Archive for Februar, 2009

Sonne

Samstag, Februar 28th, 2009

Heute schien in und um München, das erste Mal seit gefühlten Ewigkeiten die Sonne
und die wärmte nicht nur das Herz. Ich konnte also nicht anders und putzte die Fenster
im Schlafzimmer! Da musste Sonne hinein. Vom Schnee, Regen, Schniesel und
Schneematsche waren die Fenster vollgekleckst und grau. Nachdem die Fenster wieder
in der Lage waren ihrer natürlichen Funktion als Lichtspender zu erfüllen, fühlte sich
das ganze Zimmer sauberer, heller unf freundlicher an! Und während ich morgens am
geöffneten Fenster stand, roch es sogar ein bißchen nach Frühling! Die Sonne schafft es
nun wieder in die Wohnung und vielleicht ist das ein bißchen Motivation sich öfter
blicken zu lassen…

Happy Birthday, Bennet!

Freitag, Februar 27th, 2009

Aus und vorbei, du bist ab heute kein Kleinkind mehr und irgendwie wird das auch Zeit, oder?!
Als ich dich hier erleben durfte und mir im Anschluss die Fotos ansah, fand ich ohne dich
wirklich gut zu kennen, dass deine kleine Persönlichkeit so gut zu sehen ist. Nicht mal nur
still oder denkend, sondern wirkliche Tiefe. Ich nehme mal an, dass diese Tiefe und dieses
manchmal vielleicht nicht ansprechbar sein, für deine Eltern das eine oder andere Mal zur
Herausforderung wird, aber ich finde all das einfach nur liebenswert! Ich freu mich heute so
für dich! Lass dich- hoffentlich gesund- feiern! Ich denk an dich, die Frau mit den vielen Kindern.

9+3

Donnerstag, Februar 26th, 2009

Obwohl ich nach dem letzten Besuch bei meiner Ärztin noch Blutungen hatte, war ich sehr
ruhig. Natürlich auch weil mir nichts anderes übrig blieb. Ich fühlte mich soweit gut in meiner
Haut, als das ich fühlte wie mein Körper mir mehr und mehr zeigt, dass er Leben in sich trägt.
Doch je näher der nächste Termin rückt, umso unruhiger werde ich. Ich möchte sehen, was
ich fühle und ich brauche das Sehen um es fühlen zu können. Ich möchte wissen, dass all
die Ruhe und die Abgeklärtheit den Wehwehchen gegenüber, dass das alle Füchte trägt: mein
Pünktchen.
Von Genuss kann momentan nicht die Rede sein, ich laufe einfach gerade aus. Stur. Der Schock
über dieses und jenes verflog sehr schnell und so akzeptiere ich seit mindestens 3 Wochen,
was ich nicht ändern kann. Diese Magnesiumkapseln, diese Salbe, diese Zäpfchen, diese Handschuhe,
diese Blasen-Globuli, dieser Blasen- und Nierentee- all diese Kleinigkeiten machten es zu einer
Krankheit. Aber all diese Dinge gehen einem schnell über- sie gehören dazu und mit ein bißchen
Glück kann man auf das eine oder andere auch bald verzichten und hoffen, es gesellt sich nichts
neues dazu. Und wenn, könnte ich es nicht ändern.
Mit jeder Woche, die vergeht fühle ich mich dennoch stärker und sicherer. Und irgendwann,
vielleicht schon beim nächsten Termin in einer Woche, kommt dann dieses Gefühl wieder:
Wow, wir haben es geschafft. Unser Lebenstraum: 4 kleine Schlafräuber!
Ich merke, wie ich mich selbst schütze. Dieses kleine Leben befindet sich in einer Seifenblase. Ich
darf es sehen, aber nicht berühren. Wir machen Pläne und träumen und dennoch bleibt es einen
Hauch weiter weg. Zu weit, aber näher komme ich einfach nicht heran.

Po- Geschichten

Donnerstag, Februar 26th, 2009

Wieder ein Frühstück.

Zoe: „Papa, du musst viel essen, damit dein Popo wächst.“
Papa: „Mein Popo wächst nicht mehr, der bleibt knackig!“
Mama: „Vielleicht wenn wir älter werden?!“
Papa: „Nein, er hängt vielleicht etwas oder schlägt Falten, aber der wächst nicht!“
Zoe: „Dohoch Papa! Wenn ihr Oma und Opa werdet, dann wächst euer Popo!“

Also gestern war Zoe noch beim Verliebtsein, heute werd ich schon Oma- klasse. Das geht
aber schnell bei Zoe. Ich hoffe ich hab noch mindestens 10 Jahre! Bitte! Gern auch mehr! ;)

Früh dran

Mittwoch, Februar 25th, 2009

Heute morgen in einem Anflug von Zärtlichkeit, stehen Mama und Papa vor den Kindern
am Frühstückstisch und umarmen sich.

Zoe: „Was macht ihr denn da?!“
Wir: „Wir sind eben FALIEBT!“
Zoe: „Jannes will auch mit mir faliebt sein!“
Wir: „AHA.“
Zoe: „Aber ich will lieber mit Malte faliebt sein!“

Offene Münder. Sie ist doch erst Vier.

Spielst du noch oder funktionierst du schon?

Dienstag, Februar 24th, 2009

Eben bei Frontal 21 mitunter Thema „Spielen verboten- Klagen gegen Kinderlärm“.

Lärm ist gleich Lärm. Zumindest in Deutschland. Ob aber das Haus gegenüber saniert wird oder
die Kinder im Kindergarten gegenüber draußen spielen macht einen Unterschied. Ich als Mutter
konnte meine Kleinkinder nicht davor schützen, während der Sanierungsarbeiten in
unserem kleinen 4 Parteien-Wohnhaus Angst zu haben. Gerade mittags wurden die Wände
eingerissen mit der Begründung: Die Handwerker haben nur dann Zeit, da könne man nichts
tun. Egal, dass wir hier ein Recht auf Mittagsruhe haben. Wenn nun aber ein Ehepaar der Meinung
ist, die Kinderlein gegenüber stören ihre Mittagsruhe, muss der Kindergarten eben umziehen.
Das ganze Thema macht mich wütend. Sehr sogar. Weil es da eine große Ungerechtigkeit gibt.
Ich bin keine militante Mutter. Obwohl meine Kinder letzte Woche um 18Uhr müde und
zurecht nach dem Klinikaufenthalt völlig aufgewühlt und fertig waren, erklärte ich ihnen, sie
mögen doch bitte etwas leiser sein, denn die Menschen in der S-Bahn seien auch müde vom
langen Tag und brauchen Ruhe. Jedesmal spreche ich mit meinen Kindern und bin bemüht ihnen
aufzuzeigen, dass es sich lohnt sich in unser Gegenüber einzufühlen. Deshalb machen mich diese
Kinderlärm-Klagen wütend. Ist das so schwer, Kinder draußen Bobbycar fahren zu lassen? Vorallem
wie lang? Bei uns im Kindergarten gibt es Kinder, die schlafen. Da sind die Kinder ruhiger im Haus
um die Mittagszeit. Die Kinder sind auch oft draußen, aber nicht rund um die Uhr?! Und genau bis
17Uhr, Freitags bis 15Uhr. Wo soll das hinführen? Wo sollen die Kinder hin? Es werden so hohe
Erwartungen an unsere Kinder gestellt und da dürfen sie nicht mal spielen, wenn sie noch freiwillig
Lust dazu haben, sich zu bewegen!? Weil Lärm eben Lärm ist und in Wohngebieten nur 50-55 Dezibel
erlaubt sind, Kinder beim Spiel 80 erreichen wie ein Presslufthammer?! Kindergärten ziehen weg,
aber Kinder in Kindergärten die unter Lärm von Strassensanierungen keinen Mittagsschlaf mehr
halten können, haben einfach Pech gehabt.

5. Hochzeitstag

Montag, Februar 23rd, 2009

Äußerst gerührt blicke ich heute fünf Jahre zurück. Beim Durchblättern unseres Albums,
um ein paar Fotos abzufotografieren, musste ich ein paar Tränen wegdrücken. Es war einfach
ein rundum gelungener wunderschöner Tag, mit Freunden und Familie, ein paar schönen Tagen
zuvor und einzigartigen Flitterwochen!
Ich habe den Mann geheiratet, den ich liebe, weil wir das so wollten. Wir haben dafür gekämpft
und sind nicht immer auf Verständnis gestossen, entweder waren wir zu jung, um die Konsequenzen
abzuschätzen, wir hatten zu wenig Geld oder kannten uns nicht gut genug. Wir hatten Wochen
voller Vorfreude, Prüfungsstress, Bewerbungen und Hochzeitswahnsinn hinter uns gebracht und
es doch tatsächlich geschafft, mit Schwestern und Freunden am 20. Februar via Nachtzug loszufahren
und am 21. Februar in Friedrichskoog anzukommen. Wir genossen diesen ersten Tag, denn schon
am 22. Februar fand abends der Polterabend statt, für den ich noch Namensschilder fertig machen
wollte, unsere waren rot und es standen „Braut“ und „Bräutigam“ darauf.
Am 23. Februar stand ich vor 5Uhr auf, denn um 10Uhr sollte die standesamtliche Trauung beginnen.
Meine Ma frisierte meine Haare, zusammen mit meiner Schwester stand ich lange im Bad, essen
konnte ich nicht viel, dafür Minuten vor der Abfahrt noch in Ruhe meine Nägel lackieren. Meine
Schwester hielt mir bei meiner letzten Zigarette als Unverheiratetete den Schleier aus dem
Gesicht. Der Lichteinfall beim Eintritt in die Mühle soll märchenhaft gewesen sein, meine Vater
führte mich und übergab mich dem Bräutigam. Dort standen wir lang, hielten uns an den Händen
und sprachen die ersten Worte, nach einer Nacht, die wir getrennt verbracht hatten. Ich erfuhr,
dass mein Mann einer Entführung zur Reeperbahn entkommen war und etwas leidlich in den Tag
gestartet war. Wir erklommen die kleine und steile Treppe hinauf und nahmen Platz an einem
wunderschönen Tisch. Um uns herum unsere Familie und Freunde. Eine lange Rede und viel Humor
später durften wir unterschreiben, die Ringe tauschen und nach einer charmanten Aufforderung uns
auch küssen. Unten wartete der gute Champagner und kleine Häppchen. Gegen 12Uhr löste man
sich, denn um 14Uhr wartete der Pfarrer in der kleinen Fischerkirche auf uns. Also fuhr ich
mit meinem Eltern wieder ins Quartier. Und zog das wunderschöne weiße Kleid an. Ein Traum
zwei Kleider für einen Tag. An die kirchliche Trauung kann ich mich kaum erinnern. Es war
einfach irgendwie zuviel für diesen einen Tag. Und wir waren ja schon getraut. „Wollen Sie ihre
Frau wirklich heiraten?“ Na, nu war zu spät für ein Nein. Missen würde ich es aber nicht wollen.
Es war genau das richtige für uns: unser großer Tag. Kaffee und Kuchen einten alle an einem
U. Dennoch war jeder froh über die Pause bis zum Abendessen. Diese Pause genossen wir in
unserem Appartment mit unseren Freunden. Beim Abendessen musste ich gehen, mir war schwindelig.
So sehr, dass ich mein weißes Brautkleid ausziehen musste. Ich konnte meine Ma davon abhalten
das Appartment zu verschönern, freute mich über die Intiative der Familie Musik aufzulegen und
die Meute mit Spielen zu unterhalten und war irgendwie trotz allem froh totmüde um 1Uhr die
Türe hinter uns zu schließen und gemeinsam zweisam im Bett noch ein Glas Champagner zu trinken…

Ach ja…

Sonntag, Februar 22nd, 2009

Der Tag heute ist ein einziges: Ach ja…

Dabei ist er doch gar nicht so wichtig. Aber irgendwie- der Hormone sei Dank- ist alles näher
als sonst um diese Zeit. Ach ja…

Und angefangen hatte alles mit ein paar Gästebucheinträgen, ein paar Mails, ein Mal chatten-
ich hasse chatten- und diesem Foto…

verliebt

Knifflige Fragen

Samstag, Februar 21st, 2009

„Mama, klaut das Baby im Bauch dein Essen?!“

Lügen haben lange…

Freitag, Februar 20th, 2009

Haare.

Ich habe heute das erste Mal so bewusst, so richtig bewusst das Tochterkind beim Lügen
erwischt!
Beim abendlichen Ausplünnen und Brote schmieren, aus der Küche nach den nackigen Kindern
gucken kommend, höre ich nur noch wie das Tochterkind gehässig zum Noah sagt: „Und jetzt
kommst du an deinen Pyjama nicht mehr ran!“ Im Zimmer bietet sich mir folgendes Bild:
Zoe noch immer nicht entkleidet und Noah in Windel vor Tom’s Gitterbett. Aha. Da hat wohl
einer den Pyjama in das Bett vom Tom geworfen. „Zoe? Hast du den Pyjama da rein geworfen?“
„NAIN!“- „Noah? Hast du deinen Pyjama da reingeworfen?!“ „NEIN! Die Zoe!“- „Nein, hab ich
gar nicht!“ Begebe mich pädagogisch sehr wertvoll in Augenhöhe des Tochterkindes und frage:
„Zoe, wie kam der Pyjama da rein?!“ Zoe druckst, guckt komisch: „Ich war das aber nicht!“
Ja und nun? „Zoe lügst du mich gerade an?“- „NAIN!“ Ja, blöd. Noah wird wohl nackig schlafen
gehen. „Mama?!“- „JA?“ „Also ich hab was reingeworfen und der Noah auch. Ich hab das Oberteil
in das Bett geworfen und Noah die Hose.“- „Na, dann holt jeder sein Teil da mal schnell raus,
damit wir den Noah anziehen können.“ Das Tochterkind wurde prima fürs Wahrheit verkünden
belohnt und ich bin mehr als baff, dass das Tochterkind jetzt lügen kann- in mein Gesicht, um
den täglichen Schlägen entkommen
! Und das nachdem die Großen heute schon pädagogisch
wertvoll ihren Tisch schrubben mussten, weil sie es für eine lustige Idee hielten, ihn anzumalen
mit Wachsmalstiften. Da wird nicht geschrien, meine Stimme brauche ich für andere Momente,
da wird feierlich der Schwamm samt Handtuch überreicht!