Rufen Sie Amnesty!

Ich habe mich heute in Grund und Boden geschämt. Seit Tagen jammerte Noah über Schmerzen
am Fuß, bei angezogenem Stiefel. Muttern dachte, entweder ein Spleen oder der Stiefel ist
schon wieder zu klein oder der Klettverschluss zu eng, da er ja einen so hohen Spann hat und
es dort leicht drücken könnte. Irgendwo ärgerte mich schon, da der Kauf ja noch gar nicht lange
her
ist.
Heute kam ich auf die Idee mal die Sohle aus dem Stiefel zu nehmen um zu sehen, ob der Schuh
wirklich nicht mehr passt, doch der Schuh passt perfekt. Also doch ein Spleen? Ich sagte zu Nils,
während er die Sohle wieder reinfriemelte, er solle doch bitte beim Anziehen später darauf achten,
dass er den Verschluss nicht so fest zumacht, doch da strahlt mich mein Mann an, denn er hatte
die Schmerzen geortet: Eine Socke ganz vorn. Ich brach fast in Tränen aus, weil ich nicht
einmal daran gedacht hatte mal in den Stiefel zu schauen, dabei zieht man die Socken beim Stiefel
ausziehen gleich mit aus. Es tat mir so leid! Und Noah läuft so viel am Tag- er macht das toll,
sogar mit Socke.

2 Responses to “Rufen Sie Amnesty!”

  1. Pampersfront Says:

    Ach, dann kannst du Amnesty gleich zu uns schicken. Wir haben uns gewundert, warum Daniel so komisch durch den Schnee stapft, bis wir bemerkt haben, dass wir die Schuhe verkehrt rum angezogen haben….

  2. Feuervogel Says:

    *tröst* Solche Dinge machen uns menschlich. Fehlbarkeit macht uns für die Umwelt erträglicher. Solche Dinge machen uns menschlich. LG