Transparenz

Juni 19th, 2013

Den ganzen Abend überlegen, was ich festhalten will und es nicht zu fassen bekommen, ein paar Gedanken nicht teilen mögen und andere nicht wollen.

Was hält man fest, wenn man schon soviel gesagt hat?

Bald

Juni 18th, 2013

Kaum zu glauben, dass es ein Jahr her sein soll, dass ich mich fragte wie viele Tage wohl noch vergehen würden bis Emil bei uns wäre. Viele konnten es nicht mehr sein, dass wusste ich. Ich zählte die Wochenende, die wir noch vier Kinder haben würden.
Was ich nicht wusste war, dass wirklich nur noch ein Wochenende zu Sechst vor uns lag…

Wunder

Ein Moment

Juni 17th, 2013

Mir geht immer das Herz auf, wenn ich unsere Kinder auf einem Haufen sehe und heute lag da mal der Fotoapparat:

Momentaufnahme

Sonntagsfreude

Juni 16th, 2013

Heute war das Haus überraschend für ein paar Minuten voll. Und nicht wie sonst voller Kinder, sondern es waren drei weitere junge Leute im Haus. Und somit Gleichstand Kinder und Erwachsene.
Es waren wirklich nur ein paar Minuten, in denen sich unsere Wege kreuzten, aber da waren sie, Nils Schwester, Lisa und ihr Freund. Es fühlte sich unwirklich an. Weil ich daran denken musste, dass in ein paar Jahren unsere Kinder einen Freund oder Freundin mit nach Hause bringen. Und irgendwann zwar noch unsere Kinder, aber eben keine (kleinen) Kinder mehr da sein werden. Es macht mich weder traurig, noch arbeite ich darauf hin, ich genieße einfach nur diese kleinen Blicke in die Zukunft und mir gefällt was ich da sehe, genauso wie das jetzt und hier.

Idee von Maria.

Mit Gefühl.

Juni 15th, 2013

Immer wenn liebe Menschen in meinem Umfeld ein ungeborenes Kind verlieren, macht das was mit mir. Zu einem gewissen Grad bin ich betroffen, es berührt mich, macht mich unglaublich traurig, aber ein Stück weit aus der Distanz, denn es ist in diesem Moment nicht mein Verlust und deswegen halte ich mich zurück, das geschieht natürlich unbewusst.
Ich suche dann aber bewusst Kontakt, manchmal sucht man auch Kontakt zu mir, ich versuche da und einfühlsam zu sein. Aufzufangen. Mit zu tragen. Ob mir das immer so gelingt, weiss ich nicht, aber ich mag es nicht unbeachtet lassen, sondern möchte da sein. So wie man für mich da war.
Erst vor ein paar Wochen öffnete ich meine Kisten und fand so viel liebe Worte. Das überwältigte mich. Auch im Nachhinein.
Obwohl ich es selbst schon drei Mal erlebt habe und man meinen könnte, ich wüsste die richtigen Worte, ringe ich nach ihnen, denn es ist jedes Mal besonders und auch anders, andere Menschen, andere Geschichten ihres Lebens.
Ich weiss, dass der Tod zum Leben gehört, eigentlich wissen wir das alle, aber das zu erleben, am eigenen Leib zu spüren sind zwei verschiedene Dinge.

Wir selbst sind damit immer offen umgegangen, aber wenn man mittendrin steckt in der Trauer, ist es egal, das wievielte Mal etwas ähnliches passiert ist. Deswegen bin ich immer respektvoll, denn ich weiß, dass es einen umreißt und wahnsinnig schnell wieder vor einem selbst steht.

Ich bin betroffen, darüber wieviele liebe Menschen bisher diesen Weg gehen mussten und ich denke an sie alle. Im Begleiten oder Mitfühlen sind sie ein Teil meines Lebens geworden.

Ich denke an euch. Und vergesse nie das Wertvolle, was ihr verloren habt.

Ein Miteinander

Juni 14th, 2013

Gestern lief ich in der Altstadt an ein paar schönen Rosen vorbei und obwohl ich mir in dem Moment einredete, dass ich sie gar nicht brauchen würde, hatte ich mir deren Namen gemerkt und tippte diese am Abend in mein Macbook und suchte mir die Beschreibungen und Bilder und wusste, ich brauche sie ja doch. Am besten sofort.
Heute blieben Tom und Ben zu Hause und wir fuhren mit Emil zum Kinderarzt, U6 und U9 standen auf dem Plan. Auf der Rücktour so konnte ich die Kinder überzeugen, würden wir aus dem Bus hüpften und kurz in den Laden gehen.

Als wir den dann wirklich betraten wurde ich von der liebsten Frau mit Namen begrüßt. Es tat so gut, ihr Gesicht zu sehen. Es ist eine unheimlich liebe Seele, die alle unsere Kinder beim Namen kennt und mich auch gleich in ein schönes Gespräch verwickelte. Sie freute sich sichtlich mich und die Kinder zu sehen. Denn sie hat zwar drei Kinder, aber leider keine eigenen Enkel und würde sich immer so freuen uns zu sehen und ein Stück weit von Außen teil zu nehmen. Sie fragte, ob ich noch wisse, dass wir uns kennen noch bevor wir Kinder gehabt hatten und natürlich konnte ich das.
Damals hatte ich ein Praktikum in einer Krippe zu absolvieren und mir hatte es ein Aquarium angetan, vor dem die Kinder lange und fasziniert standen. Ich war während dieser Praktikumszeit schwanger geworden und wünschte mir diese Faszination auch für unser Kind. Eines Tages kam ich Heim und Nils hatte eines gekauft, es war eine riesige und tolle Überraschung und seitdem waren wir gute Kunden von ihr, kauften Zubehör, Pflanzen und Fische. Sie fieberte damals der Geburt von Zoe entgegen, die ja ein paar Tage über den Termin auf sich warten liess und so kamen mit den Jahren halt immer mehr Kinder dazu. “Sie sind halt sehr kinderlieb”, sagte sie und das ist ein Ausdruck den ich schon länger nicht mehr gehört habe, “Aber man muss auch die Kraft haben…” und ich nickte und freute mich, weil es das war worauf ihr Hauptaugenmerk lag… und dann lächelte sie und sagte: “Und sind Sie denn durch?”… und ich schmunzelte und sagte nur, also so ein, zwei Namen hätte ich noch. Ich verriet sie ihr und sie freute sich. Das war schön. Einfach nur schön. So leicht. Und unkompliziert.

Begegnungen

Juni 13th, 2013

Der Morgen startete etwas unglücklich, als Ben mal wieder laut verkündete er wolle nicht in den * Kindergarten. Aber ich hatte eh versprochen heute die Kinder zu bringen, also machten wir uns auf den Weg. Und wenn ich schon einmal die Zeit habe, die Mäuse zu bringen, dann huschen wir auch meistens schnell noch in den Laden beim Bäcker etwas aussuchen. (Gut zwei Halbe Melonen- eine für uns, eine für den Kindergarten und Kirschen kaufte ich auch. Doch als wir aus dem Laden rollten, fiel mir sofort der platte Reifen des Zwillingskinderwagens auf. Was ja so ein kleiner Supergau ist, weil ich es gerade so sehr genieße, Emil nicht mehr so viel tragen zu müssen… Es tut meinem Körper einfach nicht mehr gut. Der Wagen ist unser Fortbewegungsmittel Nummer 1, wenn die Tageskinder da sind und ich tippe auf eine der Glasscherben unterwegs. Jetzt hoffe ich, dass der Mann noch helfen kann, sonst muss ein neues Rad bzw Reifen her und das wird sicherlich dauern. :(
Als ich dann aus dem Kindergarten kam und gerade zur Bushaltestelle wollte, fuhr der Bus an uns vorbei und ein Blick auf die Uhr verriet mir sofort, dass damit der Anschluss Bus in der Altstadt verloren war, also lief ich los trotz plattem Reifen. Ich stand einen Moment mitten auf dem Berg und wartete auf eine Eingebung, Kraft, Schatten oder was auch immer, als ich eine nette Frau neben mir höre: “Kann ich Ihnen schieben helfen? Zu zweit schiebt es sich bestimmt viel leichter.” Ich wollte noch ablehnen, ja das tue ich zu oft, als sie schon mit anpackte. Ein Geschenk des Himmels, dachte ich noch wo es gerade heute so schwer war den Wagen zu schieben. Und beim Laufen erzählte sie, sie hätte auch Jahrelang hintereinander Wagen für Wagen geschoben, eine ganze Weile, denn sie hätte fünf Kinder. Da platzte es nur so aus mir heraus: Ich auch! Wir plauderten ein bißchen und ich erfuhr, dass ihre älteste Tochter schon mit 20 ein Kind bekommen hätte und sie mittlerweile insgesamt 8 Enkelkinder hätte. Sie sei ein kleiner Blick in eine Zukunft, meinte ich augenzwinkernd zu der hilfsbereiten Frau. Als wir endlich oben ankamen verabschiedete sie sich uns einen schönen Tag wünschend und ich sah, dass sie zur Trauergemeinde gehörte, die sich vor der Kirche versammelt hatte.

Was eine seltsame, aber doch unglaublich schöne Schicksalsbegegnung. Manchmal ist das Leben mir in seiner Zufälligkeit etwas unheimlich…

Wo wir grad dabei sind. Und dann bekamen wir heute ausnahmsweise beim Heimfahren einen Bus eher als sonst und als der seine Türen öffnete, standen schon zwei Kinderwagen darin, ich hätte mit Zwillingswagen eventuell nicht richtig rein gepasst. Gut wars da, das ich mit Tragehilfe und nur mit Single- Kinderwagen unterwegs sein musste.

12 von 12 im Juni 2013

Juni 12th, 2013

Gestern hat sie noch darauf hingewiesen und mein Ehrgeiz war geweckt. Einmal wollte ich es doch wirklich schaffen am 12. des Monats wirklich 12 Fotos zu schießen. Und es hat geklappt, wenn es heute auch mühsam war. Aber schön mal dabei zu sein. Mein erstes Mal 12 von 12. :)

Psychohygiene*

Juni 11th, 2013

Ich kann nicht ganz genau sagen wann, aber vor dem Urlaub schon, hatte ich das Gefühl nur noch mit den Armen zu rudern. Ich hatte das Gefühl eher zu ertrinken, als noch entspannt im Alltag zu schwimmen.
Klar dachte ich noch vor dem Urlaub, so viele Vorbereitungen stressen einen ja auch, dann noch die Tagespflege- das summiert sich. Im Urlaub war ich ganz ab vom Fleck, alles war relativ schnell weit weg. Und was ich erwartet hatte für zu Hause, war ein Kulturschock.
Und genau das passierte. Raus aus der Pause, mitten rein in den Wahnsinn. Was ich nicht erwartet hatte, war wie heftig der Aufprall sein würde. Als ich letzten Dienstag schon wieder mittendrin war, meinte mich zu fühlen wie vor dem Urlaub, wurde mir klar, hier läuft was schief, jetzt ist Schluss. Es muss endlich etwas passieren. Ich muss was tun.

Es ist dieser doch noch gut funktionierende Selbsterhaltungstrieb. Also begann ich meine Seele aufzutanken. Am Mittwoch ließ ich den Mann trotz unruhigem Baby allein und ging mit einer Freundin spazieren. Nicht lange. Aber doch lang genug. Das war schon ein Befreiungsschlag. Denn bis dahin war ich doch nur ungern gegangen, wenn ich das Gefühl hatte, Emil würde das nicht gut machen.
Donnerstag traf ich eine andere Freundin, leider aber ganz normal am Nachmittag mit ihren Töchtern, aber immerhin. Abends ging ich schwimmen- und das hatte ich schon Ewigkeiten nicht mehr gemacht. Es ist verrückt, es tut mir so gut und das hatte ich vergessen. In den ersten Minuten dreht sich alles um meinen Tag, was ich hätte anders, besser machen können, irgendwann schalte ich ab und es geht nur darum mich zu spüren, anderen auszuweichen und wie viele Bahnen ich schon geschwommen bin.
Freitag hatte ich das große Glück, dass meine Schwiegermama und meine Schwägerin die vier Großen entführten für 3 Stunden, ich konnte nicht ganz gar nichts tun, aber es war genau richtig.
Samstag schaffte ich mir die Auszeit mit Zoe, am Abend waren wir noch im Freibad und ich schwamm erneut ein paar Runden, zwar nicht viele, weil mein schlechtes Gewissen zu groß war, aber immerhin.
Sonntag war ich wieder in der Gärtnerei und ließ tagsüber vieles zu Hause einfach mal bewusst liegen. Gestern war ich beim Abschiedsessen vom Elternbeirat und als ich zurück kam, war Emil wach. Das war der Preis. Wäre ich hier gewesen hätte ich ihn wahrscheinlich in den Schlaf zurück gestillt, so hatte ich 2 Stunde einen freien Kopf und der Mann hatte ja alles im Griff. Heute war ich wieder schwimmen. Und es fällt mir schon leichter, den Kopf einfach auszuschalten. Es tut mir gut, was für meinen Körper zu tun. Als ich kam war ich gleich wieder für Emil da und nun liegt er neben mir. (Und ich weiß, vorm Wochenende komme ich vermutlich eh nicht mehr ins Wasser.)
Es ist viel auf einmal, viele Kleinigkeiten, aber ich brauche das gerade. Es ist unglaublich wie groß schon jetzt der Effekt ist. Wie entspannt ich bin. Gestern Nachmittag sagte ich zu meiner Freundin: “Da gibt es einfach nichts dran zu rütteln, wenn es der Mama gut geht, gehts der ganzen Familie gut.” Wenn es mir gut geht, habe ich Kraft für den Alltagswahnsinn.
Aber wenn mir wie den letzten Tagen oder Wochen alles zuviel und nur noch eine Belastung ist, ich das Gefühl habe zu ertrinken, dann taucht man auch viel schneller unter, wenn mal was Unerwartetes passiert.
Die ganze Zeit dachte ich an eine Zeit nach Toms Geburt, wo ich auch an so einem Punkt war, dazu meine Freundin mit Burn Out… Meine Augen sind auf.

Es ist nicht wieder gut. Ich bin da gerade sehr vorsichtig. Und versuche aufzupassen und am Ball zu bleiben. Aber ich geb mir Mühe. Und das wollte ich festhalten.

*wird mein Wort des Jahres. :)

Sonntagsfreuden

Juni 9th, 2013

*Neben drei liebsten Menschen aufwachen.
*Danach weiter ausschlafen können.
*An einen schön gedeckten Frühstückstisch setzen.
*Spontan entscheiden nach dem Duschen in die Gärtnerei zu fahren.
*In der Gärtnerei herum schlendern und schöne Sachen nach Hause fahren.
*Sich treiben lassen und nur machen worauf man Lust hat.
*Grillen und das Essen genießen.
*Kinder die drinnen und draußen Spaß haben.
*Garten pflegen.
*Waschmaschine einschalten, weil ich grad Lust drauf hab.
*Sich kurz entschlossen fürs Putzen von Bad und obersten Geschoss entscheiden, weil es auf den späten Nachmittag beginnt zu regnen.
*Emil ins Bett bringen und ein bißchen hachzen, weil er schon manchmal so groß aussieht.
*Zeit vertrödeln.
*Neben Ben liegen und bloggen bis er schläft.
*Wieder Zeit vertrödeln und einen Moment lang nicht an die Wäsche denken, die hinter mir steht.
*Emil wieder in den Schlaf stillen.

Garten

Nach einer Idee von Maria.