Archive for April, 2011

Dieser Gang

Samstag, April 30th, 2011

Ich glaube, ich werde mich in meinem Leben nicht mehr daran gewöhnen auf einen Friedhof zu gehen, um bei meinen Kindern zu sein.

Sie haben das ganze Feld gemäht, kein einzige Blume steht mehr da. Die Hyazinthe, die ich noch Anfang des Jahres im Wohnzimmer hatte, war nicht erblüht, nicht in voller Pracht. Sie hatte nur diesen Hauch von Leben in sich. Ich hatte sie dort eingesetzt, auch sie war weg.
Man mag das anscheinend nicht dort. Es ist eben nicht unser Grab. Als ich mich heute das erste Mal auf die Bank dort setzte, stach unser Stein so heraus. Er ist noch so neu. Und als ich da so saß und mit meinen Kindern sprach, da fiel mein Blick auf den großen Baum, der so beschützend über diese Steinen dort seine Äste trägt.

Sendepause.

Donnerstag, April 28th, 2011

Ich möchte gerade nicht mehr darüber sprechen, denn ich drehe mich im Kreis. Ich komme nicht vorwärts. Ich werde nicht aufhören hier zu schreiben, sondern mir einfach anders Gedanken machen und sie aufschreiben. Ich hoffe, das wird mir gut tun. Mich haben einige liebevolle Gedanken hier auf die Idee gebracht und ich denke, das ist mein Weg.

Geschützt: Absehbar

Mittwoch, April 27th, 2011

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Körperlos

Dienstag, April 26th, 2011

Ich weiß nicht, wie es anderen Frauen in meiner Situation damit geht, aber mich belasten zusehens Gespräche mit Dritten über das Geschehene. Am Ende des Gesprächs erkläre ich mit Händen und Füßen wieso, weshalb, warum ich denke, dass der Unfall unser Kind das Leben gekostet hat oder aber, dass ich ganz bestimmt auf meinen kostbaren Körper acht gebe. Am Ende, so fühlt es sich an landet alles bei mir. All die Verantwortung für das, was passiert ist. Oder für das, was noch passieren könnte.
Ob es nun der heiße Tipp ist eine Milchsäurezäpfchen-Kur vor einer erneuten Schwangerschaft zu machen oder aber der ernste Hinweis mich jetzt endlich gescheit um meine Zähne zu kümmern, damit so was nicht noch einmal passiert oder aber die dringende Empfehlung zu einer Heilpraktikerin zu gehen oder mein Bett umzustellen oder aber am Ende, die Frage ob ich nicht
finde, dass ich meinem Körper nicht zuviel zu Mute. Es landet bei mir.
Vielleicht sollte ich auch einen chinesicher Tempeltänzer einladen, wer weiß.
Mein Körper. Das klingt immer so als würde er nur an mir dran hängen. Für mich aber gehören Körper und Seele aber zusammen. Fakt ist, ich war regelmässig schwimmen, ein bis zwei Mal in der Woche, Fakt ist ich laufe alle Strecken oder benutze den Bus, aber ich bin täglich an der frischen Luft. Ich putze mir mehrmals täglich meine Zähne und dusche mich. Ich ging sofort zum Zahnarzt, wenn ich Beschwerden hatte und wurde noch im Dezember mit gesunden Zähnen entlassen. Es war ein Zufall, das ausgerechnet der wurzelbehandelte Zahn wieder sponn und auch nach einer erneuten Füllung wieder anfing zu schmerzen, es war reiner Zufall, dass man erst nach dem Röntgen vor der Wurzelspitzenresektion erkannte, dass unter einigen Füllungen Karies war und diese Zähne wurden jetzt saniert, mir fehlen nur noch die Brücken und die Zähne die für diese Bauarbeiten noch bearbeitet werden müssen. Ich rauchte nicht, ich trank so gut wie nie Alkohol.
Ich nahm alle kleinen Helferchen, die man unter der Schwangerschaft einnehmen kann und ernährte mich ausgewogen. Ich veränderte mein Leben. Ich schlief viel. Ich gönnte mir viel Ruhe, cancelte Termine, die mich zu belasten schienen und schob eine ruhige Kugel. Mein Körper hat mir diese vier wunderbaren Kinder geschenkt ohne jemals wirklich ernsthaft zu zeigen, er würde nicht mehr wollen. Ich trug alle meine großen vier Kinder aus, teilweise bis über den Termin.
Das meine Gebärmutter nicht mehr die frischeste ist, das stimmt und ist nicht weg zureden. Aber trotzdem bin ich eine junge, gesunde Frau von 27 Jahren. Ich fühlte mich all dem gewachsen und ich war ein glücklicher Mensch. Mir ging es richtig gut. Noch immer bin ich das. Trotz allem. Und noch immer, bleibt mir das, was ich schon in und vor den letzten beiden Schwangerschaften veränderte ich. Ich hab mich verändert. Ich bin nicht mehr so hektisch am Herumwuseln bevor Besuch kommt, ich mache das nötigste. Mit mir stimmt doch alles oder?!
Oder?! Ich könnte mich mehr um meine Hände und Füße kümmern, ich könnte wieder Sport treiben. Ich könnte fünf Kilo abnehmen. Ich könnte mir Zeit lassen auch wenn ich das Gefühl habe, dass es genau jetzt zu meinem Leben gehört Kinder zu bekommen. Ich träume nachts wild und verfalle ins Grübeln, was mir mein Unterbewusstsein eigentlich sagen will. Ich frage mich, wie wohl jede Frau, was ich tun werde, wenn unser Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Dennoch versuche ich zu vertrauen, mir zu vertrauen, dass ich all das noch schaffe und kann. Aber das ist gar nicht so einfach.

Auf der Suche

Montag, April 25th, 2011

Unsere Kinder, das erste mal in unseren Garten auf der Suche nach dem kleinen Glück:

Licht

Montag, April 25th, 2011

Geschützt: Neuer Plan.

Montag, April 25th, 2011

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Das erste Buch

Montag, April 25th, 2011

Das erste Buch, dass ich in diesem Jahr las, geschrieben von Franka Potente hat mir gut gefallen und ich hab es sogar in zwei Tagen durch gelesen. Den Tipp und das Buch hatte ich von meiner Schwiegermama bekommen. Ich muss dazu sagen, ich bin ein großer Liebhaber von Kurzgeschichten, hab selber schon vor Jahren ein paar geschrieben und mag einfach diese Art den Moment einzufangen und ganz in dem Abriss eines Lebens einzutauchen. Wenn ich lese, dann nimmt mich ein gutes Buch wirklich mit auf eine Reise und diese Geschichten von Franka Potente reißen einen nicht nur mit, sondern hallen auch nach und man verweilt für einen Moment in dieser Stimmung. Ich mag das. Auch wenn mein Mann große Schwierigkeiten hat, in solchen Momenten zu verstehen wo ich gerade eigentlich bin. In allen Geschichten findet man sich in Japan wieder, taucht ein in die Gefühlswelt der Menschen und verweilt dort gerne einen Moment länger. Geschichten, die nachdenklich machen über die Würde jedes Menschen, den Tod und das Glück des Augenblicks.

Geschützt: Eigentlich…

Montag, April 25th, 2011

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Fundstück

Sonntag, April 24th, 2011

Es war Januar und wenn ich das so sehe, geht mir das Herz auf… Ach du, Ben Mino…

Tschüss Ciao from Nils Hitze on Vimeo.