Weil ich mich verändere.

Damals als Zoe klein war, ließ ich sie in ihrem Bett weinen. Mit dem festen Glauben daran, dass es ihr gut täte zu lernen allein einzuschlafen, einen Rhythmus zu haben. Ich war fest davon überzeugt für sie das Richtige zu tun.
Heute beim zweiten Stillkind, habe ich wieder das Gefühl mir auch ein zweites Kängeruhbaby heran zu ziehen. Eines hab ich ja schon. Und warum? Weil ich fest davon überzeugt bin das Richtige zu tun. Auch wenn ich langsam an einen gewissen Punkt komme, andem es mir zuviel und zu eng ist. Vielleicht auch, weil eben zwei Kinder gerade meine Aufmerksamkeit so sehr fordern.
Ich liebe Emil so sehr. Aber ich traute mich bisher nicht mal eine Hand voll Mal ohne ihns abends auszugehen, weil er nur mit mir einschläft. Weil ich das Gefühl habe, er braucht mich. Und er soll mich bekommen. Trotzdem täte ich manchmal gern davon stehlen. Nur ein bißchen.
Und immer wenn ich daran denke, weint Emil nachts so sehr, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als das er endlich stillt und so zur Ruhe kommt.

One Response to “Weil ich mich verändere.”

  1. Katja W Says:

    HA! Ich auch! Unsere arme Größte musste da auch durch, genau wie Zoe! Und wie sehr bereue ich das jetzt, wie sehr bedauere ich mein kleine Große oft dafür. Schuldgefühle delüx. Damals dachte ich auch, es soll so sein, es wäre richtig. Heute seh‘ ich es komplett anders, und unser Kleinster bekommt immer noch meine Hand zum Einschlafen, was ich aber sehr genieße. Und unsere Mittlere ist einfach so eingeschlafen, ohne Getüddel. Jedes Kind ist anders, und bekommt eine andere Mamaseite. Und hätte mit Sicherheit gern jeweils die, die es nun gerade nicht bekommt.