Ein Juni- Schnappschuss

Juni 24th, 2015

schnappschuss

Sonntagsfrühstücksgedanken

Juni 14th, 2015

Sitze am Tisch und sinniere über die möglichen Zusammenhänge einen Tinnitus zu erleiden mit steigender Kinderzahl. Während alle durch einander reden, frage ich: „Macht ihr das mit Absicht? Wollt ihr mich in den Wahnsinn treiben?!“ Kobold voller Inbrunst: „JA!“ #allesgesagt

Verloren im Besten

Juni 13th, 2015

In dem Trageberaterinnen- Grundkurs, den ich am Wochenende besucht hatte, sagte die Vortragende unter anderem: „Niemand verurteilt eine Mutter, die ihr im Tuch eingeschlafenes Kind im Kinderwagen ablegt, damit sie in Ruhe ihrem Haushalt nachgehen kann. Kaum eine Mama käme wohl auf die Idee ihr schlafendes Kind aus dem Bett zu reißen und es sich für die Hausarbeit muttiviert auf den Rücken zu binden. Und wenn ihr einfach keine Kraft mehr habt und das dürft ihr eurem Müttern gern weiter geben, dann setzt das Kind in sein Gitterbett und verlasst zum Abkühlen für 5min den Raum, wenn es nicht anders geht auch mit Ohrenstöpseln, bevor etwas Schlimmeres geschieht.“ Da war es still im Raum, vielleicht ging Jede noch mal mit ihren Gedanken zu Momenten, in denen gar nichts mehr ging. Mir fiel auch wieder der Text ein, der letzte Woche geteilt wurde von einer Mama, die versuchte ihr Kind mit den Ideen aus „Jedes Kind kann schlafen lernen“ allein im Bettchen zum schlafen zu bewegen. Sie beschreibt in ihrem authentischen Text wie sie mit sich ringt und sich am Ende unglaublich schlecht fühlt, als sie heraus findet, dass ihr Kind in den Minuten des mütterlichen Wartens vor der Tür des Kinderzimmers das Köpfchen gegen sein Bett geschlagen hatte. Der Moment in dem alle Lesenden mitfühlen…

In vielen Gruppen gerade auf neuen Blogs oder bei Twitter, die sich an dem Attachment Parenting orientieren, ist das wie vieles Andere nichts Nachahmenswertes. Was viele jünge Mütter, also Mütter von kleinen Kindern, die sich diese Leitsätze auf ihre eigene Fahne versuchen zu schreiben, gefühlt oft vergessen ist, dass es ein Ideal ist. Vielleicht sogar ein Gutes, aber wie viele Mütter von Ihnen zerreißen sich bei dem Versuch genau dieses Ziel zu erreichen, von dem so viele andere sprechen.
Ich denke, dass ich selbst dabei bin meinen Frieden mit allem zu machen, sei es nun das Stillen, dass mir und meinen ersten drei Kindern verwehrt blieb oder der Versuch diese Kinder in ihrem eigenen Bett zum schlafen zu bringen in dem festen Glauben, das Richtige zu tun oder das zu wenige Tragen. Früher schrieb ich entschuldigend ausführlich darüber, dass meine ersten drei Kinder weder kleine Psychopathen davon geworden sind, noch egoistisch oder unempathisch.
Wo wir bei etwas anderem wären, was die Kursleitung uns mit auf den Weg gab: „Die meisten Eltern wollen ihrem Kind nicht schaden! Wenn sie in ein Fachgeschäft gehen und mit einem Babybjörn rauskommen, tun sie das in dem besten Wissen, gut beraten worden zu sein und für sich und ihrem Kind das Richtige ausgewählt zu haben.“ Auch ich hatte übrigens so einen Babybjörn 2004/2005 und genau so war es. Dieses Beispiel über nicht wirklich gut geglückte Beratung, sollte aber meiner Meinung nicht dazu anregen, über die Maßen noch mehr Informationen einzuholen, denn auch das kann furchtbar anstrengend und verunsichernd sein, weil es eben wahnsinnig viele Ansichten gibt und man sich auch schnell im Informationsüberfluss verlieren kann. Zudem hat man vielleicht auch gar nicht die Zeit, weil erste eigene Kinder die eigenen Welt sowieso schon genug auf den Kopf stellen. Und wie oft hört man dann doch „Du weißt schon, was das Richtige für euch ist!“- Nur um im nächsten Moment nachdrücklich erläutert zu bekommen, was es der Meinung Dritter nach sein sollte. Andere Menschen machen eh schon so vieles anders und das sieht man auch ohne Läuterung: „Wieso machen die das so?/ Hab ich nicht letztens irgendwas gehört?/ Hab ich nicht gelesen, dass Kinder unbedingt nicht allein einschlafen sollten? Mir ist das auch wichtig, aber wieso strengt es mich dann so an?! Sollte ich mich noch mehr bemühen?“- Und schon ist das eigene Gefühl weg für das, was wir leisten und geben können ohne durchzudrehen.

In der Vergangenheit habe ich so oft geschrieben, dass nicht nur jedes Kind anders ist, sondern wir mit diesen Kindern auch eine andere Mama werden, jedem Kind eine andere Mama sind, weil auch wir uns im Wandel befinden und vielleicht in Kombination mit genau diesem Kind ganz automatisch vieles anders machen, aber darauf wollte ich nicht unbedingt hinaus.
Wenn wir nach neusten Erkenntnissen eine sehr gute Mama sein wollen, streben wir eine natürliche Geburt an, am besten in heimeliger Atmosphäre, tragen unser Kind ins Leben (auch gern eine lange Zeit), lassen ihm so lange Zeit zum Einschlafen mit uns wie es wirklich braucht, stillen so lange wie es das Kind möchte, denn es stillt sich irgendwann von allein ab und wickeln mit Stoff, weil Wickeln Berühung, Zärtlichkeit und Liebe ist, während wir das Kind zucker- und breifrei ernähren ohne zu loben, ohne zu schreien, weil es eben auch Gewalt ist. Vieles davon habe ich in den letzten Jahren automatisch gemacht, brannte sich in mir ein und wurde mir persönlich wichtig. Gleichzeitig entstand aber mit diesen Informationen auch Druck es genau so machen zu müssen, um eine wirklich gute Mama für mein Kind zu sein.
Hier kam nun der Einwand, dass man sich den Druck als Mama natürlich selbst macht. Dem stimme ich wohl zu. Ohne Bereitschaft das tun zu wollen, was empfohlen wird, kommt es ja erst gar nicht zu Überforderung. (Natürlich sei an dieser Stelle gesagt, dass es auch das andere Extrem gibt, lang stillende Mütter oder Familienbettler, die sich und ihr gemeinsames Leben verteidigen müssen vor verständnislosen anders Denkenden mit einfühlsamen oder grenzüberschreitende Sätzen wie „Das ist ja krank, soll das Kind bei dir schlafen bis es auszieht?/ Habt ihr überhaupt noch Sex?!“)
Was aber oft bei diesem Ideal verloren geht, finde ich, ist die Realität. Das man das nicht immer schafft, weil man ein Mensch ist und wer schreibt schon gern darüber, dass man seine Kinder ordentlich zur Schnecke gemacht hat, vor Wut stampfend das Haus verlassen hat und sich durch und durch überfordert fühlt. Nicht weil man diese Informationen anderen gern vorenthält, wie es den Sonnenscheinblogs immer gern zum Vorwurf gemacht wird, sondern auch weil man sich vielleicht selbst nicht unbedingt an diese Sternstunden des Elternseins erinnern möchte, sondern lieber die guten Stunden sammelt. Oder weil man ganz simpel nur durch Ausprobieren erleben kann, was man leisten kann, was einem gut tut oder was gar nicht funktioniert. Es geht also meiner Meinung nicht nur darum, nur das augenscheinlich Richtige zu tun, sondern mit der Zeit nachzuspüren, was das Richtige für sich selbst sein könnte, wo die eigenen Grenzen sind, weg vom Gefühl etwas falsch zu machen.

Eigentlich wollte ich am Ende mit gut gemeinten Ratschlägen hinterm Berg halten, ich wollte mich einfach nur mal damit auseinander setzen, was das in mir auslöst, wenn ich junge mit sich ringende Mamas erlebe, denn das macht was mit mir. Aber wenn ich mir diese Liste da oben anschaue mit Dingen, die nach neuesten Erkenntnissen das Beste für mein Kind sein könnten und mich auf das beschränke, was mir persönlich sinnvoll erscheint und ich zu den Dingen zähle, die mir wichtig sind, dann ist das viel. Ich kann mir besonders wichtige Dinge herauspicken, wie zum Beispiel das begleitende Einschlafen. Etwas das ich nicht zu geben vermochte, als ich die ersten drei Kinder hatte. Ich wäre wohl durchgedreht. Mit Emil war das auch nicht immer einfach. Er schlief nur an mir während des Stillens ein, manchmal fühlte sich das für mich nicht gut an und wachte dann natürlich später nach mir „verlangend“, mich brauchend wieder auf. Ich war oft rausgerissen aus schönen Begegnungen, die ich gern mehr genossen hätte durch mein Dabeisein, meine bloße Anwesenheit, die meiner Meinung aber an Emils Seite mehr gebraucht wurde. Also versuchte ich mir dieses mir wichtige Stückchen Ideal, auch wenn es nicht immer einfach und schön war für mich als Mama, so angenehm wie möglich zu gestalten. In dem ich nebenbei schrieb, las, Dokumentationen ansah oder oder. Das half mir diese Zeit zu überstehen, teilweise lag ich mit Stillbaby neben zwei Kindern im Ehebett, das war manchmal anstrengend.
Den Preis, den ich auch heute noch fürs begleitende Einschlafen zahle ist hoch, wenn am Abend erst Zeit zum Luftholen gegen halb zehn ist oder noch später. Die Abende, die wir als Eltern brauchen um Kraft zu tanken, sind so quasi ein Stück weit gelaufen, denn der nächste Tag kommt bestimmt. Und man muss für sich selbst entscheiden, wie sinnvoll das am Ende ist. Einer anderen Familie oder uns in einem Monat oder einem Jahr kann es sinnvoller erscheinen, darauf zu verzichten, wenn es uns dafür mehr Kraft und Energie gibt für den nächsten Tag, an dem uns unsere Kinder wieder brauchen.
Ideale sind gut und wichtig, sie weisen uns vielleicht den Weg und geben uns ein Ziel, nach dem wir streben können, aber ob wir das erreichen und zu welchem Preis ist vielleicht auch die Frage, manchmal reicht das „gut genug“ im Mamasein, wenn wir gegen unsere Grenze versuchen etwas zu schaffen, für das wir eigentlich gar keine Kraft (mehr) haben.
Wenn man aber vielleicht ein Ziel vor Augen haben darf, dann das eigene Glück. An einem Tag, an dem wir gut drauf sind und ausgeglichen, können wir auch den unterschiedlichsten Anforderungen besser begegnen, weil wir mehr Reserven haben. Die beste Mama, die wir womöglich sein können, ist wohl die mit sich glückliche, der es generell gut geht und die dann ganz viel auch an anderen Stellen geben kann- auch wenn das am Ende nicht mehr ihren ersten Idealen entsprechen mag. Dieses Elternsein ist oft furchtbar anstrengend, man entdeckt so viele Seiten an sich, die einem nicht immer gefallen, mit denen wir zu kämpfen haben, an Tagen an denen es uns gut geht, sind wir entspannter, ruhiger, offener für Überraschungen, die uns dann nicht sofort umhauen und den Boden unter den Füßen wegziehen.
Ich sage oft, dass ich mit jedem Kind mehr geben konnte, dass ich da in meine Rolle und Wünsche hinein gewachsen bin und einer anderen Mama geht es vielleicht genau anders herum, die konnte schon zu Beginn an ganz viel geben und muss sich jetzt ein Stück zurück nehmen um nicht total irre zu werden mit den Jahren des Mutterseins.
Das geht mir wohl aber nicht jeden Tag so, vorzugsweise an denen nicht, in denen ich genervt, müde und ausgelaugt bin. Aber ich gebe mir Mühe… :)

Elternabendliche Kindergartengefühle

Juni 8th, 2015

Heute bin ich vier Mal in den Kindergarten gefahren und wieder zurück nach Hause. Das letzte Mal am Abend zum ersten Elternabend der neuen Kinder, darunter ist eben auch wieder unsere Familie. Wir starten Mitte September dann mit dem fünften Kind die Eingewöhnung, das neunte Kindergarten- Jahr in Folge. (Irgendwann wird sie dann wirklich mal vorüber sein diese Kindergartenzeit.)
Vorhin in der unteren Garderobe hielt ich kurz inne. Dort begann alles mit der Großen, fast acht Jahre ist das her. Klitzeklein war sie damals und alles so neu und aufregend. Aufregend ist es immer wieder gewesen. In dieser Garderobe unten hab ich jetzt ein Jahr pausiert. Ganz unwirklich wie viel Zeit ich dennoch dort verbracht habe, wie viel ich dort erlebt habe, gefühlt habe. Auch hingen dort drei Jahre jeweils die Sachen von Noah und Tom, Noah in der anderen Gruppe, Tom hatte mit Zoes Abschied in die Schule ihren Haken für seine Sachen einfach übernommen. Fünf Jahre insgesamt habe ich nie das obere Stockwerk gesehen, es sei denn ich hatte mich verirrt. Mittlerweile fühlt sich das alles ganz weit weg an, als hätte es diese Zeit schon fast gar nicht gegeben, dabei ist es gerade bei Tom erst weniger als ein Jahr her. Jetzt sind wir im dritten Jahr oben in der Gruppe und Emil wird das einfach weiter fortführen bis vermutlich Anton in zwei Jahren folgen wird… So geht es einfach immer weiter und ich bin schon total gespannt wie es Emil ab September gefallen wird ein Kindergartenkind zu sein, das erste Abnabeln von zu Hause :)

5 Jahre im neuen Heim

Juni 2nd, 2015

Als wir damals in dieses Haus zogen war das eigentlich das Größte überhaupt. Was haben wir uns gefreut über einen Garten, noch mehr Platz und vor allem endlich raus aus der Schimmel- Wohnung. Trotzdem fiel mir der Abschied am Ende schwer, immerhin zogen wir aus einer eigentlich schön geschnittenen und großen Wohnung, in der wir fünf Jahre gelebt hatten. Raus aus der Wohnung, in der wir eine Familie geworden waren. Eingezogen sehr schwanger und dort haben wir dann unsere Tochter aufwachsen sehen, weitere Kinder bekommen bis am Ende unser viertes Kind geboren wurde, wenige Wochen bevor unsere Erstgeborene fünf Jahre alt wurde. Vier Kinder hatten wir in dieser Wohnung bekommen, dort wurden wir eine kleine Großfamilie. Rückblickend war das eine aufregende, berührende Zeit, die wir da in den etwas mehr als fünf Jahren gelebt hatten.
Unberührt das neue Heim, das mit uns wuchs und schnell Gestalt annahm. Nun wohnen wir schon wieder unglaubliche fünf Jahre unter diesem Dach. Seltsamer Weise fühlt sich diese Zeit anders an, auch wenn wir hier weitere zwei Kinder bekommen haben. Nicht so voll, wenn auch reich. Eigentlich kann ich gar nicht glauben, dass schon wieder genau so viel Zeit vergangen sein soll. Aber klar, es stimmt und wenn ich mir unsere Kinder ansehe, gibt es keinen Zweifel, dass die Zeit nicht still stand. Das Baby, das einst hier zaghaft begann zu krabbeln und das Gras im Garten entdeckte, wird in diesem Jahr ein Vorschulkind. An dessen Stelle nun, ein anderes Baby, dass sich gerade überall hoch zieht und erste zögerliche Schritte versucht.
5 Jahre, die auch gefüllt sind mit den unterschiedlichsten Erinnerungen. Und ich bin gespannt, was die nächste Zeit für uns bereit hält und auch wo wir in 5 Jahren stehen werden…

Eine teambildende Maßnahme

Mai 29th, 2015

Nach dem Verwöhn- Wochenende bei den Schwiegereltern über Pfingsten fehlte mir doch etwas: Zeit mit den Kindern. Und nachdem ich gleich am Dienstag einen Termin hatte, Mittwoch Tom zu einem Geburtstag eingeladen war, wählte sich der Donnertag nebst schönem Wetter selbst aus und fragte die Kinder, ob es nicht eine gute Idee wäre in den Zoo zu fahren.
Allein das glich einem Volksentscheid. Eine Stimme war dagegen, ließ sich aber dann doch dazu herab mit uns zu fahren. Die Vorbereitungen zur Abfahrt bei solchen Aktionen können einem schon das eine oder andere Mal an die eigenen Grenzen treiben, obwohl ich vorher dachte: „Mach ich ganz in Ruhe!“, ja klar- nachts wenn die Kinder schlafen vielleicht. In einem Hauruck schloss dann die Tür hinter uns und schon standen wir bereit an der Bushaltestelle, an der mir auch sofort auffiel, dass ich zwar das Bargeld eingesteckt hatte, einen Schlüssel hatte und mein Telefon, aber meinen Geldbeutel nicht. Ein noch mal Losflitzen unmöglich, also entschied ich, dass ich heute in keine Polizeikontrolle geraten würde und niemand sich verletzen dürfe, denn Personalausweis und alle sieben Krankenkassenkarten lagen gut verwahrt zu Hause.
Am Bahnhof dann der nächste Spaß. Ich sagte, wir würden nun mit dem Aufzug nach oben aufs Bahngleis fahren, vier Kinder marschierten unbeeindruckt die Treppe hoch. Also machte ich eine erste Ansage und dachte bei mir „Hallo?! Hört mich jemand?!“ Die Bahnfahrt war total super und wir stiegen am Marienplatz aus, um dort in die UBahn zu wechseln. Das war der Plan, genau genommen mein Plan. Bens Plan war nach dem langen Sitzen in der S 2 erstmal am Bahngleis der abfahrenden S-Bahn hinterher zu laufen. Im Fahrtwind muss sich wohl meine Stimme verloren haben, die sagen wollte, er möge sich bitte am Kinderwagen festhalten. Ich kann quasi meinen grauen Haaren beim Wachsen zu hören. Es folgte das Abenteuer Rolltreppe. Habe ich doch letztens am Hamburger Hauptbahnhof noch eine feine Geschichte eines armen Kindes erzählt, in der Hoffnung sie mögen verstanden haben, es handele sich hierbei um kein Spielgerät, beschränkte sich immerhin in diesem Moment meine Anspannung auf das Münchner Gebot: „rechts stehen, links gehen“ und der wichtigen Aufforderung nicht einfach nach der Rolltreppe stehen zu bleiben, sondern weitere große Schritte zu gehen und sich von dieser zu entfernen.
Am U- Bahngleis sah ich dann eine liebe Kindergartenmama mit ihren drei Kindern und es passierte das, was oft passiert wenn Kinder aufeinander treffen: Sie versuchen sich mit Scheißelkram zu überbieten. So rannten die lieben Kleinen wild umher und versuchten uns Mütter gefühlt in den Wahnsinn zu treiben, was dann voller Enthusiasmus in der U- Bahn für alle hör- und sichtbar, getreu dem Motto: „Mittendrin, statt nur dabei!“ fortgeführt wurde. Ich gab mein Bestes, wählte in Sekundenschnelle das Kind aus, dass das Feuer in meinen Augen am ehesten am Brennen halten könnte, nahm es zu mir und lenkte den Spieltrieb in ein wildes und ungezähmtes „Ich sehe was, was du nicht siehst!“ bis wir auch schon aussteigen durften. Beim Aussteigen wurde dann klar, dass wir leider nicht die Einzigen gewesen waren, die diese äußerst brillante Idee gehabt hatten bei den ersten Sonnenstrahlen dieser Woche in den Münchner Tierpark zu fahren!
Wir standen einen längeren Moment an und dann durfte ich nach „Eine kleine Familienkarte, bitte!“ in große Kulleraugen gucken, die mich fragten: „Zwei Kinder?!“- „Nein, sechs!“ Die Augenbraue schob sich voller Skepsis nach oben: „Und das sind wirklich alles ihre Kinder?!“- „Japp. Ich hätte auch ein Foto, auf dem alle drauf sind!“ Dass Zoe in dem Moment das zweite Mal (in diesem Leben) an dieser Stelle begann aufzuzählen wer wie alt und wer eigentlich(!) schon Eintritt zahlen müsste, war vermutlich auch nicht die schlaueste und hilfreichste Idee, aber niedlich! Am Liebsten hätte ich mein Gesicht ganz nah an das der Frau hinter der Scheibe in Position gebracht und laut gesagt, was ich schon so oft gedacht habe: „Hör mal Schätzchen! Meinst du im Ernst, ich fahre aus Spaß an der Freude allein mit sechs nicht aussschließlich eigenen Kindern freiwillig in den Tierpark, wenn es auch zwei tun würden?! Echt jetzt?!“
17 Euro später diskutierten die Kinder und ich dann auch schon, in welche Richtung wir jetzt gehen sollten. Wieder einmal fragte ich mich, ob das was mit dieser Montessori- Pädagogik zu tun haben könnte, dass wir da so freie Radikale groß ziehen und auch ob das jetzt mein Leben lang so weiter gehen würde.
Nach den Fledermäusen trafen wir noch einmal die Kindergartenmama, die grob mit dem Finger eine Richtung vorgab, in der wir etwas zu essen finden könnten und lose machten wir dann für später was am großen Spielplatz aus. Das klang doch alles schon mal gut. Dann war Noah weg, irgendwo da vorne und wusste schon ganz genau, wo wir hin mussten. Tom und Ben fragten, ob sie ihm folgen dürften (immerhin) und schon waren auch die beiden weg. Als ich dann mit Emil und Zoe um die Ecke bog, war ich mir nicht mehr ganz sooo sicher, wo meine Kinder wären, ab und an sah ich eines, stellte das Baby samt Wagen etwas zur Seite, entfernte mich kurz um vom Menschen hinter dem Tresen zwei Mal übersehen zu werden, bis ich doch tatsächlich bissig gefragt wurde, woher ich denn jetzt so plötzlich käme und ob ich mich vorgedrängelt hätte. Graue Haare und hoher Blutdruck, ganz sicher- ich werde nicht sonderlich alt. Geht gar nicht. Als ich dann endlich Nahrung auf einem Tablett in den Händen hielt, wenn auch weniger als bestellt, begab ich mich zur Kasse und suchte einen Tisch und meine Kinder, wurde sogar fündig und so aßen wir in Eintracht viel zu teure Pommes mit Majo und Ketchup. Es war toll. Genauso hatte ich mir das vorgestellt, solange bis Ben ein Eis wollte, aber ich noch keines kaufen wollte. Aber man muss als Mama, die ruhigen Minuten feiern wie sie ruhen oder so. Wir bestaunten im Anschluss die Schildkröten und wollten uns nun in Richtung der Hauptattraktion des Tierparks begeben: dem großen Spielplatz. Aber erst nachdem wir Emil beruhigt hatten, der der Müdigkeit verschuldet erstmal einen Heulschreikrampf hatte, weil er niemals nicht von den Schildkröten weg wollte. Und dann passierte das, was den ganzen Tag schon passiert war. „Hier gehts lang!“, sprach der älteste Sohn ungehört und weg war er. Das fiel mir aber erst ein paar Schritte später auf. „Ich suche ihn!“ sagte die Tochter, ging zurück- während das Kleinkind schon mal vorgelaufen war. „Ich hole ihn!“ sagte der Erstklässler und rannte los. Da stand ich mit noch zwei Kindern, eines schlief. Zwei Kinder kamen zurück, aber die Tochter und der große Sohn ließen sich nicht blicken und nach gefühlten unendlichen Minuten machte ich den ersten großen Fehler: Ich lief zurück und suchte beide. Das ging gut bis zur nächsten Kreuzung und dann wählte ich zwischen Weg A und B und verirrte mich etwas sehr, stand dann auch leicht hilflos vor dem kleineren Spielplatz mit vier Kindern und kaufte dann in der Not erstmal ein Eis für jeden und ein Wasser, denn unsere mitgebrachten zwei Liter waren schon geleert.
Ich wurde mit jedem Schritt immer unruhiger und saurer auf den Sohn, ich schimpfte vor mir her und stellte mir vor wie ich laut schreien würde, wenn ich ihn zu Gesicht bekäme oder ihm so wie man das früher machte, ordentlich und filmreif eine Ohrfeige zu geben, weil er Schuld an allem war und zu demonstrieren wie schlimm das alles gewesen war. Dem ging aber voraus, dass ich ihn fand. Ich irrte herum, mein Handyakku war beinahe leer, Emil war müde und lief tapfer dank des Eises in der Hand neben seinen Brüdern her, Anton war mittlerweile wach und ich wusste auch er hatte Hunger und würde bald seine Flasche brauchen. Was um Himmels Willen sollte ich tun? Und woher kamen nur diese vielen Menschen? In meiner Not rief ich irgendwann den Mann an, bevor das Handy sich ausstellte. Ich bat ihn zu kommen und er wollte den Tierpark anrufen. Wir verabredeten uns dann am großen Spielplatz, den ich einfach heute nicht fand, ich verlief mich immerzu und die Minuten verstrichen. Vor meinem inneren Auge sah ich die verzweifelte Tochter, ich wusste nicht einmal ob die beiden sich gefunden hatten oder einzeln umher liefen. Und wie verrückt und aussichtslos war es wohl, dass wir hier alle umher liefen. Die Chance einander dabei über den Weg zu laufen war so groß nicht. Ich ärgerte mich, dass ich keinen kühlen Kopf bewahrt und gleich unser eigentlich Ziel anvisiert hatte und ich ärgerte mich, dass ich dieses Mal keinen Treffpunkt ausgemacht hatte, dass das mit genommene externe Akku nicht aufgeladen war und so weiter und so fort… Ich fragte mich auch, ob das die Charma- Rache war fürs fröhlich leichte Twittern über unseren Ausflug, den andere bewundert hatten. Alles war ganz unwirklich. Dann endlich erreichte ich völlig fertig und den Tränen nahe mit den Kindern den Spielplatz, schrieb nebenher auf dem abgedunkelten Handy, ohne W-lan, ohne alles nur noch SMS mit dem Mann, über die Kleidung der Kinder und wo wir gerade wären.
Mittlerweile war eine Stunde vergangen, hier am Spielplatz waren noch mehr Menschen, Eltern mit Kindern- alles voll und laut. Die tapferen Läufer wollten auch spielen gehen. Ich ließ sie, aber am Liebsten hätte ich sie einfach mit Klebstoff an mich gepappt, damit keiner mehr abhanden kommen könnte. Der ältere Sohn der lieben Kindergartenmama kam zu uns und fragte wo Noah sei, mit dem er spielen wollte. Das hätte ich in dem Moment auch gern gewusst, ich erzählte von unserer Suche und dann sagte er, er hätte Noah schon gesehen vorhin mit Zoe, hier. Ich war ein bißchen erleichtert, aber auch unsicher, ob ich nun den Moment verpasst hatte, die Kinder an diesem Ort zu treffen und sie nun schon wieder woanders wären. Die Mama des Kindes näherte sich, erzählte, das sei ihr auch schon mal passiert und bot ihr Handy an. Es tat so gut ein bekanntes Gesicht zu sehen, mir war gleich irgendwie leichter ums Herzs und dann ganz plötzlich schlangen sich zwei lange Arme um meine Taille und da war der Kopf des Tochterkindes, der sich an mich schmiegte und der große Sohn mit dazu. Lauter hätten Steine mir nicht vom Herzen purzeln können, ich war so unglaublich froh und hätte am liebsten erstmal geheult! Noch während ich die Kinder festhielt, schrieb ich dem Mann, der keine fünf Minuten später bei mir war. Jetzt hatte ich dann nur noch Kopfschmerzen aus der Hölle. Ich gab den Kindern Geld noch ein Eis zu kaufen, wir blieben noch eine Weile dort, zogen dann langsam weiter und kamen mit dünnen Nerven später am Abend zu Hause an. Noch während des Heimwegs dachte ich, das ist wohl wie nach einem Autounfall, ich müsste möglichst bald wieder was mit den Kindern unternehmen, das Pflaster abreißen, denn sowas war mir so in der Form noch nie passiert und dass nachdem die Kinder mehrmals an diesem Tag in die eine oder andere Richtung gelaufen waren. Dennoch habe ich große Monologe heute wie gestern geführt und versucht zu erklären wie wichtig es sei immer zusammen zu bleiben und sich zur Not auch zusammen zu verlaufen, aber dieses Besserwissen wollen und dann in eine andere Richtung allein laufen ist gar nicht witzig, ich denke, dass ist auch angekommen, zumindest hoffe ich das ganz stark.
Heute dann ein Ausflug ins Freibad und alles klappte wunderbar wie eh und je. Ob es nun eine wunderbare Moral von der Geschicht gibt, weiß ich nicht genau, aber ich denke es war wichtig auch das mal zu erleben, zumindest mit so einem positiven Ausgang. Abends war mir dann noch richtig schlecht, weil dann erst alles so mit voller Wucht bei mir ankam. Heute dann bin ich wieder ganz froh gewesen und hab auch wieder viel Gutes gesehen, denn auch wenn es nicht immer alles so geordnet abläuft kann ich solche Sachen mit unseren Kindern gut allein machen, einfach weil es eigentlich gut funktioniert und ich mich in der Regel super gut auf unsere Kinder verlassen kann, sonst würde ich erst gar nicht los fahren.

Auch fragte ich mich, ob ich das verbloggen sollte, was das wohl für ein Licht auf mich als Mutter werfen würde oder auf unsere Kinder, aber ich denke auch das gehört hier her und ist ein Teil unseres Lebens, das kleine Scheitern und Fehler machen neben dem kleinen großen Glück.

Ausgesäuert

Mai 13th, 2015

Der kleine Kobold und ich haben Streit, er mag gar nicht duschen, ich irgendwie schon, denn ich habe noch sooo viel zu tun. Unsere Meinungsverschiedenheit endet im Zimmer von Tom und Ben, wo sich das Kind verschanzt. Nachdem ich abgekühlt bin und mich ärgere, weil ich versucht habe, dass Kind gegen seinen Willen dazu zu bringen kurz in die Wanne zu hüpfen und augenscheinlich mein sauberes Ziel nicht erreicht habe, gehe ich hoch doch noch mal gucken, denn es ist so verdammt still und da weiß man ja immer noch so genau :) Als ich ins Zimmer komme:

Emil: „Mama! Wo warst du denn?!“
Ich: „Wo warst du denn?“
Emil: „Na, hiiier!“
Ich: „Ja. Du warst sauer, weißt du noch?“
Emil: „Ja, aber jetzt bin ich wieder Email.“

Auch Muttertag

Mai 10th, 2015

Ein Tag, der ambivalente Gefühle in mir rührt. In den letzten Tagen habe ich versucht den Kindern zu sagen, dass sie mir nichts schenken müssen und auch heute morgen sagte ich noch, sie seien das größte Geschenk, denn ohne sie, auch ohne den Mann, wäre ich gar keine Mama. (Ich bekam natürlich trotzdem ganz viele süße, liebevolle und zauberhafte Geschenke, aber unsere Kinder basteln uns öfter solche schönen Dinge, auch zwischendrin.)

Blumenstrauß

Ich denke heute an all die lieben Mütter um mich herum, die es seit Jahren sind oder gerade werden. Und ich denke auch an meine Oma, die ich vor drei Jahren anrief und der es schon so schlecht ging. Auch wenn ich es damals nicht notiert habe, sagte ich ihr in meiner Erinnerung, dass sie sich Hilfe holen soll, wenn es nicht mehr geht und sie das nicht allein aushalten muss, sie konnte kaum noch selbst essen und trinken. Das muss sie getan haben, denn damals fuhr ich nur wenige Tage später zögerlich in der 35. Schwangerschaftswoche nach Berlin und besuchte sie mit meinem Mann und all meinen Kindern und dickem Bauch im Krankenhaus, dank meines Vaters, der uns in kleinen Gruppen hinfuhr. Ich sprach mit meinem Vater über ein Hospiz und musste erleben, wie meine Oma auf meinen Bauch zeigte und sagte, wir hätten jetzt beide so einen dicken Bauch- in meinem wuchs das Leben, in ihrem der Tod. Sie muss unglaubliche Schmerzen gehabt haben und sie hatte Angst. Nebenher war die Sorge so unheimlich groß, weil meine Nichte zu früh und mit Problemen auf die Welt gekommen war und noch auf der Neo lag, die ich dort einmal besuchen durfte. Mit mulmigen Gefühl fuhr ich nach kurzer Zeit mit meiner Familie zurück nach Hause und wurde schon auf der langen Zugfahrt krank.
Und nur wenige Tage nach unserer Rückkehr, nur mehr ein oder zwei Tage nach ihrer Ankunft im Hospiz starb meine Oma, nicht einmal einen Monat nach unserem Telefonat am Muttertag. Daran denke ich heute auch, ich vermisse sie sehr.

Davor, danach und mittendrin

Mai 5th, 2015

In den vergangenen Wochen drehte sich für mich alles ums Abstillen und den Start der Basistherapie. Jetzt wo die Tabletten beinahe in meinen Händen liegen, habe ich so unglaublich große Angst vor den Nebenwirkungen. Vielleicht hat das Röntgen meiner Lunge nicht gerade zur Entspannung beigetragen. Ich möchte weder die Palette der leichten und häufigen Nebenwirkungen, noch die seltenen ganz Schlimmen. Ich möchte gar keine.
Ich wollte diese Medikamente so sehr und nun, nachdem dieser Berg des Abstillens bezwungen ist, nicht ohne doch noch einmal einen Milchstau durch stehen zu müssen, ist da dieser Basistherapie- Berg. Diese Ungewissheit, die noch vor Tagen ein Segen war, macht mir nun also Angst. Wird sie helfen und zu welchem Preis? Wieder einmal fühle ich mich verletzlich und nackig. Da ist wieder die Angst, dass mir etwas passieren könnte, ich meine Kinder im Stich lasse. All das sind Dinge, die ich nicht im Geringsten beeinflussen kann. Ich hab keine Wahl, kann es nur probieren und das Beste hoffen, alles wieder einmal alternativlos. Ich versuche also mein verängstigtes Ich etwas beiseite zu schieben und nach der Hoffnung zu greifen und dieser Zuversicht.

Wenn Sie also mögen, dürfen Sie ab Mitte/ Ende dieser Woche an mich denken und damit bitte die nächsten Wochen erstmal nicht aufhören! DANKE! <3

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schrieb ich… Und dann kam der Anruf meiner Ärztin. Meine Entzündungswerte sind gerade durch meine Erkältung(?) so schlecht, dass ich die erst noch einmal abklären lassen muss durch den Hausarzt, bevor ich mit den Tabletten beginne und wenn die Werte nicht besser werden, muss noch einmal eine antibiotische Therapie gemacht werden.
So zieht sich alles in die Länge, meine Ängste werden nicht weniger und hach ja nun…

Fliegende Zeit

Mai 1st, 2015

Gestern Nachmittag hatte ich drei Freundinnen eingeladen. In den letzten Wochen hatten wir es abends nicht geschafft uns ohne Kinder zu treffen und so lud ich ein, damit wir uns überhaupt mal wieder sehen konnten. Darauf hatte ich mich total gefreut, meiner Seele tut das immer so gut. Aber etwas war anders…
Zwei der Frauen, habe ich im Kindergarten kennen gelernt, also vor bald acht Jahren. Ich hatte mich damals schwanger mit dem dritten Kind mit einer Mama angefreundet, deren Sohn immer mit unserer Tochter spielte. Beide hatten wir unheimliches Glück gehabt, in diesem Jahr noch einen Kindergartenplatz bekommen zu haben, denn unser beider Kinder wurden im Jahr erst 3 Jahre alt, Zoe im November und ihr Sohn Ende Dezember. Wir Mütter waren total verschieden, aber uns gleich sympathisch. Was Seelenbalsam für mich war, denn bis dahin tat ich mich als sehr junge Mama noch schwer Kontakte zu knüpfen. Im Dezember zur Weihnachtsfeier lernte ich ihre Freundin kennen, ihre beiden älteren Jungs aus dem Kindergarten waren miteinander befreundet und sie kannten sich schon etwas länger. Besagte Freundin von ihr, war ebenfalls schwanger und unsere Söhne wurden Monate später auf den Tag genau einen Monat nach einander geboren.
Als Kindergartenmamas waren wir flexibel. Es kam so oft vor, dass wir am Nachmittag in der Garderobe beschlossen den Nachmittag zusammen zu verbringen, da saßen wir dann umringt von spielenden Kindern bei Kaffee und Keksen oder im Sommer und Frühling mit Erdbeeren, Melone und Kirschen :) Es war eine Zeit, an die ich mich so gern erinnere.
Je älter die Kinder wurden, je mehr Schulkinder wir hatten, desto weniger sahen wir uns am Nachmittag und begannen uns abends regelmässig zu treffen. Dazu stieß dann eine weitere Freundin der beiden aus dem Kindergarten, die ich auch ins Herz schloss und deren Tochter auch für ein halbes Jahr mein Tageskind wurde. Das Ende meiner Arbeit gab unserer Freundschaft glücklicher Weise keinen Riss.
Hin und wieder versuchen wir doch uns am Nachmittag mit den Kindern zu sehen. Wie zum Beispiel an meinem Geburtstag im letzten Jahr, dann kommen wir auf 13 Kinder. Wir sind ganz klar in der Unterzahl. :)

Früher

Meine lange Vorrede ist nötig um zu beschreiben, was sich da tut, immer öfter treffen wir uns vielleicht mal am Nachmittag, aber nicht alle Kinder sind dabei. So kamen gestern nur drei andere Kinder, vier fehlten. Unserer Kinder werden selbstständiger und verbringen ihre Nachmittage nicht wie früher bei Freundinnen der Mama, sondern lieber bei ihren Freunden. Völlig losgelöst. Daran erinnernd wie unsere Freundschaft begann, mit einem Häufchen von kleinen Kindern ist das doch Besonders. Beinahe ein Geschenk, all das Miteinander teilen zu können und daran zu wachsen, sich austauschen zu können, Ängste durch zu stehen, gemeinsam zu trauern, zu hoffen, zu jammern, zu lachen und feiern, weiter an einander festzuhalten. Ich liebe das. Hoffentlich darf ich noch viele Jahre ein Teil davon sein.