Archive for April, 2012

31+1

Sonntag, April 29th, 2012

Kaum zu glauben, nein eigentlich wunderschön, dass schon wieder eine Woche geschafft ist. So ohne Komplikationen, ist es doch gar nicht mehr viel Zeit bis zum Termin, nur noch 62 Tage. Der Bauch ist ziemlich groß, vermessen kann ich ihn leider nicht mehr, da das Maßband verschwunden ist. Die kleinen Menschen des Hauses wissen schon gar nicht mehr wovon ich rede, wie das Ding aussieht und ob es jemals existiert hat, sehr lustig. Beim Kurs gestern jedenfalls bekam ich zu hören, der Bauch wäre innerhalb dieser 9 Tage enorm gewachsen, mein Jury quasi.

Immer noch 29+6

Freitag, April 20th, 2012

Kleiner Emil,

wenn ich mich auf die linke Seite lege im Bett oder auf dem Sofa, dann fängst du wie wild an zu strampeln. Das scheinst du überhaupt gar nicht zu mögen! Es klopft dann nur und das finde ich so spannend, links und rechts an meinen Seiten. Wie und vor allem was tust du da? :) Du klopfst und trittst um dich, bis ich mich gefälligst auf den Rücken zurück rolle… :) Ach du…

29+6

Freitag, April 20th, 2012

Endspurt. So ein gutes Gefühl morgen in die 30 zu rutschen. 3. 3 statt 2. 30+0. Irgendwie gibt mir diese olle Zahl das Gefühl, dass alles gut wird. Werden muss. Dann sind es auch nur noch 7 Wochen, die wir wuppen müssen. Ab Sonntag dann nur noch 6 Wochen und 6 Tage usw. Ich fühle mich nach „nur noch“, dabei ist jede Komplikation ein Wurf aus meinen Gedanken, meiner Kraft. Ich bin unendlich dankbar dafür, dass ich vor 36h das letzte Mal Blut sah. Ich kann dann zur Ruhe kommen und Kraft tanken.
Nach dem körperlichen Absturz gestern, ging ich noch zu meinem Tagesmutterkurs und auch der hat meiner Psyche unheimlich gut getan. Auch das kurze in den Garten gehen und sehen wie Noah Radl fährt! Er fährt. Das gab mir so Schwung. Ich war bis dahin verzweifelt, hab geweint. Bis ich dachte, ich mache einfach weiter wie bisher. Naja so halb. Ich will mich allein um meine Kinder kümmern, ich möchte nicht die ganze Zeit liegen, wenn es nicht sein muss. Das ist nicht gut für mich. Ich möchte mich nicht fühlen wie ein Opfer und nur die ganze Zeit darauf warten, dass das nächste Chaos über mich herein bricht.
Ich weiß jetzt, dass ich nur zweimal Magnesium am Tag nehmen sollte. Am besten auch mit ausreichend Abstand. Ich weiß, dass ich Wehen habe hin und wieder, aber auch dass die, solange sie nicht regelmässig kommen keine Gefahr sind. Ich hab natürlich Angst, dass meine Blase springt. Aber ich versuche mich abzulenken, an die nur noch 7 Wochen zu denken. 7! Dann darf ja alles passieren. Das muss doch zu schaffen sein. Dann kann ich auch noch Schmerzen, Wehen zuviel Fruchtwasser haben, aber es wäre nicht mehr lebensbedrohlich.
Und genau genommen sind es nur noch 5- 6, weil wir ja dann nach Berlin wollen, Nils hat dann Urlaub. Das muss doch zu schaffen sein!!! Es muss einfach!

… aber ein bißchen Angst bleibt ja, dass da noch was Fieses kommt oder so… immer im Hinterstübchen…

29+5

Donnerstag, April 19th, 2012

Was ein Luxus eigentlich, hier liegen können mit Laptop auf dem Schoss, kein umständliches Abtippen von Hand im Nachhinein. Einfach aufklappen und Gedanken sortieren.
Auch wenn das ja nun nicht sonderlich sicher ist, denke ich vor Anfang nächster Woche gehe ich nicht mehr ins Krankenhaus, aber das sind nichts weiter als Hoffnungen und Spekulationen. Blutungen hatte ich gestern Abend auch noch entdeckt, aber ich bete einfach, dass es der letzte Rest ist. Ich bräuchte das so sehr um meine Psyche ein bißchen aufzupäppeln. Das mit dem Schleim und dem Blut bringt mich so durch einander, weil ich Angst habe, dass sich der Schleimpfropf still und leise verabschiedet, Wehen einsetzen und wir zu spät reagieren. Ich hab Angst, dass ich den Zeitpunkt verpasse Emil noch die Lungenreife mitzugeben. Ansonsten kann ich ja nicht sonderlich viel tun. Die Wehen sind zu spüren, was mir Kopfzerbrechen macht oder mich eben so erinnern lässt an Noahs Schwangerschaft sind dieser Druck im Bauch. Nicht Emil, der sich windet, sondern richtig Druck. Als hätte ich eben zuviel Fruchtwasser, das ist total unangenehm. Aber im eigenen Bett schlafen ist unbezahlbar. Ich merke halt nur, dass der Aufenthalt zu Hause nur halb so entspannend ist, wenn man immerzu unsicher ist, ob man das richtige tut. Also halte ich mir weiterhin alles auf. Jetzt liege hier. Nachher bringt mir eine liebe Freundin, die Jungs und dann schauen wir mal. Eigentlich bin ich heute Nachmittag verabredet und würde das auch schön finden, ein bißchen Abwechslung. Leider ist dann am Abend der Tagesmutterkurs und ich weiß nun nicht, ob ich da hin soll oder nicht. Am Ende sitze ich eigentlich nur 4 Stunden. Eine Freundin würde mich abholen und hinfahren und später zurück. Darf ich das? Nur sitzen?
Ich muss halt noch zwei Samstage absitzen. Und das sind wirklich lange Tage von 9Uhr bis 16-17Uhr. Das wird nicht einfach. Ich will mich heute nicht hinquälen, wenn ich die nächsten Termine nicht einhalten kann und den Kurs wiederholen muss, ich will aber auch nicht, nur weil ich heute nicht gehe, den Kurs wiederholen müssen. Also hoffe ich, dass ich nachher fit genug bin. Das wäre schön. Auch diese Ablenkung täte mir sicherlich gut.

…. keine 6 Stunden später so fiese Nebenwirkungen des Magnesiums bekommen…

29+4

Mittwoch, April 18th, 2012

Gestern nahm alles noch so eine schöne Wendung. Nils kam dann zwar recht konfus irgendwie nach Hause und wir redeten auf dem Weg zum Kurs nicht viel, also gar nicht, bis er die Stille durchbrach. Wir wussten beide nicht was tun… Noch mal im Kreisssaal vorbei gucken? Ich wäre dann beinahe in meinem üblichen Redeschwall in ein Auto gelaufen, als ich gerade sagte, wie große Angst ich hätte heute Abend ins Bett zu gehen und mit totem Baby im Bauch aufzuwachen, weil mir ein Kurs wichtiger war als die Kontrolle im Krankenhaus. Problem war auch, dass Tag der offenen Tür war und alle nachher in den Kreisssaal stürmen würden…

Wir entschieden uns dann für einen Kaffee und Snack, ich fand raus, dass der Tag der offenen Tür nachher zu Ende sein müsste und dann gingen wir zum Kurs. Dort empfang mich Frau Röhder gleich, die vom Kreisssaal gekommen war und gehört hatte durch Nils‘ Anruf, dass heute nicht alles ganz so rund gelaufen war. Sie versuchte mich zu beruhigen, es wäre vermutlich nur ein Gefäß geplatzt, wenn wirklich etwas wäre, käme mehr Blut und der Arzt hätte das gesehen, man brauche nicht unbedingt ein CTG. Ich solle mir ein Schluck Bier oder ein Schluck Rotwein gönnen und abends entspannen, meinte sie, als ich erzählte ich hätte so komische Krämpfe gehabt. Also fand ich mich in Gedanken ab, heute nur nach Hause zu gehen, keine Beruhigung vom CTG zu bekommen und freute mich über jede Bewegung von Emil, auch wenn ich gerne seinen regelmässigen Herzschlag gesehen und gehört hätte.
Nach dem Kurs guckte sie mich aber besorgt an. Alles okay fragte sie? Ich wusste keine Antwort auf die Frage, wir sorgten uns halt beide, sind nach den drei Fehlgeburten traumatisiert und unsicher. Schmerzen hatte ich auch gehabt im Kurs, aber Wehen? Das war schwierig zu fühlen. Sie würde nun im Kreisssaal anrufen, uns ankündigen, dort schriebe man ein CTG. Schön war, dass das allererste Mal der Mann dabei war, das gab mir soviel.
Beim CTG sackten die Herztöne so komisch ab, er entwischte uns andauernd. Ich drehte mich dann zur Seite auf den Rücken und von da an, konnte alles sehr gut aufgezeichnet werden. Leider auch Wehen. Dann war der harte Bauch halt leider doch die eine oder andere Wehe. Ausgeschaltet wurde das Gerät dann nicht von der Hebamme, sondern einer Ärztin. Die mich auch, was mich sehr nachdenklich oder traurig stimmte in Hinblick auf „meinen“ Arzt, sofort wieder erkannte. Also rüber zum Zimmer, Untersuchung, pH-Wert war gut, da käme auch kein Blut mehr, das würde sie nun auch nicht weiter beunruhigen eher die Wehen. Schön regelmässig. Dann kam eine Untersuchung, alles zu nichts kaputt. Dann vaginaler Schall, der Gebärmutterhals noch immer bei fast 4cm. Perfekt. Dann folgte ein Schall, Plazenta arbeitet, Nabelschnur okay, Kind bei 2kg und endlich in so freundlicher Atmosphäre dachte ich mit und fragte nach der Fruchtwassermenge, die über die Norm war. Das heißt da ist ordentlich was los in meinem Bauch, 2kg Kind schon und vermutlich 1l Fruchtwasser. Ist alles nicht so günstig.
Sie sagte, dass sie mich lieber da behalten würde wollen für eine Tokolyse, nur ein paar Tage, dass dann ausschleichen und währenddessen sehr gern eine Lungenreifung machen würde. Örks. Ich handelte eine Nacht aus. Ich käme sofort, wenn es nicht besser werden würde.
Ich verließ die Klinik mit dem Mann an meiner Seite, entspannter, ruhiger, auch wenn noch nichts entschieden war. Ich hoffte halt auf mein Wehenproblem.
Nachts konnte ich dann nicht einschlafen vor Gedankenkarussel. Was wenn? Warum noch so lange bis zum Termin? Ich bilde mir ein, ich wäre dann entspannter. Dabei hab ich mir in der 40. Woche beim Ben auch so große Sorgen gemacht, als ich mit ihm plötzlich in Steißlage im Kreisssaal Wehenzimmer nächtigte…
Warum passiert sowas nur immer. Ja, diese Frage ist wohl müssig. Meine Laune war heute ganz gut, auch wenn ich fühlte, wie voll mein Kopf ist. Wie viele Möglichkeiten des Wegs da vor mir liegen. Viele davon, die ich gar nicht will.
Also alles in allem war ich ganz positiv eingestellt. Und ruhig. Weil vor lauter voll sein des Kopfs, nichts vordrang, weil ich ja nicht hellsehen kann, was weiter passiert.
Und dann sind da wieder Schmierblutungen. Mittags. Jetzt. Vor nicht mal einer Stunde. Nachdem ich Zoe abgeholt hab von der Haltestelle. Jetzt gerade immer noch. Ich denke nicht. Und doch alles durch. Gleich kommt Schwiegermama und macht ein CTG. Dann denke ich nach.
In meinem Kopf noch, die Worte bei was Schlimmen käme mehr Blut und die Worte der Ärztin, das Blut ist gerade nebensächlich, ihr machen die Wehen Sorgen…

Absurd… mein Gefühl sagt mir, da stimmt nicht alles 100%ig. Mir ist schlecht seit ein, zwei Tagen, und nun noch diese Blutungen und vorzeitigen Wehen. Somit soweit man das sagen kann, endet diese Schwangerschaft wie sie begann und erinnert mich dann doch wieder sehr an Noah in meinem Bauch… Soviel zu dem Gefühl, Emil könnte vom Gemüt her, nach Noah schlagen…

Ich mach mir Sorgen und hab Angst nicht richtig zu entscheiden. Ich weiß, dass ich mich hier nicht so ausruhen kann. Das ist ein Fakt. Ich hab weiterhin Wehen gehabt heute nachmittag, gerade als die Kinder da waren. Das heute noch zweimal Blut nachkam, beunruhigt mich auch. Aber da muss ich wohl durch. Ich weiß genau, was im Krankenhaus passiert, ich weiß von den Zugängen, von den Störungen, dem Herzrasen, all den Medis usw. Aber ich weiß auch, dass es manchmal nicht ohne geht.
Ich bete, dass ich nicht fahrlässig bin. Das ich das richtige tue, mein zu Hause genieße. Genieße ich genügend oder hinterfrage ich die Zeit zu Hause nur noch? Ich bete mich ans Wochenende. 30 sieht soviel besser aus als 29. Ich mag einfach das richtige tun…

29+3

Dienstag, April 17th, 2012

Ich hatte mich auf den heutigen Tag gefreut. Auf die Geburtsvorbereitung am Abend mit dem geliebten Mann. Ich war gestern so glücklich, wie der Alltag flutscht, wie gut es mir geht. Klar war ich gestern Abend total kaputt, aber ich hielt das für normal und der Tag war einfach nur schön gewesen, so rund.
Heute morgen denke ich wieder an die Wochen, die noch vor uns liegen. Ich denke an mein Gewicht, das mir so dermaßen egal ist, weil es so viel wichtigeres gibt. Und dann geht ich zur Toilette und wische Blut ab. Ich war weder routiniert, noch gelassen, ich hatte eine riesengroße Angst. Und weil ich vernünftig sein wollte und ausschließen, dass es Emil schlecht geht oder eine Geburt beginnt, der Muttermund sich öffnet, war ich bei meinem Arzt. Nicht im Krankenhaus, sondern beim Arzt.
Dort wartete ich erstmal 45 min nachdem der Hinweg schon voller Sorge war. Sind wir rechtzeitig losgefahren, hätte ich schneller sein sollen, ich hatte extra versucht ruhig zu bleiben, schlägt dein Herz noch? Löst sich die Plazenta? Ich hatte so Angst und dann saß ich da rum, bis dann endlich der Arzt meinen Namen durch sagte. Ein kurzer Schall, ohne nette Worte, im Gegenteil er warf noch mit dem Wort „Nabelschnurblase“ um sich, von dem ich keine Ahnung habe, was es bedeutet. Nix. Danach Hose runter, gucken mit den Fingern, ob der Muttermund auf oder zu ist, war zu und Tschüss. Ich hatte dann nach dem Labor, dass man huschhusch noch schnell hinzufügte, damit ich morgen nicht noch mal kommen muss (an meinem regulären 3. Screening) nur noch die Chance zu fragen, wann ich denn wieder kommen soll- in vier Wochen. Haha.
Erstmal hätte man im Krankenhaus im Kreisssaal sofort ein CTG geschrieben, als Allererstes, dem hätte eine vaginale vorsichtige Untersuchung gefolgt mit Abstrich! und danach noch ein Schall.
Zu Hause sah ich dann, dass er weder die Maße für das dritte Screening eingetragen hatte, Emil war wieder zwei Wochen weiter, und sich auch noch verschrieben, statt Blutungen nach der 28. SSW steht nun die Kürzelnummer für Abusus in meinem Mutterpass. So beschissen betreut fühle ich mich schon die ganze Schwangerschaft. Niemand, der wirklich für mich da ist. Mir sagt, Plazenta sieht super aus, Nabelschnur arbeitet, Fruchtwassermenge normal, mir einfach glaubhaft wenigstens versucht zu versichern, es sei alles in Ordnung. Nichts. Ihr Kind liegt in Schädellage. Nichts. Kein bitte melden Sie sich, wenn die Blutungen schlimmer werden. Nix. Bisher hat mich niemand von dem Verein informiert, ob meine Werte gut sind vom Zuckertest und der letzte Abstrich. Und wechseln trau ich mich fast nicht, weil der Arzt so eng verbandelt ist mit dem Krankenhaus. Schnellere Betreuung ohne Anmeldung. Er versteht sein Handwerk (angeblich, hat einen sehr guten Ruf), aber man zieht am Eingang eine Nummer. Und jedesmal beim Schall fragt er nur die immer gleiche Frage: Wie schwer war ihr schwerstes Kind? Jedes Mal neu. Er hat keine Ahnung wer ich bin.
Jetzt sitze ich hier verzweifelt, weil ich natürlich nachdem (!) ich die Praxis heute verließ noch zweimal Blut fand. Und nach der Untersuchung starke Schmerzen hatte im Unterbauch. Das ich noch hier sitze, verdanke ich Emil, der sich bewegt und das sie wieder aufhörten. Ich hab 450mg Magnesium eingeworfen. Und warte auf meine Schwiegermama und Mann. Bin extrem reizbar, weil sowas von überfordert und mental einfach nicht mehr dafür ausgelastet und möchte nur weinen. Vor unbändiger Angst, ich könnte was übersehen und das Leben von Emil riskieren. Ich hab Angst. So große. So sehr. In solchen Momenten merke ich, dass ich nie wieder schwanger werden möchte. Egal wie wunderschön es abends mit Emil im Bauch ist… diese Hölle… ich möchte das nie mehr erleben.

Ich neide anderen Frauen ihre unkomplizierten Schwangerschaften. Ich möchte doch einfach nur meinen gesunden Emil. Ich möchte weder lange im Krankenhaus sein, noch ihn im Brutkasten, ich möchte einfach nur ganz normal und pupslangweilig kugeln.

PS: Ich hätte all das „verstanden“, dieses BLut, beim Kranksein, bei den schlimmem Hustenattacken, beim Ausflug von Noah (obwohl ich weiß Gott so unendlich dankbar sind, dass wir diese Tage so sorgenfrei erleben durften!!!), letzte Woche als Nils nicht da war und ich einmal Ben mit Zoe ins Bett trug, aber da war nichts, dafür heute morgen? Ich versteh es nicht. Und das macht mir zusätzlich Angst.

29+1

Sonntag, April 15th, 2012

Kleiner Emil,

während ich hier sitze, wurschtelst du dich kraftvoll durch meinen Bauch. Manchmal trittst du, als würdest du quer in mir liegen, dann hab ich wieder das Gefühl es sind deine Füße, die mich treten oder ein anderes Mal ein dicker Po oder dein Kopf unter meiner Brust, weit rausgestreckt. Es scheint dir einfach eng zu werden, deine Bewegungen haben sich verändert, kraftvoller nicht mehr so flatterhaft, aber das war ein längerer Prozess…
Ich quietsche immer vor Freude, wenn sich kleine Babysachen von dir in unsere Wäscheberge verirren, das ist so wundervoll. Es bedeutet mir so viel. Ich räume dann deine Sachen mit Liebe in die Schubladen oben im Schlafzimmer… Deine Sachen…
Ich bin voller Vorfreude und Aufregung… Es gibt Tage, da sind es nur noch 10 Wochen und 6 Tage und dann wieder Tage, da kann die Zeit nicht schnell genug vergehen… Einfach so unglaublich, dass du in 8 Wochen schon kommen darfst. Ich hoffe, dass die Zeit dahin schnell vergeht, denn nach wie vor Sorge ich mich auch. Die Mutterbänder ziehen oft sehr schmerzhaft, manchmal trittst du nicht viel und sofort fahren die Gedanken Achterbahn. Ich gebe mein Bestes mich nicht verrückt machen zu lassen, aber es berührt mich nach wie vor so sehr, dass es dich gibt, mein kleines Wunder… Ich mag dich einfach nur dann im Arm halten, dich küssen und an dir schnuppern, dich festhalten…

Mein Körper ist bereit. Seit ein oder zwei Wochen habe ich Vormilch. Die Geburtsvorbereitung findet in dieser kommenden Woche schon das dritte Mal statt und wenn alles passt, dann darf ich das in dieser Woche schon mit deinem Papa zusammen machen. Ich möchte alles vorbereiten und kaufen, weil es nicht auf einmal geht, erwische ich mich seit Donnerstag beim Extrem-Nestbau. Schränke durchgucken, auswischen, wieder einräumen, die Küche sieht richtig gut aus :) Auf jeden Fall mischt sich Glück und Aufregung mit Sorge und Angst. Manchmal möchte ich es in die Welt hinaus brüllen und dann merke ich wieder wie wichtig es mir ist, online ganz bei mir zu sein. Manchmal reicht dieses ganz bei mir sein, ein anders Mal beneide ich Mitschwangere um ihre Offenheit und ich fühle die Mauer ganz stark, die ich um mich und mein Wunder gebaut habe… Meine Seele sucht nach wie vor Schutz, mein Herz hat Angst, dass zu laute Freude den Unmut des Universums nach sich zieht. Gebranntes, liebendes Kind…
So sind die Tage manchmal ein auf und ab… Ich wünsche uns noch Zeit zusammen im Bauch, ich liebe deine Bewegungen… und das es uns weiterhin bis auf die üblichen Wehwehchen (Pipipausen, Mutterbänder, die sich krampfhaft zusammen ziehen, zeitweise das schmerzende Schambein, komische Träume, Einschlafprobleme, schneller aus der Puste sein, nicht mehr gut sitzen können usw. :) )weiterhin so gut geht. In Liebe…

Ausflug ins Legoland

Samstag, April 14th, 2012

Weil jedes Kind anders ist und nicht jeder Geburtstag immer gleich ablaufen muss, sind wir alle zusammen an Noahs Geburtstag ins Legoland gefahren. Und es war toll!

Der Kinderpapa hatte sich den ganzen Tag frei genommen und dank der Ferien des Tochterkindes haben wir erstmal in Ruhe frühstücken können und sind dann kurz vor 9Uhr zur Bushaltestelle aufgebrochen. Von dort zum Bahnhof, vom Bahnhof nach München, von München mit der Regionalbahn nach Günzburg, von Günzburg wieder mit dem Bus zum Legoland. Ich glaube, es war 12Uhr als wir dort bei Nieselwetter ankamen. Karten hatten wir online gekauft, Noah bekam als Geburtstagskind freien Eintritt und einen riesengroßen Button an die Jacke, Ben war mit unter drei Jahren noch kostenlos.

Dann ging es auch schon los. Und ich war erstmal schier erschlagen. Das legte sich schnell, als ich die Größe des Parks einschätzen konnte, aber erstmal war alles zuviel. Das konnte aber auch an der Anfahrt gelegen haben. :)
Als wir so ziemlich alle Knöpfe gedrückt hatten und Noah und Zoe das erste Mal geflogen waren, suchten wir Nahrung. Die es natürlich größtenteils nur in Menüs gab, also gab es zwei davon für alle und schon mal eine Runde mitgebrachte Cookies für die Seelen. Nach dem Essen haben wir dann den Großteil der Kinder in die Matschehosen gesteckt, weil es nun wirklich regnete und die Kleinen vor dem Essen eigentlich nur noch nach Hause wollten. Und ab da entspannte sich alles. Wir hatten ja auch nichts weiter dabei. Keinen Wagen, wo man mal eben jemanden schlafen legen konnte, entweder mussten alle Laufen oder der Kleinste wurde getragen. Die Hemmungen fielen dann auch ganz schnell und wir haben alles gemacht, was ging- ob von Alter oder Wetterlage- war ja nun richtig ekliges Schietwetter.
Die Mitarbeiter waren überall sehr freundlich und jeder der Noah an dem Tag sah, schüttelte ihm die Hand und gratulierte ihm zu seinem Geburtstag- dank des Buttons.
Um halb fünf stürmten wir klatschnass zum Aufwärmen in den Legostore am Ausgang. Jeder durfte sich als Mitbringsel einen Schlüsselanhänger aussuchen und dann standen wir auch schon an der Bushaltestelle Richtung heimwärts. Wieder Bus, dann Bahn, noch ne Bahn und nochmal Bus. Und schwupps waren wir dreieinhalb Stunden später wieder zu Hause. Die Kinder mit super roten Wangen (die Erwachsenen vermutlich auch) und so einem Gefühl von Glück, das nachhallte.

Ich war so unglaublich stolz auf unsere Kinder, unheimlich dankbar für diesen tollen Tag, dem der ganze Regen wirklich nichts anhaben konnte. Wir können uns einfach auf einander verlassen, dass war so schön- insgesamt waren wir an dem Tag 7 Stunden ohne großes Gemecker von irgendwem unterwegs gewesen (für nur 200km) und hatten fast 5 Stunden Zeit im Legoland gehabt…

Geburtstagskind

Mittwoch, April 11th, 2012

So sieht man mit 6 aus…

Du bist so ein großartiger Junge!

28+2 oder Vom Nestbau…

Montag, April 9th, 2012