Wohin des Wegs?

Wir hatten im Urlaub schon darüber gesprochen, dass wir den Kindern in diesen Ferien noch diesen Wunsch erfüllen wollen: in den Playmobil Funkpark fahren.
Eigentlich blieb uns nur noch der kommende Montag, aber als ich gestern die Wetterprognose sah (Freitag strahlender Sonnenschein, kühl und Regen am Montag ), machte ich halb im Scherz den Vorschlag doch noch am nächsten Tag, sprich heute zu fahren. Also nahm sich Nils wirklich frei und am Abend, als alle Kinder endlich schliefen, rauchten bei uns Erwachsenen die Köpfe.
Wirklich dahin? Das sind so viele Male umsteigen, so früh aufstehen, so eine lange Fahrt und so viel Geld. Legoland sah nicht wirklich besser aus, bis auf die Anreise. Es gab noch eine Reihe anderer Ideen, aber für die eine waren Tom und Ben noch zu klein- im wahrsten Sinne des Wortes. Das andere zu teuer für die Dauer des Aufenthalt. Ich brach das Grübeln frech ab, startete einen Film und auch als der zu Ende war, waren wir nicht schlauer. Der Mann wollte unbedingt eine Lösung bevor wir uns Bett gehen, aber die hatte ich nicht. Ich wusste einfach nicht was tun, wie den Tag schön gestalten. Ich ging ins Bett, auch wenn der Mann brummelte. Ich konnte ihn verstehen, einfach so Urlaub nehmen war sinnlos, fürs Freibad brauchte er nicht extra frei nehmen und ich wusste innerlich nicht, ob ich nicht sonst lieber allein mit den Kindern in die Stadt fahren sollte, entweder ins Museum oder an einen der Wasserspielplätze.
Um 5 Uhr klingelte dann des Mannes Wecker. Ich sagte nichts. Mist, immer noch keine Spontaneingebung. Dann um 6Uhr stand er auf und um 7Uhr saß er an meinem Bett und schaute mich eindringlich an: Und nun?!
Ich flitzte ins Bad und hüpfte unter die Dusche. Ich war mir sicher wir sollten doch das Geld und die Zeit nehmen in den Playmobil- Funpark zu fahren. Nur leider wäre dafür 5Uhr aufstehen klüger gewesen. Ich startete also durch, der Mann weckte das letzte Kind, wir schmissen uns in die Klamotten und den Rest in die Taschen, ich schaute noch mal im Netz nach, fotografierte die Fahrpläne, schnappte mein Handy und schon standen wir um 8Uhr an der Bushaltestelle. Auf ging es!
Und man kann ja sagen, was man will, natürlich gibt es Stress und auch mal Streit, mal motzen die Kinder, mal die Erwachsenen, aber am Ende des Tages, wenn man dann hier ankommt, später als geplant und noch ein Taxi benötigend, weil die Bahn natürlich nicht beide Strecken pünktlich fuhr und wir somit zu Hause wieder meiner Planung den letzten Bus verpasst hatten, die Kinder endlich in ihren Betten liegen, mit den Erinnerungen im Herzen aufs Sofa plumpst, dann ist man nicht nur einfach glücklich, sondern auch stolz. Richtig stolz. Auf sich selbst, den Partner, die Kinder, dieses Familiengefüge.
Wir waren an diesem Tag wieder über sechs Stunden unterwegs, nicht mal ganz soviele Stunden hatten wir im Park und dennoch würde ich sagen, hat es sich gelohnt. Das Wetter war großartig und wir hatten eine schöne Zeit dort- Ferien auskosten bis auf den letzten Tag.

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