Von veränderten Plänen…

oder wie das Leben so spielt.

Als ich schwanger wurde, hatte ich Ben schon in der 1-Tagesgruppe angemeldet in die Tom
seit letztem Oktober schon geht und ich dachte, ich würde Ben dort wieder abmelden müssen,
denn abgesehen davon, dass Ben zum Start der Gruppe wirklich gerade erst zwei geworden wäre
und die beiden großen Jungs zu diesem Zeitpunkt schon ein halbes Jahr älter waren, wäre
genau zu der Zeit unser Baby geboren worden. Ich dachte, die Umstellung wäre zu groß für
ihn, auch der Stress für mich und so wollte ich uns Gutes tun und es gut sein lassen. Diese
Gruppe ist großartig und sie machen wirklich tolle Sachen mit den Kindern, aber es ist mal eben
nicht wirklich um die Ecke und da die Gruppe nur einmal in der Woche ohne Mütter statt findet
und man den Kindern viel Zeit für die Eingewöhnung lässt, braucht man auch viel Zeit und
Ruhe als Mama, manche Kinder schaffen das Ankommen in der Gruppe sogar gar nicht richtig.
Jetzt werde ich die Zeit haben. Jetzt wird er gehen können.

Auch gehen wir seit Jahren zum Kleinkind- Turnen in wechselnder Besetzung an einem Vormittag
und da Tom ab September in den Kindergarten gehen wird und ich eben dachte ich wäre erstmal
noch hochschwanger beim Start des neuen Turnzyklus und Ben auch schon beinah dann mit zwei
Jahren fast zu groß wäre für diese Gruppe, wollte ich auch da pausieren bis unser Baby alt genug
wäre oder aber später an einem anderen Vormittag mit Ben zu den größeren, kleinen Kindern
gehen.
Jetzt habe ich uns schon für September angemeldet. Auch dort. Wir haben die Zeit, wir machen
weiter.

Das mögen Kleinigkeiten sein, aber ab September wird sich mein bisheriges Leben gewaltig auf
den Kopf stellen. Und das macht mich wehmütig. Ich werde nur noch mit einem Kind zu Hause
sein und das war ich das letzte Mal 2006 bis Noah geboren wurde, aber da war Zoe auch erst
1 Jahr und 5 Monate alt. Bis jetzt hatte ich immer zwei Kinder zu Hause, die ich auch zu Hause
betreute. Zoe bis sie in den Kindergarten ging, Noah hatte zwei Gruppen, die er am Vormittag
besuchte, Tom war immer nur diesen einen Vormittag in der Woche nicht bei mir. Und ich werde
es vermissen. Ich weiß es gibt so viele Mütter, die ihr Kind gern zu einer Tagesmutter oder in die
Krippe geben oder eben müssen, aber ich hatte meine Kinder immer gern bei mir. Nun ist da nur
noch Ben und (so denn alles gut geht) nur noch dieses kommende Kindergartenjahr, denn dann
wird Ben nachziehen und auch in den Kindergarten gehen.
Ich habe großartige Kinder. Vor allem die beiden Kleinen sind fantastisch. Obwohl sie noch so
klein sind, scheinen sie dennoch groß genug, sie spielen toll mit einander. Ich sitze eben auf der
Terrasse, weil ich es kann. Sie spielen grad oder nehmen das Haus auseinander, aber sie sind
zusammen. Wie wird das ab September sein ohne Tom? Ohne Baby?

Es wird anders, ich weiß. Aber dieses anders, macht mir ein bißchen Angst, aber vor allem wird
es mich daran erinnern, dass andere Pläne, die wir hatten, andere Träume und Wünsche nicht
in Erfüllung gehen konnten.

One Response to “Von veränderten Plänen…”

  1. kreativberg Says:

    das ist bitter. aber es wird auch schöne momente geben, die du sonst nicht erlebt hättest. so hat jede schattenseite auch ein klein wenig sonnenseite dabei…
    alles liebe. maria