les moments
Die Woche war schlimm. Die letzten Monate des Jahres sind immer eine Herausforderung- trotz Zeit- und Geldmangel soll man für Weihnachtszauber sorgen, während man sich durch zunehmend füllende Wochen fragt, wo eigentlich oben und unten ist. Anstrengend, aber ich weiß nicht, wann ich zuletzt solche Angst um meine Kinder hatte. Es macht einen Unterschied, ob man weiß, daß man seine Kinder nicht vor allem beschützen kann oder ob man es erlebt.
Erleben, daß man seine Kinder nicht vor Anderen, sich selbst oder eigenen elternlichen Ausfällen oder Versäumnissen schützen oder ihnen irgendetwas abnehmen kann, zu erleben wieviel sie mit sich selbst ausmachen, ist herzzereißend.
In einer Woche, in der sich etwas für mich wiederholt, triggerte all das meine Verlustängste um meine Kinder sehr. Ich lag viel wach. kämpfte mit Verstand gegen Herzrasen & Panik.
In einer Woche, in der June eine leichte Gehirnerschütterung hatte & total neben der Kappe war. Und als wäre das nicht alles genug, hat der Mann soviel Druck in der Arbeit, wie noch nie.
Gleichzeutig kann ich auch das Schöne in dieser Woche sehen, gute & tiefgehende Gespräche. Ein Kind hat sich zweifach geoutet, das war bestimmt nicht leicht, aber es wurde sich getraut! Wir sind eine queere Familie und ich könnte glücklicher nicht sein.
Auch waren wir wieder Schwimmen und Nils auf einem Konzert. Die Elterngespräche über die Mädchen waren toll, was mich freut, weil ich weiß wie wenig selbstverständlich das ist, nicht nur durch schwierige Schuljahre, sondern auch durch Mobbing. Zu sehen, daß die Zwei in ihren Klassen angekommen sind ist großartig & wenn sie dann noch für ihren Humor gelobt werden, unanhängig von einander, zaubert mir das ein Lächeln ins Gesicht. Auch Anton scheint angekommen. Noah hat schon drei Monate seiner Ausbildung geschafft, Will ist im neuen Zuhause angekommen & besucht uns fast täglich. Tom hat seine Komfortzone sowas von verlassen, Ben arbeitet sich ehrgeizig durch die fordernde Zehnte. Wir sind so stolz auf jeden!
Am Dankbarsten bin ich für die Gespräche, nach allem was aufwühlend & beängstigend war. Doch blieb am Ende kaum Zeit irgendwas groß zu verarbeiten, das Leben galoppierte einfach weiter…



