les moments

Dieser Text lag jetzt über eine Woche wartend, das muss man sich erstmal vorstellen. Aber ich lass die Katze mal aus dem Sack, wo doch heute zweifach Post kam.
Vielleicht hat man sich es schon gedacht, dieses Jahr gab es keine Weihnachtsruhe, sondern eine fristgerechte Kündigung.

Dem Mann wurde Donnerstag vor Heilig Abend am Nachmittag die Kündigung pünktlich zum Quartalsende hin ausgesprochen. Sechs Tage vor Weihnachten. Ich mag gar nicht näher drauf eingehen, ob das jetzt alles rechtens ist, selbstredend nicht nach Sozialauswahl, ohne Abfindung, noch versuchend einen Aufhebungsvertrag ohne Benefits & finanzielle Absicherung zu unterzeichnen, wo doch falls es jemand nicht wissen sollte, man beim Arbeitsamt gern gesperrt wird, wenn man einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet.

Mit ein bisschen Menschlichkeit im Herzen, kann man sich sicher vorstellen wie wir uns grad fühlen, wie unser Weihnachten war. Vorallem aus heiterem Himmel, hier liegt noch eine Dankeskarte von der Weihnachtsfeier für des Mannes Einsatz, nachdem er zehn Tage ohne große Pause durchgearbeitet hatte und an Tag 11 in den Zug gestiegen war. Zwei Wochen später ist das alles nichts mehr wert.
Und dann Funkstille. Ohne weitere Worte flatterte heute die Kündigung in zweifacher Form ins Haus. Das ist an Respektlosigkeit fast schon nicht mehr zu unterbieten. Immerhin wurde es geschafft Heilig Abend auszusparen, da darf man anscheinend schon für dankbar sein.

Abschliessend: Ich lese überall wie arbeitsscheu & faul diese neue Generation sei, unsere Kinder, die ins Berufsleben einsteigen, aber vielleicht sind sie smarter als die Babyboomer Generation und Millennials, ignorieren Floskeln und lose Versprechungen ala „Wenn wir uns alle ganz doll anstrengen, dann gibt es einen Weihnachtbonus, eine Gehaltserhöhung nach Ende der Probezeit oder nur dann gehts der Firma besser, alles wird gut“… vielleicht haben diese Menschen gelernt, das man sich nicht zu verbiegen und abrackern braucht, weil es einem am Ende nicht gedankt wird, hier wie da überall das Gleiche: Zahlen über Menschen, über Natur und Umwelt und dafür lohnt sich das Abstrampeln nicht. Diese Generation will leben und arbeiten, aber downshiftet.

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