Ein letzter Akt

Niemals hätte ich für möglich gehalten, wie schwer mir diese letzten Wochen mit den Tageskindern fallen würden, wie viel Kraft mir das alles abverlangt und hegte ich am ersten Arbeitstag nach unserem Urlaub noch leichte Zweifel, bin ich mittlerweile so dankbar, dass ich mich für diesen Weg zurück entschieden habe. Und fühle Sicherheit, mich für das Richtige entschieden zu haben.
Vielleicht liegt es wirklich daran, dass über diesen Teil unseres Lebens entschieden ist, aber ich brauche für diese Arbeit im Augenblick soviel Kraft. Es zieht sich gefühlt so in die Länge und ich sehe noch kein wirkliches Ende, auch wenn ich ganz klar weiß, dass es da ist. Herz siegt über Kopf.

Natürlich sind da auch andere Emotionen. Ein Kind wird die ganze Familie besonders vermissen. Das wird sicherlich erst einmal seltsam, sich eben nicht mehr zu sehen. So ganz vorstellen kann ich mir das noch nicht. Aber oft denke ich, wie sehr ich mich danach sehne mein altes Leben zurück zu haben.
Manchmal ertappe ich mich dabei wütend zu sein und fragte mich, ob es nicht zuviel war, was ich mir mit allem genommen habe. Ruhe und Zeit die ich auch an anderer Stelle gebraucht hätte. Es ist zum Einen nicht mehr zu ändern, zum anderen bleibt es ein Teil meines Leben, der mir auch viel Neues gebracht hat und viele Erinnerungen.
Das Wort „umsonst“ hallt da gar nicht nur, eher ein bißchen Trauer, über diese erste Zeit mit Emil und wieviel meiner Kraft und Liebe in eine andere Richtung ging, obwohl Emil noch am meisten meiner Ruhe bekam, mehr tut es mir leid für meine eigene Ungeduld meinen älteren Kindern gegenüber.
Nur ein Gefühl. Noch 5 1/2 Wochen.

Vergissmeinnicht

3 Responses to “Ein letzter Akt”

  1. Kat Says:

    Durchhalten. Danach durchschnaufen.

    Hinfallen, Krone richten, aufstehen. ;-)

  2. frl_mieke Says:

    Ich kann Dich so gut verstehen. Wenn eine Entscheidung erstmal gefallen ist und das dann in all seinem Umfang in Herz und Kopf angekommen ist, dann fällt es extrem schwer, sich nochmal zu motivieren … Ich würde ja jetzt sagen, nicht mehr lang … aber das stimmt nicht wirklich. Die Zeit kann sich, obwohl Dein Alltag so pickepackevoll ist, gerade jetzt noch ziehen wie Kaugummi … Aber, es wird vorbeigehen und hab keine Wehmut wegen Emil und den Großen.Vermutlich nehmen es die Kinder nicht so schwer wie man als Mama selbst und bald hast du deinen echten Alltag wieder und dann wird alles nachgeholt an Zeit und Kraft und Ausgeglichen sein (hihi, so gut das eben geht)
    Fühl Dich gedrückt

  3. kassiopeia Says:

    @Kat: Danke dir!

    @frl_mieke: Danke dir von Herzen! Hach, ich lese deine Worte zu gern! ♥