jour ordinaire

Der alltägliche Wahnsinn

  • Heimreise

    Gestern hiess es wieder etwa 1000km einmal quer durch Deutschland, von der Ostsee mit Taxen, Regionalbahn, ICE und wieder Taxen… einmal von 15Grad und Sturm zu stickigen 36Grad im Süden bei München. Kommendes Jahr fahren der Mann und ich gemeinsam seit 20Jahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln in unsere Urlaube, weil wir auch da natürlich ohne Führerschein kein Auto haben. Früher einmal im Jahr an die Ostsee, später durften wir zwei Mal fahren, wir haben es sogar schon dreimal im Jahr ans Meer geschafft, meist der gleiche Weg und haben schon eine Menge gesehen und erlebt, gerade mit den Kindern. Volle Bahnsteige, Menschen auf den Gängen, Verspätungen bis zu vier Stunden, verpasste…

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  • Gedanken in der zweiten Urlaubswoche

    Ich liebe die Pfingstferien, besonders natürlich seitdem wir sie am Meer verbringen. Auch hier gibt es Wäsche, Mahlzeiten, Putzen, einen ganz normalen Haushalt eben von elf Menschen, aber wenn man nicht gerade an Corona erkrankt ist, hat man unbeschwerte Zeit mit den Kindern. Das ist unbezahlbar. Zwei ganze Wochen lang, Zeit um alle Spielplätze abzugrasen, Zeit um bis spät am Strand zu hocken, Zeit zum Treiben lassen, im Garten sein, für Filmabende unter der Woche, einen Spaziergang am hellichten Tag oder eine Runde Zocken. Oder man hat als Eltern mal tagsüber Zeit zu lesen, schreiben, etwas zu Ende zu Sticken, anzumalen, auch mal allein vor sich hinzudaddeln, die Mahlzeiten so…

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  • Erste Woche Urlaub

    Der Mann und ich sind Meister darin „das Beste“ aus der Situationen zu machen, auch wenn es einige nicht glauben können, ist ein Urlaub mit neun Kindern durchaus auch für uns Eltern erholsam, zumal in dieses Ferienhaus samt grossem Garten, das meiner Schwiegermama und meiner Schwägerin gehört, sich Jahr um Jahr ein paar Dinge von uns eingeschlichen haben, ein Bollerwagen, eine Schaukel, Hochstühle, Spiele und Puzzle, Bobbycars, ein Spielhaus, eine Rutsche… es sind unsere Sachen, unser Zeug, dass wir hervor kramen und uns noch einen Ticken heimischer fühlen als in einer x- beliebigen Ferienunterkunft. Der Zugang zum Strand ist mittlerweile eigentlich eher nur noch Herzkasparmoment als toll, auch wenn der…

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  • Covid- 19 bei uns

    Zwischenstand Ich bin sehr dankbar, dass wir es in den Urlaub geschafft haben, auch wenn es beängstigend zu Beginn war, die Vorstellung ohne Kinderarzt weit und breit, auch ein Allgemeinarzt über Pfingsten nicht verfügbar, das nächste Krankenhaus sehr weit weg, ganz anders als daheim, auch wenn unser Krankenhaus grad negativ durch die Presse ging, gibt es dort überhaupt eine medizinische Versorgung, die Apotheke, die hier seit diesem Jahr geschlossen ist und wir eben ohne Auto und nicht über endlose finanzielle Mittel verfügend allein im Nirgendwo. Ich hatte wegen der geschlossenen Apotheke und einer sehr schlechten Erinnerung an Lilous erste Bronchitis mit drei Monaten hier oben an Weihnachten sogar den Pariboy…

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  • Kleiner Abriss zur Kalenderwoche 21

    Ein kleiner Rückblick, ein Abriss der letzten Woche: Wir starteten nach einem ausgefüllten Sonntag, Noah hatte verpflichtend für die Teilnahme am Abschlussball einen Crash- Tanzkurz, zu dem Nils ihn gebracht hatte, danach ging es kurz zum Blumenladen ums Eck, und es folgte ein ausgedehnter draussen Tag mit Putzen, Eintopfen, Besuch von einem Kumpel von Zoe, bis wir müde ins Bett fielen. Demnach sollte es Montag ruhiger werden, aber nach einem geplanten Eltern bebleiteten Termin beim Kieferorthopäden, bekamen wir abends auf dem Rückweg von Zoes Gesang und Geigenunterricht, die Nachricht sie hätte gerade einen Unfall gehabt. Ein Auto war bei Rot gefahren wie sich im Laufe der Woche heraus gestellt hatte…

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  • „Was ist nur los?!“

    …, frage ich mich heute. In der letzten Woche hatte Ben hohes Fieber und Kopfschmerzen, Tom hatte Freitag Abend Bauchweh, aber das kann bei Teenagern ja auch mal sein. Es ging ihm dann wieder besser. Nils war Samstag Morgen erst einkaufen und schnappte sich gleich im Anschluss das Katerchen für den Tierarzttermin. Samstag Abend war ich mit Zoe und Noah in „Dr. Strange In The Multiverse Of Madness“, schauen ob der Film wirklich so gruselig ist und Schwiegermama mit den drei grossen Kleinen in „Sonic the Hedgehog 2“, soweit so gut. Der Muttertag war nicht wirklich schön, Anton erwachte mit Bauchweh und war nicht gut drauf, statt Packen fürs Schullandheim…

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  • Zahn um Zahn

    Ich habe seit mehr als fünf Wochen Schmerzen, seit dem Entfernen des grossen, s-förmigen, ineinander verwobenen, dickwurzeligen, letzten unteren rechten Backenzahns am Montag, einen konstanten Schmerzpegel von Worst. Kann nicht richtig essen, mein Mund geht nur einen kleinen Spalt breit zu öffnen. Alles ist Brei. Alles schmerzt.  Dabei war ich sehr zuversichtlich, ich habs geschafft gut für mich zu sorgen. Ich habe vorher für mich für eine Woche Weiches eingekauft und die Woche kulinarisch für die Familie durch geplant, vorher geputzt und die Wäsche beinahe auf Null gebracht.  Habe mich am Montag Morgen nach einer durchwachten Nacht wohlfühlend zurecht gemacht, bin zum Kieferchirurgen gelaufen. Wohl wissend, dass ich die Woche…

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  • 18 Jahr, graues Haar…

    Mit dir war vieles oft ganz leicht, über alles sprechen können via Mail und Gästebuch, als wir uns im Netz kennen lernten. 18 Jahre alt war ich damals, als wir uns dann über ein Jahr später das erste Mal in echt sahen, am Bahnhof Zoo in Berlin fielen wir uns in die Arme. Genauso alt wie ich damals war, wird unsere Ehe heute. „Ja“, sagen zu deinem Antrag war leicht, einen Monat nachdem wir uns kennen gelernt hatten, nach diesem „Ja“ dann 600km weit weg ziehen von Berlin zu dir in die Münchner Vorstadt. Entwurzelt hat es oft geknallt in den ersten eineinhalb Jahren vor der Hochzeit, aber den Meisten…

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  • Zwei Jahre ohne dich

    Vor zwei Jahren bekam ich neben sehr vielen  Sorgen, die eh schon da waren Nachrichten von meiner Schwester, die alles auf den Kopf stellten. „Die Metastasen sind auch im Gehirn“, stand unter anderem darin, aus dem Plan am kommenden Wochenende nach Berlin zu fahren, wurde ein Durcheinander aus Nachrichten und Gefühlen. Es war Mittwoch und unsere Mutter hatte innerhalb kürzester Zeit, seit dem vergangenen Wochenende so abgebaut, ich hatte Angst. Und ich kannte das schon, meine beiden Omas waren an Krebs gestorben, nur waren sie sehr viel älter gewesen als unsere Mutter jetzt. Aus Hoffnung, mit Chemo und Bestrahlung könnten wir uns noch ein paar Jahre ergaunern, wurde Angst vor ihrem…

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  • les moments

    CN/TW Fehlgeburt Schon etwas länger wünschen wir uns ein weiteres, unser letztes Kind. Bisher hat es nicht sein sollen, Monat um Monat verstrich. Jetzt war die kleine Seele schon hier bei uns, zwischen uns, schlich sich in unsere Herzen, unsere Gedanken, unsere Zukunft. Ein Geheimnis, dass ich doch noch mit mir allein herum trug, denn anvertraut hatte ich mich, ausser dem Mann und den Grossen dieses Mal, wie so oft schon zuvor niemandem weiter. Vorgestern hab ich mich noch gefreut, dass wir die erste Woche nach dem positivem Test schon geschafft haben, gestern bekam ich dann Blutungen. Ich glaube ich hatte noch nie, dass Herz und Kopf sich so uneins…

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