Kunterbuntes

Februar 2nd, 2016

Ich möchte so gern abends hier noch hoch muttiviert schreiben, alles festhalten, die großen und die kleinen Dinge und dann bleibt nur noch Zeit und Energie für ein paar Minuten einer DVD oder ein paar Seiten zu lesen…
Dabei möchte ich schreiben, über das neue Bett im Kinderzimmer der Kleinen, wie toll der Kobold es angenommen hat, über das Gebärden des kleinen Mannes, die letzte Ultraschalluntersuchung unseres noch immer Mädchens und die Vorfreude, die immer größer wird mit nur noch 10 Wochen, die vor uns liegen, den Nestbau, alles was ich noch so gern besorgen oder machen möchte, bevor das Mädchen zu uns kommt, mir Gedanken darüber machen wie das Mädchen zu uns kommt, über das letzte Wochenende möchte ich schreiben, an dem ich allein mit dem Bauchmädchen, der Schwiegermama und der Schwägerin weg war, über den ersten Monat diesen Jahres, der schon vorüber ist, die Anmeldung des Vorschulkindes 4.0 an unserer Schule, die neue Arbeit des Mannes, der dadurch soviel zu Hause ist, was besser nicht hätte fallen können mit meinem runden Bauch und uns trotzdem zwingt die Elternzeit dieses Mal seinerseits ausfallen zu lassen, weil es finanziell nicht stemmbar wäre, über die gesundheitlichen Sorgen, die ich gerade habe und die sich hoffentlich am Donnerstag einfach auflösen und zu einer Erinnerung werden…
Soviel zu erzählen, so wenig Muße… Und ich werde wohl in den nächsten Wochen nicht deutlich mehr Zeit haben, denn im Moment bin ich unheimlich müde, das Mädchen macht wohl gerade einen Wachstumsschub und der Heuschnupfen macht sich leider auch immer bemerkbarer… Aber noch gebe ich die Hoffnung nicht auf für einen ganz energischen Energieschub, der noch vor mir liegen muss… auch wenn ich immer träger werde und mich schwerer bewegen kann und alles durch das Warten auf unsere kleine Tochter so seltsam entschleunigt wird… :)

11 Fragen

Januar 13th, 2016

Die liebe littlebinh hat mich da einfach ganz Oldschool mit so einem Stöckchen beworfen. Das gab es doch schon mal gehäuft und da ich leider zu den Menschen gehöre, die gern (über sich) reden und ich die liebe littlebinh sehr mag, muss/darf/kann ich ihre Fragen beantworten :)

1.) Kochen: Rezeptsklave oder Improvisationstalent?
Ich bin da nicht sehr kreativ, es gibt so ein Standardprogramm an Rezepten mit unseren Kindern und die spiele ich so ab, gewisse „Abläufe“ haben sich da eingeschliffen. Ich weiß, wer was hasst und wer was liebt, bei acht Menschen passt das nicht immer so harmonisch zusammen. Wenn es Kartoffelsuppe gibt, weiß ich genau, wem ich die Suppe sieben muss, wenn es Milchreis gibt, muss der Große sich ein Rührei selber machen, jeder bekommt seinen Lieblingspfannkuchen am Eierkuchentag. Nudeln werden nur -sehr zum Leiden der Qualität- separat zur Soße gereicht oder halbe/halbe damit die Soßenhasser eine Chance haben am Essen teilzunehmen, denn mit Käse geht meist alles. Ich trenne also das Essen, aber ich koche nie zwei Sachen zur Zeit, nur damit jeder was zu essen findet, das er mag, da darf man sich gern ein Brot machen. Es ist unmöglich alle gleichzeitig glücklich zu kochen. Also nein, irgendwie weder noch, denn ich würde es oft einfach nur Nahrungszubereitung nennen :) Ich probiere auch gern mal etwas herum, weil das beim Kochen einfacher geht als beim Backen. Aber Talent? Ich koche gern richtig fettes Sonntagsessen und das mögen die Kinder auch, ein schön eingedeckter Tisch macht friedlich, aber nach 20min ist meist alles vorüber :)))

2.) Fernsehen oder streamen?
Wir haben sechs Kinder, ich hab keine Zeit mich an feste Zeiten zu halten, wenn ich abends neben dem Kobold einschlafe. :) Also wenn echtes Fernsehen, dann in aus der Mediathek oder aufgezeichnet :) Momentan steht nach wie vor die Twilight- Reihe ganz hoch im Kurs.

3.) Was beschäftigt Dich zur Zeit am meisten? Positiv und negativ!
Unser ungeborenes Kind. Unsere Kinder. Mein Mann. Meine Familie. Ach so und meine Seele. Und Gesundheit. Sind Aufzählungen erlaubt? :)

4.) Was wünschst Du Dir von 2016?
Unser Kind, lebendig. Die Geburt überleben. Gesunde Familienmitglieder.

5.) Hast Du schon mal irgendwelche Drogen konsumiert? Würdest Du es wieder tun?
Ja und ja. :)

6.) Piercing, Tattoo oder anderen permanenten Körperschmuck?
Zwei zusätzliche Löcher zieren meinen Körper mehr oder minder. Zum einen habe ich meiner Mutter mit 15/16 ein Nasenpiercing abgeschwatzt, nachdem sie plötzlich eines hatte. Da sich die Poren in den Schwangerschaften weiten, verlor ich das Schmuckstück regelmässig bis es unauffindbar war. Das Löchlein wuchs zu und irgendwann fand ich das Piercing auch wieder, aber es war zu spät. Es ist das Einzige, das ich vermisse und ab und zu überlege ich, ob ich es nochmal nachstechen lasse, aber dafür müsste ich den Mut aufbringen fragen zu können, ob das überhaupt geht :) Das zweite Zusätzliche ließ ich mir kurz vor der Hochzeit stechen, direkt unter die Unterlippe. Da eine OP nach der Geburt der Tochter vor 10 Jahren notwenig war, musste das Ding raus, wenige Stunden danach war die Schleimhaut schon zugewachsen, meine Kinder fragen mich noch heute nach diesem doofen Loch unter meiner Unterlippe- und das nervt, also das Loch. War vielleicht unklug, aber es war die letzte Einscheidung als Unverheiratete mit 20, die ich traf und damit rebellisch allen anderen gegen den Kopf stieß. Es war am Ende purer Protest meines Dickkopfs!
Seit Jahren möchte ich mich stechen lassen, aber… da wäre die Sache mit dem Nachfragen :) Fremde Menschen ansprechen gehört nicht so zu meinen Stärken und… ich bin allergisch gegen dunklen Farbstoff und bisher konnte mir niemand sagen, ob das dann bei mir überhaupt geht, oder ob meine Haut danach im Eimer ist :)

7.) Was macht die Vorstellung mit Dir, Deinen jetztigen Job bis zur Rente zu machen?
Die Frage ist witzig. Wie viele Kinder muss ich denn noch bekommen, damit ich überhaupt etwas von einer „Rente“ sehe? Ich habe keine klassische Ausbildung gemacht, das wird wohl nochmal Thema werden müssen, steinigt mich (ein anderes Mal!). Aber egal zurück zur Frage, ich hoffe, die Kinder ziehen alle aus, bevor ich alt und klapperig bin :)

8.) Frühstückst Du süß oder herzhaft oder und?
Frühstücken ist meine liebste Verabredung. :) Ich brauch dann auch nichts anderes mehr und kann da stundenlang sitzen :)

9.) Welche Jahreszeit hast Du am liebsten?
Herbst- ich bin und bleibe ein Herbstkind. Ich mag keine Hitze, was viele bestimmt lustig finden, ich nicht. Aber ich muss gestehen, dass ich als Mutter gelernt habe, den Sommer mit den Kindern zu genießen! :)

10.) Welche wichtige Person der Geschichte würdest Du gerne mal treffen? Und warum?
Marie Antoinette. Aber ich wäre gern hier und da Mäuschen gewesen, es ist ja Alles nur hörensagen, fragen können wir keinen mehr und selbst Tagebuchaufzeichnungen zeichnen kein rundes Bild einer Person, die Seele eines Menschen zu erfassen ist sicherlich etwas zz komplex.

11.) Magst Du Blogstöckchen?
Vielleicht. :)

Jetzt kommt das Schlimmste, sich selber 11 Fragen ausdenken und dann noch 11 Leute einladen, diese zu beantworten :)

1.) Welche ist deine liebste Kindheitserinnerung?
2.) Welcher Moment war der schlimmste deines Lebens? Als du dachtest, du wirst nie wieder glücklich?
3.) Bist du glücklich gerade?
4.) Welcher Ort wärmt dein Herz?
5.) Wenn du gerade woanders sein könntest, wo oder bei wem wärst du dann?
6.) Ein Buch, das dich verändert hat?
7.) Ein Hobby für das du gern Zeit fändest?
8.) Was magst du überhaupt nicht an dir?
9.) Was mögen andere an dir?
10.) Wofür hättest du gern Mut?
11.) Der Soundtrack deines Lebens?

Ich bestrafe beglücke. Ich fände es spannend, das bei euch zu lesen.

1.) Die liebe Fräulein Mieke
2.) Isabelle S.
3.) Jademond
4.) Frau PN
5.) Blumenpost
6.) Frau Mümmel
7.) Frau Ansku
8.) Frische Brise
9.) Kristin
10.) Telesabbie
11.) Selina

So süss!

Januar 13th, 2016

Sitzen noch beim Essen und die Söhne unterhalten sich über ihre Schwester…

„Und dann macht es PLOPP und sie ist da!“, sagt Emil. Ich wünschte es wäre so. „Nein, es macht PUFF!“, sagt der große Sohn und ich denke „Hoffentlich, nicht!“, „Bei einer Geburt kann man auch sterben!“, fügt der Vorschüler hinzu… Holt mich sofort hier raus, ich bin eine schwangere Mutter!

Szenen einer Ehe

Januar 6th, 2016

Der Mann liest am Boden liegende Skikleidung von mehreren Kindern unter Stöhnen auf, ziehe schelmisch eine Augenbraue hoch: „DAS hast du dir ja so ausgesucht!“, er lächelt süffisant zurück und sagt: „Stimmt. Ich hätte eine armlänge Abstand halten sollen!“ #deswegenistesLiebe

Mother- Sense is tingling…

Januar 5th, 2016

Unsere großen Söhne dürfen ab und an allein ins Freibad. Am Liebsten zu Zweit, um sich zu unterstützen. Sie sind mit Rädern, Rollern, zu Fuß oder auch mit dem Bus unterwegs. Es ist nicht weit, aber gerade das Busfahren sollte organisiert sein. Meistens klappt das ganz gut und so suchte ich auch an diesem Wochenende für unsere fabelhaften Söhne den Busfahrplan heraus und schrieb die Abfahrtzeiten auf einen Zettel, denn er fuhr nur alle 40 Minuten, gab sogar Geld für eine Kleinigkeit mit und freute mich über noch mehr Stille im Haus, denn die Tochter war auch unterwegs und wir Eltern noch krank…

Nach weit weniger als zwei Stunden öffnete sich die Eingangstüre und herein kam Sohn Nummer 2, allein. Das Erste was ich beim Erblicken eines Kindes tue ist fragen, wo die Anderen sind. Ich bin da komisch. Das könnte eventuell und unter Umständen daran liegen, dass es schon öfter egal bei welcher Art von gemeinsamer Unternehmung zu Streitigkeiten kam, einer eine Haltestelle eher ausstieg, der andere weiterfuhr oder einer ganz lief oder oder, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt… Und ich sollte auch an diesem Tag Recht behalten, es hatte Streit gegeben über das Einigen der richtigen Zeit, um das Schwimmbad zu verlassen und weil das Kind keine Lust mehr hatte, dem anderen hinterher zu rennen, ist es einfach mal weg gefahren. Ich fragte das Wichtigste: Hat das bleibende Kind Zugang zum Spind und Kleidung, Geld oder Fahrkarte?!- „Jaja.“ Alles wäre gut und weg war das Kind im Schnee, einen anderen Bruder beglücken.
Ich wartete 40Minuten und dachte mir, dass das andere Kind dann auch käme, mit dem nächsten Bus vielleicht?! Aber es kam nicht. Ich hatte so ein… Gefühl. Also lief ich los, in etwa der Richtung wie das vermisste Kind auch laufen müsste, ich hatte etwas weniger als 40 Minuten Zeit bis der nächste Bus vom Hallenbad abfahren würde. Ich war nicht sauer, ich genoss den Spaziergang, sollte der Vermisste in der Zwischenzeit Heim gefunden haben, umso besser, aber ich wollte nichts unversucht lassen, denn ich hatte ja mein Gefühl. Auf die letzten Meter musste ich dann meine Schritte sogar etwas beschleunigen, um rechtzeitig bei der hallennbädlichen Bushaltestelle zu sein, aber da war kein Kind.
Ich blickte auf mein Handy, keine Nachricht vom Mann, somit war der Vermisste nicht zu Hause angekommen, also meldete ich mich, während ich in das Schwimmbad ging. Ich starrte durch das bißchen Scheibe, aber sie erfasst bei Weitem nicht die komplette Halle. „Also was nun?!“, dachte ich mir. Heimgehen? Reingehen? Ich hatte ja meine Karte dabei, fiel mir ein, also stöhnte ich und ging zu den Umkleiden, warf Schuhe, Socken, Jacken und all meinen Kram in einen Spind und lief sonst bekleidet in die Halle, tolles Gefühl. Und da sah ich dank der auffälligen Badehose sofort den Hintern meines vermissten, planschenden Kindes und atmete kurz auf, dann… war mir eher nach Hals umdrehen. Ich umrundete das Becken, in der Hoffnung die Aufmerksamkeit des Kindes zu erregen, denn die der anderen Anwesenden hatte ich schon längst. Endlich hatten wir Blickkontakt und das Kind verließ das Wasser, holte sein Handtuch und berichtete, es wäre schlüssel-, spind- und kleidungslos. Eine lustige Kettenreaktion. Also gingen wir zu meinem Spind, setzten uns und ich rief den Kindervater an, er möge den Sohn daheim fragen, ob und wann er den Schlüssel gesehen hatte. So erfuhren wir, dass es zwei Spinde gegeben hatte, somit auch zwei Schlüssel, um so etwas zu vermeiden und Sohn 2 hatte den von Sohn 1 weder mitgenommen, noch gesehen, natürlich nicht. Seufz. Also gingen wir noch mal in die Halle und suchten die Fächer und den Boden ab, aber da war nichts. Also gab es nur eines, nach vorne zur netten Empfangsdame zu gehen und sie fragen, was nun zu tun sei. Ich liebe das ja, ich bin total offen und kann super mit neuen unbekannten Situationen umgehen (haha), aber was hatte ich für eine Wahl?! Also ging ich tapfer meines Weges und erfuhr, dass der Bademeister genau so einen Schlüssel bei sich hatte, mit genau der Nummer, die wir suchten… Also bat ich das Kind zum Bademeister zu gehen, aber es sah ebenso begeistert aus, wie ich nur wenige Minuten zuvor, bevor ich Kontakt zur Empfangsdame aufnehmen sollte/musste/durfte. Also gingen wir tapfer beide zum Bademeister, der uns den Schlüssel übergab und so unsere Abreise aus dem Bad möglich machte. Hurra!

Ich brachte also das vermisste Kind wieder ins heimische Nest und verhängte eine Strafe von einer Woche Hallenbadverbot über beide Kinder, weil sie es nicht geschafft hatten sich zu einigen, denn laut Zeugenaussagen, war das eine Kind vor dem anderen davon geschwommen, weil es nicht hören wollte, was es zu sagen hatte und erst so wenig Zeit verstrichen war und das andere Kind hatte einfach keinen Bock mehr gehabt, hatte sich lässig Geld aus dem Geldbeutel des Bruders genommen für die Fahrkarte, wobei sehr wahrscheinlich der Schlüssel zu Boden und in die Hände von Bademeister, eventuell durch hilfsbereite Dritte gelangt war. Bruderhaft, quasi! So nicht! Aber so wars halt…

Unbeschrieben

Januar 3rd, 2016

Jedes Jahr erfasst mich das Hochgefühl des neuen Jahres, wie ein frisches Notizbuch gefüllt mit unberührten Blättern, wie ein neues Tagesbuch voller weißer Seiten liegt es vor mir.

365, in diesem Jahr sogar 366 Tage satte Ungewissheit. Man hat vielleicht hier und da eine Ahnung, aber dieses Leben macht einfach immer wieder was es will und steuert unter Umständen gegen unsere Vorschläge, wie man diese Zeit gestalten könnte. Auf der einen Seite scheint es ein Segen, denn nichts Wissen heißt auch nichts befürchten müssen, auch wenn es hier und da doch eher nützlich wäre zu wissen, dass man an dieser oder jener Stelle erst einmal ein tiefes, tiefes Tal durchschreiten muss, bevor etwas neues Wundervolles beginnen kann. Diese Kenntnis wäre manchmal mehr als hilfreich, um diese Schluchten zu überwinden.

Aber so liegt es nun vor mir dieses ungebrauchte 2016 und ich weiß nicht, was mit mir passieren wird, wo ich ankommen werde.
Noch lange nicht, ist man nicht an der Stelle, an der man das Jahr verfluchen möchte und sich ein Neues herbeisehnt, noch zählt man nicht die letzten Tage oder wartet auf die nächste Hiobsbotschaft, noch ist nichts passiert, weder das eine noch das andere.
Für mich ist der Winter, der uns nun in Bayern besucht hat, ein Segen. Nicht nur die Tage zwischen den Jahren sind hier immer besonders ruhig, obwohl wir auch diesem Jahr mal wieder krank sind, aber sobald dieses Weihnachten „überstanden“ ist (was gerade auf der Zielgeraden am Anstrengendsten ERscheint), auf das ich mich eigentlich das ganze Jahr über freue, beginne ich mich zu entspannen. Wir wurden verwöhnt und waren umgeben von lieben Menschen und wenn dann diese terminfreie Zeit kommt, ohne Eile und Verpflichtungen, erfüllt mich ein innerer Frieden- wie ein Neustart.
Der Winter, den so viele jetzt verwünschen und stattdessen den Frühling herbeisehnen, tut das seinige dazu. Schnee legte sich in den letzten Tagen auf die Vorgärten und beleuchteten Bäumchen, draußen wurde alles noch ein bißchen leiser… Die Temperaturen zwingen einen nach drinnen, man macht es sich gemütlich und hat Zeit Kraft zu sammeln für das Wuseln in warmen Frühlings- und Sommertagen, die uns nach draußen locken und aktiv werden lassen. Jetzt ist es Zeit sich auf sie zu besinnen, ein bißchen Gelassenheit zu sammeln und für andere Tage im Herzen zu bewahren, wenn einen nicht gerade die Kinder in den Ferien in den Wahnsinn treiben… :)

In diesem Sinne: Frohes, neues Jahr!

Mein 2015

Dezember 31st, 2015

Das Jahr begann leider entgegen aller Hoffnung doch so, wie ich es mir nicht gewünscht hatte. Alle Hoffnungen das Gesundheitstief möge im letzten Jahr bleiben und nicht einfach mitkommen, zerschlugen sich sehr schnell und somit ging es mir eigentlich nur immer mieser. Zu dem Gefühl, das etwas nicht stimmen, mein Körper auseinanderfallen könnte, gesellte sich ein emotionaler Balast, der sich in überirdischer Wut äusserte. Denn je länger und mysteriöser alles wurde, desto lauter wurden die Stimmen, die mir anders Last machten: „Bestimmt ist es psychisch!“ Somit verfiel ich noch mehr in einen Druck auf mich zu achten, zu gucken, dass ich Nischen für mich fand und wurde nur noch frustrierter, als das alles nichts half. Ich schlug verbal oft um mich und verlor mich mehr und mehr und jeden guten Bezug zu meinem Körper bis zu dem Tag an dem alles sich so zuspitzte, der Morgen an dem ich schon einen Termin beim Orthopäden hatte und mein Knie zuschwoll. Es ging dann eigentlich alles sehr schnell, man punktierte das Knie, drohte mir mit Abstillen müssen und es flogen Wörter umher wie Gicht und Rheuma, alles nur Verdachte und in meinem Kopf klingelte alles nur und ich stand da und wusste nicht wohin mit mir und meinen Wünschen, meiner Zukunft… Ich wollte doch noch Kinder, Stillen, Tragen, Trageberaterin werden und überhaupt, könnte ich so weiter leben wie bisher? So viele Unbekannte! Und dann kam es noch schlimmer, auch wenn ich das nicht gedacht hätte, ich konnte gar nicht mehr gehen, denn das andere Knie schwoll auch zu. Ich hatte eine solche (Todes-) Angst, wusste nicht ob ich je wieder laufen würde können und wie würde es nun weiter gehen?! Der Mann stand hilflos neben mir und musste auch irgendwie alles organisieren, seinem Arbeitgeber irgendwas mitteilen. Ich hatte ein solches Glück, dass ich nach vielen Telefonaten wirklich nur durch Zufall und nur wenige Tage später einen Termin bei einer guten Rheumatologin in München bekam und da wurde ich auch endlich behandelt, beide Knie wurden punktiert und mit Korstison gespritzt und ganz, ganz langsam kam mit den Wochen meine Bewegungsfreiheit zurück und es gab eine Diagnose. Ich wusste nun, dass ich abstillen müsste und auch da gab es Kämpfe und Diskussionen von beiden Seite, gutgemeinte Tipps, ich solle mich nicht so unterbuttern lassen und andere die knallhart sagten, dass müsste ich mal lieber ganz schnell hinbekommen. Es war eine ganz schlimme Zeit, ich wollte Anton (und mir auch) seine Zeit lassen und irgendwie auch mein Leben leben können, für meine Familie sorgen können. Zudem gab es auch hier viele Experten, die mir von ihren Erfahrungen erzählten, sowas hätten sie auch schon mal gehabt, aber das wäre wieder weg gegangen, aber meine Arthritis ging nicht weg und ist auch nicht so leicht, wie sie sein könnte, meine Ärztin schaute mich auch eindringlich an wegen der Wahl der Medikamente und meinem Kinderwunsch. Im Ostsee- Urlaub im April entschied ich mich, mir eine Therapeutin zu suchen, Angst war in meinem Leben nach dem Jahr der Fehlgeburten schon ein großes Thema gewesen und auch in den darauf beiden folgenden Schwangerschaften, aber nun hatte es dank der Monate Unruhe und nicht wissen, was mit mir passiert seinen Höhepunkt erreicht. Auch hier hatte ich Glück und fand super schnell Hilfe. Ich machte meine Ausbildung als Trageberaterin an einem Wochenende in München, was mir ganz viel bedeutete und wo ich auch für mich sehr viel mit nehmen konnte. Da mein Auge begonnen hatte zu zucken und das über Wochen nicht besser wurde mit anderen Empfindungsstörungen wurde mir ein MRT von meinem Kopf empfohlen, als das aber hinter mir lag konnte ich mich entspannen. Es zumindest versuchen. Ich hatte mit der sanfteren Medikamenten- Therapie für meine Arthritis begonnen und fieberte deren Wirkung entgegen, wobei ich auch Angst hatte vor den Nebenwirkungen, nach wie vor wird mein Blut streng und regelmässig kontrolliert. Durch das Kortison und das langsame Abstillen, das ich wirklich abgetrauert hatte, weil ich nicht wusste ob ich jemals wieder stillen würde können, hatte sich ein Zyklus in mein Leben gesellt und so kam es, dass ich dann auch wirklich Anfang der Sommerferien zum zehnten Mal in meinem Leben schwanger wurde, als Glücksbringer immer den Stein aus dem Osterurlaub dabei, in dem es aussieht, als befände sich ein kleiner Embryo. Ich erzählte das erste Mal in meinem Leben nicht mal dem Mann von meinem Verdacht und diesem Hauch von Linie auf dem Test, es war mein Geheimnis, wenn auch nur wenige Tage. Ich trug die kleine Seele mit mir herum, tat alles, was in meiner Macht stand und verliebte mich mehr und mehr und versuchte so viele erste Mal und Erinnerungen mit diesem Kind zu schaffen, wie es nur ging. Aber je mehr Zeit verging, desto mehr Liebe wuchs und damit die Hoffnung, es würde für immer bleiben… Wir fuhren in den vierwöchigen Sommerurlaub und entspannten, immer wieder war ich in den Gedanken bei diesem Kind, dass sie ersten zwölf Wochen schaffen sollte, musste…
Irgendwie haben wir das geschafft, ich weiß gar nicht wie, die Wochen flogen im zweiten Halbjahr so vorbei, gepickt mit vielen verschiedenen Arztterminen und Sorgen, die mehr in meinem Kopf waren. Wir genossen den Herbst, schufen schöne Erinnerungen mit den Kindern als Familie, feierten weitere Geburtstage und dann ging es schon mit großen Schritten dem Jahresende zu. Der Mann wechselte seine Arbeitsstelle und ist dadurch im Augenblick präsenter daheim, was die Vorbereitungen oft entspannter wirken ließen und am Ende des Jahres fand ich auch in der Twilight- Saga meine Zuflucht. Man könnte mich mit viel gutem Willen als leidenschaftliche Frau bezeichnen, sonst eher als obsessiv, denn statt einem Weihnachtsfilm nach dem anderen zu gucken und sich in der Stimmung versuchen zu finden, blieb ich irgendwie da hängen… Ich hoffe meine Familie litt nicht allzu sehr darunter :)
Mein Rheuma hat sich soweit stabilisiert, das liegt sicherlich an den Tabletten und an den Schwangerschaftshormonen, ich weiß nicht, was mich im nächsten Jahr erwartet, ich kann es nur auf mich zukommen lassen und hoffen. Ich weiß nicht wie es mir gehen wird, nach der Geburt, ob ich Stillen werde können oder gar nicht, wie es sein wird, ob ein schlimmer Schub kommt oder nicht… Ich wünsche mir für mich, mich mehr abgrenzen zu können, mehr für mich einzustehen und klar meine Meinung zu sagen und Dingen ihre Dramatik nehmen zu können, das wären meine Wünsche für das kommende Jahr und natürlich einen super Start für unser 7. Kind und das Leben zu Neunt! Das Jahr war trotz allem irgendwie ausgeglichen. Hätte ich nicht abgestillt, was mir das Herz aus der Brust gerissen hatte, weil es mir soviel gab, wenigstens die Hälfte der Kinder gestillt zu haben, wäre ich nie im Leben so schnell wieder schwanger geworden und obwohl es mir seelisch nicht prima geht, bin ich froh einen Weg in die richtige Richtung gemacht zu haben…

Mein Jahr in Büchern…

Dezember 30th, 2015

1.) „Die Liebe in Grenzen“ von Veronika Peters
2.) „Welt in Flammen“ von Benjamin Monferat
3.) „Der Schwimmer“ von Joakim Zander
„Die See“ von John Banville, abgebrochen
4.) „Titos Brille: Die Geschichte meiner strapaziösen Familie“ von Adriana Altaras
5.) „Bis die Ärztin kommt“ von Josephine Chaos
6.) „Der Zug der Waisen“ von Christina Baker Kline
7.) „Erzähl es niemanden“ von Lillian Crott Berthung und Randi Crott
8.) „Ein ganz besonderes Jahr“ von Thomas Montasser
9.) „Call the Midwife- Ruf des Lebens“ von Jennifer Worth
10.) „Ein Morgen auf Meer“ von Nancy Thayer
11.) „Das Glück am Rande des Wassers“ von Nancy Thayer
12.) „Glückskind“ von Steven Uhly
13.) „Im Auge des Leuchtturms“ von Antonia Michaelis
14.) „Lasse“ von Verena Friederike Hasel
15.) „Willkommen am Meer“ von Kai-Eric Fitzner
16.) „Ein bitterkalter Nachmittag“ von Gerard Donovan
17.) 2x „Bis(s) zum Morgengrauen“ von Stephenie Meyer
18.) „Bis(s) zum Mittagsstunde“ von Stephenie Meyer
19.) „Bis(s) zum Abendrot“ von Stephenie Meyer
20.) „Bis(s) zum Ende der Nacht“ von Stephenie Meyer
21.) „Bella und Edward: Edward – Auf den ersten Blick“ von Stephenie Meyer
22.) „Bella und Edward: Die Welt von Bella und Edward: Das Biss-Handbuch“ von Stephenie Meyer
23.) „Bis(s) in alle Ewigkeit“ von Stephenie Meyer

Hinzu kämen unzählige Leseproben, um heraus zu finden welches Buch gerade für den Augenblick das Richtige ist. Außerdem las ich meinen großen Kindern „Die Wanze“ und „Heiße Spur in Dixies Bar: Ein neuer Fall für die Wanze“ von Paul Shipton vor und begann mit ihnen „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende, zudem las ich ihnen mehrere Bilderbücher vor, selbst ein paar Sachbücher, Artikel und Comics… Ich habe vielleicht 8-10 Bücher in den Händen gehalten, die anderen waren E-Books, weil es praktischer war. Ich habe exakt ein Buch zwei Mal gelesen und weiß gar nicht, ob das schon der Moment ist hier weit auszuholen, warum ausgerechnet das… Fest steht es gab einige bedeutsame Bücher. „Welt in Flammen“ war episch, daran musste ich erst denken, als mein Schwiegervater es zu Weihnachten geschenkt bekam, „Titos Brille“ war bewegend und witzig, „Der Zug der Waisen“ eine Leihgabe von meiner Schwiegermutter riss mich auch mit, ebenso der folgende Roman „Erzähl es niemanden“, den ich nur las, weil mich das Cover und Titel so gelockt hatten, die ich in einem ICE entdeckt hatte… „Glückskind“ entdeckte ich am Strand ebenso wie „Im Auge des Leuchtturms“ beide könnten nicht verschiedener sein und sind besonders. Letzteres ist einfach so schrecklich gut geschrieben, dass man wissen muss wie es ausgeht und zumindest mir ging es so, ich wollte es hinter mich bringen und mein Herz wieder langsamer schlagen lassen :) „Lasse“ ließ mich ewig nicht los, tauchte immer wieder in Gedanken auf wie die Autorin des Buchs :) Und zu guter Letzte nun die Bis(s) Reihe um die ich Jahre einen weiten Bogen geschlagen hatte. Ich bin ja entweder ein Entdecker oder aber ich meide solche Kassenschlager, der berühmte Siedler von Catan- Effekt, ich kann dann nicht und so packte mich die Reihe erst zehn Jahre nach Erscheinen des ersten Romans. Und es schüttelte mich durch. Die letzten 6 Wochen dieses Jahres hat es mich sehr vereinnahmt und das hat verschiedene Gründe. Es erinnert mich sehr an mich früher, an eine Zeit in der es den Mann an meiner Seite noch nicht gab und auch als es ihn zaghaft gab. Es gab Zeiten in meinem Leben, in denen ich nicht, niemals gedacht hätte einmal hier so zu sitzen… Heute morgen dachte ich erst an die Zeilen, die ich vor einer Weile schrieb, wie das alles hier mit uns begann und ob ich die nicht nochmal zur Hand nehmen, durchgehen und veröffentlichen sollte… So drücke ich mich weiter kryptisch aus, das muss reichen, mein Innerstes bleibt mir :)
Fürs nächste Jahr liegen weitere Bücher entweder schon hier oder in meiner Leseprobe, wenn ich mich von dieser Reihe hier verabschieden und loslassen kann… Es hätten mehr Bücher sein dürfen, aber ich bin zufrieden :)

Meilensteine

Dezember 16th, 2015

Am Montag rutschte ich in die 24. Woche und die Erleichterung, die ich dabei empfand war so groß, so ein berauschendes Glücksgefühl! Ich war angespannt, gerade in den vergangenen beiden Wochen, alles wirkte auf mich noch so zerbrechlich, so überaus fragil, nur einem Atemzug entfernt davon alles zu verlieren. Das hat sich natürlich in gewisser Weise nicht groß verändert, aber jetzt haben die Maus und ich eine echte Chance. Wenn jetzt etwas wäre und das wünsche ich mir für uns (und niemanden!) auf gar keinen Fall, aber ausgeschlossen ist es nicht und vielleicht habe ich wieder mit vorzeitigen Wehen zu kämpfen, die mich ja schon jetzt immer mal wieder ärgern, aber wir könnten kämpfen, wir beide- um unser gemeinsames Leben. Und das ist so unglaublich viel, mehr kann man sich doch gar nicht wünschen. Auch wenn ich natürlich fest vorhabe (wie bisher immer) den Geburtstermin zu erreichen und unsere Maus gut zur Welt zu bringen…
Es sind diese kleinen Meilensteine, die man als werdende Mama nimmt, die einem so gut tun: der erste positive Test, die „Fruchtanlage“ in der Gebärmutter im Ultraschall, die einem zeigt, dass alles dort ist, wo es hingehört, der Herzschlag des Wunders, die ersten wackeligen Wochen gemeinsam schaffen, die ersten sicher gefühlten Bewegungen im Bauch, das Bergfest und nun eben Überlebensfähig. Da liegen noch viele Wochen vor uns und je nach Tagesform sieht das noch so verdammt viel aus oder manchmal beinahe erschreckend wenig, um sich noch die einen oder anderen Gedanken rund um die Geburt zu machen oder aber noch das eine oder andere zu besorgen…

Und die glückliche Gewinnerin ist…

Dezember 9th, 2015

SUE! :)

Meine Glücksfee hat gelost und dich gezogen, vielleicht magst du mir mal deine Adresse mailen und dann schaffe ich es in etwas mehr Geschwindigkeit als üblich etwas Kleines los zuschicken!

Danke für deine lieben Zeilen <3