich die Zeit mit den drei Kleinen genossen und spontan noch ein paar heisse Waffeln mit Sahne gemacht und vorher zum Mitgeben heißen Tee, vier verschiedene Sorten hatten sie in kleinen Thermoskannen dabei und am Abend, als Noah mit Tom vom Rodeln zurück und die anderen Kinder aus der Badewanne kamen, schauten wir abends noch „Frozen“ mit Broten auf dem Sofa, alle auf ihre Weise platt, nach besuchsreichen Tagen…
Und nun sitze ich hier und musste noch einmal die Lichter des Baumes anmachen, nur ein letztes Mal, um dann doch noch hinzugehen und zu schnuppern und dann war da dieses Gefühl, eher wie eine Frage, ob ich alles genug genossen hätte und die Bilder der vergangenen Wochen zogen durch meinen Kopf, zu dem Tag, an dem der Baum eingezogen war, dem Kaminfeuer im Fernsehen, über die Wochen, in denen ich buk mal mit mal ohne Kinder, auf einigen wenigen Weihnachtsfeiern, leider auch viel krank war, aber immer versucht habe auf Weihnachten hinzuarbeiten und währenddessen den Zauber aufrecht zu erhalten…
Das Weihnachtsfest haben wir in diesem Jahr in die Länge gezogen, entzerrt, obwohl es dadurch nicht weniger anstrengend wurde alles rechtzeitig vorzubereiten- im Gegenteil.
Ich habe so gut wie jedes Geschenk ausgewählt, seit Ende November, mit dem Liebsten viele Abende und Nächte, statt die Ruhe zu geniessen, Listen erstellt, Links verschickt und recherchiert, uns den Kopf zerbrochen, zum Großteil bestellt, (heimlich) gekauft und nàchtelang in Etappen eingepackt. Wir habam am vierten Advent mit Nils Eltern und der liebsten Schwägerin vorgefeiert, da gab es jeweils ein Geschenk pro Kind, das die Kinder durch geschickte Planung aufbauen, geniessen und bespielen konnten, und sind am Nachmittag des 23. nach Berlin gefahren, wo ein Paket mit weiteren Geschenken (jeweils auch nur ein Geschenk pro Kind, das ich gekauft und eingewickelt hatte, weil meine Mama nach einer OP nicht so gut gekonnt hätte plus Geschenken für die Nichte, meine Schwester und deren Mann und meine Eltern) wartete, das ich rechtzeitig hoch geschickt hatte, im Gepäck die Reste, dort an Heilig Abend wartend weitere Präsente, jeweils einem Geschenk pro Kind von meiner Schwester und Mann und zu Hause zurück am 27. noch mal Letztes bestellt und eingepackt, um am 28. final ein letztes Mal Weihnachten zu feiern. All das -und es war so unglaublich viel- hat sich gelohnt, ich habe alles genossen und so Zeldas erstes Weihnachtsfest erlebt, Zoes Dreizehntes und Noahs Elftes, Toms Meuntes, Bens Achtes, Emils Fünftes und Antons Drittes.
Und so sitze ich hier, habe schnell noch den Laptop angemacht, weit nach 1Uhr in der Nacht noch schnell diesen Gedanken festzuhalten, draussen der erste Schnee der letzten Tage und drinnen dieser Baum, dem ich dankbar bin für all das Leuchten… mit dessen Abschied, ein Großereignis endet, beinahe auch die Ferien und eine neue Zeit, das Neujahr einläutet- mit allem was dazu gehören wird…

Das ist übrigens unser Baum, gestern geschmückt wegen akuter Abwesenheit am Heiligen Abend…

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Lesen 2016

Sonntag, Januar 1st, 2017

In diesem Jahr habe ich auch wieder versucht festzuhalten, was ich alles gelesen habe, viel war es nicht. Gut gestartet war ich mit dem Reread eines Twilight Teils, begann anschliessend den nächsten Band, brach diesen aber ab, bis ich wieder ein Buch fand, das mich fesselte. Aber es war ein schleppendes Lesejahr, muss ich gestehen. Es fiel mir unglaublich schwer mich zu konzentrieren, mir die Zeit dafür zu nehmen und nicht mit anderem Kram zu vertüddeln, wie in Tuchgruppen zu fachsimpeln und sich auszutauschen- und wie das so ist mit diesen Smartphones und diesem Internet, man will nur ganz kurz was gucken und schon ist Mitternacht…
Aber gute Ausreden habe ich natürlich auch, es fällt mir schwer, meine Zeit dafür zu finden, ich mag das Tragen eben auch, es ist mein Hobby, ich schwimme sehr gern, ich backe viel und ich hab halt einfach verdammt viel zu tun und wenig Luft, wenn hier erst um 21Uhr und später die Lichter ausgehen. Untertags ist lesen beinahe unmöglich, gerade unter der Woche und am Abend bin ich schwerer dazu zu begeistern gewesen, was ich aber, wenn ich mal im Flow war, gemacht habe ist zwei bis drei Bücher gleichzeitig zu lesen: den Kindern ein Buch vorzulesen, ein E-Book für die Dunkelheit beim Einschlafbegleiten und eines für die Hand bei Tageslicht… Fakt ist, es war zu wenig und ich habe unglaublich viele Bücher begonnen und nicht zu Ende gelesen… Leider. Auch gekaufte. Asche auf mein Haupt.

Aber zu Ende gelesen habe ich:

01.) „Bis(s) zur Mittagsstunde“, Stephenie Meyer
02.) „Die Mutter meiner Mutter“, Sabine Rennefanz
03.) „Gleis 4“, Franz Hohler
04.) „Die unendliche Geschichte“, Michael Ende, vorgelesen
05.) „Der kleine Vampir“, Angela Sommer-Bodenburg, vorgelesen
06.) „Der Wunschpunsch“, Michael Ende, vorgelesen
07.) „Der kleine Vampir zieht um“, Angela Sommer-Bodenburg, vorgelesen
08.) „Das Biest das aus dem Regen kam“, Angela Sommer-Bodenburg, vorgelesen
09.) „Das Traumbuch“, Nina George
10.) „Die Seelen der Nacht“, Deborah Harkness
11.) „Doitscha“, Adriana Altaras
12.) „September“, Jean Mattern
13.) „Der große Trip“, Cheryl Strayed
14.) „Harry Potter und das verwunschene Kind“, J.K. Rowling, vorgelesen
15.) „Das Blaue vom Himmel über dem Atlantik“, Emma Braslavsky
16.) „Königreich der Dämmerung“, Steven Uhly

Und viele, viele kurze Kinderbücher mit den Kleinen.

Somit las ich nur 10 Bücher aussschließlich für mich, nicht mal eines im Monat. Teilweise war es schwere Kost, für die -ich- Zeit brauchte, nicht erse finden musste und manchmal war es so, als hätten die Bücher genau auf diesen Moment, diese Zeit in meinem Leben auf mich gewartet…
Ich möchte mich im kommenden Jahr mehr auf das Hierbleiben konzentrieren, aufs Lesen, auf weniger Zerstreuung- mal schauen ob das klappt, heute hat das leider zumindest schon mal beim Lesen nicht so gut funktioniert… :)

Eine unbeschriebene Seite frisches, weißes Papier…

Sonntag, Januar 1st, 2017

Das alte Jahr abstreifen, zurück lassen mit all seinen schönen und weniger schönen Erinnerungen… So fühlt sich der erste Januar an, wie ein neuer Kalender, ein frisch ausgepacktes Notizbuch, alles beginnt erneut, auch wenn das Alte dazu gehört, im Hier und Jetzt bleiben…

Ich habe mich in den letzten Stunden des alten Jahres darin erinnert, wie aufgeregt ich war, welche Hoffnung und welcher Zauber in der Luft lag, als ich ein Jahr zuvor um Mitternacht auf das neue Jahr 2016 anstieß, dem Liebsten einen Kuss gab, zärtlich über meinen Kugelbauch fuhr und dabei nur einen großen Wunsch hatte, nämlich das unsere Tochter gesund und munter zur Welt kommt und das meine Lieben gesund bleiben…
Gestern Nacht, heute Nacht hatte ich Zelda ganz dicht bei mir im Tragetuch und war umgeben von meinem Mann, von all meinen Kindern, von denen nur der kleinste Sohn eine Minute vor Mitternacht im Kinderwagen an der klirrenden Kälte eingeschlafen war und lieben Freunden und stieß mit allen voller Hoffnung auf ein, neues hoffentlich fabulöses Jahr, voller Gesundheit, Liebe und Glück an…

Dank ein paar köstlichen Resten von gestern ist Zeit sich ein paar Gedanken zu machen, wo ich stehe, wo ich hinwill, was ich mir wünsche und wozu ich beitragen kann…

Mein Neujahrsritual… in den neuen Kalender alle Geburtstage von lieben Menschen einschreiben und den alten beiseite tun…

Ein von fraukassiopeia (@fraukassiopeia) gepostetes Foto am

Ich wünsche euch allen, ein tolles, aufregendes, neues Jahr und auch diese Zeit zum Kraft tanken, in sich zu gehen für einen kleinen Neustart in dieses Jahr 2017…

Und vielleicht hab ich noch Zeit und Muse mich an die Vorweihnachtszeit zu erinnern und wie wir das im „letzten“ Jahr mit beiden Omas, Tanten und allen Geschenken gemacht haben :)