les moments

Letzte Woche fiel mir als ich abends noch ein Stück Schokolade aus dem Kühlschrank stibitzen wollte, die Brotschneidemaschine auf den Kopf. (Und die Filterkaffeemaschine fing ich auf.) Eigentlich keine große Sache.
Obwohl die Küche hier oben sehr viel mehr Platz bietet als unsere daheim, ich würde fast sagen, sie ist quadratmetertechnisch vier mal so gross wie unsere zu Hause, steht allerhand auf dem Kühlschrank. Der Mann hatte abends noch schnell die Küche aufgeräumt und müde wie er war, vermutlich nicht darauf geachtet, ob die Kabel alle so lagen, wie sie sollten.
Es ist keine große Sache, wenn man nicht grad Blutverdünner nimmt und mal eine Angststörung hatte, dann ist es um 22Uhr gar keine Kleinigkeit mehr, wenn man eh schon Kopfschmerzen hatte und nun eine Schürfwunde die Stirn ziert und man dem Bluterguss beim Entstehen zusehen kann (und in einem der letzten Romane jemand an einem Subduralhänatom starb.) Und so kostete mich das in den ersten Tagen ganz schön Kraft nicht doch durchzudrehen. Trotz leichtem Schwindel, diese Tage schön zu verbringen, nicht immer mal wieder auf auf die Uhr zu schauen, ob schon 12, 24, 36 oder 48Stunden um sind.
Irgendwann konnt ich mich wieder ganz fallen lassen, loslassen, ein kleiner Rückfall noch, eine kleine Panik in der Nacht und dann konnte ich nochmal mehr geniessen, was ich eh schon getan hatte, denn wir sind nach einem Tag Pause, mir brunnte schon der Kopf, nach Kellenhusen geradelt. Auch wenn ich gefühlt jedes Schlagloch mitgenommen habe, tat die Zeit da so gut. Aber ich merke immer wieder, trotz erfolgreicher Verhaltenstherapien, dass es Tage gibt, an denen kostet es mich mehr, als an anderen, was okay und menschlich ist. An denen profitiere ich aber von der Traumatherapie einer Freundin, die mir schon so viel mit gegeben hat und davon wie wir uns unterstützen.


