• Totensonntag

    Meine Oma hat früher immer gesagt: „Vor Totensonntag wird nicht weihnachtlich geschmückt.“… und auch wenn das keine strickte Regel bei uns ist, läuft es oft genau darauf hinaus. Totensonntag ist noch einmal ein Tag zum Gedenken und Erinnern.  Nach einem Spaziergang im Sonnenschein mit fast allen Kindern, man glaubt es kaum- wunderschön- mein Mamaherz war ganz verzückt, und nach spätem Mittagessen bin ich allein auf den Friedhof gegangen.  Alleinsein ist zumindest in unserer Familie ein kostbares Gut, gerade im Moment noch mehr… und vielleicht ist es manchmal der richtige Weg sich bewusst Zeit zu nehmen, Trauer zu (er)leben, dafür braucht es natürlich nicht unbedingt einen Totensonntag, aber heute war genau…

  • les moments

    Heute war ein guter Tag, wieder bewusst ganz viel mit- und wahrnehmen können, zum Beispiel das Vorschulkind 6.0 beim Minusrechnen im Alltag erwischt, ihn abends draussen allein herum stromern lassen, weil er will, weil er mutig ist und losgelassen, aber dennoch bin ich auch nach so einem guten, langen Tag ko. Aber es gibt sie auch jene Tage, an denen ich schon morgens nicht mehr mag, ich es müde bin zu kämpfen und stark zu sein, müde bin nicht gesehen, übergangen und verletzt zu werden, mich erklären zu müssen oder zu streiten, angesprochen zu werden, Nachrichten und vor allem die Kommentare darunter zu lesen und sehenenden Auges in eine Katastophe…

  • les moments

    #shemademeamom Ja, wenn ich diesen Hashtag lese, hab ich meist schon Gänsehaut. So nichtsagend, sagt er dennoch alles. Du hast alles verändert! Du hast mich verändert, unser Leben wie man immer so phrast „auf den Kopf gestellt“, aber es stimmt einfach ???? Ich könnte an dieser Stelle darüber philosophieren, dass ich dir gerade als Baby und Kleinkind keine perfekte Mama war, wie oft hab ich geheult, weil ich ausgeflippt bin, etwas nicht so ging, ich nicht so ging, du nicht so gingst, wie es gehen sollte. Aber was hab ich dich geliebt! Was lieb ich dich heute! Wir reden oft darüber, wie hoch meine Ansprüche an dich, mich, an uns…

  • les moments

    An Halloween vor sechszehn Jahren hatte ich meinen allerersten errechneten Entbindungstermin. Ein paar Tage später an einem Samstag (wie später auch meine zwei anderen Töchter) gebar ich unser erstes Kind, unsere große Tochter. Heute sind sie und ich gemeinsam wieder ein bißchen durch die Alltstadt gelaufen, wie damals... nur war sie da noch in meinem Bauch. Und ich hielt meinen Mann an meiner Hand, heute trug ich Henry und stillte ihn gemütlich auf einen Parkbank während wir quasselten... Damals lag meine letzte Vorsorge- Untersuchung hinter mir, ein entspannter Arzt hatte gesagt, es könne jetzt losgehen und so war der Mann abends noch mal aus mit seinem besten Freund was Trinken…

  • les moments

    Jeden Tag versuche ich seit drei Wochen die Kinder zu lüften um dem Daheimbleiben irgendwie gerecht zu werden, ob mit Spielplatzbesuch oder Spaziergang und was zum Basteln anzubieten. In der Ferienwoche jetzt bekomme ich das auch einfacher unter, als allein im Homeoffice des Mannes unter der Woche und es macht mit den Großen auch gleich mehr Spass draussen zu sein... heute dennoch allein unterwegs ohne Mann, weil ein Termin in der Frühförderstelle anstand, bei dem ein Elternteil natürlich gebraucht wurde... Wir haben Pferde gestreichelt, versucht einen Vogel zu retten, sind Pfützen ausgewichen oder direkt rein gesprungen... und danach hab ich wieder frisch gekocht, wie schon gestern. Luxus die Zeit zu…