Archive for Januar, 2011

Erklärt. Kryptik

Freitag, Januar 28th, 2011

*Manchmal begreift das Herz eher als der Verstand.
Ich wusste eigentlich sofort, dass ich wieder schwanger bin, obwohl ich mir nicht sicher sein konnte.

*Im Nicken sitzt sie. Und mit Herzklopfen vergeht der Tag.
Egal wie positiv ich denke, bei einer kleinster Unregelmässigkeit, wenn irgendetwas auch nur anders
zu sein scheint, renne ich in Angst zur Toilette. Beinah täglich das gleiche Drama und kein Entkommen
aus der Spirale. Da müsste man schon gleichgültig sein.

gedankenverloren

Donnerstag, Januar 27th, 2011

Manchmal -so wie jetzt gerade- frag ich mich, ob meine Kinder wirklich etwas verpassen, wenn sie hier
im Wohnzimmer aus lauter Patchwork-Decken ein Lager aus Tisch und auf den Sofas bauen, sich
gemeinsam eine Geheimsprache überlegen und ich so gar nicht gebraucht werde- nur für Snacks, als
Mittlerin und mal Trösten, wenn mal was schief geht.
Sie sind nie allein. Gerade zwei Kinder sind das am Abend und in der Nacht. Ansonsten ist immer jemand
da zum Wachsen, Streiten, Lachen und Blödsinn machen.
Und ich? Steh in der Küche, bereite das Essen für meinen Mädelsabend und schaue nur zu, auch weil ich
nicht gebraucht werde. Ganz in Gedanken verloren.

Jetzt kommt doch mal der Kleinste. Sehr aufmerksam, sich um seine Mutter zu kümmern…

Kleines Glück oder 4+5

Mittwoch, Januar 26th, 2011

Ich liebe dich. Und deshalb habe ich Angst um dich. Wie könnte ich nicht? Ich will dich halten, in mir
spüren, dich in mir wachsen lassen. Aber ich habe Angst. Täglich. Ich fühle mich wie auf hoher See.
Auf der Welle denke ich, dass alles gut ist, da bin ich voller Hoffnung und tiefer Dankbarkeit, dass es
dich gibt. Ich genieße dich und bin ganz im Augenblick. Und dann reißt es mich hinab. Dann habe ich
schon den ganzen Nachmittag fiese Rückenschmerzen und Schmerzen, das Gefühl als würde
es mich zerreißen, ich gehe zur Toilette ich habe den Duft von Blut in der Nase, plötzlich ist es
bitterkalt, ich kenne dieses Gefühl. Echte Angst. Nicht Sorge es könnte irgendetwas nicht stimmen,
sondern nackte, kalte Angst. Ein steifer Rücken, Atemlosigkeit. Aber da war nichts. Ich weiß bis gerade
nicht woher dieser Geruch kam, aber es führte mir mit aller Kraft, mit aller Gewalt meine eigene
Ohnmacht vor Augen. So nah. Es ist gerade sieben Wochen her, da verlor ich ein Kind, einfach so.
Aber gerade denke ich nicht an dieses verlorene Kind. Ich denke nur an dich! Ich suche nach Antworten
und Zeichen, nach Hoffnung, denn ich will dich nicht verlieren. Ich möchte dich halten. In jeder
Hinsicht. Ich liebe dich! Bleib bei mir! Bleib bei uns! Bitte!

Realität

Mittwoch, Januar 26th, 2011

Wie ein Stück Vieh, als wären wir nichts wert, warten wir auf einen Rückruf, der nicht kommt. Wie eine
Nummer, nur irgendjemand. Nicht wir. Sondern nur eine Telefonnummer, nur ein Rückruf, nur irgend
ein Patient.
Ich will das nicht. Unmündig wie ein kleines Kind, hilflos liess ich mich treiben und stimmte der
Blutentnahme zu. Zitternd, nicht mehr ein Bauchgefühl besitzend warte ich nur noch auf Zahlen. Ein
paar Zahlen.
Als ich sie habe, die 45 und die 199, ist alles genauso wie vorher. Man lässt uns allein, nachdem
man uns allein liess. Eigentlich sollten diese Zahlen helfen. Aber das tun sich nicht. Weil sie so gar keine
Macht haben.
Aber die habe ich. Ich will glauben. Ich muss.

Aus der Villa Kunterbunt

Mittwoch, Januar 26th, 2011

Liebe Jacqueline, liebe Claudia, liebe Karla, liebe Stine, liebe Marion, liebe Sabrina, liebe Stephanie,
liebe Daniela, liebe Katja, liebe Julia, liebe Josi, liebe Eva und liebe Eva, liebe Nane, liebe Diana und
liebe Quattro- Mum,

ich hab euch alle nicht überlesen! Und mir bedeutet jede Zeile so unendlich viel!

Es passiert grad einfach so viel. Auf der einen Seite müssen wir oder besser muss ich, Entscheidungen
treffen, die sehr wichtig sind und auf der anderen Seite werden für uns Entscheidungen getroffen, die
sehr wichtig sind und die einhergehen mit vielen Terminen und Gesprächen und Unmengen Papierkram.
Über die ich aber hier nicht schreiben möchte. Oder noch nicht.
Und dann versuche ich zu kämpfen für unser Glück. Ich versuche einen großen Spagat und bisher
gelingt er sehr gut. Aber ich kann so lange hier einfach nichts schreiben. Ganz simpel und auch ganz
kompliziert. Bis dahin, stapeln sich die Einträge und Fotos einfach. Andere stehen hier schon, nur
könnt ihr einfach nichts davon sehen :)
Und ich bin müde im Moment, all das was gerade passiert braucht meine ganze Aufmerksamkeit, nichts
könnte gerade wichtiger sein und so ergab es sich, dass hier und dort alles brach liegt und die Familie,
Freunde, Essen, Pausen und Schlaf nebst dem Kopf,- Termin- und Papierchaos einfach wichtiger sind.

Ich kann grad einfach nichts schreiben… Erstmal. Ist wie Luft anhalten :) Und wisst ihr was? Alles was ihr
tun könnt ist Däumchen drücken- ganz feste! Einfach so, damit kann man nichts falsch machen!

Ich denke und träume wirklich von euch! Ich bin bald wieder da! Allerliebste Grüße, Jeanine

Auf den Punkt

Dienstag, Januar 25th, 2011

Now that the world isn’t ending,
It’s love that I’m sending to you.

Nickelback „Hero“

Vertrauen oder 4+1

Samstag, Januar 22nd, 2011

Gestern hab ich dich gesehen. Wir waren ganz allein, nur du und ich. Du, ein klitzekleinster Punkt in
in mir. Sofort hatte ich ein gutes Gefühl. Du, mein kleines Geheimnis. Du, mein kleines großes Geschenk.
Auch wenn hier und da eine Angst hoch kriecht, bleibt das gute Gefühl. Und so freue ich mich auf
Montag, wo du, dieser klitzekleinster Punkt dort tief verborgen in mir, vielleicht nur noch klitzeklein
bist. Wir schaffen das! Halt dich einfach fest, den Rest mach ich. Ich pass auf uns auf!

Däumelinchen oder 3+5

Mittwoch, Januar 19th, 2011

Ich weiss, dass du da bist- mit jedem Atemzug. Mach es dir gemütlich, es ist vielleicht ein bißchen
viel los hier, aber Zeit für dich ist immer!

Wenn aus einer Vermutung, Gewissheit wird…

Mittwoch, Januar 19th, 2011

Du bist da. Ich liebe dich!

So isses

Montag, Januar 17th, 2011

„Alles deine?!“ fragt eine Frau im Bus mit breitem Lächeln und bewegt in einer kreisenden Bewegung
ihre Hand. „Ja.“, strahle ich, bekomme ein Strahlen zurück und höre: „Bravo!“

Genau! Danke! :)