Archive for März, 2009

Ganz schön dreist…

Dienstag, März 31st, 2009

„Sind die Kinder alle von ein und dem selbem Mann?! Die sehen alle so unterschiedlich aus?“-
Nur von zwei verschiedenen: Müllmann und Paketbote. ;)

The Last

Samstag, März 28th, 2009

Der Gedanke, dass dies unser letztes Kind werde könnte, schmerzt. Tat er schon immer.
Aber dieser Gedanke muss in Erwägung gezogen werden, damit die Trauer irgendwann nicht
zu groß wird, wenn dies tatsächlich das letzte Kind, die letzte Schwangerschaft ist. Darum
genieße ich jeden Tag, es könnte das letzte Mal 13+5 sein. Es ist seltsam das zu Schreiben.
Seltsam sich damit auseinander zu setzen, würde ich doch lieber ganz woanders hin sehen,
würde ich doch am liebsten gar nicht darüber nachdenken. Aber ich muss, weil ich so bin.
Ich muss jetzt schon mal ein Stück loslassen. Ich muss das jetzt schon Abtrauern, damit es
mich nicht irgendwann überollt.
Ich bin sehr gern schwanger. Dieses Gefühl ein kleines Wesen in mir zu tragen und heran
wachsen zu lassen ist großartig. Ein unglaubliches Gefühl. Ein Kind zu gebären ist so eine
Naturgewalt, unfassbar wie stark ich sein kann, unfassbar was ich da leisten kann. Ein
frischgeschlüpftes Kind in den Armen zu halten ist überwältigend. Ein Moment, den es sonst
nie wieder gibt.
Eine Schwangerschaft ist jedes Mal aufs neue ein Wunder. Man wartet auf einen kleinen Menschen,
jemand Fremdes der einfach so in eine Familie geboren wird und sich seinen Platz sucht, jedes
Familienmitglied sucht sich einen neuen Platz und schon ist man wieder eins, eine Familie.
Aber für jetzt und für lange Zeit wird das hier unser letztes Wunder sein, aus verschiedenen
Gründen.

Mein Körper. Er gab mir früh zu verstehen, dass das jetzt nicht die schönste Idee war. Mit
häufigen kleinen Blutungen, Infektionen und Co. sah ich klare Zeichen gesetzt: „Dieses eine Mal
noch, aber noch ein Kind in so kurzer Zeit schaffe ich nicht mehr. Ich schenkte dir drei und zeigte
dir jedes Mal, wie anstrengend das für mich ist. Mit Wehen bei Noah in der 32. Woche, bei Tom
in der 16. Woche und diesmal von Anfang an.“ „Nimm mich ernst!“, sagt mein Körper. Und ich
weiß welches Glück ich habe, jedes Kind gesund bekommen zu haben. Wenn unser Pünkchten
kommt, sind die anderen 4, 3 und 1 Jahr alt.

Die Kraft. Ich glaube jeder kann sich vorstellen wie gern man für alle da ist. Man möchte jedem
geben können, was er braucht. Und hier sehe ich meine Grenzen. Meine Grenzen an Gelassenheit,
Ruhe, Freude und Spaß. Es sind dann vier kleine Kinder. Vier. Um die ich mich kümmere. Mit
zwei kleinen im Kinderwagen, werde ich zwei Große vom Kindergarten abholen. Täglich. Mit
vier Kindern werde ich Freunde besuchen und wieder heim gehen müssen. Vier Kinder werde ich
im Auge behalten müssen, für vier Kinder die Verantwortung übernehmen. Und allein das
Schuhe einkaufen vor einer Woche mit drei Kindern war ein Riesenspaß. Während ich mich von
Tom abwendete um Noah die Jacke anzuziehen, war der in Richtung Auslage unterwegs und
wurde von einer Verkäuferin gefangen, die freudig erzählte es wurden schon Kinder gesucht, die
sich in Auslage oder Lager verirrt hatten. Was ein Spaß! Oder als ich versuchte die Großen zu trösten,
weil ein Junge es witzig fand immerzu: „Du bist Kacka!“ zu sagen. Schwupps hatte Tom die
vorletzte Schuhschachtel herausgezogen und der Turm brach zusammen. So schnell kann man
nicht gucken.
Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich mach mir eigentlich wenig Gedanken, weil noch soviel
Veränderung zu erwarten sind in den nächsten sechs Monaten vor Püntkchens Ankunft, aber
man merkt menschliche Grenzen und da ein Geschirr fürs Kind nicht in Frage kommt, müssen es
zwei Augen für vier Kinder tun!

Die Logistik. Wenn ein Kind plötzlich 40.9°C Fieber hat ist es ein wahnsinns Aufwand von Daheim
in die Kinderklinik. Mit lieben, hilfsbereiten Freundinnen kein Problem, aber eine Herausforderung.
Und noch sind es drei. Noch passten wir in ein Auto, wenn eine Freundin ihre Kinder einfach so
mal eben bei einer anderen gemeinsamen Freundin unterbrachte. Arztbesuche sind eine ätzende
(aber sind) Routine geworden, dann sind wir eben so viele das das halbe Wartezimmer voll ist.
Aber auch hier gibt es Schlupflöcher. Morgens ist man innerhalb einer Stunde auch wieder weg.
Unfälle. Ich erinnere mich mit Grausen an Noahs Unfall letzten Sommer. Noch passten wir alle
auf ein Rad. Jetzt hieße es zu Fuß ins Krankenhaus. Alles machbar, alles realisierbar, aber kompliziert
und nur zu schaffen, dank eines Mannes, der genau in solchen Momenten dann auch da ist.
Zwei fiebernde Kinder schon schwieriger: Aber am Morgen mit Mann, der seine Arbeit dann verschiebt
und am nächsten Tag später kommt realisierbar. Aber zu dem Preis, dass am Abend die Welt Kopf
steht und trotzdem Kinder ein Brot brauchen, frische Kleidung etc. Das Rad dreht sich einfach
munter weiter.

Die Zeichen. Seitdem ich meinen Mann kennengelernt habe, fielen sie mir auf. Kleine Zeichen, die
mir zeigten, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Wenn unser Pünktchen kommt, geht Noah in den
Kindergarten. Ein Jahr lang werde ich zu Hause wieder ruhige Vormittage haben und am Nachmittag
die zwei Großen abholen. Im Jahr darauf werde ich mein möglichstes tun, damit Tom im Montessori
Haus einen Platz in der 4-Tagesgruppe gekommt. 8 oder 9Uhr bis 12 Uhr. Das heißt Stress und
Feinplanung wie jetzt. Mit einem 1Jahr alten Pünktchen hin und her laufen. So wie jetzt. Ein Jahr lang
für Tom. 1 Jahr später Tom in den Kindergarten gehen und Zoe (verzögert) in die Schule. Das hieße
ein Kind daheim, eines in der Schule und zwei im Kindergarten. Ein weiteres Jahr später, würde Noah seiner
Schwester in die Schule folgen und Pünktchen mit ein bißchen Glück seinem Bruder Tom in den
Kindergarten. Es wäre perfekt. Die Großen mit einem Jahr Versatz in der Schule, die zwei Kleinen
mit einem Jahr Versatz im Kindergarten.

All das haben wir durchdacht im letzten Sommer. All das und noch viel mehr, als plötzlich dieses
Gefühl aufkam von: Hier fehlt jemand. Und so verrückt und plötzlich dieser Gedanke im Urlaub
an der Ostsee kam, so schnell dachten wir, dass ist ja gar nicht so verrückt. Und dann? Mit 26
Eltern von vier Kindern und so wir denn nach Jahren merken würden, dass das für uns passt, ja dann
fängt ein neuer Lebensabschnitt an, wenn wir Anfang/Mitte 40 sind. Vielleicht wollen wir es in 10
Jahren nochmal wissen, vielleicht nicht. Der Gedanke mit pubertierenden Kindern noch einmal von
vorn zu beginnen ist mir sehr fremd, aber das liegt bestimmt an meinen Erinnerungen an
diese Zeit, eine Zeit in der gerade Hilfe und Liebe gebraucht wird, aber nicht unbedingt gezeigt
wird, dass man sie braucht…
Hin und her gingen die Gedanken seit September. Ein Entschluss gab es irgendwann nach schlaflosen,
durchgrübelten Nächten. Und als schwanger wurde, waren alle Sorgen durchdacht, alle Szenarien
längst durchgespielt und die Erkenntnis, dass es einfach anstrengend wird, schlaflos, laut und
der Alltag ordentlich durchgeschüttelt wird, aber es lohnt. Und irgendwann wird es still werden.
Der Alltag wird dann wieder da sein, so wie jetzt nach einem Jahr mit Dreien. Als unsere Entscheidung
zu Nummer 4 feststand haben wir es allen: Familie, Freunden und Bekannten erzählt.
Allen. Weil wir diese Frage nicht hören wollten: „Oh, war das geplant?!“ Ja, war es. 100%. Und die
Frage stellen andere oft genug, aber das Grinsen in meinen Gesicht ist wohl allen Antwort genug!

Geizen sollte also niemand mit der Freude, denn es wird hier das letzte Kind sein. Vorerst vielleicht.
Aber erstmal das Letzte: Unser Pünktchen. Und ganz manchmal, bei aller Trauer blitzt dieser Gedanke
auf: Die lieben Sechs- das sind wir und das klingt richtig gut.

Dieser Blick…

Freitag, März 27th, 2009

Ich genieße schmunzelnd momentan diesen süßen Blick von Freundinnen oder auch Bekannten,
die mich beim Treffen so rund anschauen und fragen: „Na, wie geht es dir?!“ Es ist eine wissende
Frage, als gäbe es ein Geheimnis. Ein rundrum schönes Gefühl, von Zusammengehörigkeit und
Auffangen, von miteinander leben und Teilhabenlassen. Einfach schön…
(Ich nerve die werte Leserschaft bestimmt mit meinen glückseligen Anfällen im Rausch der Hormone?!
Aber es sei mir verziehen. Ich muss diese Schwangerschaft voll auskosten! ;) )

Best of GNTM

Donnerstag, März 26th, 2009

Geht es Ihnen auch so? Sie sehen halbnackte Frauen im Fernsehen und denken (das gleiche
wie der Fotograf): „Such a great personality!“ Das haben Sie bei meinen BusenBauchbildern
sicherlich auch gedacht, oder?! ;)

Gretchenfrage

Donnerstag, März 26th, 2009

Es kann sein, dass ich mich ein halbes Jahr lang mit einer Frau treffe und noch immer nicht
weiß, was sie beruflich eigentlich macht(e). Weil es keine Rolle spielt. Man versteht sich blind.
Irgendwann weiß man es schon, vorallem wenn die Frauen wieder arbeiten gehen, ist man an
diesem Bereich vielleicht wieder mehr interessiert. Es nimmt Raum ein.
Ich lerne aber auch neue Frauen kennen. Frauen, mit denen man schöne Nachmittage verbringt.
Auf mangelnde Erreichbarkeit frage ich interessiert: „Sage mal, was machst du eigentlich?!“
Sie redet. Ich lausche. Man kommt kurz vom Thema ab, redet und erst nach fünf Minuten
fragender Blick: „Und was hast du so vor den Kindern gemacht?!“

BrakePoint. Ja also. Es gibt Frauen, die mich gut kennen, Frauen die mir nicht das Gefühl geben
ich müsste mich beweisen, Frauen die immer mindestens 10 Jahre älter sind oder gar 20. Bei
denen ich mich wohl fühle. Und es gibt andere Frauen. Mir wird heiß und kalt. „Das ist eine
schwierige Frage!“ Aber ist es das wirklich? Was bin ich? Eine Frau, die früh keine Ahnung hatte
wohin es beruflich gehen soll, aber sich sicher war, Kinder zu wollen. Also Kinder vorwärts.
Das wäre eine Variante. Man könnte auch sagen, ich bin Künstlerin. Aber warum rutscht mir
das „nichts“ nicht einfach so über die Lippen?!
Die Wahrheit ist, es ging mir mit 17 sehr schlecht. Ich zog zu Hause aus. Ich zog in eine eigene
Wohnung. Ich überlebte. Ich stand spät auf und ging noch später ins Bett. Aber ich bezahlte
meine Rechungen, hatte etwas zu Essen und machte keinen Ärger. Als ich mich entschloss doch
mein heißersehntes Abi zu machen und in die 11. Klasse zurück zukehren, lernte ich Nils kennen,
der 600km weiter weg wohnte. Nils hatte noch ein Jahr bis zum Ende seiner Ausbildung! Nur
ein Jahr. Aber wir konnten nicht warten. Er hatte etwas, ich nichts. Also brach ich mit allem und
zog weg, 600km weit weg, mit einer Lehrstelle in der Tasche. Aber das war nicht das richtige.
Ich war noch nicht soweit, morgens aufzustehen, aber ich gab nicht auf. Nach ein paar Monaten
Selbstmitleid ein Entschluss: kleine Jobs. Wir sprachen schon immer über Kinder. Und wir wollten.
Ich bekam einen Platz an der FOS für Sozialwesen, aber ich war von mir nicht überzeugt es zu
schaffen. Dann also erst Kinder, nur passierte ein halbes Jahr gar nichts. In der Schule war ich
recht erfolgreich, ich fehlte wenig und wenn dann sprach ich offen darüber und log nicht. Als ich
mit viel Mühe Mathe bewältige und mein Probehalbjahr bestand, die Hochzeit vor der Türe stand,
die wir nebenbei 1000km entfernt planten, wollte ich eigentlich mit der Pille wieder anfangen.
Wir dachten, dass es eben noch nicht sein soll. Und dann 3 Tage nach der Hochzeit hielt ich
einen positiven Test in den Händen. Ich machte die 11. Klasse zu Ende. Das wars. Das hab ich
gemacht. Doch wie erzählt man das jemanden, der einem nicht so nahe steht? Wie? Bei manchen
Menschen fällt mir das sehr schwer. Ich bin jemand! Ich bin nicht blöd! Ich hab ordentlich was
auf dem Kasten. Und Menschen, die mich gut kennen, wissen das. Ich hab noch viel vor und
dafür hab ich auch noch genug Zeit, ich bin 25 meine Güte! Aber gestern fühlte ich mich arg klein.

Förderunsinn?!

Donnerstag, März 26th, 2009

Eine Mutter bringt ihr 4 jähriges Kind montags zum Englisch-Kurs und mittwochs zum
Logopäden- ob der englisch mit ihr spricht entzieht sich meiner Kenntnis.

Mehrkind-Eltern Gespräche

Mittwoch, März 25th, 2009

Er: „Schläft ziemlich unruhig heute!“
Sie: „Wer?!“

Irgendwie ein schönes Gefühl.

Immer wieder Ärger mit dem Kleiderschweden

Mittwoch, März 25th, 2009

Abgesehen von meinen Reibereien mit dem liebsten Kleidungslieferanten, möchte ich
den lieben Schnäppchenjägern da draußen sagen: Diese Gutschein-Codes aus den
unendlichen Weiten des Webs sind nicht legal. Das macht den Billigproduzenten mächtig
sauer. So sauer, dass nach genauerer Recherche, dem einen oder anderen der Online-Account
gecancelt wurde oder es Drohbriefe hagelte! Der Klamottenhersteller ist da gar nicht fein
und wird da sehr ausfallend.

Ich habe mich da fein rausgehalten, aber andersweitig langsam die Nase voll, denn irgendwie
wollen die einem doch tatsächlich für dumm verkaufen!

And the Zoe goes to…

Dienstag, März 24th, 2009

Mommy!

Hüstelnd und etwas Temperatur geplagt bleibt das Tochterkind zu Hause. Ein neues Experiment:
Noah bis 11.30 in der Tagesgruppe, dafür bleibt Zoe daheim und nachher holen wir das
aushäusige Kind ab. Wieso nur sind immer zwei Kinder hier?! Soviel zu meinem Rabenmutter-Dasein!

Edit: Und Mittwoch und Donnerstag wiederholen wir das Ganze

Planänderung

Montag, März 23rd, 2009

Zoe: „Mami?!“
Mama: „Ja?“
Zoe: „Tom ist der letzte, der geboren wurde, stimmst?… Aber wenn das Baby aus
dem Bauch da ist, dann ist das das allerletzte!?“
Mama: „Ja, das ist dann das Allerletzte!“
Zoe: „Genau und dann bin ich dran!“
Mama: „Gute Idee!“

PS: Vor ein paar Monaten war der Wunsch noch groß nach genau einem Bruder und
bitteschön zwei Schwestern! Nun ist Schluss mit lustig. ;) Und Recht hat sie…