lese moments

Gibt es eine deutsche Autorin in der Gegenwart, die mehr polarisiert? Und nicht nur auf Grund ihrer Bücher, sondern ihrer Aussagen und vorallem bei vielen wegen ihrer Frisur? Ja, richtig gelesen. Ihre Haare ecken an. Überall kann man in den Kommentarspalten (hauptsächlich von Männern) lesen, dass man ihr (und dieser einen linken Politikerin, jawohl!) gar nicht mehr zuhören müsse- „mit dem Pony!“ Zugegeben mit Menschen, die so argumentieren, braucht man gar nicht erst diskutieren, aber diese Kommentare zu lesen ist zum Haare raufen.

Ja, es war das Jahr 2025, als der neue und dritte Roman von Caroline Wahl erschien und es ging vielerorts nur noch um die Kürze ihres Pony(s). Das ist Sexismus in seiner Reinstform.

Jetzt muss ich leider sagen, dass mich das dritte Buch „Die Assistentin“ nicht so abgeholt hat wie das Erste und Zweite von ihr und das Zweite „Windstärke 17“ schon nicht so sehr, wie das Erste „22 Bahnen“.
Es wurde viel diskutiert, ob ihr dritter Roman autobiografisch wäre, das kann nur sie wissen, auf jeden Fall aktuell und wichtig: die junge Charlotte bekommt _die_ Stelle, sie wird Assistentin eines großen Verlegers und damit beginnt ihr Albtraum, sie zerreibt sich und wir lesen ihr beim Zerfallen zu und gleichzeitig rettet sie sich selbst.

Da aber beim Schreiben, wie grad oft modern gern die dritte Wand (heisst das bei Büchern auch so?) durchbrochen wird, es unzählige flapsige Wiederholungen gibt, ist es zwar wirklich gut und flüssig zu lesen, aber fesselte mich die Geschichte eben nicht so, wie andere Bücher es getan haben.

Aber Fakt ist bei allem Neid und Haarspalterei, entschuldigung, verkaufen sich ihre Bücher sehr gut und halten sich lange an der Spitze!

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