les moments
In den letzten Tagen macht sich so eine Melancholie breit, ich möchte dankbar sein für die vielen Wochen hier oben und verzweifle fast schon daran, dass ich es nicht kann, daran dass mein Fokus gerade auf diese uns zwischen den Fingern rinnenden letzten Tage liegt und mir mein Herz mit jedem Tag schwerer wird, mit dem unsere Abreise näher rückt und unvermeidbar wird.
Ich frage mich zeitgleich, warum ich mir selbst nicht gönnen kann loszulassen. Zulassen kann traurig zu sein, über diesen bald endenen Sommer, unsere Urlaubstage und auch enttäuscht sein darf über Dinge, die ich mir anders gewünscht oder erträumt habe, die aber aber gar nicht so eingetreten sind. Nicht annehmen kann, wie sehr mich der immer präsenter werdende Alltag auch belastet, mir die Leichtigkeit der ersten Tage fehlt, in denen sich diese Auszeit so endlos vor uns erstreckte, wie sehr mir diese letzten zwei Jahre in den Knochen stecken. Dass ich seit vielen Wochen keinen Tag ohne die Kinder hatte, auch hier grad sehr schlecht schlafe, die Zeit für mich nicht magisch mehr wird, auch hier ein Alltag ist der gelebt wird und ein Mann der arbeiten muss(te/durfte). Auch das das hier kein Rosa- Wattewölkchen- Paradies ist, in dem es keine Sorgen gibt, denn davon gibt es reichlich.
Da ist dieses Bild von mir, dass ich nicht dankbar genug für alles, auch für die Hilfe und Unterstützung, die wir erfahren oder die Möglichkeiten, bin. Doch das bin ich auch.
Es ist komplex, ich bin komplex, meine Gefühle sind vielschichtig, aber ich erwarte nur die beste Version von mir, die ich unmöglich sein oder erreichen kann.
Was wiederum Panik auslöst, dieses nagende Gefühle, dass mit mir etwas nicht stimmt. Ich nicht genug bin und ich dachte, da wäre ich schon so viel weiter, stattdessen habe ich gerade wortwörtlich das Gefühl keinen Boden mehr unter meinen Füssen zu spüren.
Vielleicht sind diese Zeilen überfällig. Ich kann dankbar, erfüllt, froh und dennoch müde, abgekämpft und traurig sein. Sogar wütend. Alles zeitgleich.


