Archive for Februar, 2013

Sonntagsfreude

Sonntag, Februar 24th, 2013

Eine besondere Sonntagsfreude für mich. Mein erstes Strickwerk ist fertig. Erst Ende Januar beim Wellness habe ich gemerkt, dass das Stricken eines der Dinge ist, die ich ganz unbedingt lernen möchte- 2013 sollte es soweit sein, nachdem ich mich letztes Jahr ans Häkeln gewagt hatte und eine Babydecke für Emil geschafft hatte. Ab von so wunderschön kunstvollen Stücken ist es in meinen Augen ein Stück Liebe, seinen Kindern etwas so Wärmendes mit den eigenen Händen zu schaffen.

Und nun ist es endlich fertig, eine Art Schal für meine Tochter. Freestyle gestrickt und zusammen genäht. Ich glaube, eine Lana Grossa Wolle war es- Merino Big Superfein, ich stricke mit 4er Rundnadel von Knitpro. Wenn ich mich richtig erinnere habe ich 30 Maschen angeschlagen und so lange simpelst gestrickt, bis ich fast 40cm geschaffte hatte, zum Schluss zusammen genäht und noch einmal halbiert. Fertig. Das Tochterkind liebt diesen Schal und trägt in fast den ganzen Tag über. Zu Hause dann als Haarband oder Ohrenschützer :) Und ich freu mich, dass ich das wirklich geschafft habe.

Sonntagsfreude. Idee von Maria.

Hochzeitstag

Samstag, Februar 23rd, 2013

9 Jahre schon- wir zwei ein Ehepaar. „Wusstest ihr da schon, dass ihr Kinder haben wollt?“, fragt Zoe während das Video läuft und ich sage unseren Spruch „Ja, 10.“ und sie lacht und sagt: „Dann habt ihr ja die Hälfte geschafft.“ Wir sehen uns an und da ist soviel. Etwas anderes noch als Liebe oder Krach, ein Bund. Unser Band, das uns lose zusammen hält. Lose, ein Wort das mir wichtig ist. Ab von Enge und Unterdrückung, Leben und Lieben auf Augenhöhe.
Zu deinem 30. Geburtstag in Venedig habe ich einen Text auf meinem Handy geschrieben, aber am Ende war da soviel wir und ich wollte doch nur über dich schreiben. Jetzt könnte ich das alles noch einmal so schreiben. Aber jetzt passt es wieder nicht.
Wenn ich ein Wort nennen müsste, ab von Liebe würde ich das Wort Untersützung wählen. Klingt nicht so romantisch, aber das ist es. Wir helfen einander, ist einer krank, hilft er mit soweit er kann, aber er darf ruhen und sich auskurieren, wir lassen einander nicht im Stich. Wir sprechen uns ab, manchmal bewusst nicht und bauen darauf, dass der andere schon wissen wird, was er tut. Wir leben unsere „Spleens“ aus, leben mit 3DDruck, Wolle, Garten, Camps, Ebooks und Büchern, treffen jeder für sich Menschen, die uns gut tun und haben dennoch immer wieder soviel, was wir einander unbedingt erzählen müssen. Gerade jetzt, wo die Tagespflege in unser Leben eingezogen ist, bist du nicht nur Fels, sondern Ansprechpartner und bildest mit mir ein Team, siehst Handgriffe voraus und hilfst mir noch in der Früh. Ich versuche so flexibel wie möglich zu sein, damit du deine Veranstaltungen machen kannst, weg kannst wann immer dich etwas reizt. Wir bleiben nicht stehen, haben Träume und manche durften wir schon verwirklichen.
Wir haben uns so früh kennen gelernt, zum einen sind wir noch die selben „Kinder“ wie in dem Video, dass wir unseren Kindern heute gezeigt haben und sie so witzig fanden, weil wir so komisch aussehen, wie Kinder eben, zum anderen haben wir zusammen Dinge erlebt, an denen wir hätten zerbrechen können. Wir hatten Glück. Sehr viel. Aber wir sind auch aneinander gewachsen.

Wenn unser Hochzeitstag sich jährt, rückt auch ein anderer Tag in greifbare Nähe und damit meine ich nicht den Geburtstag von Tom, der ja mal seinen ET an diesem Tag platziert hatte, sondern unser erster positiver Schwangerschaftstest. Da begann unser Abenteuer Elternschaft. Und ich musste heute so schmunzeln, als du im Video kurz vor der Abreise sagtest, in unser Ferienwohnung würde es aussehen, als wäre ein Großfamilie da gewesen.
2 Tage nach unserer Hochzeit, fiel uns damals auf, dass wir ja eigentlich auf etwas warteten. Bei einem Ausflug nach Heide gingst du heimlich, denn meine Eltern waren dabei, in eine Apotheke und kauftest einen Test. Wenige Stunden später konnte ich nicht fassen, dass etwas neues mit diesem Plastikding passierte, es war kaputt, denn es sagte, ich wäre schwanger, aber erst nach einer Minute. Ich rief dich damals und dann waren wir glücklich und überwältigt. Unsere Zoe war auf dem Weg. Unser erstes Kind.

10 1/2 Jahre Partner. 9 Jahre Ehe. Das letzte Jahr einstellig. Ich bin stolz. So sehr. Und ich liebe dich jeden Tag ein bißchen mehr.

Immer wieder Freitags…

Freitag, Februar 22nd, 2013

Nachdem ich nun die ganze Woche über viel Zeit und Ruhe für andere Kinder habe, wollte ich den Kindern nach den fiebrigen Ferien eine Freude machen. Also bin ich heute wie schon Ende Januar gleich nach Schulende kurz nach 13Uhr noch einmal in die große Stadt gefahren. Dort haben die Kinder im Deutschen Museum große Augen gemacht und dann bis zur Schliessung im Kinderreich gespielt.
Wobei drei einzelne Stiefel nass wurden. Der erste war Bens und da waren wir wirklich gerade erst dort angekommen, der zweite Noahs bei einem gewagten Manöver und Toms Stiefel ist nur nass geworden, weil er so wütend war nach einem Streit mit seinem großen Bruder, dass er einmal um die Spielfläche ist und dann in die tiefste Stelle rein: „SO! Jetzt ist mein Stiefel auch nass.“ Es hatte nichts mit dem Streit zu tun, aber es war so eine typische Tom- Frusthandlung. :) Ich war aber nicht das erste Mal da und hatte natürlich Wechselsachen (und Schuhe) dabei, denn nass waren die Herzbuben auch. War sowieso sehr interessant, dass die Buben die erste Stunde lieber beim Wasser waren, später auf Erkundungstour gingen, aber dann doch wieder beim Wasser landeten. Aber man kann wirklich Stunden dort verbringen, also im ganzen Museum. Hätte ich auch sehr gern, aber die nächsten Ferien sind in weiter Ferne. Und das heute war besser als nichts.
War wieder unheimlich toll mit den Kindern ein Abenteuer zu erleben. Die großen leuchtenden Augen, dieses Strahlen. Das Raten vorher, wohin die Reise geht. Ihre Rucksäcke mit ungesundem Proviant spicken. Einfach alles, nur schön.

PS: Und heute hatte ich auch ein aufgelandenes Handy dabei, um ein paar Fotos zu machen.

Erklärungen

Donnerstag, Februar 21st, 2013

Ben, jetzt mach bitte, was ich dir gesagt habe.
Kann ich nicht.
Wieso?
Weil ich nicht weiß, wie das geht.

Öhm ja.

Und dann…

Dienstag, Februar 12th, 2013

steht die Welt eine Weile still, weil liebe Menschen, Freunde von uns ihr ungeborenes erstes Kind verloren haben.

Wir sind in Gedanken bei Euch!

Zweite Woche

Dienstag, Februar 12th, 2013

Heute begann meine zweite Woche und auch wenn es noch wie Schwimmen mit Schwimmflügeln ist, fühlt es sich besser an. Nicht mehr so neu und unbekannt. Langsam kenne ich die Handgriffe- vor, während und nach der Tagespflege-, auch wenn es dadurch nicht weniger anstrengend wird.

Die vier Tage Pause haben mir trotz wieder noch Kranksein unheimlich gut getan, einfach nur der Abstand und das zur Ruhe kommen können- auf ganzer Linie. Heute startete ich dann trotz Ferien und Fieberkind, was mir fünf statt drei Kindern daheim bescherte, guter Dinge in die zweite Runde. Was letzen Endes eigentlich auch schön (wie anstrengend) war, weil endlich endlich meine Kinder, die Tageskinder gesehen haben. Zoe hat unten ganz toll mit den Mädchen gespielt, aber ich mag es nicht zu laut sagen, als Noah dann kam waren Li-Lo total aus dem Häuschen und schmissen sich quasi auf ihn, was Noah sichtlich gefiel und von ihm als Kompliment aufgefasst wurde. Aber auch Tom war so süß zu beiden. Alles wird so nun doch endlich -außer noch für den Kindervater- realer.
Schade war, dass es doch irgendwann so trubelig war, dass die Mädchen nach nicht mal 1 1/2 Stunden wieder nach oben zu ihren Eltern wollten und die Zeit mit den zwei kleinen Schniefnasen schneller um war, als ich gucken konnte. Aber auch hier, kein Kummer, keine Tränen- wir sind einfach hoch gekrabbelt. Der Knackpunkt war das zweite Frühstück für meine Kinder, das sie aus dem Tritt gebracht hatte und dann zu wo ist mein Stuhl, warum ist der Joghurt alle und wann bekomme ich Sirup- Fragen führte- und so eine Unruhe rein kam. Hinzu kam, dass die Mädchen angeschlagen sind und so nett und freundlich meine Kinder auch schauen mögen, drei neue Gesichter mehr, sind drei neue Gesichter mehr. Emil verschlief alles komplett, der hatte morgens anscheinend zu früh in den Tag gestartet und Nachholbedarf.

Schön war wie sehr sich die Mädchen gefreut haben mich wieder zu sehen. Das gab mir so viel und die lieben gesprochenen und geschriebenen Worte der Mamas tun ihr übriges. Einfach nur richtig schön! Morgen feiert Lo ihren ersten Geburtstag hier mitten unter uns- zumindest die ersten oder zweiten Stunden. Ich freu mich drauf!
Und hoffe, dass wir die kommenden Hürden noch gut meistern. Wir brauchen noch echten Abschied von Mama und Papa, frühere Bring- und spätere Abholzeiten sowie das Mittagessen und für ein Kind noch das Abholen meiner Kinder aus dem Kindergarten. Aber es wird!

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Mittwoch, Februar 6th, 2013

Es ist gar nicht so einfach, die Balance zu halten. Und das ist mir heute auch nicht gut genug gelungen, finde ich. (Der Mann verbietet mir so streng mit mir zu sein, aber das ist nun mal mein Job- also das Muttersein.) Sich seine Kraft richtig einzuteilen ist schwierig, genau davor hatte ich Angst, dass mir am Nachmittag für meine eigene Familie die Puste ausgeht. Aber von Alltag kann im Augenblick noch lange nicht die Rede sein. Und die Familie an etwas teilhaben zu lassen, was sie noch nicht sehen oder begreifen können, weil es außerhalb ihrer Zeit zu Hause passiert ist sehr kompliziert. Ich bin schon jetzt froh, wenn sich all das überschneiden wird und in einander gleitet.

Im Moment jongliere ich 7 Kinder. Das schlaucht so. Und auf der anderen Seite kann es sich ganz wunderbar anfühlen- wie heute Mittag.

Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung!

Tag 2 der Eingewöhnung

Mittwoch, Februar 6th, 2013

Man vergisst soviel. Das kleine Mädchen essen möchten zum Beispiel und es für alles nur kleine Fenster gibt, die man nutzen sollte. Abläufe, die sich einander angleichen sollten und das mit der Zeit auch tun werden. Aber da sind Eltern, die ganz genau hinschauen. Und ich schaue auch ganz genau :)

Heute war ein richtig guter Tag, ich war beschwingt. Beide Elternteile haben sich wieder sehr zurück gehalten und Li-Lo erkundeten den Gruppenraum. Ich suchte Kontakt zu den kleinen Damen und hoffte, genau das richtige Maß an Zurückhaltung und sich Anbieten zu finden- das ist schwer. Beide Mädchen sind 1 Jahr alt. Lo kann laufen. Li noch nicht. Und sie sprechen nicht. Wo die Eltern ihr Kind in und auswendig kennen und Bitte/Danke- Spiele schon perfekt beherrschen und ein „Da!“ zu deuten wissen, muss ich all das lernen. Aufholen wozu Eltern Monate Zeit haben. Ich lerne also eine neue Sprache, eigentlich gleich zwei.
Li-Lo verstehen sich unheimlich gut die Zwei, das ist ungewöhnlich (schön)- wie zwei Verbündete. Sie suchen einander und spielen neben einander und eine inspiriert die andere. Um kurz nach 10Uhr haben heute beide Elternteile ohne Verabschiedung den Raum verlassen und ich war allein mit den drei Mäusen. Und sofort war es ein ganz anderes Gefühl, ich war auch erleichtert. Ich konnte sagen und tun was ich für richtig hielt, dass ist gar nicht so einfach, wenn da zwei Menschen sitzen, die nur das Beste für ihr über alles geliebtes Kind möchten. Und umso mehr habe ich mich gefreut, dass sowohl Eltern als auch Li-Lo schon so großes Vertrauen in mich haben.
Ich wurde angelächelt und angeschmust, ich wagte einen Vorstoß und putzte Li die Nase, ein heikler Moment und durfte am Ende Lo wickeln. Nach einem Unfall durfte ich trösten, diese kleinen Dinge sind Meilensteine. Um kurz nach 11Uhr bat ich die Eltern wieder runter und dann schauen wir mal, wie sich das weiter entwickelt. Morgen werden wir mal zusammen Frühstücken und das werde ich mir ganz genau anschauen.

Ich war total froh heute und guter Dinge. Und überrascht- positiv. Und ich bin gespannt. Morgen endet dann unsere erste Woche schon und ich bin mehr als aufgeregt, was alles passiert in diesen vier Tagen bis Dienstag. Eigentlich frage ich mich schon, was der morgige Tag bereit hält…

Working Me

Dienstag, Februar 5th, 2013

Wochen wenn nicht Monate habe ich mir den Kopf zerbrochen, gegrübelt. Manchmal war ich schier verzweifelt. Unsicher. Ich wusste einfach nicht, ob es richtig sein würde.
Und dann schon letzte Woche hörte dieses Chaos im Kopf einfach auf. Ich wusste, dass dieser Tag heute kommen würde und fühlte nur noch ein Kribbeln. Ich war aufgeregt. Aber nur ein bißchen. In den letzten Wochen hab ich alles für diesen Tag vorbereitet und nun stand er vor der Tür, ich war ruhig und gefasst. Es war ein Stück weit endlich soweit.

Es war erst ein Tag. Wir sind mitten in der Eingewöhnung und ich weiß letzendlich genauso wenig wo die Reise hingeht wie letzte Woche. Was ich weiß, ist das ich mich ganz toll mit einer Familie verstehe, beide Kinder sehr mag und hoffe, mit den anderen Eltern auch noch richtig warm zu werden.
Es ist wahnsinnig anstrengend. Es muss soviel mehr vorbereitet werden täglich, weil sich hier alles abspielt und ich schaffe weniger am Vormittag. Ich bin gerade durch die Situation angespannt und es gibt viele neue zu verarbeitende Eindrücke und ich bin wahnsinnig müde und unausgeruht. So ist das grad.

Mein Geld ist schon da. Und auch wenn es so unglaublich wenig ist, weiß ich das es meins ist. Ein kleiner Vorschuss, für all das was ich mir in den letzten Monaten aufgebaut habe. Heute auch gelobt worden für meine Mühe. Einfach stur weiter gerade aus gehen und nicht zuviel nach denken. Nicht alles ist planbar, schon gar nicht kleine Menschen.

Am Abend davor…

Montag, Februar 4th, 2013

Die Kinder ins Bett bringen mit den Worten: „Ich muss jetzt noch ein bißchen was tun. Morgen fang ich an zu arbeiten.“- „Verdienst du dann Geld?“, fragt mich Tom. „Ja.“ grinse ich über beide Ohren.

Heute morgen…

„Bleibt Papi dann heute zu Hause?“ -„Wieso?“- „Na, weil du doch heute arbeitest.“- „Nein, Papa geht auch arbeiten, das können wir beide gleichzeitig.“ Große Kinderaugen. Alles noch unwirklich. <3