Nach dem ersten Auszug
Die erste Woche nach Wills Auszug ist geschafft. Gegen mein akutes Kindweh hat definitiv geholfen, dass der frisch ausgezogene junge Mensch bis auf Mittwoch jeden Tag bei uns war. 😅
Aber es fühlt sich wirklich nicht an, als wäre es gerade einmal eine Woche her, dass der Auszug stattgefunden hat, an dem sich alle unsere Kinder lieber Weise wie bei jeder anderen verändernden Zimmermaßnahme beteiligt haben. Diesen Zusammenhalt finde ich so unfassbar wichtig und schätze ihn sehr, wenns brennt halten alle zusammen. Auch Schwiegermama und Lieblingsschwägerin samt Mann waren dabei.
Danach fanden dann aber auch hier die lang herbei gesehnten Umräummaß- und in Besitznahmen statt, so wohnt Tom jetzt in Wills altem Zimmer und Ben blieb, aber nur mehr allein, wo er vorher schon war. Man merkte Tom und mir schon an, dass das alles neu ist. Tom mit neuen Möbeln in anderer Etage in einem anderen Raum, nach 16 Jahren immer geteiltem Zimmer nun wirklich allein. Er macht andere Geräusche, hat andere Abläufe, diese eigentliche Kleinigkeit des „Zimmerwechsels“ hat schon einen Impact auf uns, ja auch auf mich. Es fühlte sich alles komisch an.
Ich war auch in dieser Woche ganz anders als in der Vorwoche, in der ich jeden Tag in der neuen Wohnung war, Möbel aufbaute oder Wände strich und ausbesserte oder mit Will erst Farben, dann Lebensmittel einkaufte, nur ein einziges Mal dort, um ein paar weitere Dinge einzukaufen, etwas was wir dreckig gemacht hatten zu putzen, aber hauptsächlich Mittwoch Nachmittag da, um Blumen vorbei zu bringen und zu dekorieren für Wills Geburtstag am kommenden Tag, eine warme Mahlzeit abzustellen und den Tisch einzudecken, für die beiden, die erst spät vom Flughafen kamen und den ersten Abend im neuen Heim von Will verbrachten.
Somit endet aber auch unsere eine Herbstferienwoche, in der ich zwar vier Kinder für drei Nächte nicht da hatte, aber auch durch den Geburtstag mehr als ausgelastet war. Wir waren ausserdem zwei Mal diese Woche schwimmen und Henry macht es wie Lilou letztes Jahr so toll, wir müssen also nur noch June das Schwimmen beibringen, alle anderen können es 🎉 Henry hat ausserdem den zweiten Milchzahn verloren, ich finde er ist mit gerade mal 5 Jahren echt zu früh dran, aber das hat unsere Kinder ja noch nie interessiert. 😅
Ich habs trotz voller Tage geschafft einmal allein ins Kino zu gehen, ich war Dienstag Abend in „Amrum“. Ansonsten hab ich es trotz vier bei Oma betreuten Kindern nicht geschafft auch nur einmal gemeinsam mit dem Mann spazieren zu gehen, das klappte dann erst regulär mit zurück gekehrten Kindern am Wochenende. Nils war halt am Lohnarbeiten und ich habe wie immer meine Arbeit daheim gemacht. Plus Wills Geburtstag. Die Vorbereitung, das Geburtstagsfrühstück. Direkt im Anschluss wurde er ja beim Chirurgen eingeschoben und danach war er am Nachmittag nochmal mit Partner bei uns, wo wir gemeinsam einen schönen und langen Spaziergang machten. Nur die Sonne hat sich die ganze Zeit mal ruhig blicken lassen kônnen. Freitagabend war wieder Filmeabend mit den beiden noch und gestern Pizzaessen, heute Omas Geburtstags Brunch in einem Lokal. Was echt mal toll war sich um nichts groß kümmern zu müssen. So verging kein Tag ohne Will und ohne Salem, morgen ist dann so die erste Woche Alltag „ohne Will“, das wird schon nochmal komisch, denk ich.


