Kindermund tut Farbenfreude kund…

Juli 13th, 2017

Morgens beim Zähneputzen. Das Kind schaut mir tief in die Augen und sagt verzückt: „MAMAAA?! Du hast so schöne Augenreifen, äh Augenringe! Die sind so schön türkiiis!“

5. Geburtstag 5.0

Juni 27th, 2017

Als unser erstes Kind fünf Jahre alt wurde, war das damals kleinste und vierte Kind, erst wenige Wochen alt. Ich hatte also vier Kinder unter fünf Jahren bekommen. Bis ich unser fünftes Kind dann im Arm halten durfte, hat es leider eine Weile gedauert, beinahe drei Jahre. Nun heute war ein besonderer Tag, unser fünftes Kind wurde fünf Jahre alt. FÜNF.
Emil ist das gewünschteste Wunschkind und manchmal ist das bestimmt nicht einfach für ihn. Wenn ich in die Augen dieses Strahlekindes sehe, wird mir ganz warm und ich kann nur fühlen, dass es so ein Glück ist, dass dieser kleine Kobold, dieser Rotschopf, dieser Wildfang, der kleine Fuchs zu uns kam, der oft so versunken und in seiner eigenen Zeit Dinge tut, manchmal so versunken in sein Tun, dass das Essen warten muss, manchmal so wütend, dass er Dinge werfen muss und oft so zärtlich, dass er Zeldas Hand halten muss, sie küssen und sich rührend um sie kümmert, schon jetzt Schimpfwörter kennt, die die Große erst Jahre später mal hörte, geschweige denn aussprechen konnte. Eine starke Persönlichkeit, die seinen Platz hier gefunden hat und sich zu behaupten weiß. Ein wortgewandter, witziger kleiner Mensch.
Das erste Mal seit überhaupt, sind wir heute an einem Geburtstag nicht vollzählig gewesen. Tom fuhr gestern Morgen ins Schullandheim. Und als wäre das nicht schon anspruchsvoll genug bei der Planung, hatten die beiden Großen heute ihren langen Schultag und Emil wusste bis kurz vor knapp gar nicht recht, was er sich wünschte, überlegte immer wieder hin und her, mal wollte er das eine und dann wieder etwas anderes. Im Nachhinein hab ich mich geärgert, weil ich ihn so überfordert hatte mit soviel Freiraum zu entscheiden. Alles war sehr zerrissen und ich glaube, heute morgen gab es nach sehr unschönen Streit mit den Großen und dem Gefühl der Ungerechtigkeit etwas Schönes zu verpassen, sehr viele Tränen, so ein doofer Start. Aber wir kamen wieder zurück in die Spur und dank meiner lieben Schwiegermama waren wir mit dem Auto wenige Zeit später auf dem Weg in den Playmobil- Funpark. Der Papa blieb mit den zwei Kleinsten daheim. Und so verbrachten wir einen schönen Tag, wenn auch vorerst getrennt. Als wir dann zurück waren, aßen wir gemeinsam Kuchen und packten unsere Sachen für das Freibad. Als es schloss und alle zurück daheim sich in ihre Pyjamas geworfen hatten, durften sie noch einen Moment Zocken. So war das ganze heute dann doch noch ziemlich rund und ich habe Emil heute sehr viel lachen gesehen, das war mir das Allerallerwichtigste. Es war ein wirklich schöner Tag und ich werde auch mit einem Lächeln einschlafen, wir haben unser Bestes gegeben, das Gespräch gesucht, waren zusammen, haben gelacht und hatten viel Spaß! Ich werde gleich mit schönen Erinnerungen ins Bett gehen, von damalsP, von heute, ich denke an dieses eine Bild aus dem Kreisssaal, wie unendlich dankbar und glücklich ich war, als ich unser Kind im Arm hielt und heute fühl ich mich auch so, aber weniger haltend, mehr staunend und zutrauend, all das nehme ich mit in die Nacht, in meine Träume und freu mich auf das aktuell noch fehlende Kind morgen…

Nostalgie im Kindergarten

Juni 26th, 2017

Aus dem Freibad stahl ich mich heute davon, um zum ersten Elternabend von Anton zu gehen. Auch wenn sich viel wiederholt, ich hatte da richtig Lust drauf! Man erfährt immer etwas Neues, kann die eine oder andere Frage stellen und Kontakte knüpfen zu neuen Eltern oder den alten Erzieher- Hasen, denn ab Mitte September bringen wir wieder zwei Kinder in den Kindergarten…
Und so saß ich heute in großer Runde mit vielen neuen und lieben bekannten Gesichtern im obersten Stock des Kindergarten unseres Vertrauens. Jeder stellte sich vor, meine liebe Freundin, die den Kindergarten leitet, machte den Anfang und erzählte, dass sie seit 2013 dabei ist, ihn zu leiten, wenn ich das noch richtig im Kopf habe und ich dachte nur „Wow, schon wieder so lange?! War doch erst gestern?“. So ging das reihum, erst die Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und die neue Praktikantin. Unsere allererste Erzieherin stellte sich vor, sie würde seit 2005 dort arbeiten und ich dachte „Was?! Doch schon fast so lange wie wir hier sind?!…“ Und dann ratterte es in meinem Kopf, meine Gedanken flogen davon und ich hatte meine Mühe mich zu konzentrieren und zu behalten, wie die neuen Eltern hießen oder ihre Kinder, weil ich immer wieder bei mir landete, konnte das sein? War ich wirklich schon so lange hier? Ich rechnete kurz und mein Herz klopfte wie wild, als ich sagte „Und ich bin die Frau Kassiopeia…“ Ich weiß schon nicht mehr, was ich genau wie sagte, aber ich gehöre ja fast zum Inventar :) Wir beenden soeben das zehnte Kindergartenjahr, 2007 sind wir gestartet mit Zoe als fast Dreijährige, Noah war mit seinen 1 1/2 Jahren immer dabei und Tom noch relativ frisch in meinem Bauch. Und nun zehn Jahre später, startet in wenigen Wochen unser sechstes Kind mit der Eingewöhnung. Wann ist das eigentlich passiert?
Anton kommt in die Gruppe, die wir erst einmal besucht haben, die anderen zwei Gruppen waren schon jeweils zwei Mal fester Bestandteil unserer morgendlichen Routine… Und sooo ganz langsam und in Ruhe, kann ich mir ja überlegen, wo Zelda hinkommen könnte… aber erstmal in Erinnerungen schwelgen und dann bald aufgeregt sein, weil sich noch mal und schon wieder alles verändert…

Die Farbe Rosa…

April 27th, 2017

Wenn meine Mama mich anruft und nur mich sprechen will, dann ist das meistens kein gutes Zeichen. Wenn kein Text reicht, keine kurze Nachricht, muss etwas gesagt werden, das wenn nicht persönlich, dann doch wenigstens von Mund zu Ohr…

Ich gebe nicht gern die Kontrolle ab, darüber kann ich mich mit meinem Mann gut und gerne streiten, darüber dass ich immer alles nur allein gut machen kann, nichts abgeben kann, nicht loslassen, ja das fällt mir schwer. Aber wie geht man damit um, dass die eigene Mutter Brustkrebs hat? Wie soll man da loslassen? Aber an was genau festhalten? Kann nur ich die richtigen Worte finden? Das Richtige denken? Fühlen? Alles in die richtige Richtung schubsen?

Wenn mein Kind Seh- und Hörstörungen hat ist das beängstigend, ich kann optimistisch da heran gehen, es von außen kritisch betrachten und versuchen es mir logisch zu erklären, wenn doch das Einfachste vom Arzt ausgeschlossen wurde, ich kann ruhig bleiben, aber es dennoch im Auge behalten…
Wenn mein Kind Fieber hat, kann ich mich sorgen und hoffen, das es schnell wieder gesund ist… All das ist in meiner Macht, ein Fels zu sein, stark und fürsorglich…

Ich habe fast zwei Jahre gelernt und trainiert, dass ich keine Panikattacke bekommen muss, wenn etwas beängstigend sein könnte, dass ich nicht immer vom Schlimmsten ausgehen muss, dass ich gut zu höre, wenn ein Arzt etwas sagt, anstatt meine Fantasie zu beflügeln, ich habe gelernt mit meiner Angst zu leben, sie anzunehmen, auch als etwas Gutes zu betrachten, etwas das mich schützt, aber allem Zeit zu lassen und in den letzten Wochen, das Wichtigste, dass all das was ich gelernt habe in den letzten Monaten, mich nicht dafür schützen wird, dass wirklich etwas Schlimmes passiert… Aber das ich nicht ausraste, bevor es passiert. Das war alles, was ich mir wünschte… „Das Leben ist immerlebensgefährlich…“, sagte Erich Kästner… es brachte mich fast um den Verstand, daran zu denken, was wie sein könnte, wir Menschen sind uns unseres eigenes Todes und unser Verwundbarkeit bewusst, aber können nicht leben ohne all das täglich auszublenden, weil wir sonst gelähmt wären und genau das war ich…

Ich war gelähmt. Ich hatte erlebt, dass es nicht immer ein Happy End gibt, ich habe Menschen verloren, sie durch tiefe Täler begleitet und irgendwann war nur noch Platz dafür… Ich hatte solche Angst, mir oder den Menschen, die ich liebe könnte etwas zustossen, ich könnte noch mehr verlieren, müsste noch mehr aushalten. Ich habe soviel überlebt, mich selbst, meine Depressionen und mehr schon als Teenager, völlige Haltlosigkeit, Sorgen um Kinder und Verlust von Ungeborenen, ich habe Menschen verloren, die ich liebte… ich bin zerbrochen und habe mich selbst zusammen geklebt… aber meine Seele war verrückt worden, nicht mehr an Ort und Stelle, mir fehlte die Unbeschwertheit des Moments, der Genuss des Hier und noch heute fällt es mir schwer…

Und nun höre ich die Worte, ich nehme alles auf, ich höre das Weinen, ich gebe die Worte weiter, ich tröste und ermutige, wo ich mit meinen Worte weiter gab, was ich eben selbst erst gehört hatte, aber so neu, so nahe… ich stehe unter Schock, eingeschlossen in einem Raum mit meinen Gefühlen, draußen höre ich Stimmen, ich höre die Worte, sie kommen auch an, aber da ist diese Wand, die mich von allem anderen trennt…. alles ist so unwirklich… als wären wir am gleichen Ort, aber zu verschiedenen Zeiten…

Aus meinem Raum, schicke ich Nachrichten, an Menschen die mir nahe stehen, ich möchte zurück in die richtige Zeitzone, aber alles ist viel langsamer… wie in Zeitlupe… alles braucht Zeit…

Ich bin die Frau mit den Farben, ich habe alle in meinem Herzen, weil ich so viel gesehen und erlebt habe, ich bin ein Mensch der Vielfalt liebt, die mit dem buntem Tuchhaufen und dem Mustermix, mit den bunten Wänden und dem Strauss an Kindern, die alle so unterschiedlich sind, ich bin die, deren Webseite schon alles enthält… ich bin das alles, jedes kleine Puzzleteil macht mich aus und zu mir…

Ich bin die, die abends ihren Kindern sagt, dass ihre Oma krank ist, eine Frau mit Mann, die erst 52 Jahre alt ist, zwei Töcher hat und neun Enkelkinder… eine Frau, die alles braucht, aber keinen Brustkrebs.
Ich bin die Tochter, die die Krone richtet, die nutzen wird, was sie zwei Jahre lang gelernt hat, ich werde gerade aus blicken, optimistisch sein, etwas in dem ich noch nicht so geübt bin, aber daran werde ich wachsen… diese Zellen, die da nicht hingehören, werden schrumpfen und ich werde über mich hinaus wachsen…

Von Trauer, Loslassen, Festhalten und Glück

April 18th, 2017

Wenn ich meine einjährige Tochter ansehe, die -als wäre ein Knoten geplatzt- praktisch seit ihrem ersten Geburtstag nur noch läuft, bin ich beinahe ehrfürchtig, gegenüber dem Leben, der Unplanbarkeit des Seins und des sich Bewusstwerden des vorhandenen Glücks.
Nachdem was uns passiert ist, nach diesen drei Fehlgeburten nach einander, nach all der Angst, der Trauer, dem Schmerz und der sich ausbreitenden Hoffnungslosigkeit, sind ebenso nach einander drei Kinder auf diese Welt gekommen, die eine mehr, die andere eine weniger holprige Schwangerschaft, aber im Grunde sind sie alle drei gesund und munter gelandet- wie man so schön sagt, wobei munter oder lebendig mir das wohl Wichtigste ist…
Es gleicht einem Wunder, dass ich das erleben durfte und darf, nachdem ich an so einem Punkt in meinem Leben war, der alles verändert hat.
Ich weiss, dass viele Paare Schlimmeres erleben, aber an diesem Punkt in meinem Leben war ich auch davor selbst aufzugeben, es gab diesen einen Moment, in dem die Endgültigkeit und Leere mich so einnahmen, dass ich selbst nicht mehr leben wollte und meinen (Lebens-) Traum, mein Bild von mir, meine Persönlichkeit als Grossfamilienmama dahinschwinden sah, meine Identität verloren glaubte, dabei war ich nicht bereit all das aufzugeben, ich wollte mich daran festhalten, ich verging an dieser Ohnmacht, einer mir aufgezwungenen Machtlosigkeit, gefangen in Passivität und einem Meer von Gedanken, die nirgendwo endeten.
Es gab schmerzliche Worte, die sich in dieser Situation ohne äusseren Schutzpanzer, ohne Haut nach all den Jahren in mein Innerstes eingefurcht haben- wie ein nur verheilter Bruch, den man immer noch sehen kann, bin ich einmal ganz zerbrochen, zersplittert und habe mich wieder zusammen geklebt oder zusammen gepuzzelt und auf Heilung gewartet, ein erstes echtes Lachen- als wären wir nicht dankbar genug, für das vorhandene Glück und nun nach all den Jahren, es ist mittlerweile beinahe sechs Jahre her, dass ich mich von der letzten Seele verabschieden musste, spreche ich auch nicht mehr soviel darüber…
Aber diese Erinnerungen sind da, haben mich für immer verändert, unsere Familie zu der gemacht, die sie ist und ich bin dankbar und stolz zugleich, dass wir es immer wieder gewagt haben und ich heute nach drei Sternenkindern, quasi drei Regenbogenkinder geboren habe, die ich über alles liebe und von denen ich damals nicht zu träumen gewagt hätte, damals als alles ungewiss war und niemand wusste, ob zu Vieren überhaupt noch mal jemals ein weiteres Kind dazu käme, die Verzweiflung so gross war, dass wir uns haben untersuchen lassen… ich weiss, dass ich dankbar sein kann, dass ich immer allein schwanger werden konnte und nicht auf die Hilfe Dritter angewiesen war, dass uns soviel erspart blieb, aber es ist unsere Geschichte und hier durfte drei Mal mehr das Glück einziehen, auch wenn die die fehlen, nie vergessen werden und wir sehr offen damit umgehen…
Aber auch darum tue ich mich nach wie vor schwer, mit diesen so lieb gemeinten Fragen, ob wir denn noch eines wollen oder wir uns komplett fühlen?! Ich habe noch kein Bestellformular gefunden, auch gibt es keine Auswahloptionen, ob ein drittes Mädchen schöner wäre, als ein erneuter Junge, auch den Zeitpunkt kann man nicht gut planen, wenn man erlebt hat, dass nicht alles geradlinig planbar ist.
Wenn man erlebt hat, dass all die guten Gedanken, die man sich gemacht hat, alle Ideen die man hatte, alle guten Gründe keine mehr sein durften…
Wie fühlt sich komplett an? Wo fängt die Vernunft an, wo hört die Sehnsucht auf?!…
Das sind Gedanken, die ich auch habe, wenn aus meinem kleinsten Baby, ein Kleinkind wird…
Es gibt Tage, da fühle ich mich voll gefüllt und da ist dann kein Platz mehr für noch mehr Gedanken um einen Menschen, den ich liebe und an anderen Tagen ist das Herz so weit und offen und noch so viel Liebe, Hoffnung und Gedankenplatz da…

Allererster Geburtstag…

April 16th, 2017

23:34Uhr- mein Blick fällt auf die Uhr, etwa um diese Zeit platzte meine Fruchtblase auf dem Sofa. Ein bekanntes Knacken und schon sprang ich auf und es war bestimmt ein lustiges Bild wie ich da stand und wartete, darauf ob ich zu recht hoch geschreckt oder ob es womöglich doch falscher Alarm war und gerade als ich mich vielleicht wieder setzen wollte, bahnte sich das Wasser seinen Weg… Ich war sooo aufgeregt, es änderte einfach alles von jetzt auf gleich, in einem Bruchteil von Sekunden, ich würde nun in wenigen Stunden unsere Tochter gebären… es konnte niemand wissen, dass es nur eineinhalb Stunden sein würden…
Ich lege mich nachts ins Bett und ziehe Zelda an mich, die Uhr zeigt: 0:02Uhr- „Hallo Geburtstagskind!“ denke ich und werde überrollt von dem Glück, eine Einjährige im Arm zu halten, ein Kleinlind, kein Baby mehr innerhalb von Sekunden, dabei hatten wir alle Zeit der Welt dir beim Wachsen zuzusehen…
So liegen wir da mitten in der Nacht, in selben Bett, in dem ich dich geboren habe… und wenn ich mir Bilder ansehe von deinen ersten Lebenstagen hast du heute die gleiche Frisur wie damals, was hab ich diesen Flaum geliebt und liebe ihn nach wie vor, überhaupt siehst du auf den ersten Bildern schon aus wie du… nun kuschelst du dich auch an mich und wachst in dieser Nacht unruhig alle fünf Minuten auf bis wir dir ein Zäpfchen geben, Anton und Emil besuchen uns, man könnte da viel hinein interpretieren, aber du zahnst wohl nur oder verarbeitest deine Impfung…
So viel haben wir erlebt in diesem Jahr, so viel ist passiert, so viele erste Male, nach wie vor finde ich es erstaunlich, bewundernswert und ein Wunder wie viel ein Baby im ersten Lebensjahr lernt! So beharrlich, nur angetrieben durch sich selbst… Ich habe jeden Moment genossen, jeden Meilenstein, den du hinter dir liest um nur wieder etwas Neues zu lernen… Ich habe es genossen dich bis hierher voll zu stillen, was ich nie für möglich gehalten hätte und dich zusätzlich täglich zu tragen… Soviel Nähe… die sich langsam auflöst… damit du frei sein kannst, losgelöst von mir durch die Welt gehen…

Erinnerungen bahnten sich ihren Weg mit jedem Tag, die dein erster Geburtstag näher rückte… Wie rund mein Bauch war und wie zart und zerbrechlich du wirktest in meinen Armen nach deiner Geburt… nach dem das Wasser endlich gebrochen war…

In den letzten Wochen haben wir die neueste Staffel Homeland geschaut und die von Vikings, so wie letztes Jahr um diese Zeit, auch haben wir ganz viel Zeit durch die Freistellung deines Papas, vieles wiederholt sich gerade… so wie ich jede Blüte genieße, wie vor einem Jahr, so wie du in meinem Bauch erst unsichtbar und dann nicht zu übersehen und in diesem Jahr erblühtest, jeden Moment mehr… sogar Laufen kannst du schon, mittlerweile die ganze Strecke vom Wohnzimmer zu mir in die Küche oder heute wo du den Tag bisher hauptsächlich auf zwei Beinen begehst… und dann wirkst du wieder ganz klein, wenn du getragen werden möchtest oder dich durch die Nacht stillst, denn allein kannst du das noch nicht, dafür gibt es so viele andere Dinge, die du schon allein kannst…

Ich bin dankbar deine Mama sein zu dürfen und so stolz auf dich, deine wachen Augen mit denen du scheinbar die ganze Welt aufsaugen willst… Jeden Moment festhalten und genießen… Dabei darf ich dich begleiten, das ist ein großes Geschenk… Ich liebe dich! <3

Damit Leben…

April 7th, 2017

Ich bin gestern Nacht glaube ich guter Dinge ins Bett gegangen, ich war allein ein paar Freundinnen treffen, ich war schwimmen und hatte mein Buch beendet… doch… ich schlief vielleicht aufgeregt ein, weil der Mann heute Abend bis in der Nacht zum Sonntag weg sein wird, aber doch irgendwie auch zuversichtlich, dass ich genug Kraft und Glück getankt hatte, um das gut zu bewältigen…
Und dann erwachte ich mit Schmerzen im Knie, erstmal so fies, das ich mich nicht traute aufzutreten, ich blieb ruhig soweit es ging und schmierte sofort eine Cortisonsalbe drauf, bat den Mann mir um halb sieben, da esse ich niemals nicht Frühstück, ein Brot zu machen und mir zwei Gläser Wasser zu bringen und so nahm ich doch wieder zwei meiner Tabletten, die ich reduzieren wollte, weil Zelda eine Lebend- Impfung bekommen hatte und ich wollte, dass ihr kleiner Körper optimal dagegen anhalten kann… und nicht durch meine Medikamente ihre Abwehr herunter gefahren wird…
Erst gestern oder vorgestern war ich dankbar, dass ohne viel meiner Grübelei wir es auf ein Jahr volles Stillen geschafft hatten, worüber ich sehr dankbar bin… Dankbar dass ich sie tragen darf… immernoch…

Seit zwei, drei Tagen tat mir meine rechte Ferse weh und ich dachte daran, einen Termin beim Orthopäden auszumachen und mir mal langsam meine Einlagen neu zu besorgen… Und nun atme ich tief durch… und verfalle nicht in Panik, was mir auch irgendwie Druck macht…

Oft vergesse ich meine chronische Erkrankung, ich lebe ganz normal und mit keinerlei Einschränkungen und dann haut es mich doch hin und wieder um… Sind das diese Schübe? Ich muss es immer noch lernen, ich habe meine Diagnose erst zwei Jahre und war etwas mehr als 10 Monate davon schwanger und im Himmel, was meinen Kram anging…
Ich hab es vielleicht gemerkt, mein Körper kämpft sehr mit dem Heuschnupfen, das zerrt zusätzlich an mir, meine Abwehr ist immerzu beschäftigt, meine Blutwerte vor zwei Wochen hatten das auch gezeigt… Aber ich atme durch, ich versuche mal optimistisch zu sein, während ich eine Ibuprofen einwarf und meine Knie schmiere und versuche in keine Schonhaltung zu gehen, weil sonst ein anderes Gelenk anfängt zu meckern, eine Kettenreaktion immer… Ich versuche entspannt zu bleiben, auch wenn ich weiß, dass der Mann nun über 24Stunden einfach nicht hier sein wird und meine Ärztin vielleicht im Urlaub, denn vielleicht geht es mir morgen schon wieder so gut, dass ich meine Arthritis wieder vergessen kann, vielleicht auch nicht… aber ich darf mich nicht gefangen nehmen lassen von den Erinnerungen an diesen ersten schlimmen Schub… Ich habe Hilfe erhalten, ich habe Werkzeug bekommen für Körper und Seele und ich bin nicht unvorbereitet… Ich atme…

Nach dem Mittagessen…

März 15th, 2017

Du wäscht dem Kind ordentlich das Gesicht bis das Oberteil schon ganz vollgetropft ist, die Hände und die Unterarme und die Haare wie ein Pro, legst es auf den Wickeltisch, wirst getreten und dann fällt dir ein, dass du die Füße vergessen hast… #Kartoffelpüree

Die Zeit, sie fliegt nur so dahin…

Februar 22nd, 2017

In unserer Küche liegt die Anmeldung für den Kindergartenplatz für unser Sechstgeborenes. Im September soll es also losgehen, nach dem Sommerurlaub, kurz nach seinem dritten Geburtstag. Seit ein paar Monaten schreit er nicht mehr, wenn jemand „Fremdes“ unsere Türschwille übertritt. Er spricht immer mehr und immer deutlicher, ich bin also etwas zuversichtlicher und im Kindergarten wartet dann die liebste Erzieherin auf ihn- wir schaffen das!
Unsere mittleren Jungs aus der Grundstufe hatten letzten Freitag frei und kommen auch am Freitag in dieser Woche schon eher Heim, weil in der Schule die kommenden Erstklässler ihren Schnupperunterricht hatten und die Eltern zu Elterngesprächen eingeladen werden. In diesem Jahr pausieren wir also, wir sind nicht dabei, für die Schule schrieb ich keine Bewerbung und ich organisierte kein Schnuppern und früher Heimkommen, plus Elterngspräch, aber dann im September, wenn Anton das erste Mal in den Kindergarten gehen wird, wird aus Emil ein Vorschüler… Aber jetzt lehne ich mich dahin gehend erstmal gemütlich zurück und versuche Zeit zu finden, für die Kindergartenanmeldung…

Geschützt: Ausgelächelt…

Februar 8th, 2017

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein: