Tulpen

Januar 25th, 2012

Jedes Jahr, wenn der Kindervater seinen Geburtstag feiert, kaufe ich für den Tisch ein paar Frühjahrsblüher. In diesem Jahr diese herrlichen weißen Tulpen, die ich in den letzten Tagen fasziniert fotografiert habe, damit ich sie nicht vergesse. So schön, finde ich sie mit ihren Blütenblättern und sie fassen sich auch toll an, ganz kraftvoll. Einfach wunderschön.

Alle Jahre wieder…

Januar 24th, 2012

Jedes Jahr nach den Ferien, denke ich bei mir nach all der Ruhe vor Terminen, dass ich das doch in diesem Jahr irgendwie besser organisieren sollte. Meistens klappt das ja ganz gut und dann plötzlich irgendwie ziehen sich Termine magisch an oder passen so gar nicht und schwupps, hat man drei an einem Tag und/oder ist völlig gestresst. Dieses Jahr wird alles anders… Oder?!
Muttiviert rufe ich immerhin Ende Januar schon beim Kinderarzt an (der Klebezettel als Erinnerung hängt schon eine Weile) um einen Termin für die U8 auszumachen. Die freundliche Arzthelferin verschwindet am Ende der Leitung erstmal in den Tiefen des dicken Terminkalenders. Als sie wieder auftaucht, flötet sie mir “Ende Februar. 10.30Uhr.” ins Ohr. Meine erste Reaktion ist so ein Zusammenzucken als hätte mich einer hauen wollen. “Ih,” denke ich “bis nach Hause um Zoe von der Schule einzusammeln schaff ich bis 13Uhr, aber Noah vorher vom Kindergarten holen? Sieht schlecht aus. Entweder davor oder danach. Och nö…ein Kuddelmuddeltag.” Ein Blick in den Kalender erinnert mich an das Essen des Elternbeirats an diesem Abend im Februar. Und was antworte ich dem Telefon wahrheitsgemäss? “Ja, super gerne. Danke.” Es ist immer das Gleiche. Man ist froh über einen Termin, aber wirklich gut liegen die nie, doch bis man so einen wirklich Passenden gefunden hat, könnten kostbare Minuten vergehen, darauf hab ich auch keine Lust und Zeit, denn mittlerweile sind alle Kinder im Wohnzimmer angekommen und reden durch einander- das Telefonsyndrom. Kurz: Es funktioniert nicht, ich kann mir meine Termine nicht sinnvoll legen. In der Vergangenheit lieferten solche Tage immer kostbaren Blog-Content: Wie man mit drei Jungs zum Kinderarzt fuhr, im Bus alle Leute mit gehaltvollen Gesprächen unterhielt und dann irgendwas beim Kinderarzt vergaß, deswegen zu spät zum Tochterkind kam, verzweifelt im Kühlschrank nach nahrhaftem Mittag suchte und erschöpft auf der Couch zusammen brach, während das kleinste Kind nackig durch das Haus sprang, man die Stunden zählend auf den Mann wartet und dann mit zerzaustem Haar und abgehetzt im Lokal ankommt und gefragt wird: “Und wie war dein Tag? Ich hab dich heut gar nicht im Kindergarten gesehen…”

Ich kann in die Zukunft sehen :)

Ein besonderes Jahr…

Januar 22nd, 2012

Heute wird der Kindervater 29 Jahre alt. Bleiben mir noch ein paar Monate bis dahin. Es ist auch nicht so das wir uns alt fühlen, so ein Quatsch. Abgesehen von diversen Wehwehchen. Es ist nur so, dass ich etwas baff bin, ob all dem was man in 10 Jahre packen kann. In ein paar Monaten sind wir nämlich 10 Jahre zusammen. Als ich Ihn kennenlernte war er gerade 17. Zwei Jahre nur schriftlicher Kontakt für Lebens- und Liebeshilfe später, war es Liebe auf den ersten Blick. Er war 19. Dieser Geburtstag bildet also den Auftakt in ein besonderes Jahr. Und das ist es umso mehr für die Schwiegermama, die nun einen Sohn hat, der so alt ist, wie sie bei seiner Geburt.

29. In Liebe.

Eingewöhnt!

Januar 20th, 2012

Seit Anfang Oktober geht Ben nun Schritt für Schritt mit erst elf, dann zehn anderen Kindern in die 1- Tagesgruppe, wie zuvor schon seine Brüder. Als diese Eingewöhnung bevor stand, dachte ich nicht wirklich darüber nach, wie das ablaufen würde. Ich war auf alles vorbereitet. Aber war ich das wirklich? Ben weinte gleich am ersten Tag und so saß ich einige Male immer Freitags mit ein paar anderen Müttern noch im Gruppenraum bis wir nach Wochen aus dem Raum in den Flur geworfen wurden. Von dort zogen wir aber rasch um ins anliegende Büro. Gehen konnte ich nicht. Ende Dezember kam ich an einen Punkt, wo ich mich fragte, wie sinnvoll das alles wäre, ich hatte keine Lust mehr. Und ich wollte Ben auch nicht zwingen. Andere Mütter gingen, wenn auch die eine oder andere nur zum Kaffee trinken ins nahe gelegende Cafe. Ich konnte nicht einschätzen, ob er nur mehr Zeit bräuchte und ich nur geduldiger sein sollte, oder ob es nichts werden würde dort. Das komische war und was mich vermutlich Durchhalten ließ, war das er angekommen in der Gruppe sehr glücklich war. Ich konnte ihn vom Büro aus plappern hören, mein Kind quasselte wie kein anderes den Erzieherinnen ein Ohr ab oder sang laut mit. Nur Rein war ein Problem. Letzte Woche schon, war das Betreten der Gruppe kein Problem. Und am Ende der drei Stunden nahm mich seine Erzieherin an den Schultern, sah mir tief in die Augen und sagte: “Und beim nächsten Mal gehst du heim!”
Und wie bestellt, heute ging er rein, ich nahm meine Sachen und ging. Ich ging raus. Und ich fühlte mich leicht. Es ist nur ein Vormittag in der Woche, aber es ist fremdbetreut. Geschafft. Wann war ich das letzte Mal aus solch eigener Kraft allein? Noch nie seit Zoes Geburt. Klar passte immer mal wieder jemand auf Ben mit auf und ich verbrachte Zeit ohne ihn, aber nicht während er bei fremden Menschen war in einer Einrichtung. Ich lief beschwingt zum Einkaufen und schnappte mir für ein gesundes Frühstück eine Cola und einen Flammkuchen und schwebte nach Hause.
Es war die richtige Zeit. Er ist ein halbes Jahr jünger, als es seine Brüder bei der Eingewöhnung waren. Und wir haben eine andere, eine engere Bindung. Im Nachhinein wäre ich nie im Leben in der Lage gewesen ihn im Oktober dort allein zu lassen, auch wenn es anfangs nur eine Stunde gewesen wäre. Ich hätte das nicht verkraftet, dieses besondere allein sein zu dieser Zeit. Ich glaube, er hat mir in den Monaten unheimlich viel Halt gegeben. Und auch wenn es jetzt nur einmal “geklappt” hat, weiß ich einfach, dass es jetzt für uns beide die richtige Zeit ist. Das macht mich sehr glücklich.
Als ich ihn abholte, musste ich mit den Tränen kämpfen. Zum Abholen sammeln sich alle Eltern vor der Tür und wenn sich diese öffnet strömen alle Kinder gleichzeitig zu ihren Eltern. Als mein Kind da raus kam, war er genauso klein, er wirkte nicht wie erwartet größer, er war immer noch mein Kleinster. Er stürzte sich in meine Arme und ich hielt ihn ganz fest. Ich war so stolz. Dann fiel mir auf, dass seine Autos nicht da waren und ich fragte, wo sie seien. Und schon flitzte er los, ganz selbstverständlich und kam zurück mit seinen zwei Mitbringseln. Er wusste genau, wo er suchen musste. Ich war noch viel stolzer auf ihn. Es war ein ganz besonderer Moment. Ich glaube, wir haben das erste große Abenteuer geschafft.

Kinder in Kiste

Januar 15th, 2012

Wie man Kinder drei Tage beschäftigen kann? Man braucht eine “große” Kiste, etwas Playmais, Pinsel und Wassermalfarbe. Und Nerven, ganz viele davon :)

Unsere Kinder haben das Ding immerzu bespielt und zerfleddert. Wir hatten alles dabei. Stundenlang Ruhe, einträchtiges Zeichnen gepaart mit unendlicher Geduld und Fürsorge und/oder panische Hysterie, weil kleine Brüder nicht machen, was sie sollen, also von liebevoll Teilen bis in die Ecke werfen und Fluchen. Es war toll. Alles mit einer Kiste (und etwas Zubehör. :) Sehr zu empfehlen.

Ein Stück von mir…

Januar 8th, 2012

Oder was mir fehlt. Etwas Zeit und eigentlich eher die Lust los zuziehen und genau solche Ruinen zu fotografieren. Nicht weil ich es so gut kann, um Himmels Willen, sondern weil sie mich so fasziniert haben und es noch heute tun. Sie sind so verlassen und dennoch so widerspenstig, scheinen allem zu trotzen.
Diese Aufnahmen sind Jahre alt. Und aus Berlin, nur ein paar Straßen entfernt von meiner Wohnung. Ich verbrachte dort viel Zeit, auch mit Block und Bleistift. Weil ich sie damals wunderschön fand. Ein Kontrast zu den paar Wohnmagazinen von heute auf meiner Gästetoilette.
Wenn ich die Bilder ansehe, muss ich schmunzeln. Sie erinnern mich daran wie ich widerspenstig allem trotzte und allein wohnte :)

Ich bin da echt hoch geklettert. Voll gekloppt. :)

Winter

Januar 7th, 2012

In dieser Woche hab ich öfter gehört, dass es jetzt dann bitte auch nicht mehr schneien müsste und der Frühling kommen kann, Weihnachten und Silvester seien schließlich vorüber. Man muss ja diese Kälte nicht mögen und ich kann mir auch schöneres vorstellen, als bei Schneeregen und kleinen Böen durch die Gegend zu laufen, es wird sehr rasch abends dunkel und morgens viel zu spät hell, die Kinder haben den einen oder anderen Tag einen Indoor-Koller, aber der Winter hat gerade erst angefangen. Die Natur braucht die Ruhe und ich für meinen Teil mag das auch. Die Uhren laufen langsamer, man verpasst nichts, man kuschelt sich abends aufs Sofa und das Allerbeste ist doch, man weiß, all das ist endlich. Unser Wetter ist doch einiger Maßen entspannt hier, wir wissen ungefähr, was uns wann erwartet, darüber sprach ich in dieser Woche auch mit dem Kindervater, ich mag mich nicht beschweren, trotz regelmässig Eis am Stiel- Oberschenkel. Ich find das schön. Das gehört so.

The Rhythm Of The Night

Januar 6th, 2012

Der Schlaf mit Kindern oder der Schlaf der Kinder, ein immer wieder schönes Thema. Fakt ist, dass wir so dermaßen unterschiedliche Kinder haben, keiner ist dem anderen im Schlafverhalten gleich.
Zoe macht viel im Schlaf aus, würde ich sagen. Heißt wenn sie was bedrückt, schläft sie unruhiger, träumt schlecht, aber in der Regel schläft sie ganz wunderbar in ihrem süßen Bett. Aber sie braucht seit jeher unglaublich wenig Schlaf. Sie schläft als Letzte ein, in den Ferien auch nach 21Uhr und steht dann trotzdem in der Früh selbstständig und ekelhaft früh wieder auf. Von mir hat sie das ja nicht. :) Kam uns jetzt aber mit der Schule sehr entgegen, man muss sie weder wecken noch ist sie muffelig. Sie ist einfach fit am Morgen.
Noah ist unser Vielschläfer. Es ist nicht mehr so extrem, aber es gibt Tage da schläft er bei Berührung der Matratze. Gern auch als erster. Völlig unbeeindruckt, ob des Chaos und der Geräusche um ihn herum. Seit ein paar Tagen hört er abends gern eine Entspannungs-CD und möchte nicht mehr vorgelesen bekommen, was ich unheimlich schade finde, aber es ist seine Entscheidung. Er ist dann morgens nicht unbedingt als Erster wach, aber ich würde sagen rund um Zoe. Und auch munter. Unter der Woche geweckt werden ist nicht so ein Spaß, gerade wenn es ums Anziehen geht und irgendwie frühstücksfein werden. Was ja sehr früh ist mit 7Uhr. Da ist er dann doch muffelig. Wie seine Mama. Aufstehen ist einfach nicht sot toll. :) Aber schlafen kann er so gut und ausdauernd. Super Kind.
Mit Tom hatten wir bisher die meisten Probleme, würde ich sagen. Erst hüpfte er aus dem Bett, dann lief er umher, später lief er ohne Hüpfen aus dem Bett und lief umher. Es war furchtbar. Und wir hatten auch keinen blassen Schimmer wie das ändern. Er schlief generell sehr spät ein und aufstehen war dann auch dementsprechend schwierig. Mittagsschlaf hatte er wie Zoe und Ben später auch mit 2 schon abgeschafft. Warum schlief er also nicht ein? Irgendwann im Sommer pennte Ben weg, er hatte vorm zweiten Geburtstag seinen Mittagsschlaf abgeschafft und schlief einfach auf der Couch ein. Ich trug Ben dann in sein Bett und erklärte Tom, dass er heute leider nicht mit Ben in einem Zimmer schlafen könnte, sondern bei uns einschlafen müsste. Und was passierte? Er schlief. Innerhalb kurzer Zeit, alles vorbei. Kein Laufen, kein langes Wachbleiben. Es war himmlich. Seitdem schläft Tom in unserem Bett ein. Wird dann in sein Bett getragen und wandert dann nachts sehr regelmässig in unser Bett zurück. Schläft gut. Nach wie vor ist Tom eher eine Nachteule, lange wach und möchte lange schlafen. Funktioniert nur unter der Woche nicht so gut mit dem Ausschlafen.
Ben schlief erst nur beim Stillen ein, dann auf dem Arm, dann in seinem Bett, dann kletterte aus seinem Bett und es war wie bei Tom. Er schlief nicht mehr. Also zurück aufs Sofa. Oder eben Kinderwagen. Wird das Kind geschmust oder geschuckelt. Schläft er erstmal, kann man ihn tragen wohin man mag. Dann schläft er in seinem Bett bis er zu uns wandert. Er schläft würde ich sagen, das Nötigste. Schläft zu einer humanen Zeit ein und wird morgens auch allein wach.
Nun liegen also zwei Kinder in unserem Bett. Der eine unruhig, dreht sich ohne Rücksicht auf Verluste, so wie es ihm beliebt. Erinnert mich sehr an die Bauchzeit. Da hat man mal Füße im Gesicht oder den Kopf in den Rippen. Tom ist eher der Kuschler, der Kontaktsucher, der immer mit dem Körper angekuschelt Wärme sucht, ein Finger oder der Fuß. Und er füsselt. Was einen schier irre machen kann. Ich hab das auch, diese Füße reiben. Damit habe ich -so unter uns- schon ein Laken ruiniert, es hatte auf einmal ein großes Belüftungsloch. Gut, dass das Laken nicht Feuer gefangen hatte :)
Also der eine kleine Mensch rotiert mit dem ganzen Körper, der andere dreht nur einzelne Körperteile… Ja, so ist das. Wir haben da oben gute und schlechte Nächte. Schlecht eher, wenn ein Kind krank ist, so wie über Weihnachten erst Tom dann Ben röchelte und hustete. Besonders toll sind auch Nächte ohne Besucher im Bett. Dieses unglaubliche Platzangebot.
Aber niedlich ist es dennoch schon. Da bekommt man mal mit wie die Kleinen sich nachts aneinander kuscheln und sich beschmusen oder ein anderes Mal, wie Tom sich elegant über Ben wälzt, nur damit er bei mir liegen kann.
Also alles in allem gut, ein größeres Bett hätte ich super gefunden. :)

Tschüss 2011

Dezember 31st, 2011

Ich hab in den letzten Tagen so oft überlegt einen Jahresrückblick zu schreiben, aber irgendwie wusste ich gar nicht wo anfangen und wo aufhören und was ich überhaupt sagen will.
Angefangen hätte ich vermutlich mit dem ersten Foto von mir 2011, am Neujahrsmorgen auf dem ich so traurig und nachdenklich aussehe. Das Bild mag ich gar nicht anschauen. Und ich wusste nicht mal, was alles in diesem Jahr auf mich zukommen würde. Auf uns. Unwissenheit tut manchmal so gut. Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus.
Heute hab ich nur noch schnell das Blog geöffnet, weil ich allen lieben Menschen “Danke” sagen wollte! Ich danke euch! Familie und Freunden und Bekannten. Fürs an uns denken, mit uns weinen und lachen, für die Unterstützung. So liebe Menschen sind in diesem Jahr in meinem Herzen sitzen geblieben und so Liebe haben sich dazu gesellt. An euch denke ich, wenn dieses Jahr zu Ende geht und das Neue beginnt.
Genau so möchte ich das Jahr beenden. In Dankbarkeit, denn egal wie schön oder traurig alles ist, es ist nichts, wenn man es nicht teilen kann. DANKE!
Bis 2012. Auf das es ein wunderschönes Jahr wird!

Eure Frau Kassiopeia.

Das Baumschmücken

Dezember 23rd, 2011

Eigentlich wird der Baum bei uns traditionell (es hat sich einfach so ergeben) erst am 24. geschmückt. Da wir aber ja mit Oma, Opa und Tante Karen feiern wollten, waren die Kinder sehr glücklich, dass wir die Tanne heuer schon am 23. Dezember schmücken “mussten”.

Der kleinste Sohn ist übrigens nicht auf Bildern zu bewundern, weil er momentan gerne spärlich bekleidet durch den Tag geht.