Archive for März, 2012

27+0

Samstag, März 31st, 2012

Mein kleiner Emil,

ich bin krank, dank Antibiotika heute morgen geht es mir schon umwerfend besser, aber dennoch denke ich immerzu an dich. Wehe ich auch nicht? Sind das auch ja nur die Bänder und keine PLazentaablösung? Bewegst du dich wie immer oder weniger? Verträgst du die Medikamente? Ist die Fruchtblase noch intakt?
Ich mach mir wirklich Sorgen. Jedes Gezappel von dir ist da ein Segen. Ein kleines Zeichen. Nur noch 10 Wochen dann darfst du dich auf den Weg machen. Nur noch 10 Wochen! Irre oder? Gemessen an Angst, zählt natürlich jeder Tag, aber 10 Wochen vergehen wohl schnell, so generell. Mein Ticker sagt, noch 91 Tage. Das sieht alles so nach Endspurt aus.
Ich versuche die Schwangerschaft auch zu genießen. Das Shoppen hat sehr dazu beigetragen, ich fühlte mich danach gleich so wohl, das konnte man anscheinend ja sogar sehen, denn ich bekam geballt auf einmal so viele Komplimente, umso größer war der Schock, dass ich plötzlich so regelmässige Wehen hatte. Vielleicht sollte ich das Antibiotikum als Chance sehen, vielleicht kommt jetzt einiges mehr ins Lot?
Ansonsten ist wohl die größte Veränderung, dass jeder sehen kann, dass ich schwanger bin und nach dem Shoppen, bzw kurz davor auch nichts mehr zu verstecken versuchte.

Emil, du bist ein so unglaublich großes Geschenk.

26+3

Dienstag, März 27th, 2012

Am Wochenende noch kam mir diese Zahl so groß und so toll und so unendlich weit vor. Am Wochenende dachte ich noch, krass wie unheimlich nur noch 10 Wochen, dann darf er kommen. 10 Wochen sind nicht viel.
Dann nur ein paar Stunden oder Tage später, sieht das alles ganz anders aus. Schon am Wochenende wollte ich jammern. Ich sagte noch zu Nils, dass es komisch sei, es fühle sich an, als wäre Emil schon mächtig schwer oder er liegt blöd, auf jeden Fall spannte der Bauch sehr und es war allgemein unangenehm. Ich dachte noch und sagte zum Mann, das könne ja nicht wahr sein, da gewöhnt man sich gerade daran, dass man in der Blüte der Schwangerschaft ist, da wird es auch schon beschwerlich.
Gestern war ein eher ruhiger Tag. Die Sonne schien. Der Bauch drückte. Irgendwie war etwas komisch, aber ich kam mir ohne irgendwas blöd vor zum Arzt zu gehen. Mittags legte ich mich hin und sagte mir noch vorher selber, bloß nicht verrückt machen, rausgefallen sind sie ja noch nicht, dafür braucht es immer Wehen.
Im Bett liegend nach ein paar Minütchen Schlaf wurde der Bauch hart. Ich hoffte noch, es wäre einfach nur Emil der sich zusammen gekauert hatte, aber der Schmerz kam wieder. Ich informierte schnell Nils und wir beschlossen, dass ich es mit Magnesium versuche. Kaum hatte ich das genommen wurde der konfus harte Bauch regelmässig hart. Wehen. Also rief ich meine Schwiegermama an. Noch etwas durch einander. Hellsehen kann sie ja leider noch nicht, also machten wir aus, wir geben dem Magnesium noch ne halbe Stunde und ich melde mich noch mal. Nils war dann schon auf dem Weg, Gott sei Dank, dem kam das alles auch komisch vor. Ich lag dann auf dem Sofa und stoppte die Zeit, alle zwei Minuten war etwas arg. Dann klingelte es auch schon und Schwiegermama stand mit dem CTG in der Tür. Kaum angelegt, zeichnete das Gerät leider auch sehr regelmässig kleine Hügel an. Alle 2-3 Minuten. Und weil Heide nicht sonderlich fröhlich schaute, abgesehen von Emils Galopp auf dem Papier, wurde mir ganz anders. Als Nils dann auch schon kam, fuhren wir auch gleich ins KH. Ich hatte ja keine Ahnung, was jetzt passiert, ich wollte nur das das sofort aufhört. Im Kreisssaal war es total ruhig und Jacqueline legte mich ans CTG, brachte mir noch mehr Magnesium und Bryophyllum. Es steht und fällt mit der Ultraschalluntersuchung, das war klar. Gott sei Dank war da dann auch alles noch okay. Gebärmutterhals noch auf 3,8cm und Muttermund zu. pH-Wert nicht optimal aber auch nicht grauslig, Abstrich bekam heute morgen aber der Frauenarzt zum ins Labor schicken. Ich wollte natürlich nicht dableiben. Weil gerade nachts im KH einfach keine Ruhe einkehrt und genau das wollte ich, eine große Mütze voll Schlaf. Und da die Wehen nicht mehr regelmässig waren, ging es mir auch besser. Zu Hause lag ich dann auf dem Sofa und war geschockt.
So wie jetzt auch. Ich hab Angst. Dafür ist er einfach noch zu klein. Auch wenn dieser süße, wunderschöne Kerl schon fast 1,3kg wiegen soll und das Gerät munter immer 29. Woche anzeigte. Er ist einfach nicht reif genug. Da kann er dick sein wie er will, da kommt es auf ganz andere Dinge an. Jetzt liege ich hier mit Herzklopfen und Übelkeit, weil überall natürlich Lactose drinnen ist und will nur, dass alles so bleibt. Wieder von Tag zu Tag hangeln. Was war ich gestern geschockt. Ich war so entspannt. Natürlich hatte ich meine Ängste, aber es war ja alles gut. Emil turnt auch nach wie vor soviel rum, ich hab Angst, der soll mal gut aufpassen da drinnen!
Jetzt mag ich noch soviel zu Hause sein wie es geht, aber hauptsächlich das es ihm gut geht! Er weiter gedeiht. Und stark wird! Die Nacht war ruhig und bisher toitoitoi auch keine Wehen mehr. Die Sorge bleibt. Viel planen muss ausfallen. Aber solange es ihm gut geht, gehts mir dann auch gut. Da muss ich meine Angst mal bei Seite schieben.

Wochenende

Sonntag, März 25th, 2012

Gestern war ich mit dem Tochterkind in der Gärtnerei, nur um noch ein bißchen Farbe in den Garten zu locken und weil ich den Kindern versprochen hatte, dass wir auch bald zusammen etwas einpflanzen würden. Ich liebe ja Ranunkeln und Vergissmeinnicht, dazu gab es Hornveilchen, Stiefmütterchen und Margeriten.
Die Töpfe habe ich dann gestern mit Zoe, Tom und Ben bepflanzt, ich finde sie sind wunderschön geworden und es hat unheimlich viel Spaß gemacht, aber wenn die halbe Terrasse am Ende und diverse Kinder voller Erde waren :)

Wir hatten ein wunderwunderschönes Wochenende. Waren sehr viel draußen, gestern gab es selbstgemachte Pizza nach Barcomi Rezept und nach Lust und Laune belegt, heute haben wir gegrillt. Es gab eine Menge Eis, Früchte und Gemüse an der frischen Luft, ganz viel barfuss und T-Shirts und noch mehr Sonne. Da hat der Regen gestern Nachmittag auch nichts gemacht. Wir haben das tolle Wetter schon die ganze Woche genossen und so kann das jetzt einfach weiter gehen- einfach traumhaft!

Erster Regenbogen- Geburtstag

Sonntag, März 25th, 2012

Heute vor einem Jahr bist du auf die Welt gekommen. Auch wenn dieser Tag vor einem Jahr alles andere war, als das was wir uns erträumt hatten, hatte ich keine Angst davor, dass er sich jährt. Am Morgen habe ich eine farbige Kerze angezündet und zusammen haben wir den Tag in der Sonne genossen. Alles heute war bunt.
Komisch, denn der Tag ist doch komplett anders als ein normaler Geburtstag, denn an diesem Tag hast du schon gar nicht mehr gelebt. Dennoch verbinde ich soviel mehr Farbe mit ihm. Ich hab heute viel an dich gedacht, aber mit einem Lächeln.
Du bist doch da. Anders als man möchte, aber du bist immer ein Teil von uns. Ich hab dich lieb.

Ein (un-)perfekter Moment

Samstag, März 24th, 2012

Zoe jammert schon den ganzen Tag immer mal wieder, dass sie jetzt bittedanke einen Barbiefilm sehen will, aber sofort. Den Jungs ist auch langweilig, beide sitzen um uns herum. Ich häkel weiter an meiner Decke, während Ben auf meinen Füßen rumturnt. Der Kindervater liest, während zwei Jungs ihm sehr nahe kommen, immer wieder untermalt von „Können wir fernsehen?!“ oder auch „Mir ist soo langweilig!“. Ben greift nach der Wolle, zwirbelt sie um seine Hand herum und murmelt was von „Isch bön gefangen…“… Der Kindervater unterbricht seine Leselust und hebt die Wolle von Ben auf, wickelt sie um seine Finger, zeigt dem Tochterkind mal eben diverse Fingerspielchen damit. Tom hat in der Zwischenzeit sein Darth Vader Kostüm geholt und grinst mich breit an, Noah blättert im Star Wars Legobuch, nachdem er gefühlt schon 20 Mal gefragt hat, wann es endlich Pizza gibt …

Ein bißchen choatisch, ganz unrund und unperfekt- aber der Himmel auf Erden für mich.

Ein Jahr ohne dich.

Donnerstag, März 22nd, 2012

Und ob ich wollte oder nicht dieser Tag würde sich das erste Mal jähren. Heute morgen nachdem Zoes Bus weg gefahren war, lief ich mit deinem Bruder Ben zur Gärtnerei und dann zum Friedhof. Wir haben für dich eine weiße Rose gekauft und zwei Kerzen, Oma hatte mich gestern gebeten auch eine für sie anzuzünden. Heute ist ein Tag der Trauer. Heute vor einem Jahr bist du gestorben.
Was macht man an solch einem Tag? Wir haben vier Kinder, ich kann mich nicht einschließen und den ganzen Tag weinen, auch wenn einem danach ist. Da passiert soviel, wenn man Kinder hat, das war schon bei deiner Beerdigung so. Kinder verändern das Trauern.
Als vor ein paar Wochen der Tag der offenen Tür für unseren Kindergarten beim Elternbeiratsabend bekannt gegeben wurde, wusste ich sofort, wie könnte man dieses Datum auch vergessen, dass das heute sein würde. Mir blieb erst die Luft weg und dann dachte ich, vielleicht sollte das so sein? Ein Zeichen? Denn vor einem Jahr schleppten wir uns doch noch am Abend zu diesem anderen Kindergarten, in den wir wechseln wollten, trotz schlechtem Gefühl rein aus Vernunftsgründen. Die Seelsorgerin im Krankenhaus bestätigte mich drei Tage später, meine Kinder trotzdem auch weiterhin dort zu lassen, wo sie einfach hingehörten- in unserem Kindergarten. Also waren wir heute da- bei unserem Tag der offenen Tür. Es war schön, dort zu sein, wo man sich geborgen fühlt. Die Möglichkeit haben etwas zurück zu geben. Einen solchen Tag so ausklingen zu lassen…
Heute morgen schien so schön die Sonne. Wie vor einem Jahr. Ich weiß gar nicht mehr, was wir genau gemacht haben. Ich weiß nur, dass wir gerade vom Termin mit Noah nach Hause wollten, ich kann mich an die Busfahrt erinnern und dann wieder nicht. Ich kann mich an den Rollator der alten Dame erinnern, der mich schlussendlich daran gehindert hatte, mich so hinzustellen wir sonst. Ich kann mich daran erinnern, dass Zoe und Noah getrennt saßen, meine ich. Ich kann mich erinnern, dass Tom bockte und sich nicht hinsetzen wollte und ich kann mich an dem Moment erinnern, als plötzlich der andere Bus vor uns stand und der Busfahrer Notbremste. Daran das ich umfiel. Und Ben im Kinderwagen auf mich. An diesen Schmerz. Und daran dass ich nur froh war, dass es den Kindern gut geht und gleich nach ihnen sah. Aber dir ging es nicht mehr gut. Du hattest keine Chance gegen die Einblutung. Dein kleines Herz blieb einfach stehen.
Jeden Tag fahren wir diese Strecke, obwohl wir dich da verloren haben. Dich- einen kleinen Menschen. Du warst winzig klein, aber alles an dir war fertig. Deine Knochen hätten sich verdichten müssen und du selbst wachsen, aber du warst so perfekt. Ein kleiner Mensch. Ich hatte dich schrecklich lieb.
Als ich da heute morgen stand, tat alles weh. Ich fahre dich nicht in unserem Kinderwagen umher, nein ich stand heute morgen vor deinem Stein, brachte Blumen und zündete Kerzen an.
Ben verstand nicht, was da los war. Er war letztes Jahr erst 1 1/2. Er hat mich in den Arm genommen und ich hab versucht wie immer die Balance zu finden. Ich weinte und liess mich trösten, er sollte sich keine Sorgen machen.

Wir vermissen dich. Du hast uns alle verändert. Papa sagte vor ein paar Tagen, dass dein Verlust Narben bei uns allen hinterlassen hat. Auch bei den drei Großen. Es ist nichts selbstverständlich. Und ein bißchen werden wir immer Angst vorm Glück haben.

Ich. Ich bin deine Mama. Und auch wenn der Alltag soviel bereit hält, wenn ich da stehe, fühle ich das große Loch, dass in meinem Herzen ist. All die Liebe, die für dich hatte. All die Sehnsucht. Es ist egal wie groß du warst, in meiner Handfläche hättest du Platz gefunden.

Ich liebe dich. Und als ich heute ging, sagte ich zu dir „Du wirst immer mein Kind bleiben…“

Ich weiß nicht, ob es in Ordnung ist, diesen Text zu verlinken, aber er hat mich so unheimlich berührt in diesem Monat, dieser Appell: „Jetzt aber zwingt uns nicht mit Wort und Blick, unser Unglück zu leugnen…
Glaubt daran, dass unsere Belastbarkeit wächst. Glaubt daran, dass wir eines Tages mit neuem Selbstverständnis leben werden.“
Ich bin in Gedanken bei euch und all den anderen Eltern, die auf dem Weg sind…

25+1

Sonntag, März 18th, 2012

26. Woche. Soviel in Kopf und Herz. Sorgen, um so viele Dinge, die es braucht und die wir nicht haben können. Was würde ich gerne Nest bauen, aber all das muss warten können. Gar nicht so leicht, wenn man so ungeduldig ist.
Körperlich geht es mir eigentlich sehr gut. Gestern bin ich mit Schwiegermama das erste Mal seit Monaten wieder Fahrrad gefahren. Das war ein unangenehmes Gefühl um den Bauch, so gequetscht, bin ja auch nicht so groß wie sie. Als ich dann abends ins Bett wollte oder mich vorher zum Einschlafen zu Ben legen wollte, da merkte ich sofort mein Schambein. Aua. Da muss ich so aufpassen. Wenn ich da keinen Quatsch mache, geht es mir sehr gut.
Ich träume wild. Und der Heuschnupfen hat mich schon im Griff. Aber auch das ist leider ausbaufähig. Ich genieße, dass ich noch Luft bekomme. Entweder kommt da noch ganz viel oder ich hab mit Emil im Bauch super viel Glück und erlebe das etwas geschonter.
Ich bin abwechselnd unheimlich glücklich und kann kaum glauben, wie schnell die Zeit auf einmal rennt, dann wieder packt mich die Angst. Zwei Nachbarn haben mich heute angesprochen. Der Erste fragte, ob Frau Storch da war, er hätte da was gehört aber wollte nicht stören, die Zweite fragte mich direkt wie weit ich sei und schob ein: „Da passiert ja jetzt nichts mehr hinterher.“ Solche Sätze gehen mir nahe, all das geht mir nahe. Die Wahrheit ist, dass ich so große Angst hab, dass man mir all mein Glück wieder aus den Händen reißt, auch wenn ich ganz feste hoffe, dass ich es endlich nach all dem Leid in den Armen ganz sanft wiegen darf. Deswegen möchte ich vielleicht ein Nest bauen.
Obwohl ich total ungewöhnlich nicht mal 5 Kilo erst zugenommen habe, fühle ich mich zusammen gequetscht in meinen Sachen. Viele Sachen sind viel zu eng, weil ich ja nun auch nicht sehr leicht startete. Da fühl ich mich hier und da wie hinein gepresst und kurz vor der Entbindung stehend.

Es ist wunderschön Emil immer wieder fühlen können, ob nur ein Flattern oder ein richtiger Tritt, der mich tatsächlich hin und wieder erschrecken lässt. Ich kann mir nur gar kein Leben mit ihm vorstellen. Irgendwie verrückt. Ein kleines Bündel. Und ich weiß so genau, nach ein paar Tagen oder nur ein paar Stunden ist es unvorstellbar, dass er jemals gefehlt hat.

Auch wenn ich weiß, dass das nur eine Kleinigkeit ist, ich wünschte wirklich sehr, ich müsste mir nicht so viel Gedanken ums Geld machen. Kaum geschrieben schon schäme ich mich, weil doch das allerwichtigste ist, dass es ihm und uns gut geht. Aber vielleicht hilft schon ein bißchen Nestbau so langsam… da ist so ein Kribbeln… Vorfreude… Nur noch 14 Wochen und 6 Tage…

Farbe

Montag, März 12th, 2012

Ein paar Stiefmütterchen und ein bißchen Steinbrech bereiten mir seit dem Wochenende beim Heimkommen einen wunderschönen Empfang…

Ein Familien- Schnipsel

Sonntag, März 11th, 2012

*Nach einer Woche krank sein, sind wir auf einem guten Weg, hoffe ich. An Tom Geburtstag hatte es mich voll erwischt, ich lag um 19Uhr im Bett und kroch so mehr schlecht als recht durch diese Woche. Auch jetzt bin ich noch nicht ganz gesund, der Husten will einfach nicht weg gehen.
Mehr Sorgen mach ich mir um Noah, der heiser ist seit über einer Woche. Ich werde mich eventuell morgen mal mit ihm zum Kinderarzt wagen. Tom wiederum scheint das Kranksein überstanden zu haben, aber irgendwas stimmt im Moment nicht. Ich ahne ja, was dahinter steckt, aber es ist eine schwierige Phase.

*Nach allem hin und her geben wir morgen die Schulanmeldung ab. Wir sind glücklich und erleichtert, dass Noah jetzt auch fest seinen PLatz an der Schule hat. Fehlen nur noch ein paar organisatorische Dinge.

*Nach dem Geburtstag im März ist immer vor dem Geburtstag im April. Und wir haben nun eine Idee für Noahs Party. Muss sich nur noch eine Oma begeistern lassen, dann machen wir für ihn mal was ganz anderes aus Gründen. Wir planen einen größeren Ausflug, er scheint ganz begeistert von der Idee.

*Gestern haben wir den ersten Tag richtig viel draußen verbracht, traumhafte Temperaturen von über 9 Grad jagten uns raus und mich zur Gärtnerei. Ein paar Pflänzchen mussten es sein, ein bißchen Farbe anlocken. Außerdem haben wir unheimlich viel geschafft im Garten. Zoe war eine große Hilfe und die Jungs hätten auch am liebsten zig Sachen eingepflanzt. Bald!

*Zoe hat gestern in feierlicher Tradition unseren Osterstrauch geschmückt. Ich hab dann noch ein paar Sachen hingestellt, schönes Oster- Schnickeldi hab ich noch immer nicht wirklich viel. Und letztes Jahr, fiel es sowieso mehr aus als auf. Aber ein paar Ideen haben wir schon für unseren Familien-Oster-Brunch.

*Am Wochenende habe ich mich um drei Dinge gekümmert, die mir wichtig waren. Mit unter war ich mal wieder auf dem Friedhof. Das hat mich ziemlich viel Überwindung gekostet. Dort steht nun ein neuer Stein mit einer wunderschönen Inschrift vor der Spirale des Lebens. Dafür stand keine Bank mehr da, was ich sehr schade fand, weil ich gar nicht wusste wohin mit mir. Vom dem Stein hatte ich ein Foto gemacht. Zoe hatte das Foto entdeckt und hat mich abends als ich in anderer Situation ein Foto gemacht hatte, gefragt was da steht und es vorgelesen, ein bißchen musste ich es erklären, aber es war ein komischer Moment, doch sehr unwirklich.

*Zoe war dank meiner lieben Freundin am Mittwoch beim Reiten. Wenn alles gut klappt, kann sie das jetzt einmal in der Woche mit ihrer liebsten Freundin „Schwesti“. Eine ganz tolle Sache. Sie freut sich so sehr und ich bin dankbar für meine Freundin, die das alles in die Hand genommen hat. Komisch, wo ich doch so gar nichts mit Pferden anfangen kann. Aber das soll Zoe nicht aufhalten…

*Ben ist wirklich in der 1- Tages- Gruppe angekommen. Das ist so großartig. Die Gruppe gibt es jetzt noch bis Juni. Seine Anmeldung liegt jetzt im Kindergarten der großen Jungs und ich bin gespannt, ob er wirklich einen Platz in diesem Jahr dort bekommt.

*Ansonsten kommt ein bißchen Ruhe ins Haus, so erhoffe ich es mir, weil mein Kurs momentan bis Mitte April pausiert. Ich erwünsche mir jedenfalls spürbar ein bißchen mehr Zeit, vor allem ungestörte Wochenenden und unter der Woche keine zusätzlichen Termine dadurch mehr.

*Nicht nur die Gartensehnsucht hat mich gepackt, sondern auch das Häkeln. Mit Ende 20 hab ich doch jetzt wirklich damit noch angefangen. Ganz langsam arbeite ich mich an mein heiß geliebtes Projekt, was sehr zeitaufwenig ist, gerade als Anfänger und keine große Erfahrunghaber.

*An diesem Sonntag fühl ich mich emotional wie ein ausgelutschter Drop, auch wenn ich alles mir wichtige geschafft habe. Morgen versucht der Kinderpapa mal sein Glück bei der Bahn, um eine Reise im Mai zu meinen Eltern zu ermöglichen. Wenn das klappt, würde ich mich sehr freuen. Auch das ein Recherchieren und Basteln, um möglichst in den Ferien, ohne wichtige Termine zu verpassen, ohne viele Urlaubstage zu nehmen, sowie zu einem der günstigsten Preise zu verreisen.

24+1

Sonntag, März 11th, 2012

Gestern waren wir beide auf dem Friedhof. Ich kann nicht in Worte fassen wie große Angst ich davor hatte. Es haben sich so viele Macken eingeschlichen, so vieles was ich mied und noch immer meide, aber jetzt jährt es sich und ich hab das Gefühl nicht mehr weglaufen zu können.
Mir liefen dort so die Tränen. Vor Vermissen und Angst. Es ist schwer den Tod ins Leben zu lassen, wenn man doch versucht ihn so weit wie möglich von der Familie fern zu halten. Ich möchte traurig sein dürfen, aber ich möchte nicht undankbar sein, denn du bist da. Niemals wirst du diese Lücken füllen (müssen), du bist einfach ein unglaublich großes Geschenk für uns alle.
Noah gab heute den zweiten Abend in Folge dir ein Küsschen bevor er ins Bett ging, Zoe fühlte gestern wieder am Bauch, wartete auf deine Tritte.
Sie sah das Foto des Steins auf dem Friedhof, fragte was das alles bedeuten würde und meinte dann sie wünscht sich einfach nur, dass du gesund bist. Das wünschen wir uns alle.
Eiskalt erwischt fühle ich mich trotzdem, wenn plötzlich eine Postkarte von ganz besonders lieben Menschen eintrudelt, man würde sich auch so über ersehnte Baby freuen. Nur nicht zu laut freuen, nur nicht das Universum auf einen lenken, ganz still und heimlich dich, unser geliebtes Kind bekommen. Meine Liebe ist riesengroß, meine Freude auch. Nur die Angst die existiert parallel. Dafür schäme ich mich nicht im geringsten, aber wenn ich den einen oder anderen Mist meiner Mitmenschen so lese, bin ich froh, dass nur die engsten Menschen um uns herum unser Glück daran auch wirklich teilhaben. Denn die Angst und Sorge könnte ich nie so rauslassen. So ist es gut, wenn auch ganz komisch.
Ich würde so gern einer handvoll Menschen online sagen, dass es dich gibt. Aber…