Archive for Dezember, 2011

14+0

Samstag, Dezember 31st, 2011

Und dennoch vergeht kein Tag, an dem ich nicht nervös auf der Toilette sitze oder in mich und meinen Bauch horche.
Es war wunderschön als ich dich am Donnerstag gesehen hatte, ich schwebte wie auf einer Wolke nach Hause mit einem Grinsen und Tränen in den Augen? Bist du es? Bist du es Emil? Von dem ich geträumt habe?
Der Satz des Jahres, zumindest für diesen Tag, diesen Moment war wohl als die Ärztin mich fragte: „Möchten Sie wissen, was es wird?!“ Jetzt schon? Einen Zipfel konnte ich sehen. Einen Zipfel! Dieser Zipfel könnten auch geschwollene Schamlippen sein, aber müsste sie einen Tipp abgeben, würde sie sagen, du bist ein Junge.
Was hab ich mich gefreut, es war als hätte ich es gewusst. Ich werde wohl erst in 1 1/2 Wochen wissen, ob der Zipfel noch da ist, aber ich schwöre dir, ich freu mich wenn du ein Bub bist, genauso wie wenn du ein Mädchen bist, einfach nur weil es so viel realer wird. Es ist wunderschön!
Ich denke soviel an dich. Und bis dahin bleibst du mein Tüpfelchen. Das Tüpfelchen auf dem I. Unser Sahnehäubchen. Halt dich fest. Ganz fest. Ich bin da für dich! In Liebe.

Tschüss 2011

Samstag, Dezember 31st, 2011

Ich hab in den letzten Tagen so oft überlegt einen Jahresrückblick zu schreiben, aber irgendwie wusste ich gar nicht wo anfangen und wo aufhören und was ich überhaupt sagen will.
Angefangen hätte ich vermutlich mit dem ersten Foto von mir 2011, am Neujahrsmorgen auf dem ich so traurig und nachdenklich aussehe. Das Bild mag ich gar nicht anschauen. Und ich wusste nicht mal, was alles in diesem Jahr auf mich zukommen würde. Auf uns. Unwissenheit tut manchmal so gut. Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus.
Heute hab ich nur noch schnell das Blog geöffnet, weil ich allen lieben Menschen „Danke“ sagen wollte! Ich danke euch! Familie und Freunden und Bekannten. Fürs an uns denken, mit uns weinen und lachen, für die Unterstützung. So liebe Menschen sind in diesem Jahr in meinem Herzen sitzen geblieben und so Liebe haben sich dazu gesellt. An euch denke ich, wenn dieses Jahr zu Ende geht und das Neue beginnt.
Genau so möchte ich das Jahr beenden. In Dankbarkeit, denn egal wie schön oder traurig alles ist, es ist nichts, wenn man es nicht teilen kann. DANKE!
Bis 2012. Auf das es ein wunderschönes Jahr wird!

Eure Frau Kassiopeia.

13+4

Mittwoch, Dezember 28th, 2011

Warst du das gerade? Dieser eine Tritt? Ein unglaubliches Wow-Gefühl. Bitte sei morgen da, ich möchte dich so gern sehen! Und strampeln spüren. <3 Kurz vorm Zubettgehen: Mit dir MUSS morgen einfach alles in Ordnung sein. Es muss einfach so sein!

13+1

Sonntag, Dezember 25th, 2011

Ich hab jetzt seit der Nacht zum 24. nicht mehr geblutet. Ich hatte so ein schönes Fest und hab alles genossen. So wie ich es mir von Herzen gewünscht hatte. Heute Nachmittag bin ich ziemlich müde, liege nur rum, bekam natürlich einen Tritt von Ben und eine Faust von Tom in den Bauch. Und sofort rotiert es in meinem Kopf.
Ich fand weder mit Stetoskop noch mit dem Wehenschreiber einen Herzton, obwohl ich ganz kurz dachte ich hätte mit dem Stetoskop was gehört. Diese „Nulllinie“ auf dem Gerät tat weh. Und nun hoffe ich einfach darauf, dass es zu früh für einen Herzton war. Schmerzen hatte ich bei Schwiegereltern keine ungewöhnlichen. Ich bete so sehr, dass am Donnerstag da mein Baby mit Herzschlag ist! So sehr! Ich hab dieses Kind nämlich schrecklich lieb.

12+6

Freitag, Dezember 23rd, 2011

„Man sagt zwar, sehen heisst glauben, doch manchmal sind die wertvollsten Dinge auf der Welt die, die wir nicht sehen.“

Fast 0Uhr. Fast Heilig Abend. Und einmal Hölle und Zurück. Blut. Wie lange habe ich schon kein Blut mehr gesehen. Und dann heute. Ich breche innerlich zusammen, zittere. Und weiss nicht was tun. Am liebsten in die Klinik laufen. Am liebsten hören, dass alles okay ist. Der Mann zwingt mich zum Bleiben. Ich blutete so lange nicht mehr… Gestern immer wieder Hiebe und Tritte in den Bauch. Nicht schlimm. Die Kinder eben. Deswegen hab ich so Angst. Oh Gott, wenn ich nur wüsste, dass alles okay ist mit dir. Ich liebe dich so sehr! Bitte bleib stark. Kämpf weiter unerschrocken! Bitte! Bitte! Bitte!

Das Baumschmücken

Freitag, Dezember 23rd, 2011

Eigentlich wird der Baum bei uns traditionell (es hat sich einfach so ergeben) erst am 24. geschmückt. Da wir aber ja mit Oma, Opa und Tante Karen feiern wollten, waren die Kinder sehr glücklich, dass wir die Tanne heuer schon am 23. Dezember schmücken „mussten“.

Der kleinste Sohn ist übrigens nicht auf Bildern zu bewundern, weil er momentan gerne spärlich bekleidet durch den Tag geht.

12+4

Mittwoch, Dezember 21st, 2011

Dich heute zu sehen, war überwältigend. Und das Bild, das ich bekam ist ein Traum. Dieser süße Po! Unglaublich! Du bist da! In mir! Und wächst! Ich ging mit einem fetten Grinsen in Richtung Kindergarten und dachte nur immerzu: „Du bist das beste Baby der Welt!“ Einfach stur wachsen, super! Genau so! Lass dich nicht beeindrucken von gar nichts, einfach weiter wachsen. Weihnachten kann kommen!

Ich habe immer noch Angst und der Termin in der nächsten Woche wird auch ungemütlich. Aber diesen Schritt haben wir geschafft. Erstmal. Ich versuche mit aller Kraft, die ich habe an das Gute zu glauben und zu hoffen, dass alles gut bleibt. Aber das ist auch gar nicht so einfach. Immer wenn es zuckt oder zieht, hab ich sofort Angst. Aber es wird. Es muss. Und nur Gott allein weiß, wie groß meine Sorge ist, dass ich morgen hinfalle oder oder oder…

Ich liebe dich und du bist so so so niedlich. Und 7,3cm lang vom Kopf bis zum Popo. So groß schon! Vielleicht diese Bewegungen, vielleicht bist das schon du. Ich möchte jetzt einfach nur das Weihnachtsfest genießen und gut und entspannt und gesund und vielleicht schnell durch die nächsten Wochen kommen, denn das Verrückte ist, meinen regulären Termin bei meiner Ärztin hätte ich erst in drei Wochen, dann wäre ich schon in der 16. Schwangerschaftswoche. DAS klingt irre. Bitte, lass uns das schaffen! In Liebe!

12+3

Dienstag, Dezember 20th, 2011

Hatte ich jemals schon solche Angst? Ich weiß es nicht, aber diese Frage stelle ich mir vermutlich seit letztem Donnerstag. Die Antwort ist vermutlich banal, sie blieb die ganze Zeit bisher gleich. Und ich wünschte, ich könnte sie mit meiner Zuversicht, all meiner Hoffnung vertreiben. Aber sie bleibt.
Ich hätte mich besser kennen müssen. Eigentlich war es absehbar, dass mir genau diese Zeit jetzt das mentale Genick brechen würde. Es ist immer dasselbe Muster. Erst geht es mir immer schlechter und ich verstehe gar nicht wieso, bis mein Hirn mein Herz eingeholt hat und ich verstehe, warum das alles ist wie es ist. Dieser Schall morgen. Wird wenn auch um einige Tage versetzt, der Schall sein, den ich hatte, als mein kleines Manschgal nicht mehr lebte.
Ich gebe mich nicht immerzu schmerzlichen Erinnerungen hin, nein ich habe panische Angst, dass ich morgen erneut höre, was ich bereits schon einmal hören musste. Jede Kleinigkeit bringt mich aus der Bahn. Das Drücken im Unterleib. Fühlt es sich so an wie im März? Ist das normal? Sind das die Mutterbänder? Warum drückt es so nach unten? Ist das ganz schlecht? Ist das der Beckenboden, der einfach schrecklich durch hängt? Hätte ich mit der Blasen und Nierengeschichte schon lange längst zur Ärztin gehen sollen? Aber ich brauchte doch eine Pause und gab mir alle Mühe.
Es gibt keine fürchterlich Zeichen, kein Blut auch wenn ich täglich wie eine Irre in diesen Tagen auf das Toilettenpapier starre. Ich weiß mein Körper reagiert relativ schnell, wenn mit den Kindern im Bauch etwas nicht stimmt. Und ich habe Angst, weil mein Befinden sich verändert hat, ich aber nicht weiß, ob das alles normal ist und dazu gehört.
Es gibt also nichts Gravierendes, was darauf hindeuten könnte, das unser kleines Winzlingswesen nicht mehr lebt und dennoch sorge ich mich um dieses Kind… wenn man nur einmal erlebt hat, wie es ist ein totes Kind unbemerkt unterm Herzen zu tragen… der versteht das vermutlich. Woher die Gewissheit nehmen, es ist bestimmt und sicherlich alles in Ordnung?
In den vergangenen Monaten habe ich so viele Familien erlesen, die auf die eine oder andere Weise von Bauch- oder Erdenkinder Abschied nehmen mussten. Es passiert ständig. Immerzu.

Ich hoffe und bete und schicke Stoßgebete gen Himmel, dass all meine Hirngespinste das auch weiterhin bleiben, dass ich morgen unser Kind sehe, riesengroß, mit kräftigem Herzschlag und ganz zappelig, dass es so wie bisher völlig unbeeindruckt wächst und gedeiht, egal was hier draußen auch vor sich geht.

Du kleines Zauberwesen, du hast glaube ich keine Ahnung, wie riesengroß meine Sehnsucht ist dich in meinen Armen zu halten. Dich hier willkommen zu heißen und mit dir zu wachsen. Ich liebe dich so so sehr. Krall dich da unten fest, halt dir die Ohren ruhig weiterhin zu. Mach dein Ding. Wachs einfach weiter. In Liebe.

PS: Ich wünschte, ich wüsste dass alles okay ist, denn das da oben… diese Zahl, die sieht einfach verdammt gut aus, finde ich.

12+1

Sonntag, Dezember 18th, 2011

13. Schwangerschaftswoche. Und nur Gott allein weiß, wie übel mir im Moment ist. Wie groß meine Angst ist. Wie sehr ich in Panik bin, dass zu sehen, was ich im März beim Ultraschall sah… Wie große Angst ich vor diesem Termin am Mittwoch habe.
Dazu drückt mein Bauch noch. Ich kann seit einiger Zeit nicht mehr immerzu ohne Probleme zur Toilette gehen, ich vermute da ist ein Stau, die Gebärmutter liegt ungünstig bei der Blase oder die Nieren machen sich schon bemerkbar.
Dafür ist die Übelkeit sehr viel besser, die Nahrungsmittelunverträglichkeit auch und die Müdigkeit. Was meiner Unruhe nicht gerade zuträglich ist.
Ich spreche viel mit dem kleinen Wesen und bete. Ein Teil von mir denkt: „Was soll den schon sein?“ der andere Teil fühlt alles Ungute. Es ist nicht mal so, als würde ich sagen können, ich fühle, dass nicht mehr alles in Ordnung ist, ich habe viel mehr Angst, das dem so ist. So sehr. So intensiv. Allein sein ist eine Qual, dann bin ich allein mit meinen Gedanken. Die ich auch ausspreche, aber niemand kann mir das hier abnehmen, nichts kann mich wirklich „trösten“, es gibt einfach keine Garantie für nichts. Wir müssen das hier allein schaffen.
Du und ich. Wie sehr ich dich liebe. Und bete und hoffe, dass wir beide das schaffen. Das das unser Weg ist, den wir gehen. Wir sind schon so unglaublich weit gekommen. Es ist nicht mehr weit.
Es ist Sonntag. Morgen beginnt der letzte Trubel kurz vor Weihnachten. Und in diesem Jahr ist alles irgendwie so egal. Hauptsache, du bist da. In Liebe.

Eine Nacht

Sonntag, Dezember 18th, 2011

In der letzten Nacht verbrachte Ben mit seinen Geschwistern die erste Nacht bei seinen Großeltern. Die Großen waren da schon öfter und Ben auch, aber nicht ohne uns Eltern, die nachkamen oder vor Ort waren, sie waren zu viert wirklich ganz allein bei Oma und Opa.
Wir haben den gestrigen Nachmittag, den Abend, die Nacht und den Morgen sehr genossen, beinahe 24Stunden ohne Kinder, die leider bitter nötig waren. Denn um genau zu sein hatten wir bis gestern exakt 1 Geschenk für 1 Kind. Wir sind in diesen Dingen in diesem Jahr sehr entspannt. Kein Hardcore Plätzchenbacken, kein kontrolliertes Geschenke kaufen ab Oktober, keine bereits verschickten Grußkarten. Wir sind völlig planlos. Ja beinahe trantütig.
Mein Tag begann mit einem Termin beim Friseur und einem Besuch der Candisserie, die mir lächelnd winkten beim Gehen, weil ich ein Vermögen da gelassen hatte. Aber ich wollte noch für die oder den noch dies oder das… Zu Hause packten wir noch die Sachen und schon endlich kam Oma mit dem großen Auto. Ich glaube so gelöst haben wir noch nie den Kindern hinterher gewunken: „Wiedersehen!“
Gleich machten wir uns dann auf die Socken, guckten uns noch was Kleines an, schlenderten gemütlich übers Tollwood trotz der Menschenmengen und begaben uns im Anschluss in die Vorhölle: Toys R Us. Ich weiß ja nicht, was die da in die Luft tun, was den Kauf anregen soll, ich mag dann einfach nur noch raus, mein Kopf dröhnt und schreit nach frischer Luft, aber meist ist mein Wille dann doch größer als der Fluchtinstinkt. Wir verließen das Geschäft auch recht erfolgreich mit einer großen Tüte und fuhren zum Marienplatz. Dort ging es kurz in den H&M in genau eine Richtung und wieder hinaus. Im Anschluss fand ich eine Kleinigkeit im Body Shop fürs Tochterkind und dann ab ins Bohne & Malz zum Sitzen und Essen. Danach liefen wir ins Kino, aus dem wir wegen akuter Platzangst rückwärts wieder raus gingen. Aber das Ausweichkino war weniger leer, nur war dort an Popcorn und ein Getränk nicht mehr zu denken. Der Film „Happy New Year“ hat uns gut gefallen. Und es war einfach ein runder schöner Abend. Um 23Uhr fuhren wir nach Hause und fielen dann kurz vor 1Uhr todmüde, glücklich und durch gefroren ins warme Bett. Allein. <- das ist wichtig Wir schliefen mehr oder minder komatös bis 9.30Uhr, frühstückten lecker vor dem Fernseher mit unseren DVDs und kurz nach 12Uhr wurden die Kleinen frei Haus geliefert.