Wieder ankommen
Freitag, Ich bin morgens aufgewacht, weil ich in Gedanken nochmal die Gespräche des Vorabends durch gegangen bin, was hab ich gesagt, was war doof von mir und wo fühl ich mich nicht gesehen. Statt zu duschen, hab ich angefangen den einen Kosmetikkoffer zu leeren mit samt seinem Kram und nebenbei angefangen mit dem Bad, der Mann war mit June nur schnell Brötchen, Eier, ne Gurke und bisschen Serrano für das Mittagessen holen. Diese Mahlzeiten hab ich mir morgens für die kommenden drei Tage noch aus den Fingern gesogen, gar nicht so einfach, wenns Konto grad leer ist. Also Geld aus dem Sparstrumpf entnommen und los gehts. Nach einem gemütlichen späten Frühstück, hatte ich schon die nächste Waschmaschine angemacht und aufgehängt. Nachts hatte ich schon den Riesenhaufen Wäsche sortiert, (hier angekommen bin ich mit einer Reisetasche an Dreckwäsche, also der Grossteil lag hier extra für mich 😅 Dafür wars Haus aufgeräumt) und einen Waschplan im Kopf erstellt, um möglichst viele Maschinen heute zu schaffen, (am Ende werden 6 Maschinen gewesen sein, und da ist noch genug und Spoiler Alert, in den Zimmern lag noch mehr) damit wir Anfang der Woche bei „Null“ sind. (Waren wir nicht.) Ich hab das oberste Bad geputzt, was es wirklich nötig hatte, aber auch so richtig. Mein Schlafzimmer entstaubt, gesaugt, gewischt, meine Pflanzen gepflegt, die alle nicht gut aussehen und von denen mindestens zwei echt tot sind. Als ich June in den Schlaf stillte, hab ich noch Orgakram auf dem Handy gemacht, mich gezwungen ein paar Seiten zu lesen, dann mit ihr vor der Brust gekocht, zwei letzte Koffer ausgeräumt, die Rucksäcke der Kinder mit Proviant hat der Mann schon erledigt. Ausserdem sind drei über 10kg Pakete gekommen, die wir an uns geschickt hatten. Auch ausgeräumt. Tom war sich eben bei seiner Praktikumsstelle vorstellen, die Zusage der FOS kam am letzten Schultag, als wir bereits am Hauptbahnhof standen. Hiess aber auch, eines der großen Kinder suchte sein Abschlusszeugnis raus, ein anderes brachte es lieber Weise zur Schule und ein Praktikumsplatz musste her. Gott sei Dank gibt es liebe Menschen hier bei uns und so hat er einen Platz!
Wir sind also am Aufräumen und sortieren, meinen Kleiderschrank hab ich noch auf Vordermann gebracht, meine Tücher zurück ins Regal geräumt, weiter kamen Pakete mit Sportschuhen, Hausschuhen, Sandalen, leider passt immer noch nicht alles, heisst nochmal Retouren und neu bestellen. Ich liebe es. Dabei hab ich noch nicht ein einziges Stück für das neue Schuljahr bestellt. Es fehlt eigentlich noch Deko für die Einschulung und den Geburtstag. Ich bin nach wie vor nicht sicher, welcher Kuchen angezeigt ist, und muss noch heute Abend Lebensmittel bestellen. Wenn die Kleinen schlafen. Nebenher hab ich einem Kind einen Friseurtermin organisiert, das ist grad auch unterwegs. Dafür verzweifelte der Mann in seiner Mittagspause an der Fahrkarte fürs zweite Azubi- Kind. Die liebste Schwiegermama hat mit Anton und Zelda heute die Katzen aus der Pension geholt, die sind mittlerweile auch wieder gut in diesem Familienchaos angekommen. Und so lichtet sich ganz ganz langsam nebst Challenge Geburtstag und Einschulung liegen vor uns, das Chaos.


