Archive for März, 2010

Ein bunter Strauss

Dienstag, März 30th, 2010

Farben

voll Farben… Und das sind eigentlich nur die Farben, die es leider nicht in die Zimmer geschafft haben.

Orange, der letzte Versuch…

Dienstag, März 30th, 2010

Orange ist der gekochte Kürbis, der in der Küche darauf wartet püriert zu werden. Und in Breiform
hoffentlich in Bens Mund ein neues Zuhause findet. Bisher probierte Ben so ziemlich alles, aber
genauso schnell wurde von ihm mit Hilfe der Zunge alles wieder heraus geschoben. Nicht restlos,
aber begeistert ist anders. Wir gaben Karotten, die ihm nicht so bekamen, Bananenpampe, Apfel,
Pfirsich, Spinat, Kartoffeln, nun die kommenden Tage der gute, alte Kürbis- eine reine Verzweiflungstat.
Das Kind ist jetzt 6 Monate alt und wird noch immer voll gestillt- bisher nur so ausdauernd, weil
ich dachte, er würde sich langsam etwas anderem zuwenden als mir. Ich hoffte sein Interesse für
Essbares wecken zu können, aber bisher schlug alles fehl. Das Problem ist vielschichtig. Ein kleiner
Zahn suchte sich am Samstag seinen Weg nach draußen und machte das Stillen seither eher unschön.
Ein anderes Problem ist, dass er nur noch an mir und mit mir- die Damen verstehen- einschläft.
Langsam belastet mich das. Wenn man sich ohnehin schon beengt fühlt, macht es ein kleiner
Mensch von über 9kg nicht unbedingt angenehmer und leichter, wenn er nur an mir zur Ruhe kommt.
Schreien lassen als Maßnahme ist bisher keine gute und wirkliche Option. Papas Finger ist ein guter
Ersatz, aber irgendwie nicht für die nächsten Monate. Aber wie entwöhnt man ein Kind langsam vom
Einschlafstillen? Wie vom Finger? Das sieht im Augenblick irgendwie nur nach entweder oder aus. Und
das ist Mist. Ich will ihn nicht quälen, aber der Zug fährt langsam bei mir ab. Er schläft nachts immer
schlechter und ich bin einfach unendlich müde. Einfach so abstillen wollte ich aber auch nicht sofort.
Stillen ist schön. Eigentlich, aber nicht wenn man sich benutzt fühlt und das ganze eine schmerzhafte
Einbahnstrasse wird. Was mach ich nur? Außer weiter feste cremen? Ein bißchen Brei darfs ruhig sein,
liebster Benbär! Das würde Mamas Seele wirklich gut tun und weiter Kraft geben für die kommenden,
zahnenden Monate…

Grüße aus dem HeutekeineLustmehrLand

Montag, März 29th, 2010

schrieb ich soeben unter eine Sms an eine liebe Freundin, die ihre Sms mit „Grüße aus dem
Schreikonzert“ unterschrieben hatte. Wir verstehen einander sehr gut, Zwillinge versorgt sie
gerade neben drei größeren Kindern- ich versorge vier Minimonster. Und es gibt einfach
so Tage da wird aus mir lustigem Mütterlein, dass öfter mal einen Spaß verträgt, die Frau die
eine Armee kommandieren könnte. Man formuliert keine Bitten mehr, sondern es werden nur
noch Befehle abgefeuert: „Halt still!/ Wasser aus!/ Aufstehen!/ Umdrehen!/ Setz dich!“. Nur noch
darum bemüht die Brut ins Bett zu bekommen, das Tagesziel zu erreichen und auf dem Sofa
um Gnade zu winseln. Es war einfach später als sonst. Das Gehirn ist benutzt, kaputt. Akku
leer. Und man funktioniert eben nur noch auf Reservebatterie. Es reicht einfach nur noch für
die letzten Meter- keine Zeit für Freundlichkeiten.
Und immer öfter höre ich dann von der Seite, wie schön es ist, dass es mir ja auch so geht. Ich
frage mich nur jedesmal, was daran so schön sein soll. Das geht doch einfach jeder Mutter so.
Keine Frau ist jeden Tag gesegnet mit dem Lächeln, dass die Nation erhellt. Aber anscheinend
kommt uns bei den anderen das Gras immer grüner und satter, die Sonne heller und Blumen
noch viel schöner vor…

Die Kleinen

Sonntag, März 28th, 2010

Dieses Foto ist auch schon wieder zwei Wochen alt, aber nachdem ich heute diese Schnappschüsse
von den Großen machen konnte, ist mir danach auch eines von dieser Reihe zu zeigen:

Die Kleinen

Yin und Yang

Sonntag, März 28th, 2010

hab ich Zoe und Noah immer genannt, so gegensätzlich und so unzertrennlich. Sie ergänzen sich
so wunderbar und gehören immer zusammen. Das größte Abenteuer dieses Umzugs wird wohl
der Umstand sein, dass wir beide trennen werden. Dabei schläft Noah mit Zoe in einem Zimmer
seitdem er 3 Monate alt war- in genau zwei Wochen wird er 4 Jahre alt. Er kennt nur ein Leben mit
ihr und ob sie sich noch daran erinnern kann wie es ohne ihn war? Sie weiß, dass es so ist und sie
kann sicherlich irgendwo erfühlen, dass es mal anders war, aber tatsächlich erinnern wohl kaum…
Und da saßen meine Beiden heute Mittag wieder zum Backen auf der Arbeitsfläche in der Küche,
wohl eines der letzten Bilder in unserer Küche, die auseinander zu fallen droht so kurz vorm Umzug
macht diese ihre letzten Atemzüge… Und so wie sich die zwei dort innig präsentieren, nicht ohne
und manchmal nicht mit einander können, so zeigen sich Tom und Ben auch immer öfter- zwei
Geschwisterpaare, die jeweils nur 1 1/2 Jahre trennen. So wie ich es einst im Sommer 2008 erträumt
hatte… Unglaublich schön. Die besten Entscheidungen unseres Lebens…

Geschwister2007Geschwister2008Geschwister2010

Tschüss Wohnung, Teil 3

Sonntag, März 28th, 2010

Villa Kunterbunt

Heute: Die Villa Kunterbunt

In der Küche

Sonntag, März 28th, 2010

schmiegt man sich an ihn, während dieses Stück läuft und man ist einfach nur ein Paar. Die Zeit ist
relativ. Man versinkt in einander. Man hört nicht die vier Kinder, die in einem Kinderzimmer drüben
mit einander spielen. Man ist allein. Und hört Musik. Man hört den Text, den man schon so viele
Male gehört hat „We have only just begun, still so much for us to learn…“ und fragt sich, wo eigentlich
die letzten Jahre hin sind. In diesem Moment ist man einfach nur wieder das Paar, dass sich gerade
zum ersten Mal in den Armen liegt und genau jetzt fragt man sich, wo eigentlich die ganze Verantwortung
da drüben so plötzlich her kommt?…

Erste Male

Samstag, März 27th, 2010

Ich war heute Abend mit einer lieben Freundin in einem Baumarkt, ein paar Dinge erledigen. Das
war ein großes Erlebnis gespickt mit vielen ersten Malen. Heute also das erste Mal in meinem
Leben:

*im Baumarkt getanzt.
*70l Farbe gekauft.
*mit einem Lastenaufzug gefahren.
*für schwanger gehalten worden- ausgerechnet in den Monaten dazwischen, mal ohne es
tatsächlich zu sein.
*einen Spindelmäher gekauft.
*unendlich viel gelacht und wirklich schöne Zeit verbracht.

Verwirrt

Freitag, März 26th, 2010

Also ich komm da langsam nicht mehr mit. Da gibt es Blogs, geschrieben von Bloggerinnen. Und wenn
die dann kreativ werden oder schwanger oder sich was von der Seele schreiben wollen, gibt es schon
mal ein zweites Blog oder gar ein drittes und viertes Blog dazu. Das auf dem Radar zu haben fällt mir
schon mal total schwer: Ein Blogger mit mehreren Blogs. Dann werden Blogs geschlossen. Manchmal mit
Vorankündigung, manchmal ohne und dann sucht man sich nen Wolf. Es gibt eine neue Adresse und ein
neues Profil mit neuem Nicknamen. Und als wäre das nicht schon spaßig genug, gibt es noch Passwörter.
Aber nicht nur für jedes Blog eines, nein gleich zwei. Oder drei. Und oder werden erneuert. Und das
ist der Punkt, an dem ich regelmässig verzweifle. Allein das aktualisieren meiner Hibbelliste ist eine
Aufgabe- denn jeder Klick sollte bitte zu einem Blog führen und nicht in die unendlichen Weiten des
Webs.
Es geht nicht darum, dass ich das nicht verstehe. Oder kein Verständnis hätte für jeden Einzelnen,
aber zusammen geballt ist es verwirrend. Schlicht weg einfach nur verwirrend. Die Masse macht es. Und
woran liegt es, dass es plötzlich überall nur Passwörter regnet, wo man früher einfach munter drauf
los schrieb oder mehr oder weniger anonyme Zweit oder Drittblogs erstellen muss um zu schreiben?

Ich bin jedenfalls hier. Und es gibt ein Passwort. Immer nur eines. Das erneute ich bisher einmal und
um Sie schon mal vorzuwarnen, werde es demnächst ersetzen um den Überblick zu haben und ein
weiteres mal im Listenland zu versumpfen…

Da ich ein Kind war…

Donnerstag, März 25th, 2010

Ein Stück meiner Vergangenheit. Ein Bügel. Kein besonderer Bügel. Einfach ein Bügel, aber meine
Mutter schrieb vor Jahren auf eben diesen meinen Namen. Ich kann ihn nicht wegwerfen und so
liegt er im Schrank: Der Bügel mit meinem Namen. Und er bedeutet mir so viel, er ist für mich
Kindheit. Ein kleines Stück davon. Ein kleines Stück Liebe und Fürsorge meiner Mutter, konserviert:
Mein Bügel.

Kindheit

Jetzt frage ich mich, was wohl in Ihren Schränken zu finden ist, wovon Sie sich nicht trennen
können? Was ist für Sie ein Symbol für Liebe und Fürsorge?