Archive for Dezember, 2012

Dezember in Instagram

Montag, Dezember 31st, 2012

So wenig Zeit zum Bloggen, noch weniger Zeit bei anderen zu lesen und trotzdem Dinge festhalten wollen. Das war unser Dezember.

Drei Worte

Samstag, Dezember 29th, 2012

„Ich liebe dich!“, sagt sie mit ihren wunderschönen braunen Augen, wie sie es seit Jahren immer wieder hört und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Das hab ich noch nie gesagt.“

„Das weiss ich.“ Aber es klingt wunderschön. Seitdem sagt sie es immer wieder. Als wäre es das Natürlichste der Welt.

Und jedes Mal, wenn sie es tut ist da dieses Kribbeln…

Ein halbes Jahr

Donnerstag, Dezember 27th, 2012

Kleiner Mensch,

23:20Uhr und ich werde von einer riesigen Welle Sentimentalität erfasst und ich erwische mich doch bei dem Gedanken: Wahnsinn, die Zeit ist so schnell vergangen, Du warst doch erst so winzig. Das kann doch kein halbes Jahr her sein?! Oder doch? Klar ich war dabei. aber es ist mit Dir kleinem Menschen soviel passiert!
In diesen Tagen stand in der Not kurz im Raum, ob Du auf meinem Schoss Autofahren musst und da fing ich fast an zu weinen und drückte Dich panisch an mich: Ich hab dich doch nicht monatelang liebevoll ausgebrütet, bin Monate lang nicht Auto gefahren, also nur in allergrösster Not, nur damit ich mich jetzt so mit Dir in ein Auto setze: Niemals! Aber es war auch kalt! Richtig kalt und so windig… Aber Lisa hat uns gerettet und wir mussten weder was Dummes tun, noch erfrieren.
Ja, genau kein Auto gefahren. Und hassehassehasse es noch. Ich mag meine Füsse. Klar kann man auch sterben, wenn man vor die Haustür tritt, aber laut Statistik, gibts nunmal mehr Verkehrsunfälle, als dass einem vor der Tür ein Klavier auf den Kopf fällt.
(Und die (Ich) hätte gern ein Auto- ich weiss, ich weiss, ich kann Sie mit den Augen rollen hören! :) )
Und ja ich weiss, das Leben ist gefährlich. Und als ich zu Hause ankam, hab ich erstmal ne Runde geheult und mich in den Arm nehmen lassen, denn Auto fahren magst Du auch nicht, Du schreist leider zu oft. Und ich kann nix tun, weil Schoß fällt ja aus, wegen siehe oben.
Jetzt liegst Du hier neben mir und ich höre Dich schlafen. Und wenn ich mag, kann ich meine Hand auf Deinen Kopf legen und Deinen Haarflaum fühlen, so weich und auch so so schön.
Rötlich schimmert Dein Haar im Moment, wer weiss ob es bleibt, denn Deine Wimpern sind meiner Meinung nach nicht so hell wie die von Tom. Vielleicht bekommst du das kastanienfarbende Haar deiner Oma, vielleicht wirst du auch rothaarig.
Jedenfalls hast Du wirklich und definitiv braune Augen und was find ich das schön. Braune Kulleraugen mit langen Wimpern, wie Deine Schwester. Der erste Junge hier mit braunen Augen, wie wir Eltern es uns ganz heimlich gewünscht haben, aber pssst. Wunderschöne grüne und blaue Augen mit langen Wimpern gibt es nämlich schon, zum wegträumen schöne. Und nun sind da diese Deinen Braunen.
Dieses Glänzen und Strahlen in den Augen von so kleinen Menschen wie Dir, als wärt ihr noch so voller Himmel, da liegt soviel Unbeschwertheit und Unbeschriebenheit drinnen. Und wenn Du lachst, sind da kleine Falten. Und Deine Stimme überschlägt sich fast… und quietschen kannst Du!
Als ich Weihnachtskarten geschrieben habe war das so natürlich. Sieben Namen geschrieben in einem Schwung. Wir sind eine Familie.
„Das größte Glück auf Erden“ so nannte ich den Post zu Deiner Geburt und genau so fühlte es sich an. Lange habe ich überlegt, wie ich nur sagen könnte, dass Du endlich da bist und dann kam mir das in den Sinn. Und das bist Du, Du bist das größte Glück seit der Geburt von Zoe, Noah, Tom und Ben.
Ein halbes Jahr ist seitdem vergangen. Ist das nicht verrückt? Und wunderschön! Ich mag dich einfach nur festhalten und genießen. Jede Nacht liegst Du ganz nah bei mir. Du brauchst mich wie ich schon schrieb und ich brauche Dich. Ich finde Zeit für mich zwar auch schön, aber es fühlt sich nicht richtig an. Noch gehören wir beide mehr zueinander, das wird sich in den kommenden Monaten von allein lösen, umso mehr lebe ich das jetzt.
Essen wird mehr und mehr Thema. Wir stillen noch voll, aber ich gebe Dir seit Wochen, was mir so in den Sinn kommt. Am Liebsten magst Du das Innere einer gekochten Kartoffel, aber es gab schon allerhand Verschiedenes- vor allem zum Kosten. Weil aber nicht automatisch bei jeder Mahlzeit etwas für Dich geeignet ist, haben wir auch Gläser gekauft. Wenn Du gut drauf bist, isst Du schon mal so ein Halbes. Aber wir sind da ganz ungezwungen, weil es eh nur um Monate geht, dann isst Du ja bei uns mit. Vorallem merke ich wie die anfängliche Euphorie weicht und ich gar keine Lust hab, Dich bei den Mahlzeiten mit dem Löffel zu füttern, lieber drück ich Dir was in die Hand oder füttere Dich mit Brötchenfluff. Wie gesagt, das wird sich finden, ich bin da ganz entspannt und trotz Deiner zwei Zähne klappt das Stillen einfach noch zu gut.
Du robbst. Ich habe wirklich gegoogelt, was das genau bedeutet, ob es das richtige Wort ist. Du krabbelst nicht, aber Du schiebst die Knie doch unter Deinen Po und holst so Schwung, nicht einzig allein Deine Hände ziehen Deinen Körper so, sondern Deine Beine arbeiten mit. Das heißt Du umkreist den ganzen Raum, nichts ist mehr sicher. Du schnappst dir den Mülleimer, kippst ihn um und holst dann alles raus, wenn man Dich denn lassen würde. Und wenn man etwas wirklich interessantes vor Dich legt und es rollt Dir weg oder es rutscht Dir aus den Händen, machst Du Dich auf den Weg hinterher. Das sieht so süss aus. Und es macht mich so unglaublich stolz zu sehen, wie Du wächst (und wie!) und Dich entwickelst (und wie!)- ohne unser Zutun übst Du jeden Tag und bringst Dir selber all das bei.
Du bist so wahnsinnig kräftig, ich würde nicht schaffen Beine und Arme so lange vom Körper gestreckt zu halten auf dem Bauch liegend. Ich weiß nicht, wie Du das schaffst. Und noch immer ist es wirklich eine Wonne, ein anderes Wort gibt es dafür nicht, zu sehen wie Du mit deinen Beinen wedelst, wenn Du aufgeregt bist oder Dir was Spaß macht, dieses Strampeln ist einfach so unendlich niedlich und ich muss es einsaugen und konservieren, meine Erinnerungen.
Du mein Herz, ich bin so dankbar, dass es Dich gibt, dass Du unser Leben so bereicherst und genau das tust Du, nach wie vor, nie wirklich niemals war ich müder als jetzt, aber ich bin so glücklich, dass wir eine Familie sind. Ich wollte Dein Lachen sehen, Dich wachsen, Dich tragen und stillen, Dich beschnuppern, Dich lieben- und das tu ich.
Wir passen weiterhin auf Dich auf und lieben Dich- Alle zusammen, denn du hast die tollsten Geschwister der Welt!

Ich liebe Dich!

Lieben.

Dienstag, Dezember 25th, 2012

Vor einem Jahr in der Nacht zu Heilig Abend bekam ich nach einer Pause erneut Blutungen. Es war bis dahin ein wunderschöner Abend mit dem Mann gewesen, wir hatten die letzten Geschenke eingepackt und freuten uns auf das Fest am nächsten Tag. Es war eine wundervolle Stimmung gewesen voller Vorfreude, Lachen und ganz viel Wärme. Es war schon spät und ich wollte mich im Bad fertig machen und ins Bett gehen. Obwohl ich fast in der 14. Woche war, reagierte alles in mir mit Panik, es ist so ein ganz bestimmtes Gefühl, alles versteift sich, es wird kalt. In einem ersten Impuls wollte ich ins Krankenhaus, aber es war so spät, ich war müde, ich sollte schlafen sagte der Mann, also lag ich da und konnte nicht schlafen. Und irgendwie passierte etwas in mir, ich wollte es nicht wissen. Ich wollte wie ich es mir all die Wochen zuvor so sehr gewünscht hatte, Weihnachten mit meinen Kindern, meinem Baby im Bauch und meinen Lieben feiern. Am nächsten Tag versuchte ich mir wie die Wochen davor nichts anmerken zu lassen und ich glaube bis heute weiß niemand, dass ich wirklich versucht habe dort unten heimlich Herztöne zu finden, die ich natürlich nicht fand. Ich versuchte ruhig zu bleiben. Und alles was dabei half, war das die Blutung nicht schlimmer wurde. Ich sprach mit meinem Kind, das ich so sehr liebte. Und hoffte. Und wünschte.
Ich hatte ein wunderschönes Weihnachtsfest, voller Liebe und Tränen von Rührung. Ein paar Tage später erfuhr ich, dass unser Sohn lebte. Unser Sohn! <3 Ein Jahr später und ich liege schlaflos im Bett. Vor mir eine ruhelose Nacht. Neben mir ein Kind. Mein Kind. Mein Sohn. Mein Baby. Frisch gestillt, ganz nah neben mir. Er braucht mich. Er sucht mich. Und genau das rührt mich so. Vor einem Jahr, brauchte ich mein Kind. Ich liebte es so sehr und ich brauchte es. Ohne es wollte ich nie wieder sein und jetzt, jetzt braucht mich dieser kleine Mensch wie ich ihn brauche. Mit mir findet er Ruhe, er fühlt sich geborgen und sicher. Das ist ein Geschenk. Das alles hier. Jeder Tag.

Geständnis

Donnerstag, Dezember 20th, 2012

Wissen Sie was? Ich mag gar kein Eis. Also ich esse es schon und ich mag Ben & Jerry’s total gern und esse es auch, aber ich liebe es nicht (so wie Kinder zum Beispiel). Ich bin einer der Menschen, die ihr Eis so lange rühren bis es flüssig ist und es dann quasi austrinken können. Lustiger Weise habe ich (genau) ein Kind (bisher… und ich verrate wie immer nicht wer), das ebenso ungern Eis ist (es aber niemals nicht zugeben würde), trotzdem immer so viel Eis will wie die Geschwister (so ein Geschwisterding, Sie wissen schon) und es dann so lange hält bis es tropft, laut nach einer Schüssel ruft oder ewig drin herumrührt, es (irgendwie auch) isst, aber nicht immer auf. So is(s)t das :)

„Jetzt ist aber Schluss, ja?!“

Mittwoch, Dezember 19th, 2012

Vor Wochen habe ich eine ganz liebe Mail von einer Frau bekommen, in der sie mich gefragt hat wie das so sei mit fünf Kindern. Sie hat mir ein paar Fragen gestellt, die ich aber bis heute nicht beantworteten konnte, weil ich gar nicht wusste, was ich schreiben soll. (Hab deswegen auch ein schlechtes Gewissen!)
Ich glaube am meisten hat mich die Frage beschäftigt, wie das so war/ist mit Freunden, Verwandten und Bekannten und darüber habe ich viel nachgedacht. „Gab keine Probleme…“ wollte ich antworten, mir würde nichts einfallen, das war der erste Impuls. Denn stehen nicht eigentlich alle hinter uns? Hat den jemand mal was doofes gesagt?…

Es scheint nichts mehr zu interessieren, als ob wir denn „noch mehr“ Kinder wollen. Wenn wir Pech haben, wird an diese Frage die Antwort: „Jetzt ist aber Schluss!“ gehängt. Das ist für mich total surreal. Weil es ja dann schon keine Frage mehr ist. Eine Frage, die so oder so schon sehr intim ist. Manchmal fühle ich mich dann wie eine 8- Jährige, weil es dann gar nicht darum geht, ob wir lieber Schoko- oder Vanilleeis mögen, sondern ob wir nicht schon genug Eis hatten, ob jetzt nicht mal gut ist, ob wir etwa vorhätten „damit“ noch weiter zu machen und nicht mal langsam aufhören wollen (so unnormal zu sein).

Ich frage mich ehrlich, warum es diese Menschen so interessiert, die sich nicht ausschließlich über ein weiteres Kind freuen würden?! Es will mir einfach nicht in meinen Kopf wie sich Menschen stereotyp gegen viele Kinder aussprechen können oder uns weitere verweigern würden, wenn sie nur könnten. Aus welchem Grund?
Wir fallen weder noch irgendwo ungefragt ein, noch muss man uns besuchen, man muss weder unsere Wäsche falten, noch das Haus putzen oder mit uns in den Urlaub fahren und genau deswegen verstehe ich das nicht.
Es will mir einfach nicht in meinen Kopf.
Und dennoch gibt es genug genau solcher Menschen, die finden, dass nun mal gut ist, weil es eben nicht ins Bild passt, in welches auch immer.
Und weil mich das so wuschig macht, wenn ich einen Moment länger drüber nachdenke, denke ich nicht über solche Menschen nach, hab ich noch nie, mach ich nie länger als nötig und hab ich auch nicht vor zu ändern, weil es mein Leben ist. Ganz allein meines, das ich teile mit meinem Mann und fünf kleinen Menschen. Und ich mach es mir recht so gut es eben geht und für mich wäre es eben unvorstellbar keine oder nur eins, zwei, drei oder vier Kinder zu haben. Nein, es müssen fünf sein, weil halt(!) und Liebe braucht man niemandem erklären oder?! Welches meiner 3,64 Kinder sollte ich denn weg geben?
Das sind und bleiben alles unsere Wunschkinder, herbei gesehnt. Und wir sind so gestrickt, das muss man nicht mögen oder bewundern, das ist ganz einfach so, wir sind so und was bin ich dankbar für dieses grosse Glück.
Viele Menschen versuchen da wirklich etwas zu verstehen, da etwas nachzuvollziehen, aber ganz ehrlich das kann man niemanden erklären, das geht nicht. Ich wusste alle meine Kinder würden toll sein, wie hätte ich da auf eines verzichten können? Ich mag nicht ohne sie sein. Ich erkläre ja auch niemanden, warum ich kein Schokoladeneis mag.

Ich weiß, das kennen viele von anderen auch, das gehört in die Kategorie: Besserwisser. „Wollt ihr nicht langsam mal zusammen ziehen!?/ Auf gar keinen Fall solltet ihr so früh zusammen ziehen!“, „Wollt ihr nicht mal langsam ein Kind bekommen- die Uhr läuft?!/ Ihr solltet unbedingt mit Kindern warten und erstmal Karriere machen!“
Die stehen neben den „Selber Schuld“- Sagern. „Du bist müde? Selber Schuld, wolltest ja die Kinder.“, „Dir ist es zu laut? Selber Schuld, du wolltest ja in der Stadt leben!“, „Dir ist es zu ruhig manchmal? Selber Schuld, du wolltest ja aus der Stadt ziehen!“, „Du hast zu wenig Geld? Selber Schuld, du wolltest ja unbedingt studieren.“, „Du bist unzufrieden mit deinem Job? Selber Schuld, du wolltest ja unbedingt gleich arbeiten.“

Also zurück zu dieser bezaubernden Frau und ihrer Frage, nein. Nein, wir sind umgeben von lieben Menschen und es gibt niemanden der was dagegen sagt(e), weil ich es gar nicht hören kann. Ich bin nämlich groß und kann soviel Eis essen, wie ich mag :)

Mein liebstes Wort 2012

Dienstag, Dezember 18th, 2012

Ich könnte jetzt „Emil“ schreiben, „sieben“, „Baby“ oder „Geburt“ oder „fünf“ oder „Familie“, aber mein liebstes Wort gibt es nur dank Autokorrektur…

Wenn der Mann seine Nachrichten (mittlerweile mit Absicht) mit „Knutsford“ unterschreibt. <3

Kupler

Freitag, Dezember 14th, 2012

Wir sitzen beim Abendessen, ich erkläre warum Geschwister nicht heiraten dürfen und gleich im Anschluss noch mal genau, dass Frauen und Männer jeweils schon das gleiche Geschlecht heiraten dürfen, aber nicht die gleichen Rechte haben.
Und weil wir eben noch mal gerade bei der Zukunft sind gehen wir noch mal durch wer wen heiratet, wobei sich heraus stellt, dass das Tochterkind noch keinen Zukünftigen hat. Noah beginnt Vorschläge zu machen, Zoe wiegelt ab und dann präsentiert Noah kurz seine Geheimwaffe: „Lenny?“- „Aber den kenn ich doch gar nicht.“- „Soll ich dir den in der Pause mal vorstellen?!“

Elternsein im Dezember

Sonntag, Dezember 9th, 2012

*Noch vor dem Zähneputzen Zahnpasta auf dem T-Shirt haben.
*Popel im Haar finden, ohne zu Wissen von wem eigentlich.
*Einen gebastelten Drachen im Kühlschrank entdecken.
*Lego- Ersatzteile aus dem Kalender zwischen Teetassen sammeln.
*Windeln in der Müslischüssel transportieren.
*Babyhänden mit Babyspucke und Schnodder im Gesicht, den Ohren, in der Nase, im Mund nachspüren.
*Baby-Milchspucke irgendwo auf dem Boden von wann auch immer wegwischen.
*Herbstlaub im Fahrradanhänger vergessen.
*3 Flaschen rosa Zaubersaft im ganzen Haus verteilen müssen.
*Schlafendes Kind ins Bett tragen.
*Schokoladentapser auf dem Badezimmermülleimerdeckel lassen.
*Im Kinderzimmer fehlen nur noch Fleisch und Fladenbrot, Zwiebeln sind schon da.
*Es raschelt in den Jacken- und Hosentaschen dank alten Gummibärchen- und Traubenzuckertütchen.
*Im Badezimmer auf dem Boden eine kleine Ecke von dieser Minitütchen liegen lassen.
*Nachts mit Emil allein spazieren gehen, um nach Hause zu kommen und Emil zu wecken.
*Ein Besuchskind fragen, warum es nachts um halb drei mit Lego spielt.
*Tee und Kaffee zum Frühstück trinken wollen und Zitrone in den Kaffee tun.
*Blase an den Fingern spitzen bei dem Versuch Ordnung in den Kinderschrank zu bekommen.
*Notarzt ins Haus lassen, mitfahren und Stunden später doch wieder zu Hause sein.
*Nachdem man wochenlang nur die Spülmaschinentabs vom DM hatte einen anderen mit Plastik reinschmeißen und nach dem Waschgang wieder unversehrt rausholen.
*Viele Papiersterne basteln und massig Papier bestellen in der Hoffnung, dass der eigene Hype länger anhält als nur bis zur Lieferung.
*Plätzchen backen und sich dabei maßlos selbst überschätzen.
*Gefühlte 250g gefärbten Puderzucker vom Tisch kratzen nach einem bunten Nachmittag.
*Familien- und Kinderfotos machen in der Hoffnung ein Bild zu finden auf dem nicht irgendjemand entweder doof guckt oder verwackelt dargestellt ist.
*Das schönste Familienfoto anschauen und entdecken, dass ausgerechnet ich total doof drauf aussehe.
*Sich vom Baby mit Brei im Mund mal ordentlich anniesen lassen.
*Voller Schuldgefühle überlegen, ob wir nicht langsam mal Bäume pflanzen sollten bei dem Papierverbrauch.
*Das erste Mal das Wort „Zahnspange“ hören.
*Gefühlt so wenig schlafen wie noch nie und trotzdem noch stehen können.
*Ganz verliebt sein in alle hier.
*Nicht einschlafen vor lauter Grübeleien, wann man was wie hätte anders machen können.
*Sich wie die doofste Mama der Welt fühlen.
*Sich wie die tollste Mama der Welt fühlen.
*Liegen lassen.
*Zuviel machen.
*Trotz und dank Allem ekelhaft glücklich sein.

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Donnerstag, Dezember 6th, 2012

Emma, mein kleines Sternenmädchen. Unser erstes Sternenkind. 2 Jahre ist es her, dass wir dich verloren haben. Ich denke an dich, nicht nur in diesen Tagen.
Ich hatte einmal gehofft, niemals zu wissen wie sich das anfühlt, was ich empfinde, aber jetzt so absurd wie es ist, möchte ich nicht missen so zu empfinden.
Dich bei uns gewusst zu haben, bedeutet so viel. Da bleibt ein Hauch von dir, zart wie ein kleiner Kuss, ein Wimpernschlag im Vergleich zum Leben und dennoch hat es uns so verändert. Auch dich liebe ich. Für immmer.

Ich lebe ohne dich, aber ich erinnere mich an dich…