jour ordinaire

Der alltägliche Wahnsinn

  • Fast da

    Es gäbe eigentlich so viel zu erzählen, über die letzte Woche. Der Mann ist jetzt erst drei Wochen wieder daheim, wenn man das so nennen kann, denn sowohl er, als auch ich waren unterwegs in dieser Zeit.  Es gab seit meiner Ankunft mit den verbliebenden Kindern von der Ostsee nach den Pfingstferien kein einziges Wochenende, an dem ich nur zu Hause war. Am ersten Wochenende besuchten wir den Mann am Ammersee, am zweiten Wochenende war ich eine Nacht in Ruhpolding, am dritten Wochenende waren wir als Familie minus Zwei in Garmisch- Partenkirchen und vergangenens Wochenende startete mit dem Abiball der Großen, nachdem sie zuvor ihren Ausbildungsvertrag bei der Stadt final…

    Kommentare deaktiviert für Fast da
  • Vom Kämpfen

    Ich bin so stolz auf uns, als Familie, unsere Kinder, uns als Eltern. Dieses Jahr war bisher eine einzige Herausforderung, emotional und finanziell. Ich weiss da ehrlich gesagt auch gar nicht wo genau ich anfangen sollte zu erzählen, aber ich kanns versuchen. Vor zwei Wochen habe ich genau ein Jahr nachdem ich zum ersten verlorenen Zahn, zwei weitere Zähne verloren hatte, endlich eine Brücke und eine Krone bekommen, nach dem Einsetzen der Implantate im Oktober- das hat mich bis hierher emotional wahnsinnig gefordert, aber eben auch viel Zeit und sehr viel Geld gekostet, ich glaube ich habe bald 10.000€ bei meinen Ärzten und Ärztinnen gelassen, wovon die Kasse immerhin nicht…

    Kommentare deaktiviert für Vom Kämpfen
  • „Hast du denn auch brav „Danke!“ gesagt?“

    Ich möchte heute über etwas schreiben, was mir sehr am Herzen liegt. Es gibt um das oft von Erwachsenen eingeforderte „Bitte“, „Danke!“ oder eine Begrüßungsfloskel wie „Hallo!“ oder hier in Bayern „Grüß Gott!“ durch Kinder, die Ihnen begegnen, am besten dem Gegenüber dabei tief in die Augen sehen. Wenn mir eine Höflichkeitsfloskel oder eine Begrüßungsfloskel so wichtig ist, -und ich nenne es absichtlich Floskel, weil es ja mit nichten darum geht, den anderen wirklich wahr zu nehmen oder sich zu kümmern, um dieses Gegenüber, denn wenn ich das täte,- müsste ich mich auch bei diesem mir wichtigen Thema der Höflichkeit oder Begrüßung mehr auseinandersetzen und anerkennen, dass es nun mal…

  • Das sechste und letzte Wochenende

    Gestern bin ich wie geplant morgens erst zum Bäcker mit dem Rad und dann nach Herrsching gefahren mit den vier Kleinsten. Am Anfang der Fahrt herrschte absolute Verwirrung. Wir sahen uns immer wieder um: „Fehlt einer? Wir sind so wenig!“ Dadurch das wir den Fahrradanhänger dabei hatten, sass Lilou die meiste Zeit und drei laufende Kinder? Da stimmt doch was nicht 😅 Nach über eineinhalb Stunden waren wir am Bahnhof, trafen den Papa, und liefen dann tatsächlich mit den Kindern hoch nach Kloster Andechs, das hat fast zwei Stunden mit den Kleinen gedauert und ein Stück des Weg musste/durfte ich Henry sogar tragen. Oben angekommen, der übliche Snack und nach einer…

    Kommentare deaktiviert für Das sechste und letzte Wochenende
  • Rückreise

    Freitag Abend war mein letzter Abend allein am Meer und ich hatte so großes Glück, endlich ein Abend für mich, ich hätte weinen können vor Glück als vor 22Uhr vier Kinder schliefen und ich soweit alles fertig hatte, dass ich das erste Mal so richtig in die Wanne konnte, so mit drin bleiben und lesen. Ich las! Später räumte ich noch etwas. Und sah im Anschluss noch ein paar Minuten auf Netflix bevor ich selbstbestimmt ins Bett ging, weil ich das so wollte, ich glaube das erste Mal diesen Urlaub „rief“ keiner nach mir. Ich war beseelt.So hatte ich am Samstag nochmal Schwung für den Endspurt und am Nachmittag soweit…

    Kommentare deaktiviert für Rückreise
  • Noch elf Tage?

    Nach dem schönen, aber dennoch anstrengendem Ausflug nach Kellenhusen, fragte ich mich abends bzw nachts wirklich, woher die Kraft für den kommenden Tag und dem erwünschten und geplanten neuen Ausflug in die „Grömitzer Welle“ eigentlich herkommen sollte. Ich hatte keine mehr.  Aber ich dachte und sprach dem Mann noch auf, diesen Tag „schenke“ ich auch noch den Kindern, danach könne ich immernoch zwei Tage lang „in Ruhe“ Packen und Aufräumen.  Nach der Nacht, als Henry erst um Mitternacht schlief, folgte nach Kellenhusen und dem Nicherchen im Lastenrad auf dem Heimweg ein „Abend“, an dem Henry wieder erst nach 23Uhr einschlief, also wieder kaum freie Zeit nach Aufräumen und Co bis…

    Kommentare deaktiviert für Noch elf Tage?
  • Noch 13 Tage?!

    Was ein Tag war das? Zugegeben, meine letzte Kraft ist sowieso abhanden gekommen, zwischen dem Abend, an dem Henry Fieber bekam, der abenteuerlichen Nacht als es ihm so schlecht ging, gestern die Pflege und als es ihm dann abends besser ging, hielt er mich bis Mitternacht auf Trab. Auf der einen Seite hatte ich mich darüber gefreut, hiess es doch es ging ihm viel besser als morgens, auf der anderen Seite war ich einfach nur erschöpft und fertig. Weiterhin keine wirklich freie Zeit für mich. Als er dann schlief und ich ins Bad wollte, rief Lilou nach mir, eventuell hat das Treffen mit Papa sie doch mehr aufgewühlt, so war…

    Kommentare deaktiviert für Noch 13 Tage?!
  • 4 Wochen

    Nachdem dieser letzte Sonntag nicht so einfach war mit all seinen Abschieden und nach dem kummervollen, vorangegangenen Streit, startete gestern nun mein neuer Urlaubsalltag. Ich ging gleich in die Vollen, hatte abends effizient das Lastenrad mit Glas, Pappe und Pfand beladen und fuhr am gestrigen Morgen dann meine erste Tour mit motorisiertem Lastenrad: Pappe, Glas, Bäcker, Pfand, Einkauf, Erdbeeren, Briefkasten und zurück. Ich hatte mir viele Gedanken gemacht und gut geplant für die kommenden Tage. Nach dem obligatorischen Frühstück, Abräumen, Anziehen, allen Zähneputzen, eincremen, Mittagessen vorbereiten, Sachen zusammen suchen, die wir brauchten, fuhr ich kurz nach 12Uhr die erste E- Lastenrad- Tour mit vier Kindern, Emil mit dem Klapprad hinter…

    Kommentare deaktiviert für 4 Wochen
  • Lagebericht- aus der vierten Woche

    Nach schrecklich schlimmem Streit am Freitag kam überraschend gestern der Mann für eine Nacht aus München zur Ostsee, für ein paar Stunden. Wir hatten somit ein ganz wenig Zeit nach zwei Wochen, in denen wir uns nicht gesehen hatten. Zuletzt hatten wir uns am Ammersee getroffen, jetzt nach 14 Tagen einander in die Augen zu schauen und etwas (wie es die Kinderschar zuliess) miteinander zu (be)sprechen, war jetzt irgendwie nötiger als gedacht.  Dinge, die nie aufgearbeitet wurden, auch Schicksalsschläge, die da Schlag auf Schlag kamen seit (und auch schon vor) dem Tod meines Schwiegervaters Ende 2019, der Tod meiner eigenen Mama Anfang 2020, die Pandemie, die dadurch resultierende Dauerbelastung und Daueranspannung,…

  • Volle Tage

    Nachdem eigentlich so alle vorab gemachten Pläne in der letzten Woche ins Wasser fielen, haben wir zu Hause das Beste draus gemacht.  Ich war seit Freitag vorletzter Woche bis auf ein kurzes Intermezzo von Schwiegermama am Montag letzter Woche als ich beim Zahnarzt war, von Freitag bis letzten Freitag Nachmittag mit den Kids allein gewesen, kranken Kindern. Kindern, die dadurch logischer Weise sehr viel zu Hause waren und nicht in Schule oder Kindergarten.  Nachdem ich etwas sehr eskaliert war (auch) wegen des Wassers im Keller am späten Mittwoch Abend und nach Aufwischen ebendieses, begannen wir unseren Filmabend in den freien Tag mit erheblicher Verspätung, aber wir starteten. Dieses Mal wurde…