Deine Stimme…

klang wie immer. Und ich hatte mich wochenlang nicht getraut dich anzurufen, weil ich genau davor Angst hatte. Die Themen sind die gleichen und doch sind sie es bei weitem nicht. Dein nächster großer Arzttermin ist am 22. März. Ein kosmischer Witz. Wird dir dieses Datum Glück bringen, weil dort schon so viel Unglück geschah oder werden wir am Ende diesen Tages auch in diesem Jahr vom Unglück überrollt?
Du hast wenig Kraft, kannst nicht lange sprechen. Alles also wie immer und doch nicht. Niemals habe ich es bereut hier her gezogen zu sein, aber gerade in dieser Zeit wäre ich so gerne näher bei dir. Und wenn ich es ausspreche und höre, was mit deiner Stimme passiert, wenn du mir antwortest spüre ich, wie schwer auch dir alles fällt.
Ich erzähle dir von unseren Plänen und Wünschen noch vor August zu kommen und wir ahnen beide, dass wir nicht wissen können, ob wir uns dann (noch) sehen. Im Moment wissen wir so wenig. Aus lebenserhaltend scheint lebensverlängernd. Aber niemand weiß jetzt genau, wohin die Reise geht. Was gäbe ich drum heute mit dir Kaffee zu trinken.
Stattdessen sagst du nach all den Jahren, wie sehr du uns lieb hast und dass ich alle ganz fest drücken soll, dass konntest bis vor kurzem nicht. Du hast es mit uns, durch uns gelernt. Und heute kannst du es sagen. Ich hoffe, du weißt wie sehr wir dich lieben, wie sehr ich dich liebe…

Es tut schrecklich weh.

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