ferienende
Ich kann nicht glauben, dass die Weihnachtsferien schon vorbei sind, die großen und kleinen Kinder zurück sind in Arbeitswelt, Berufsschule, Schulen und Kindergarten.
Gestern sagte ich zu Lilous wundervoller Logopädin, dass ich gedanklich noch beim Einwickeln letzter Geschenke bin, beim Einkäufe planen und verräumen für viele, Noah und Samu verabschieden, Listen abgleichen, Putzen und Aufräumen bevor alles los geht… und natürlich dem Verdauen von Nils plötzlicher Kündigung.
All das ist aber schon passiert, liegt hinter uns.
Wir hatten schöne Tage zusammen, ein schönes Weihnachtsfest und entspanntes Silvester, ich war oft mit Anton spazieren, wir waren zwei oder dreimal schwimmen und im Kino mit den Kleinen, hatten mehrere Filmabende und gute Gespräche mit den Großen und Will war mit Salem immer wieder hier. Wir haben das Schönste heraus geholt.
Und dennoch bin ich nicht so erholt, wie ich gehofft hatte. Habe ich nicht geschafft, was ich mir erhofft hatte.
Ich möchte, dass wir es an den Weihnachtstagen schön haben, das es besondere Tage sind, also gab es besonderes Essen, leckere Nachtische. Aber es war eben auch eine Herausforderung es zu bewerkstelligen, trotz zweier oft helfender Söhne in der Küche. Es findet halt alles immer hier statt und immer für viele. Ob nun mit extra Gästen oder ohne. Dreh und Angelpunkt ist unser Wohn- Küchen und Essbereich. Uns läd niemand ein, wir sind immer Gastgeber, räumen und putzen vorher und nachher. Es ist dann doch ermüdend.
Und es fällt mir schwer mich abzugrenzen, zu sagen, nein ich kann das grad nicht, ich möchte Zeit mit den Kindern verbringen und gleichzeitig welche für mich. Ich möchte mit den Großen reden und mag abends doch auch mal keinen Pieps mehr hören, ausser die Töne, die ich mir aussuche. Weil die Kleinen gerade in den Ferien oft wach sind bis 22.30Uhr. Ich möchte lesen, malen, spazieren, fernsehen und sticken gleichzeitig und effektik habe ich ein Buch in über 14 Tag gelesen und war einmal allein Schwimmen, mehr nicht. Okay, und war viel draussen. Aber oft nicht allein.
Dann das Streichen, ich hab das gebraucht für meine Seele und es war Timing, weil es jetzt nicht mehr ginge. Aber es hat mich einiges gekostet und ich habe sechs bis sieben Tage an diesem Haus gearbeitet und gestrichen. Bin auch noch nicht fertig. Es war körperlich anstrengend und oft frustrierend, wenn man eine Wand dreimal streicht, weil was nicht so klappt wie erhofft und nur wenige Tage später Henrys Kakao Finger genau diese Wand zieren.
Natürlich bin ich dankbar, dass wir in den Ferien soweit gesund waren oder wurden. Keiner lag ernsthaft flach und dennoch ist die Zeit gerannt.
Ich hätte noch etwas mehr Zeit gebraucht. Der Alltag bietet andere Nischen, aber das neue Jahr auch neue Herausforderungen. Es ist immer alles in Bewegung und auch das kostet Kraft.
Ich freue mich auf vieles in diesem Jahr. Und ich habe so unfassbar viele Träume für dieses Jahr. Das eine oder andere werde ich mir in diesem Jahr im ganz Kleinen als Wunsch erfüllen können, statt dem Buchladen stürmen, und hunderte Euro dort lassen, wieder ab und zu ein nagelneues Buch kaufen, im Haus alles Stück für Stück statt einmal Ikea stürmen und ein Jahr länger mit dem kaputten Sofa… endlich wirkliche Unabhängigkeit und dank Unsicherheit in Hinsicht auf den Mann, wieder keinen Führerschein und natürlich kein Auto, obwohl es mich so juckt, nachdem eine Freundin über 30 mit sechs Kindern genau das letztes Jahr geschafft hat, meine Ma ebenso mit über 30, ich bin nur leider schon über 40, sondern vielleicht lernen das schwere Elektro Lastenrad zu bedienen, ich weiss es noch nicht, wie wir in diesem Jahr auffangen sollen, dass der Schulbus dann nicht mehr fährt, wir werden eine Lösung finden müssen. Ich würde so gern regelmässig zum Yoga gehen, aber kann wohl froh sein, wenn ich es regelmässig schaffe zu spazieren oder mal wieder Schwimmen zu gehen, ohne schlechtes Gewissen auch mal ohne Kinder.
Ich träume von Urlaub auf dem Bungalowboot mit den Kindern, irgendwann mal nach Schottland oder Irland oder beides… Ich träume von neuen Pflanzen für innen uns aussen, Gartenmöbeln, Möbeln, intakten Geschirr und Handtüchern, Tragentüchern und Schnickeldi, das die Seele erfreut.
Dafür sind Jahresanfänge da, fürs Wegträumen, im Kleinen also wird sich etwas ergeben, es wird sicher ein schönes Jahr mit hoffentlich weniger Abschieden, anderes bleibt Wunschdenken, viel Tagträumerei. Aber so ist das zu Jahresbeginn.



Ein Kommentar
Anne
Hallo!
Ich wünsche dir unbekannterweise alles Gute für das neue Jahr und dass vielleicht der ein oder andere Wunsch in Erfüllung geht.
Du hast jedenfalls meine Hochachtung wie Du das alles wuppst und wie Ihr als große Großfamilie euren Weg geht. Deine Fotos geben eine wunderbaren kleinen Einblick (da hast Du aber auch echt Talent!) und ich spickel da immer wieder gerne rein.
Ganz liebe Grüße von einer Mama mit kleinerer Großfamilie (5 springen hier rum)!