Ein Moment der Stille…

Januar 7th, 2017

Ich sitze hier und zu meinen Füßen oder neben mir, der Weihnachtsbaum… ein letztes Mal schnuppern, ein letztes berühren der mittlerweile getrockneten Tannennadeln, ein letztes Mal die Lichterketten bestaunen, die den nächtlichen, dunklen, stillen Raum in warmes Licht tauchen, während draußen über 16Grad minus sein sollen… Morgen wollen wir den Baum rauswerfen, dafür entschmückte der Liebste ihn heute schon, entfernte behutsam Kugel für Kugel…
Eigentlich wollte ich nur die Türe nochmal abschließen, damit nachts keiner umher wandern kann, dann fiel mir die Heizung ein, die ich vorhin im Keller geärgert hatte, damit sie das Wasser auch wirklich aufheizt, denn Nils war mit den vier Großen Schlittschuhlaufen und vorher Schlittenfahren und ich wollte ihnen ein warmes Bad einlassen können, wenn sie zurück sind. Derweil hatte ich die Zeit mit den drei Kleinen genossen und spontan noch ein paar heisse Waffeln mit Sahne gemacht und vorher zum Mitgeben heißen Tee, vier verschiedene Sorten hatten sie in kleinen Thermoskannen dabei und am Abend, als Noah mit Tom vom Rodeln zurück und die anderen Kinder aus der Badewanne kamen, schauten wir abends noch „Frozen“ mit Broten auf dem Sofa, alle auf ihre Weise platt, nach besuchsreichen Tagen…
Und nun sitze ich hier und musste noch einmal die Lichter des Baumes anmachen, nur ein letztes Mal, um dann doch noch hinzugehen und zu schnuppern und dann war da dieses Gefühl, eher wie eine Frage, ob ich alles genug genossen hätte und die Bilder der vergangenen Wochen zogen durch meinen Kopf, zu dem Tag, an dem der Baum eingezogen war, dem Kaminfeuer im Fernsehen, über die Wochen, in denen ich buk mal mit mal ohne Kinder, auf einigen wenigen Weihnachtsfeiern, leider auch viel krank war, aber immer versucht habe auf Weihnachten hinzuarbeiten und währenddessen den Zauber aufrecht zu erhalten…
Das Weihnachtsfest haben wir in diesem Jahr in die Länge gezogen, entzerrt, obwohl es dadurch nicht weniger anstrengend wurde alles rechtzeitig vorzubereiten- im Gegenteil.
Ich habe so gut wie jedes Geschenk ausgewählt, seit Ende November, mit dem Liebsten viele Abende und Nächte, statt die Ruhe zu geniessen, Listen erstellt, Links verschickt und recherchiert, uns den Kopf zerbrochen, zum Großteil bestellt, (heimlich) gekauft und nàchtelang in Etappen eingepackt. Wir habam am vierten Advent mit Nils Eltern und der liebsten Schwägerin vorgefeiert, da gab es jeweils ein Geschenk pro Kind, das die Kinder durch geschickte Planung aufbauen, geniessen und bespielen konnten, und sind am Nachmittag des 23. nach Berlin gefahren, wo ein Paket mit weiteren Geschenken (jeweils auch nur ein Geschenk pro Kind, das ich gekauft und eingewickelt hatte, weil meine Mama nach einer OP nicht so gut gekonnt hätte plus Geschenken für die Nichte, meine Schwester und deren Mann und meine Eltern) wartete, das ich rechtzeitig hoch geschickt hatte, im Gepäck die Reste, dort an Heilig Abend wartend weitere Präsente, jeweils einem Geschenk pro Kind von meiner Schwester und Mann und zu Hause zurück am 27. noch mal Letztes bestellt und eingepackt, um am 28. final ein letztes Mal Weihnachten zu feiern. All das -und es war so unglaublich viel- hat sich gelohnt, ich habe alles genossen und so Zeldas erstes Weihnachtsfest erlebt, Zoes Dreizehntes und Noahs Elftes, Toms Meuntes, Bens Achtes, Emils Fünftes und Antons Drittes.
Und so sitze ich hier, habe schnell noch den Laptop angemacht, weit nach 1Uhr in der Nacht noch schnell diesen Gedanken festzuhalten, draussen der erste Schnee der letzten Tage und drinnen dieser Baum, dem ich dankbar bin für all das Leuchten… mit dessen Abschied, ein Großereignis endet, beinahe auch die Ferien und eine neue Zeit, das Neujahr einläutet- mit allem was dazu gehören wird…

Das ist übrigens unser Baum, gestern geschmückt wegen akuter Abwesenheit am Heiligen Abend…

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Lesen 2016

Januar 1st, 2017

In diesem Jahr habe ich auch wieder versucht festzuhalten, was ich alles gelesen habe, viel war es nicht. Gut gestartet war ich mit dem Reread eines Twilight Teils, begann anschliessend den nächsten Band, brach diesen aber ab, bis ich wieder ein Buch fand, das mich fesselte. Aber es war ein schleppendes Lesejahr, muss ich gestehen. Es fiel mir unglaublich schwer mich zu konzentrieren, mir die Zeit dafür zu nehmen und nicht mit anderem Kram zu vertüddeln, wie in Tuchgruppen zu fachsimpeln und sich auszutauschen- und wie das so ist mit diesen Smartphones und diesem Internet, man will nur ganz kurz was gucken und schon ist Mitternacht…
Aber gute Ausreden habe ich natürlich auch, es fällt mir schwer, meine Zeit dafür zu finden, ich mag das Tragen eben auch, es ist mein Hobby, ich schwimme sehr gern, ich backe viel und ich hab halt einfach verdammt viel zu tun und wenig Luft, wenn hier erst um 21Uhr und später die Lichter ausgehen. Untertags ist lesen beinahe unmöglich, gerade unter der Woche und am Abend bin ich schwerer dazu zu begeistern gewesen, was ich aber, wenn ich mal im Flow war, gemacht habe ist zwei bis drei Bücher gleichzeitig zu lesen: den Kindern ein Buch vorzulesen, ein E-Book für die Dunkelheit beim Einschlafbegleiten und eines für die Hand bei Tageslicht… Fakt ist, es war zu wenig und ich habe unglaublich viele Bücher begonnen und nicht zu Ende gelesen… Leider. Auch gekaufte. Asche auf mein Haupt.

Aber zu Ende gelesen habe ich:

01.) „Bis(s) zur Mittagsstunde“, Stephenie Meyer
02.) „Die Mutter meiner Mutter“, Sabine Rennefanz
03.) „Gleis 4“, Franz Hohler
04.) „Die unendliche Geschichte“, Michael Ende, vorgelesen
05.) „Der kleine Vampir“, Angela Sommer-Bodenburg, vorgelesen
06.) „Der Wunschpunsch“, Michael Ende, vorgelesen
07.) „Der kleine Vampir zieht um“, Angela Sommer-Bodenburg, vorgelesen
08.) „Das Biest das aus dem Regen kam“, Angela Sommer-Bodenburg, vorgelesen
09.) „Das Traumbuch“, Nina George
10.) „Die Seelen der Nacht“, Deborah Harkness
11.) „Doitscha“, Adriana Altaras
12.) „September“, Jean Mattern
13.) „Der große Trip“, Cheryl Strayed
14.) „Harry Potter und das verwunschene Kind“, J.K. Rowling, vorgelesen
15.) „Das Blaue vom Himmel über dem Atlantik“, Emma Braslavsky
16.) „Königreich der Dämmerung“, Steven Uhly

Und viele, viele kurze Kinderbücher mit den Kleinen.

Somit las ich nur 10 Bücher aussschließlich für mich, nicht mal eines im Monat. Teilweise war es schwere Kost, für die -ich- Zeit brauchte, nicht erse finden musste und manchmal war es so, als hätten die Bücher genau auf diesen Moment, diese Zeit in meinem Leben auf mich gewartet…
Ich möchte mich im kommenden Jahr mehr auf das Hierbleiben konzentrieren, aufs Lesen, auf weniger Zerstreuung- mal schauen ob das klappt, heute hat das leider zumindest schon mal beim Lesen nicht so gut funktioniert… :)

Eine unbeschriebene Seite frisches, weißes Papier…

Januar 1st, 2017

Das alte Jahr abstreifen, zurück lassen mit all seinen schönen und weniger schönen Erinnerungen… So fühlt sich der erste Januar an, wie ein neuer Kalender, ein frisch ausgepacktes Notizbuch, alles beginnt erneut, auch wenn das Alte dazu gehört, im Hier und Jetzt bleiben…

Ich habe mich in den letzten Stunden des alten Jahres darin erinnert, wie aufgeregt ich war, welche Hoffnung und welcher Zauber in der Luft lag, als ich ein Jahr zuvor um Mitternacht auf das neue Jahr 2016 anstieß, dem Liebsten einen Kuss gab, zärtlich über meinen Kugelbauch fuhr und dabei nur einen großen Wunsch hatte, nämlich das unsere Tochter gesund und munter zur Welt kommt und das meine Lieben gesund bleiben…
Gestern Nacht, heute Nacht hatte ich Zelda ganz dicht bei mir im Tragetuch und war umgeben von meinem Mann, von all meinen Kindern, von denen nur der kleinste Sohn eine Minute vor Mitternacht im Kinderwagen an der klirrenden Kälte eingeschlafen war und lieben Freunden und stieß mit allen voller Hoffnung auf ein, neues hoffentlich fabulöses Jahr, voller Gesundheit, Liebe und Glück an…

Dank ein paar köstlichen Resten von gestern ist Zeit sich ein paar Gedanken zu machen, wo ich stehe, wo ich hinwill, was ich mir wünsche und wozu ich beitragen kann…

Mein Neujahrsritual… in den neuen Kalender alle Geburtstage von lieben Menschen einschreiben und den alten beiseite tun…

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Ich wünsche euch allen, ein tolles, aufregendes, neues Jahr und auch diese Zeit zum Kraft tanken, in sich zu gehen für einen kleinen Neustart in dieses Jahr 2017…

Und vielleicht hab ich noch Zeit und Muse mich an die Vorweihnachtszeit zu erinnern und wie wir das im „letzten“ Jahr mit beiden Omas, Tanten und allen Geschenken gemacht haben :)

Von der zweiten Entthronung

Dezember 2nd, 2016

Du kleiner Knopf, heute Abend musste ich daran denken, wie du vor einem Jahr auf dem Sofa sahst, ich dir mit einem Leuchten in den Augen erklärte, ob du verstanden hättest, dass ein Baby in meinem Bauch wäre? Dein Blick hatte sich verfinstert und du schautest mich aus dunklen Augen an: „Nein!“- „Doch Schatz, da ist ein Baby in meinem Bauch. Ein Mädchen!“, sprudelte es aus mir heraus, das ganze Glück und du verzogst deine Mundwinkel nach unten und sagtest grimmig: „Ich hasse sie!“ Wir haben gelacht. Ich so sehr mit dir, nicht über dich. Weil ich dich so sehr liebte für die normalste und menschlichste Reaktion auf diese frohe Kunde, du fandest das alles gar nicht schön und du hast dich getraut, das laut zu sagen. Auch als der Name greifbarer wurde und alle so begeistert waren, wolltest du deine Schwester lieber „Zahnpasta“ nennen, fängt schliesslich auch mit Z an. Später hast du behauptet mit diesem unvergleichlichem Stolz in der Stimme, es wäre deine Idee gewesen, sie so zu nennen. So soll es sein! Was sollte man da mit dir diskutieren?! Wozu?
Heute lagst du wieder neben deiner Schwester, das muss sein, wenn du schon hier oben bei mir bist, dann auch neben ihr. Ganz nahe. Erst hast du sie zugedeckt, sie lag nahe bei mir und trank. Dann hast du zärtlich ihren Kopf gestreichelt, ganz vorsichtig, ihn geküsst, ihre Hand gehalten, ihr Gesicht gestreichelt… „Darf ich Mama?! Ganz vorsichtig?“ Das bist du. Ganz liebevoll im Umgang mit ihr, ganz sachte, als wäre sie kostbar und später, wenn du schon schläfst, schmiegt sie sich an dich und gibt dir ganz viel zurück, von dem was sie von dir bekommen hat…

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Ein Jahr später…

November 26th, 2016
17+4

17+4

Vor einem Jahr postete ich dieses Foto (das drei Wochen vorher am Geburtstag von Zoe entstanden war) und gab damit die Schwangerschaft mit dir im Netz bekannt. Drei Tage zuvor hatte ich mit dir Bergfest gefeiert. Die Hälfte dieser Reise war geschafft. Endlich… und doch war ich unsicher… Vor uns lagen noch beinahe drei Wochen bis du zwar immer noch ein super kleines Frühchen gewesen wärst, aber man hätte dir helfen müssen. Man hätte gemusst. Das war mein Meilenstein. Der noch vor mir lag.
Nervlich die für mich angespannteste Zeit überhaupt. So viel Weg geschafft und alles dennoch so unglaublich zerbrechlich…
Erst kurz vor diesem Termin war ich beim Gefässchirurgen gewesen, ich war so dünnhäutig und an diesem Tag noch mehr als sonst. Ich las mittags noch Twilight um mich abzulenken, aber ich brach an diesem Donnerstag immer wieder in Tränen aus. Ich hatte solche Sorge irgendetwas könnte mit dir sein, wegen der Medikamente, die ich nehmen musste. Gaumenspalte, Hydrocephalus, offener Rücken, Herzfehler… Worte in meinem Kopf, deren Ausmaß ich zum Teil kannte. Der grosse Organultraschall erwartete mich und dein Papa war dabei. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob es der erste und letzte Termin war, zu dem er mich begleitete, aber es war selten, dass wir gemeinsam gehen konnten und heute kam er mit. Ich versuchte mir selber logisch zu erklären, dass es dir wohl gut gehen sollte, wenn du mich so stark treten konntest, zumindest, was deinen Rücken betraf, aber da war so alles, ein fieser Brei aus Selbstvorwürfen und unendlicher Liebe… Aber bis zur Erlösung fühlte ich mich wie auf dem Weg zum Schafott, mir war speiübel, ich war so unendlich aufgeregt und da war diese Schuld, an deine Gesundheit heran getreten zu sein, um meine zu wahren, das fühlte sich alles so unglaublich falsch an.
Und dann purzelte alles durch einander. Schon ewig musste ich nicht mehr so lange warten, bis ich erfuhr, ob ich ein Mädchen oder einen Jungen bekäme, ausser bei Zoe- und dann warst du augenscheinlich nicht nur gesund, sondern auch ein Mädchen! Das ging alles so schnell und ich war so dankbar.
Ich war total überwältigt… wir. Wir saßen uns anschliessend doof grinsend gegenüber in einem Café und waren einfach hin und weg, ein Mädchen, wir waren total glücklich. Namen huschten im Gespräch vorbei und das fühlte sich alles so ungewohnt an.
Zu Hause erfuhren es die Kinder hütende Oma und danach die Kinder selbst von der Schwangerschaft erst einmal überhaupt und dann dass da diesmal ein Mädchen käme: du. Ich war so aufgeregt… und dann wars raus… 18 Wochen- erst nur du und ich, dann dein Papa, später ein kleiner Kreis und nun die wichtigsten Menschen- und dann die ganze Welt…
Du ein Mädchen, ich Mutter von Töchtern- das war und ist bis heute ein riesengroßes Geschenk. Ich liebe dich so sehr!

Das große Erinnern 1.0

November 16th, 2016

Je näher Zoes 12. Geburtstag rückte, desto mehr Erinnerungen strömten auf mich ein. Dieses Mädchen machte uns damals zu Eltern und mich zur Mutter…
Ich kann mich noch an so viele Kleinigkeiten erinnern, daran was ich für ein Mensch war, welche Gedanken ich mir machte, welche Ängste und Hoffnungen ich in mir trug…
Da tauchten rundum den Geburtstag Erinnerungen auf an die Geburt, das Licht, das auf das Bett im Kreisssaal fiel, die warmen Sonnenstrahlen eines neuen Tages, die ersten Stunden mit unserer Tochter, das erste Mal aufstehen und es bereuen und was man nach so einer Geburt alles zum ersten Mal macht, die ersten Stunden im Krankenhausbett mit ihr, dieses nicht begreifen können, dass das das Kind war mit dem ich soviel Zwiesprache gehalten hatte, nun vor mir lag und nicht mehr in meinem Bauch war, dass es doch ein und die selbe Person war, mein Herz brauchte Zeit zu verstehen. Aber ich denke auch an mein fernes Baby im Stubenwagen, das zu weit weg lag für mein Gefühl in dieser ersten gemeinsamen Nacht gleich zu Hause neben unserem Bett, wo ich mich unbedingt hingeschafft hatte, aber da sollte es doch schlafen hatte man uns gesagt, also hatte ich den Stoff bei Seite geschlagen, damit ich sie wenigstens sehen könnte, begreifen konnte, aber auch an das Weinen unter der Dusche, als ich das erste Mal dort stand und mein Körper nicht mehr meiner war, den ich kannte. Alles schmerzte und ich mir selbst so fremd war mit mir und ich nie mehr die gleiche wie zuvor wurde, ich mich zerbrechlich fühlte wie noch nie, als könnte ich jeden Moment auseinander fallen, ich das tat ich auch ein bisschen, als ich Monate später nochmal operiert werden musste oder ich nachts weinend über der Milchpumpe hing und da nicht viel kam und ich mich wie ein Versager fühlte, weil ich das auch nicht konnte, mein Baby schrie und ich Seiten und Grenzen an mir entdeckte, die ich gar nicht haben wollte, während ich doch die perfekte Mutter sein wollte, geduldig und einfühlsam, und nie verstehen konnte wie man das einem so kleinen Wesen verwehren könnte… Dieses Kind hat mich weiter gerettet und mich heiler gemacht, mich gezwungen weiter Verantwortung zu übernehmen… Und dennoch kämpfte ich mit mir- in meiner neuen Rolle, mit meinen Aufgaben und meinem Bild, das ich so sehr haben wollte und erreichen, damit wie ich sein wollte und wie ich war, meinen Anforderungen und Forderungen an mich und mein Muttersein…
Ich kann mich an den Baby Björn erinnern und das mich eine ältere Dame mal gefragt hatte, ob mein Kind da überhaupt Luft bekommen könnte, an Zoes ersten Köpper von der Wickelkommode und das Hüpfen mit der Babywiege vom Küchentisch… das Kreischweinen beim Zahnen nachts um genau diesen Tisch auf allen Vieren und das Hoffen, das Zäpfchen würde endlich wirken und die Wanderungen durch die Nacht mit dem Mann bis sie endlich schlief…
Ich erinnere mich an den ersten Hochzeitstag in Friedrichskoog- nach der Taufe in Berlin/Brandenburg- genau in dem Apartment, in dem wir in den Flitterwochen gewohnt hatten und wo ich den zweiten Test gemacht hatte, wo nun ein kleines drei Monate altes Baby gegen Mitternacht neben uns einschlief und mir wegen meiner Müdigkeit der Arzt später ein Buch vom Schlafenlernen empfahl, das ich auch las und nutzte.
Ich erinnere mich an eine Liste, die ich meiner Schwiegermutter schrieb, als Zoe das erste Mal bei ihr übernachtete, eine Bedienungsanleitung für ein kleines Baby, was uns heute alle erheitert, aber damals enorm wichtig war.
Ich erinnere mich an mein Baby von nicht mal 10Monaten, dass voller Energie vor mir her krabbelte, während ich erschöpft in der Ecke lag und ich mich fragte, wieso ich gleich schon wieder schwanger werden wollte und mich fragte wie ich das nur jemals schaffen soll…
Ich erinnere mich an die ersten Besuche im Freibad und den ersten Sommerurlaub am Meer… an Versuche Matschepampe in sie rein zu bekommen und das Schimpfen vom Arzt warum sie noch so viel Flaschen bekäme oder nur Toast mit Marmelade und Butter, statt Brei, aber sie wollte etwas mit mehr Biss…
Ich erinnere mich an das Besuchen von Omas Krabbelgruppe in ihrem Ort mit dem Kinderwagen -was ein Akt immer- , zu dem wir mit der SBahn inklusive Umsteigen fuhren und sie uns dann immer abends Heim gefahren hatte, ich hoffend du würdest kein Nickerchen machen… Ich erinnere mich an die ersten Schritte am ersten Geburtstag, das Ablecken der Schokoladentorte und Abpulen der Smarties, den Besuch im Tierpark… aber auch an die Hilflosigkeit als Noah fast zu früh kam und meine Verzweiflung, weil sie zwar laufen konnte, aber nicht dahin wohin ich wollte und ich sauer auf diese kleine Person war, weil sie nicht (weiter) lief, auch später nicht, als der kleine Bruder dann da war… Und die Schuldgefühle, die ich heute habe, weil ich es jetzt besser weiss, auch wegen des Weinens in der Nacht, aber damals dachte ich wirklich ich würde das Richtige tun oder einfordern, ich wusste es nicht besser, an das Schimpfen einen Abend und als ich die eine Tür zuhielt und der Papa die andere vom Durchgangskinderzimmer, heute kann ich darüber lachen, damals sagte sie „Och manno!“ Und sie ging in ihr Bett zurück…
Ich erinnere mich an die Sorge, als ich Krankenhaus war, wegen der vorzeitigen Wehen von Noah in meinem Bauch und sie zurück lassen musste, diese kleine Maus, sie Wochen später ihrer Tante anvertraute um ihn zu gebären und sie wieder allein liess, weil ich ihn nicht mit nach Hause nehmen konnte und so Angst um ihn hatte, aber auch an ihre kleinen Hände am Glasbettchen im Krankenhaus, als sie ihren Bruder selbst nicht mal 1 1/2 Jahre alt zum ersten Mal sah… Oder wie sie ihm später ein Springseil in die Hand gab und ihn quer durchs Zimmer zog, während er lachte und gluckste… Sie ihm das Fläschchen gab, das sie doch selbst noch bekam… ich könnte ewig so weiter machen… da sind so viele Erinnerungen, die ich nicht mag, Dinge die ich aus bester Überzeugung oder weil ich gar nicht anders konnte, getan habe aber heute anders machen würde, aber auch so viele Erinnerungen, die mich erfüllen, an die ich gern zurückdenke… mich noch heute zum Lachen oder ins Schwelgen bringen… keine einzige Minute möchte ich missen, nicht eine von alledem…
Und ich sehe vor mir nun viel mehr eine junge & tolle Frau, die einfühlsam, wissberierig, ehrgeizig, aufgeschlossen, intelligent, streitlustig, bücherliebend, herausfordernd, wortgewandt, talentiert, künstlerisch begabt, humorvoll und nicht zuletzt wunderschön ist- innen wie aussen.

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Das Didymos- Gate

November 3rd, 2016

Vor einiger Zeit, vor etwa einem Monat postete ich auf Instagram ein Foto meines letzten „Indio“ Tuchs. Nicht weil ich wusste, was jetzt so kurze Zeit später passieren würde, sondern weil ich schlicht in einfach eine große Liebe aufgegeben hatte und das das letzte seiner Art war, dass ich verkaufen wollte und auch tat (für eine andere Liebe)…(Es handelt sich hier um ein spezielles Muster/Pattern des Herstellers, angelehnt an die allerersten Tücher dieser Firma, siehe Foto.)

Das letzte Indio 💜 Nur echt mit Spucke im Gesicht :)

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Nun ist es so, dass erst unbemerkt oder nicht gut einzuordnen (seitens der deutschsprachigen Fan- Gemeinde) in den internationalen Tuch-Fan-Gruppen von Didymos diskutiert wurde, ob das Wort „Indio“ für dieses Muster noch zu vertreten sei. Das Wort „Indio“ ist für die indigene Gesellschaft ein Schimpfwort Man rief zum Boykott der Firma auf, sie wurde bei internationalen Vertrieblern aus dem Register gelöscht, man unterstellte Didymos unter anderem Rassismus, auf Grund der Wahl eines vor Jahrzehnten gewählten Namens. Weiterhin wird der Firma unterstellt, das Muster gestohlen, sich auf dem Rücken einer Minderheit zu bereichern und das noch mit einem Schimpftwort für die indigene Gesellschaft zu benennen, von wo es angeblich gestohlen wurde.

Ich persönlich finde zum einen eine Worthygiene unglaublich wichtig. In unserem Haushalt wird seit Jahren nur noch das Wort Schaum- oder Schokokuss verwendet. Das fiel mir vor ein paar mehr Wochen auf, als unsere Kinder ein Gespräch zwischen uns Eltern mithörten und entgeistert fragen, was denn um Himmels Willen ein *kuss wäre und wir sie aufklärten. Ich würde meine Kinder nicht mehr als Indianer verkleidet losziehen lassen, schon gar nicht ohne Gespräch. Ich wiederhole sooft es geht, wenn wir von einer ihrer Zukunft sprechen immer „Freund oder Freundin“ wie ein Mantra, weil es normal sein soll, dass jeder jeden lieben soll- ohne Wertung, weil es uns am Ende nichts angeht. Es sind Kleinigkeiten, aber ich möchte meine Kinder zu aufgeklärten, intelligenten Menschen erziehen. In einer Stadt, die ein ehemaliges KZ beherbergt vielleicht umso mehr.

Was nun aber passiert ist macht mir Bauchschmerzen. Die Art und Weise wie das passiert ist, mag vielleicht am doch hier und da noch sehr anonym anmutendem Internet liegen. Und es ist sicherlich auch ein Problem der Sprachen, wenn man Englisch nicht als Muttersprachler spricht und andersherum Deutsch aus Unternehmersicht wie alle anderen Sprachen immer auch feine Nuancen hat, die man verstehen können muss. Ich glaube, dass das nicht einfach, sondern das Gespräch kompliziert. Aber es mutet doch an wie „henkt den Henker“, wenn Didymos öffentlich an den Pranger gestellt wird mit dem Hashtag „yourindioisracist“. Ich persönlich hätte das anders gemacht.

Tragehilfen sind keine Erfindung einer Kultur, seit jeher versuchen Eltern sich aus den verschiedensten Materialien Hilfe zu schaffen, um die Hände frei zu haben- für andere Kinder und oder um zu arbeiten und trotzdem sein Kind bei sich zu haben und sei es aus allein praktischen Gründen. Wenn ich mir das Buch „Babys in den Kulturen der Welt“ zur Hand nehme, sehe ich genau das bebildert.
Sogar in Deutschland stösst man noch auf Unverständnis wieso/weshalb/warum man sein Kind tragen muss, als hätte man kein Geld für einen ordentlichen Kinderwagen. Und wie bei allem in der Elternschaft trägt man aus den unterschiedlichsten Gründen.
Ich persönlich bin sehr froh beim vierten Kind aufs Tragen gekommen zu sein. Damals wollte ich zu meinen Eltern nach Berlin fliegen mit vier kleinen Kindern und kaufte mir eine Manduca, die ich danach nicht mehr hergeben wollte. Davor mit drei Kindern hat es mich einige Nerven gekostet, abends zum Beispiel das Abendbrot bewerkstelligen, immer lag das kleine dritte Baby auf dem Küchenboden und ich sprang umher zwischen Dreijähriger und Zweijährigem, aber diese Tücher bekam ich nicht gebunden. Es gab keine hippen Youtube- Videos, keine FB- Tragegruppen und auch keine Trageberaterinnen. Es gab einige Hersteller, die bebilderte Anleitungen mitschickten, das wars- und in meiner Unahnung hatte ich mit dem Leitfaden „viel hilft viel“, das längste Tuch bestellt, das mich natürlich völlig überforderte.
Für mich begann nach Tragehilfen das Tragen im Tuch mit einem Didymos, dem ersten Sterntaler- Motiv, das ich kaufte, obwohl ich nach drei Fehlgeburten zwischendrin, nach einem gesunden fünften Kind, für unser sechstes Kind kaufte, obwohl wir nicht über der kritischen Zeit waren, es war ein emotionales Großereignis, die erste Anschaffung, getragen von Hoffnung und Zuversicht, es benutzen zu können. Und das konnte ich.
Ich machte Abstecher zu Girasol über Oscha, Linuschka und Sling Studio und landete wieder bei Didymos und fing an die „Indios“ zu sammeln. In verschiedenen Farben, Grössen und Materialzusammensetzungen. Bis ich schwanger mit Zelda einiges aufstapelte, dann wieder abstapelte und nun bei Kindsknopf landete. Nichtsdestotrotz bleibt da die Dankbarkeit bei Didymos, die meine Kleinen ins Leben trug und zwei Tücher bleiben für immer als Erinnerung. Und an Tagen an denen es mich besonders fordert am Tag 24Stunden erreichbar für mein Kinder zu sein, erfreue ich mich an meinen wenigstens schönen Tüchern und kaufe ab und an ein neues Tuch und verkaufe ein Altes, man macht es sich schön soweit das geht.

Didymos ist ein Familienunternehmen. Erika Hoffmann hat kein Geheimnis darum gemacht, woher sie ihre Trage- Inspiration hatte. Und sie bleibt für viele eine international ausgezeichnete Frau, die als Pionierin das Tragen im Tuch etabliert hat. Dass es heute, Jahrzehnte später etliche Hersteller gibt, die den Markt überfluten, steht auf einem anderen Blatt. Aber Didymos hat das Tragetuch weiterentwickelt, neue, bequemere Bindeweisen entwickelt und so zum Wohlbefinden der Eltern hingearbeitet, mit Hilfe der Stimmen der Eltern, Hebammen und Ärzten.
Didymos ist eine wahnsinnig kundenorientierte Firma mit einem super Preis- Leistungsverhältnis, das perfekte Einsteigertuch und wenn man mag, darf man da Jahre bleiben. In den letzten Jahren ging das alles erst ins Social Media und man findet nun nebst modernisierter Website, die Firma auch bei Instagram und Facebook, wenn man Didymos folgt, hat man das Gefühl, es handelt sich um eine weltbekannte Marke, die Eltern überall zueinander bringt, einander verbindet.
Nach dem Tod von Erika Hoffnann übernahmen deren Töchter Anna und Tina die Regie und tragen die Idee ihrer Mutter fort.
Didymos hat sich auf die Fahne geschrieben, das Leben der Eltern zu erleichtern. Und bietet nun auch Accessoires, Slings und dem Didytai an, einer Wrapconversation aus Tuch und Tragehilfe, außerdem Schals, Taschen und Kindertragetücher. Der Kontakt mit den Kunden wirkt aufrichtig und nah und man darf sich jederzeit einbringen.

Nun nach dem Sturm, der da nieder ging, werden alle möglichen Vorwürfe an die Oberfläche gespült, es wird dem Unternehmen sogar vorgeworfen, dass es damit wirbt, dass in Deutschland fair gewebt wird und nicht im Ausland. Alles wird vermischt und das ist wahnsinnig schade und anstrengend…

Fakt ist Didymos hat sich entschlossen, das Muster umzubenennen und gab das gestern bekannt. Die Tücher mit dem alten „Indio“ Muster heissen nun „Prima“ und jeder der zu Beginn der Woche noch ein Indio kaufte, wird ein Prima bekommen. Um zu meiner Einleitung zu kommen, war es im doppelten Sinne mein letztes Tuch dieser Art.
Ich persönlich finde die Entscheidung vom Unternehmen wichtig und richtig, dort genau hinzuschauen, denn auch wenn es Jahrzehnte keine Primas gab, werden wir ja alle klüger und lernen dazu…

Nur wie das von Statten ging ist für mich als „Fan“ ganz und gar nicht richtig, denn für mich gilt nach wie vor „Der Ton macht die Musik“…
Und weil ich hier auf diese Änderung aufmerksam machen möchte, aber keine Kommentare wie „Ich habe ja nichts gegen andere, aber…“ oder aber hasserfülltem Menschen keine Plattform bieten möchte, deaktiviere ich die Kommentare vorerst und verweise mit Absicht nicht auf den Original Beitrag, der hundertfach geteilt wurde…

Zahlenspiel 2.0

Oktober 28th, 2016

Mit noch 17 zog ich zu Hause aus.
Mit noch 18 lernte ich Nils kennen.
Mit gerade 19 zog ich zu ihm nach/ bei München.
Mit 20 habe ich ihn geheiratet und war unwissend ganz frisch schwanger.
Mit gerade frisch 21 wurde ich zum ersten Mal Mutter.
Mit 22 das zweite Mal.
Mit 24 das dritte Mal.
Und noch bevor ich 26 wurde, das vierte Mal.
Im Alter von 27 hatte ich drei Fehlgeburten in nicht mal einem Jahr.
Ich durfte zum fünften Mal Mutter werden mit noch 28.
Zum sechsten Mal mit 30.
Zum siebten Mal mit 32.
Mit Nils zusammen bin ich seit über 14 Jahren und verheiratet seit 12 1/2.
Ich habe mit ihm zwei Töchter und fünf Söhne.

Vier Kinder habe ich „übertragen“, drei kamen vor dem errechneten Termin.
Zwei Mal hat man versucht einzuleiten, nur ein Mal hat es wunderbar geklappt.
Von sieben Geburten hatte ich genau zwei Mal einen Blasensprung, bei den zwei letzten Geburten.
Alle sieben Geburten waren spontan. Sechs Kinder wurden im Krankenhaus geboren, die große Tochter in München, die fünf Jungs in unserem Krankenhaus vor Ort, die vier ersten davon im selben Kreisssaal. Die siebte und letzte Geburt, war die erste Geburt, die zu Hause stattfand.
Meine Kinder waren von 53 bis 56cm lang und von 3820 bis 4790Gramm schwer. Und bis gerade eben dachte ich, Anton und Zelda hätten genau das gleiche gewogen, also beinahe 5kg, die Schwersten, aber Zelda war noch mal 20g schwerer.
Ich war in meinem Leben bisher zehn Mal schwanger, geschätzt etwa (!) 70 Monate. Das sind über fünfeinhalb Jahre meines Lebens. Nur ein Mal davon war ich zeitgleich mit meiner Schwester guter Hoffnung.

Ich fing an zu bloggen, als ich mit Noah schwanger war, also mit 22, in diesem Herbst schreibe ich also schon 11 Jahre auf diesem Blog, unter dieser Domain, mit diesem Pseudonym.

Unsere vier Großen sind in der 6., 5., 3. und 1. Klasse. Emil geht im zweiten Jahr in den Kindergarten und somit gehen wir ins zehnte Jahr hintereinander ohne Unterbrechung in diesen Kindergarten. Wir haben davon die ersten zwei Jahre nur ein Kind gebracht, dann fünf Jahre zwei Kinder zur gleichen Zeit, dann ein Kind ein Jahr allein und wieder ein Jahr zwei Kinder zur Zeit, gefolgt von nun diesem einem Jahr ein Kind und dann gucken wir mal, theoretisch ab nächsten Jahr wieder zwei Kinder gleichzeitig.

Ich hatte zu Hause immer alle Kinder bis zum Kindergartenstart mit rundum drei Jahren. Das heisst seitdem Zoe nicht ganz eineinhalb war, hatte ich immer parallel zwei Kinder zeitgleich im Haus bis zu Emils Geburt. (Dann zeitweise und ein halbes Jahr vormittags drei Kinder gleichzeitig durch die Tagesmuttertätigkeit.) Und dann ab Emils zweiten Geburtstag wieder zwei, denn dann schlüpfte Anton. Seit Emils Kindergartenstart im vergangenem Jahr wieder nur ein Kind, aber dann wurde ich ja sofort schwanger und seit einem halben Jahr hab ich wieder zwei Küken hier.

Die Kinder wurden mit einem Altersabstand von 17, 23, 18, 33, 25 und 20 Monaten geboren. Das bedeutet ich habe vier Kinder in nicht ganz fünf Jahren geboren und bekam schlussendlich in elf Jahren, sieben Kinder.
Ich habe also vor bald zwölf Jahren die erste Windel gewechselt und damit nie mehr aufgehört, oftmals zwei Kinder zur Zeit, mit der gute Nacht Windel von Emil sind es abends aktuell sogar drei. Ich habe gestillt und Fläschchen gegeben. Oder für kurze Zeit stereo Flaschen gereicht.
Ich habe den drei ersten Kindern die Flasche gegeben, vier weitere gestillt- 14, 18 Monate und etwa 9 Monate, danach bekam Anton die Flasche, damit ich das erste Mal meine Rheumamedikamente nehmen konnte.
Ich habe darauf bestanden die drei ersten Kinder früh in ihren eigenen Betten (ein)schlafen zu lassen und die letzten vier wurden lieber in den Schlaf begleitet, erst stillend, dann kuschelnd.
Ben schlief daher die letzten Jahre nur neben mir ein, bis ich schwanger mit Anton wurde. Ben, Emil und Anton schliefen abends nur unter dem Geschuckel des Kinderwagens ein, davor beim Stillen bis sie (nach dem Kinderwagen- Intermezzos) soweit waren mit uns in einem Bett liegen zu bleiben bis sie schlafen. Die beiden kleinen Jungs schlafen immer noch mit mir oder Nils ein, wenn ich das mache oft noch mit Zelda- werden dann umgebettet und Anton ruft nachts nach seinem Papa, der dann dank Etagenbett bei ihm (unter Emil) weiter schläft.

Die beiden Großen teilen sich exakt die gleichen Zahlen zu ihrem Geburtstag. Nur anders gewürfelt. Deswegen waren sie und wegen ihrem Charakter immer Yin und Yang.
Das dritte Kind kam am 03.03. zur Welt, das Vierte um 4.40Uhr.
Während das dritte Kind die selbe Zahl in Monat und Tag hat, hat das Vierte eine andere Zahl zwei Mal in Monat und Jahr.
Die Tochter wurde einen Monat und einen Tag nach mir geboren, das sechste Kind einen Monat und einen Tag nach dem Fünften.
Das erste Kind wurde in dem Jahr geboren als die Omas 40 und 50 wurden, das Sechste als beide 50 und 60 wurden und werden.
Das erste und das zweite (und nun siebte) Kind haben das gleiche Sternzeichen wie die Großeltern väterlicherseits und sind nur wenige Tage vor oder nach ihren Geburtstagen geboren, das vierte und das sechste haben die gleichen Sternzeichen wie die Großeltern mütterlicherseits.
Alle Kinder hatten bis zu Zeldas Geburt ein anderes Sternzeichen und einen anderen Geburtsmonat- nun teilen sich Noah und Zelda mit zehn Jahren Abstand Sternzeichen und Geburtsmonat, wobei Zeldas errechneter Geburtstermin genau Noahs 10. Geburtstag war, freundlicher Weise suchte sie sich für ihre Ankunft einen anderen Tag aus.
Zelda ist das erste Kind, dass an einem geraden Tag und einem geraden Monat und einem geraden Jahr Geburtstag hat, alle anderen Kinder haben gerade und ungeraden Zahlen in ihrem Geburtsdatum.
Ben ist das einzige Kind, dass in einem ungeraden Jahr geboren wurde und somit exakt ein Jahr nach seinem Bruder, sonst wären alle Kinder augenscheinlich immer im Abstand von zwei Jahren geboren worden: 2004, 2006, 2008, 2009, 2012, 2014, 2016.
Wir haben zwei Kinder die in den ersten zehn Tagen eines Monats, nun zwei die in den Zehnern und drei die in den Zwanzigern Geburtstag feiern. Ein Kind, das am 30. oder 31. Geburtstag hätte, haben wir nicht. Wir haben zwei Kinder, die an einem Montag geboren wurden, Kind 3 (Tom) und Kind 6 (Anton), eines für den Dienstag, Kind 2 (Noah), zwei Kinder haben am Mittwoch zu uns gefunden (Kind 4 und 5- aka Ben und Emil) und zwei Mädchen erblickten am Samstag das Licht der Welt, nachdem am Abend zuvor die Wehen eingesetzt hatten. Es ist noch kein Sonntags- Donnerstags- oder Freitagskind dabei gewesen, dabei hätte die Woche Tage genug für unsere Kinderanzahl.
Die Mädchen sind über elf Jahre auseinander, aber Zoe war der vierte Mensch auf diesem Planeten, der Zelda gehört und gesehen hat. Beide Mädchen haben entweder ausschließlich jüngere oder ältere Brüder. Beide Töchter haben braune Augen, wie ein Bruder, nämlich Emil/Kind 5 (und meine Wenigkeit)- alle anderen Kinder haben grün oder blaue oder grünblaue Augen wie der Papa. Noah/Kind 2 hat meiner Meinung nach sogar zwei verschieden farbige Augen…

So, mir fallen bestimmt noch zig Kleinigkeiten ein, die werde ich dann noch hinzufügen…

Liebe & Fürsorge ist überall- gemeinsam gegen den Krebs

Oktober 27th, 2016

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Ich lese Anne schon so lange, eine der ersten Bloggerinnen, die es gab. Eine wundervolle Frau, die wunderschön schreiben kann und uns an ihrem Leben teilhaben lässt.
Im letzten Jahr zog es mir den Boden unter den Füßen weg, als ich las, sie hätte (bereits das zweite Mal) Krebs… Aber sie kämpfte und hatte ein halbes Jahr gemeinsam mit uns die Hoffnung, dass er endlich weg wäre dieser Mistkerl- raus aus ihrem Kopf. Aber er ist noch immer da und sehr aggressiv, dieser Krebs und sie ist momentan schon sehr beeinträchtigt. Aber sie gibt nicht auf, sie ist nicht nur tapfer und voller Lebensmut, sondern geht in den kommenden Tagen erneut weit weg von zu Hause, um dem Krebs ein weiteres Mal entgegenzutreten…
Anne nimmt nicht gern Hilfe an, aber weil sie alle Kraft braucht um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich nicht noch Sorgen machen soll ums Geld, haben wir -Annes Freunde- diese Aktion gestartet…

Darum meine Bitte- lest, teilt und spendet- jeder Euro hilft… <3 Danke!

Letzte Male…

Oktober 20th, 2016

Die große Tochter kam soeben von der Schule nach Hause und präsentierte mir den allerletzten Milchzahn…
Vielleicht auf Grund ihrer Zahnstellung nicht der letzte Zahn, den sie verlieren wird, aber eben der letzte Zahn von denen, durch die wir uns vor 10 Jahren gequält haben- diese fiesen letzten Backenzähne und nun fällt da einfach der Letzte aus…

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Und vielleicht sind das die Momente, in denen sich das ganz rund anfühlt, eine große und eine kleine Tochter, die eine bekommt ihre ersten Milchzähne und die andere verliert sie… Hachjanun…