Der erste 10. Geburtstag

Auch in diesem Jahr wollte das Tochterkind ihren Geburtstag gern zu Hause feiern, worüber ich mich sehr freute. Ich liebe es die Feier zu Hause auszurichten und mit ihr zusammen alles vorzubereiten neben dem Heimlichkeiten für diesen ihren besonderen Tag.
Sie hatte sich in das Thema Meer verliebt und so verschickten wir Einladungen mit Meerjungfrauen, ich bastelte kleine Schiffchen als Platzkärtchen und Zoe hatte sich in einer Zeitschrift in ein paar Ideen verliebt. So machte ich mich ohne ihr Wissen abends, als alle schliefen an kleine Schildkröten aus grünem Fondant mit weißem Schokokuss als Panzer und bastelte eine wie mal von ihr gewünschte zweistöckige Torte mit der Silhouette eines Meermädchens. Die Torte hielt ich absichtlich einfach, denn die Regenbogentorte im letzten Jahr war so mächtig, dass kaum ein Kind auch nur ein Stück bewältigen konnte. Daneben gab es Cookies, wobei ein Teil für zu Hause und ein Teil in die Schule ging und Cupcakes in klein und größer. Eigentlich hatte sie sich Cakepops gewünscht, aber ich war schon so gut genug gefordert und hopste beschäftigt herum, da wir erst am Sonntag zurück gekommen waren von der Ostsee und ich so nur drei Tage Zeit für die Vorbereitungen gehabt hatte und froh war überhaupt schöne Geschenke zu haben und noch einwickeln zu können, alles herzurichten. Am Vorabend bliesen wir dann etliche Luftballons auf, die ich extra bestellt hatte und befestigen sie wie immer an der Tafel, dazu gab es ein paar Rosen und einen erweiterten Geburtstagskranz von Grimm mit Meerjungfrau und neuen Zahlen.
Sie durfte zehn Mädchen einladen, von denen leider am Ende nur sieben gekommen sind. Es gab erstaunlich wenig Rückmeldungen in diesem Jahr. Am Wichtigsten war für sie, ob sie auch alle ihre liebsten Kleinigkeiten aus der Geburtstagstüte bekommen würde, die sie sich sehr arg gewünscht hatte. Wir vereinbarten mit ihr, dass die Mädchen schon zum Mittagessen direkt nach der Schule kommen und sogar bis halb sieben bleiben dürfen, das hieß für uns ein kleiner Mehraufwand. Also dreizehn Kinder auf zwei Erwachsene und drei Mahlzeiten.
Zum Mittag hatte sich Zoe eine Tomatensuppe gewünscht, dazu gab es Baguette und Aufschnitt für die, die das Essen nicht mögen würden, aber ich war total begeistert wie gern die Suppe gegessen wurde. Im Anschluss wurden Geschenke ausgepackt und im Zimmer gespielt bis mir die Last Minute Bastelidee vorgab, dass wir nun die Umrisse der Fenstermalbilder malen müssten. Dann gab es wieder eine Spielpause und dann gab es Kuchen und im Anschluss malten wir weiter bis es Zeit war für eine wunderschöne Tradition: Laternelaufen. Wir hatten im diesem Jahr erstmals gebeten eine Laterne mitzugeben, in den Jahren davor hatten wir entweder eine gestellt oder welche mit den Kindern gebastelt. So liefen wir trotz Regenwetter tapfer los und es zerstreute sich erst einmal alles. Bis wir einen Rhythmus gefunden hatten und in Zweierreihe liefen und sangen, das war wirklich wunderschön und ich war so dankbar für diesen Moment.
Im Ofen zu Hause warteten schon die Pizzaschnecken, die ich vorher gerollt hatte und dann war es schon Zeit für das Abendessen. Bis alle abgeholt waren wurde es 19Uhr und dann kam noch Zoes (Paten-)Tante und wir saßen noch einen Moment zusammen, bis wir die Kinder ins Bett brachten und erleichtert und glücklich zugleich aufs Sofa plumpsten.
Es war rund, wir Eltern sprachen später auch über den Ablauf, beim Basteln eher darauf zu achten es am Stück zu haben und nicht so zu zerteilen. Man macht sich vorher immer so viele Gedanken und dann spielen die Kinder so toll zusammen in einem Zimmer und brauchen gar nicht soviel mehr… Abends stießen wir noch auf unsere runde Elternschaft an und unsere fabelhafte große Tochter.

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