Archive for Januar, 2018

Alles über mich, eure Mutter… I

Dienstag, Januar 16th, 2018

Alles was bleibt, ist das Wort und Erinnerungen daran…

…während ich wie gelähmt auf unserem Sofa sitze, nicht fassen kann dass meine Ma bald wieder operiert werden muss und alles was drum herum dazu gehört, dass ein kleines Mädchen bald Geburtstag feiern muss ohne ihre Mama, weil sie gestorben ist… all das wirbelt in mir herum, dass ein Wollen und Wünschen manchmal nicht reicht und was dann bleibt…
Diesen Gedanken hatte ich schon, als ich in den letzten Tagen vermehrt Antworten zu Fragen las, die Frauen und Mütter im Netz beantworten und ich tue es hier… nur etwas anders.
Meine liebe Freundin Simone schenkte mir vor ein paar Jahren ein Buch und bisher schrieb ich nicht eine Seite darin, mahnend steht das Buch im Schrank, denn ein ähnliches zog ich im Haus meiner Oma aus den Regalen nach ihren Tod, leer. Ohne all das, was ich gern gewusst hätte.

So sitze ich hier, statt zu schlafen und probiere es auch in Etappen und wenn ich wenigstens nur anfange, dann ist das besser als nichts oder?

Meine Fragen kommen aus dem Buch „Alles über meine Mutter“ von Susanne Fröhlich und Constanze Kleis.

1. Kapitel „Alle Mütter sind Töchter“
01. Was ist deine früheste Erinnerung?
Ich weiß es nicht mehr. Früher wusste ich das, da habe ich öfter dran gedacht. In den ersten drei Jahren meines Lebens bin ich im Haus meiner Großeltern mit aufgewachsen. Da waren also meine Großeltern, meine Eltern und mein Onkel. Solange bis mein Papa in die Armee eintreten musste und soweit ich das richtig abgespeichert habe, zwei Jahre nicht da war. Also nur zum Urlaub nach Hause kam. In der DDR war Wohnraum Mangelware und meine Eltern waren zwar verheiratet, aber hatten keine eigene gemeinsame Bleibe- meine Ma war 18, als sie heiraten, mein Papa 20 und ich war dann auch schon unterwegs und mit 19 hatte sie mich dann geboren. Ich kann mich in Bruchstücken an dieses Zimmer bei meinen Großeltern erinnern oder es sind Fragmente von späteren Jahren, weil sich der Raum ja kaum verändert hatte. Ich kann mich an das Treppenhaus erinnern, etwas an den Garten. Ich glaube für meine Ma war das nicht einfach. So allein in diesem Haus mit mir zu sein, sie arbeite Vollzeit, ich war ein Jahr alt und musste in die Krippe, weder wollte ich das, noch war ich immer gesund. Aber sie hatte keine Wahl, stand unglaublich früh auf, weckte mich und fuhr mit mir aus Brandenburg am Rande Berlins mit den Öffentlichen rein in die Stadt, gab mich ab in der Krippe und fuhr weiter zur Arbeit… Also ich denke bei frühesten Erinnerungen an dieses Haus.

02. Hattest du einen Kosenamen in der Familie?
Ja, meine Eltern und Großeltern nannten mich „Jeani“- wie „Jenni“ oder „Jenny“, die Art wie meine Ma oder meine Familie es sagt, kann ich gut leiden. Bei Freunden heute kann ich das gar nicht ab. Da klingt das nach „DSCHENNI“. :) Außerdem bekam ich auf Grund eines riesigen Frosches in unserer Wohnung den zauberhaften Spitznamen „Frosch“. Warum auch immer, vielleicht weil ich so ein Körperklaus bin :)

03. Womit hast du am Liebsten gespielt?
Es gab wohl eine Puppe. Ich kann mich beim besten Wissen und Gewissen nicht daran erinnern. Es wird schon stimmen. Irgendwann mit Barbies. Ich glaube, ich hatte unendlich viele Barbiepuppen dank meinem großzügigen Nennonkel. Und zog sie an und aus. Ich hatte echt viel Zeug. Ich habe aber auch Tapete geknibbelt und Fäden von den Gardinen abgezupft. Daran kann ich mich auch erinnern.

04. Wie wurden deine Geburtstage gefeiert?
Ich habe keinen blassen Schimmer mehr. Ich weiß, dass ich wie jedes Kind wohl Stunden damit zubringen konnte auszurechnen wie viele hundert Tage es noch bis dahin dauern würde, aber Rituale weiß ich keine mehr.

05. Hattest du ein eigenes Zimmer?
Nach dem Umzug aus dem Haus meiner Großeltern in unsere eigene Wohnung, muss ich ein eigenes Zimmer gehabt haben. Und auch nach der Geburt meiner Schwester drei Jahre später hatte ich eines, denn meine Eltern dachten es wäre auf Grund des Altersunterschieds total wichtig, dass jeder seinen Raum hatte, also bekam ich als Älteste das Riesenzimmer für mich ganz allein, meine Schwester das schmale Schlauchzimmer nebenan und meine Eltern schliefen mir gegenüber im Wohnzimmer dank einer Anbauwand mit Bett innen.

06. Warst du im Kindergarten?
Ja, schon immer und ich denke mit Grausen daran zurück. Auch wenn ich von da aus, auf unser Wohnhaus gucken konnte.

07. Wer hat dich abends ins Bett gebracht?
Keine Ahnung. Und als ich mich erinnern kann, ging ich allein ins Bett.

08. Warst du eher Papas oder Mamas Liebling?
Puh. Ich weiß es nicht. Ich weiß, dass meine Ma immer fand, ich sähe meinem Papa viel ähnlicher als ihr, das hat sich vermutlich auch gesagt, weil sie ihn tausend Mal attraktiver fand als sich selbst? Was ja nun nicht stimmte, aber auf den ersten Blick gab es viele kleine Dinge, die sie wohl mehr an meinen Vater erinnert haben, als an sich selbst. Und das hat sie dann oft gesagt. Heute sehe ich sehr viel von ihr in mir. Von beiden. Und viele Wesenszüge. Dinge, die man auch einfach mitnimmt. Ob man will oder nicht :) Und ich glaube, dass meine beiden Eltern mich sehr lieb hatten und meine Ma eine besonders enge Bindung zu mir hatte, weil sie eben so lange mit mir allein sein musste.

09. Wurde bei euch daheim gebetet?
Definitiv nein. Meine Eltern sind Atheisten. Mein Vater hat mit meiner Oma gebetet, als mein Opa verstorben war, meine Oma war evangelisch. Sie ging auch in die Kirche und ich glaube, sie hat in ihrem Glauben doch viel gefunden. Ich war eher Diejenige, die dann in unserer Familie Glauben gesucht hat, Halt… um alles zu verstehen, was um mich herum geschah, aber das änderte sich später nochmals radikal…

10. Kannst du dich daran erinnern, wie deine Schultüte aussah?
Nein, gar nicht. Aber ich weiß, dass ich nur einen schwarzen Lackschuh tragen konnte, weil ich mir den Mittelfuß nachmittags im Kindergarten gebrochen hatte und Gibs trug, mein Kleid und meine Schuhe waren dahin, ich trug glaube ich einen Mickey Maus Pullover. Aber ich weiß, dass meine Schwester Donald Duck in ihrer kleinen Schultüte an dem Tag hatte…

11. Womit hast du deine Geschwister geärgert?
Mit vielen Dingen. Ich war nicht immer nett. Und meine Schwester hat mich oft genervt, z.B. weil sie mir alles nachgemacht hat, heute wenn Zelda die Kapuze von ihrem Strickjäckchen hochholt, weil ihre Geschwister das machen, muss ich immer an diese eine Szene im alten Urlaubvideo denken, man war ich sauer, weil sie immer alles nachgeäfft hat, dabei fand sie mich vielleicht nur toll und wollte alles machen, was ich mache… Aber ich hab meiner Schwester mal Riesenangst gemacht, mit einer Freundin während spirituelle Musik lief, ich sei aus Versehen vom Balkon gefallen- wir wohnten im elften Stock- dummer Weise sah das unten echt auch so aus in der Hecke, als wäre jemand rein gefallen… das war sooo fies von mir.

12. Was war das Schlimmste, was du als Kind angestellt hast?
Zählt auch Pubertät? Also abgesehen davon, dass ich mit 17 in ein Auto gestiegen bin und quasi für immer weg gefuhr, zumindest auszog- aus Gründen und das war auch notwenig und für mich richtig schlimm, dass ich in dieser Zeit so um die 16 mich nachts aus dem Haus geschlichen habe, wenn meine Eltern schliefen und mit dem letzten Bus/SBahn zu meinem Freund in seine Wohnung fuhr. Und dann meinen Eltern erzählte, ich wäre saufrüh los gefahren. Damals muss man dazu sagen, waren wir frisch zurück nach Brandenburg gezogen und ich hatte einen Schulweg von beinah zwei Stunden. Und was hatte ich immer Angst, so jung, nachts allein unterwegs, total bescheuert.

13. Wie hieß dein erster Klassenlehrer?
Ich hatte nur Gute, liebe und sehr engagierte. Den Namen der Ersten weiß ich leider nicht mehr, wir Schüler wurden damals wegen der Wende umgesiedelt, die Lehrerin an die ich mich erinnere hieß „Denise“, eine tolle Frau. Und später am Gynmasium Frau Vogel, streng, aber lieb und sie hat echt versucht auf mich aufzupassen, hat Gespräche mit meiner Ma gesucht.

14. Wie hieß deine beste Freundin in der Grundschule?
Christiane. Sie durfte nicht rein, wir saßen oft stundenlang nach der Schule an der Türschwelle und quatschen. Sie war echt ne Tolle. Leider nicht so beliebt wie ich auch und ich suchte immer Kontakt zu Virginia, meiner Freundin aus dem Nachbarhaus, die auch im elften Stock wohnte. Und der ich zuwinken konnte, wenn wir aus dem Fenster guckten. (Ich würde meine Kinder ja umbringen.) Ihre Eltern kamen aus dem Zirkus, meine ich. Leider suchte sie oft die Freundschaft zu einem beliebteren Mädchen, das mich nicht ausstehen konnte. Und ich tats ihr gleich. Lies sie mich fallen, ging ich zu Christiane zurück und anders herum. Ganz schön blöd. Dann gab es noch einen besten Freund, der hieß Marcus. Das war ein lieber Kerl. Mit dem konnte ich gut reden, der war so herrlich normal und wir konnten gut zusammen zocken. :)

15. An welches von allen Weihnachts- und Geburtstagsgeschenken erinnerst du dich besonders?
An kein Bestimmtes, es gab aber ein Weihnachten, da wurden meine Schwester und ich überschüttet mit Geschenken und mein Vater las uns dann vor am Tisch, ich glaube beim Frühstück, daran kann ich mich noch erinnern. An dieses Vorlesen. Vermutlich wertvoller als alle Geschenke. Obwohl das Jahr bekam ich auch so einen Lerncomputer: „Hallo! Wähle eine Aktivität!“ Heute noch der Running Gag in unserer Familie, glaub ich.

Zwischen den Jahren, ins neue Jahr, durch die Rauhnächte…

Samstag, Januar 6th, 2018

Jedes Jahr mit etwas Verspätung lese ich dann von den Rauhnächten, die Nächte zwischen „Heilig Abend“ und „Heilige Drei Könige“, zwölf an der Zahl… von Träumen auf die man achten soll und den Blick, den man in die Zukunft richten darf, wie man in sich spüren kann…
Zwischen den Jahren, das sind Worte, in denen ich mich finden kann, diese Unruhe kurz vor Jahresende und dem was nun kommt, als würde etwas Neues, Reines, Ungeschriebenes von einem liegen, vor mir liegen. Und beinahe jedes Jahr verfasste ich ein paar Zeilen über genau dieses Gefühl am Neujahrsmorgen… in diesem Jahr war das anders… in diesem Jahr am Neujahrsmorgen waren meine Gedanken ganz woanders, als bei der Reinheit dieser ersten Stunden des Jahres…

Ich habe diese Ferien geliebt, sie waren so anders als die Ferien im letzten Jahr oder die davor, es war Zeit zum Spielen, Schwimmen, Lesen, lange Aufbleiben und spät Aufstehen, es war etwas Zeit um Freunde und Familie zu sehen… es fühlt sich gut an im Rückblick, rund… genau richtig und ich freue mich morgen auf diesen letzten Ferientag, bevor der Alltag uns wieder ein Stück weit verschlucken wird…

Ein paar Gedanken habe ich mir gemacht, Dinge, die mich bewegt haben in den letzten Wochen oder Monaten oder schon immer, die ich mir aufgeschrieben habe, Wünsche in die Rauhnächte, nicht zwölf, aber dennoch ein paar, immer wenn mir etwas einfiel, schrieb ich es auf…

*Ich möchte aufhören, ständig und immerzu ein schlechtes Gewissen zu haben, mich nicht gut genug zu fühlen, weil ich vielleicht nicht früh genug wach war, um pünktlich in der Halle zu sein und danach so ein Druck entsteht, ich das Gefühl habe nicht mehr alles zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe… Beliebig auf andere Dinge anwendbar. Wie mich als Mama. Ich wünsche mir mehr Gelassenheit mir mir und meinen Ansprüchen an mich selbst.

*Ich möchte weniger von Neid zerfressen sein, mich mehr für Andere freuen, als meinen eigenen Nachteil zu sehen, den Fokus anders legen.

*Ich möchte gastfreundlicher sein und nicht immer nur an die Arbeit denken, die mich erwartet, wenn sich jemand oder uns zu sich einläd, sondern an das was ich selbst vielleicht auch verpassen würde- wenn ich mich nur drauf einlassen könnte.

*Ich möchte meine Pläne auch mal loslassen können und nicht stur an ihnen festhalten… beinahe manisch. Und das Gelingen und Gutsein eines Tages, eines Ereignisses oder oder damit zu verknüpfen, dass sie in einer bestimmten Ab- oder Reihenfolge passieren (hätten) sollen. Im Herzen- nicht im Kopf flexibler sein.

*Ich möchte nicht mehr denken, ich wäre nie genug, das Gefühl einer Version von mir hinterher zu hechten, die ich gern wäre. Denn der Tag hat nie genug Stunden, Ruhe oder perfekte Momente, in denen ich die bin, die ich gern wäre. Ich möchte lernen die zu sein und zu achten, die ich heute oder gerade in diesem Moment bin.

*Ich möchte ruhiger werden. Manchmal zittere ich vor Aufregung, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle und meinen Gefühlen Ausdruck verleihen möchte, es schaffe aus dem Kokon heraus zu treten und für mich das Wort zu ergreifen. Und dann sind es womöglich die Falschen, wie es scheint? Wäre ich sonst ruhiger? (Mir meiner) Selbst sicherer?
Es gibt Menschen, die tun mir nicht gut. Ich lasse sie aus. Blende sie aus. Manchmal reicht das leider nicht, sie dringen ein in meinen Kreis und nach all den Jahren ist mein Rezept noch immer oft: weg laufen oder angeblich überreagieren. Weil ich den Ton nicht finde, meinen Ton, meine Stimme. Ich möchte lernen, zu sagen was ich denke, mit Humor und dem richtigen Maß an Sprache. Damit ich nicht ans Kehrtmachen denken muss.
Zwischen jemanden überlesen und für sich einstehen, fehlt mir oft eine Nuance. Es gibt für mich meist nur schwarz oder weiß. Und dann werde ich gebeten runter zu kommen. Es geht nicht darum, ob mein Gegenüber recht hat, denn die Sätze sind ja genau so bei mir angekommen und oft genug auch genau so gemeint, es geht darum meinen Ton zu finden, um für mich vertretbar und annehmbar auf Kackscheiße zu reagieren. Dass ich am Ende das Gefühl habe, nicht alles geschluckt zu haben, zu überlesen, sondern mir mein Gesicht, meine Gefühle wahren konnte. Und sagen: „Ja! Verflucht! Ich habe Recht! Du bist ein Idiot!“- Nur mir Humor. Subtiler, feiner und entwaffnend. Denn es gibt zwei Gegenteile von Zurückhaltend sein, Selbstbewusstsein und Aggression. Ich verheddere mich dann gern als Gegensatz zu Weglaufen in Letzterem, weil ich das Andere noch nicht gut genug geübt habe.

*Ich möchte die Momente bewusster wahrnehmen. Tom sagte auf dem Weg von der Schwimmhalle nach Hause: „Mama, ich finde doof, dass die schönen Momente immer so schnell vorbei gehen.“ Ich dachte an den Urlaub im Herbst mit Oma im Familienhotel.
Und ich erwiderte: „Und meistens weiss man leider gar nicht, dass dieser eine Moment gerade besonders schön und kostbar ist, das weiss oder fühlt man oft erst im Nachhinein, viel später.“ Und ich dachte daran wie oft ich meinen eigenen Vorstellungen nachjage… wie ich kein Buch, keinen Film richtig geniessen kann, wann ich noch mehr schaffen, fühlen, erleben will- von dem was ich mir alles so gewünscht oder vorgestellt habe.
Am Besten alles gleichzeitig machen, dabei nichts ganz begreife und erlebe oder am Ende des Tages unzufrieden bin, weil dies und das „fehlte“… oft merke ich erst Tage oder Wochen später, dass diese Ferientage zum Beispiel perfekt waren und ich zufrieden, während mein Kopf mittendrin noch denkt: „Aber wird hätten noch..!“ Und „Ich hätte immer früher aufstehen sollen, damit noch mehr…“
Und es liegt nicht nur am Schaffen und Erreichen, sondern weil Momente Beziehung schaffen. Es ist das was unsere Erinnerungen werden, diese Ausschläge vom Alltag, deswegen fahr ich hier und da mit den Kindern einfach weg. Diese Fluchten bleiben einem im Gedächtnis und kreieren die Beziehung zu den Kindern, zum Partner, zu uns selbst…

Vieles wiederholt sich in mir oder ist so eng miteinader verwoben, dass es schwer ist es auseinander zu ziehen und wie eines aussieht… das oben Geschriebene möchte ich mir in diesem Jahr immer wieder bewusst machen und in meinem Kopf wiederholen und durch die Übung wird das vielleicht auch noch mal was mit der Veränderung… :)

Lesen 2017

Montag, Januar 1st, 2018

Seit zwei, drei Jahren, vielleicht länger, notiere ich mir die Bücher, die ich im jeweiligen Jahr gelesen habe. Ich bin sehr zufrieden mit dem vergangenen Jahr, auch wenn ich mich gleich zu Jahresanfang mit dem sich zu Beginn recht vielversprechend lesenden „Hydrografen“ echt schwer getan habe… das Lesen dieses Buches schleppte sich über Wochen von 2016 in 2017… So begann das Jahr, aber ich nahm dann ganz langsam Lesefahrt auf. Ich hab von vielen lieben Online- Menschen, fühlt euch einfach angesprochen, tolle Inspiration erhalten und in meinen zwei Lieblingsbuchläden hier in der Vorstadt bei uns und dem Stand an der Ostsee viele Bücher entdeckt. Nach wie vor ist und bleibt es eine Kunst, für mich in genau diesem einen Moment, das für mich passende Buch zu finden…
Ich glaube allein während der Ostseeurlaube, hab ich bis zwölf Bücher gelesen… Twilight natürlich als ReReReRead… mein Anker, mein Halt, meine Stütze durch die Dunkelheit, mittlerweile habe ich die Biss- Reihe in deutsch als Ebook und die Taschenbücher und in Englisch die Taschenbücher und den ersten Teil als Ebook, vom ganzen Rest ganz zu schweigen, der Bücher zu den Filmen, CDs und seit Weihnachten einen POP!Edward vom Manne zu meinen Buttons, alles ausbaufähig :)… wenn ich jetzt überlege welche Bücher mich sehr mitgerissen haben, dann waren das auf jeden Fall „Das Haus der schönen Dinge“, dieses unheilvolle, schleichende Voranschreiten des Nazi- Regimes und wie mitten in meiner Wahlheimat beschrieben jüdische Familien eingekesselt, vertrieben und ermordert werden hat mich sehr berührt, im Anschluss las ich „Alma“- weniger verschnörkelt aber brutal eingängig… „Töchter einer neuen Zeit“ war ebenso genau meins, „Das Mädchen im Strom“ reiht sich da auch ein… und jetzt gegen Ende des Jahres „Die Nachtigall“- besetztes Frankreich, Mittäterschaft und Résistance- viele geschichtliche Details, die ich parallel nachgelesen habe, wie die „Operation Frühlingswind“ und viele wundervolle Zitate, die ich mir notiert habe. „Die niedrigen Himmel“ und die „Schönheitskönigin von Jerusalem“ haben meinen Horizont erweitert und mich auch parallel viele geschichtliche Fakten nachlesen lassen.
Zum Lachen gebracht hat mich am Ende Marc- Uwe Kling, den unser Großer mir seit Monaten rezitiert oder vorspielt, ob ich wollte oder nicht… nun hab ich mich an die Bücher gewagt… ein schöner. leichter Jahresabschluss.
ich bin froh, dass unsere Bücherei so gut ausgestattet ist, somit konnte ich einen Teil ausleihen, ob Papier oder Elektronisch, viele Ebooks hab ich mir gekauft oder als Buch in den Händen halten wollen, wobei das nur etwas mehr als 10 gewesen sein können, es ist einfach ein Luxus, dass ich genau an der Stelle weiterlesen kann auf meinem Handy, an der ich gerade gar, den ich verlege Bücher immerzu, deswegen lese ich meist zwei zur Zeit, weil ich ja auch immerzu unterbrochen werde oder jemand verblättert die Seiten… meine Lesenzeiten sind unsere Urlaube und die Abende, wenn ich Stunden damit verbringen das kleine Mädchen ins Bett zu bringen :) Leider hab ich auch wie immer ein paar Bücher angefangen, aber nicht zu Ende gelesen ;)

01 „Der Hydrograf“, Allard Schröder
02 „Mein sanfter Zwilling“, Nino Haratischwili
03 „Das Lied meiner Schwester“, Gina Mayer
04 „Die Rückkehr“, Rebecca West
05 „An Paris hat niemand gedacht“, Veronika Peters
06 „Das Mädchen Wadjda“, Hayfa Al Mansour
07 „Das Nest“, Cynthia D’Aprix Sweeney
08 „Das Haus der schönen Dinge“, Heidi Rehn
09 „Alma“, Dagmar Fohl
10 „Töchter einer neuen Zeit“, Carmen Korn
11 „Zeiten des Aufbruchs“, Carmen Korn
12 „Trümmerkind“, Mechtild Borrmann
13 „Die Stunde unserer Mütter“, Katja Maybach
14 „Ein ganzes Leben“, Robert Seethaler
15 „Wer das Schweigen bricht“, Mechtild Borrmann
16 „Edward- Auf den ersten Blick“- Stepehnie Meyer
17 „Biss zum Morgengrauen, Stephenie Meyer
18 „Biss zur Mittagsstunde“, Stephenie Meyer
19 „Biss zum Abendrot“, Stephenie Meyer
20 „Biss zum Ende der Nacht“, Stephenie Meyer
21 „Das Mädchen im Strom“, Sabine Bode
22 „Alles Licht, das wir nicht sehen“, Anthony Doerr
23 „Midnight Sun“, Orginal Stephenie Meyer
24 „Midnight Sun,“ deutsche Übersetzung eines Fans, Original Stephenie Meyer
25 „Die niedrigen Himmel“, Anthony Marra
26 „Die Schönheitskönigin von Jerusalem“, Sarit Yishai- Levi
27 „Die Nachtigall“, Kristin Hannah
28 „Das Haus der vergessenen Bücher, Christopher Morley
29 „Paula“, Sandra Hoffmann
30 „Die Känguru- Chroniken“, Marc- Uwe Kling