Archive for Juni, 2017

5. Geburtstag 5.0

Dienstag, Juni 27th, 2017

Als unser erstes Kind fünf Jahre alt wurde, war das damals kleinste und vierte Kind, erst wenige Wochen alt. Ich hatte also vier Kinder unter fünf Jahren bekommen. Bis ich unser fünftes Kind dann im Arm halten durfte, hat es leider eine Weile gedauert, beinahe drei Jahre. Nun heute war ein besonderer Tag, unser fünftes Kind wurde fünf Jahre alt. FÜNF.
Emil ist das gewünschteste Wunschkind und manchmal ist das bestimmt nicht einfach für ihn. Wenn ich in die Augen dieses Strahlekindes sehe, wird mir ganz warm und ich kann nur fühlen, dass es so ein Glück ist, dass dieser kleine Kobold, dieser Rotschopf, dieser Wildfang, der kleine Fuchs zu uns kam, der oft so versunken und in seiner eigenen Zeit Dinge tut, manchmal so versunken in sein Tun, dass das Essen warten muss, manchmal so wütend, dass er Dinge werfen muss und oft so zärtlich, dass er Zeldas Hand halten muss, sie küssen und sich rührend um sie kümmert, schon jetzt Schimpfwörter kennt, die die Große erst Jahre später mal hörte, geschweige denn aussprechen konnte. Eine starke Persönlichkeit, die seinen Platz hier gefunden hat und sich zu behaupten weiß. Ein wortgewandter, witziger kleiner Mensch.
Das erste Mal seit überhaupt, sind wir heute an einem Geburtstag nicht vollzählig gewesen. Tom fuhr gestern Morgen ins Schullandheim. Und als wäre das nicht schon anspruchsvoll genug bei der Planung, hatten die beiden Großen heute ihren langen Schultag und Emil wusste bis kurz vor knapp gar nicht recht, was er sich wünschte, überlegte immer wieder hin und her, mal wollte er das eine und dann wieder etwas anderes. Im Nachhinein hab ich mich geärgert, weil ich ihn so überfordert hatte mit soviel Freiraum zu entscheiden. Alles war sehr zerrissen und ich glaube, heute morgen gab es nach sehr unschönen Streit mit den Großen und dem Gefühl der Ungerechtigkeit etwas Schönes zu verpassen, sehr viele Tränen, so ein doofer Start. Aber wir kamen wieder zurück in die Spur und dank meiner lieben Schwiegermama waren wir mit dem Auto wenige Zeit später auf dem Weg in den Playmobil- Funpark. Der Papa blieb mit den zwei Kleinsten daheim. Und so verbrachten wir einen schönen Tag, wenn auch vorerst getrennt. Als wir dann zurück waren, aßen wir gemeinsam Kuchen und packten unsere Sachen für das Freibad. Als es schloss und alle zurück daheim sich in ihre Pyjamas geworfen hatten, durften sie noch einen Moment Zocken. So war das ganze heute dann doch noch ziemlich rund und ich habe Emil heute sehr viel lachen gesehen, das war mir das Allerallerwichtigste. Es war ein wirklich schöner Tag und ich werde auch mit einem Lächeln einschlafen, wir haben unser Bestes gegeben, das Gespräch gesucht, waren zusammen, haben gelacht und hatten viel Spaß! Ich werde gleich mit schönen Erinnerungen ins Bett gehen, von damalsP, von heute, ich denke an dieses eine Bild aus dem Kreisssaal, wie unendlich dankbar und glücklich ich war, als ich unser Kind im Arm hielt und heute fühl ich mich auch so, aber weniger haltend, mehr staunend und zutrauend, all das nehme ich mit in die Nacht, in meine Träume und freu mich auf das aktuell noch fehlende Kind morgen…

Nostalgie im Kindergarten

Montag, Juni 26th, 2017

Aus dem Freibad stahl ich mich heute davon, um zum ersten Elternabend von Anton zu gehen. Auch wenn sich viel wiederholt, ich hatte da richtig Lust drauf! Man erfährt immer etwas Neues, kann die eine oder andere Frage stellen und Kontakte knüpfen zu neuen Eltern oder den alten Erzieher- Hasen, denn ab Mitte September bringen wir wieder zwei Kinder in den Kindergarten…
Und so saß ich heute in großer Runde mit vielen neuen und lieben bekannten Gesichtern im obersten Stock des Kindergarten unseres Vertrauens. Jeder stellte sich vor, meine liebe Freundin, die den Kindergarten leitet, machte den Anfang und erzählte, dass sie seit 2013 dabei ist, ihn zu leiten, wenn ich das noch richtig im Kopf habe und ich dachte nur „Wow, schon wieder so lange?! War doch erst gestern?“. So ging das reihum, erst die Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und die neue Praktikantin. Unsere allererste Erzieherin stellte sich vor, sie würde seit 2005 dort arbeiten und ich dachte „Was?! Doch schon fast so lange wie wir hier sind?!…“ Und dann ratterte es in meinem Kopf, meine Gedanken flogen davon und ich hatte meine Mühe mich zu konzentrieren und zu behalten, wie die neuen Eltern hießen oder ihre Kinder, weil ich immer wieder bei mir landete, konnte das sein? War ich wirklich schon so lange hier? Ich rechnete kurz und mein Herz klopfte wie wild, als ich sagte „Und ich bin die Frau Kassiopeia…“ Ich weiß schon nicht mehr, was ich genau wie sagte, aber ich gehöre ja fast zum Inventar :) Wir beenden soeben das zehnte Kindergartenjahr, 2007 sind wir gestartet mit Zoe als fast Dreijährige, Noah war mit seinen 1 1/2 Jahren immer dabei und Tom noch relativ frisch in meinem Bauch. Und nun zehn Jahre später, startet in wenigen Wochen unser sechstes Kind mit der Eingewöhnung. Wann ist das eigentlich passiert?
Anton kommt in die Gruppe, die wir erst einmal besucht haben, die anderen zwei Gruppen waren schon jeweils zwei Mal fester Bestandteil unserer morgendlichen Routine… Und sooo ganz langsam und in Ruhe, kann ich mir ja überlegen, wo Zelda hinkommen könnte… aber erstmal in Erinnerungen schwelgen und dann bald aufgeregt sein, weil sich noch mal und schon wieder alles verändert…